Billig-Digitalflügel umbauen?

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HartmutS
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Bestimmt ist Euch schon mal sowas wie der "Fame Grand 500" im Internet über den Weg gerollt, der soll baugleich sein mit dem "Classic Cantabile GP 500", hier sind mal Beispiel-Links:
http://www.musicstore.de/de_DE/EUR/...al-Fluegel-schwarz-poliert/art-PIA0000982-000
http://www.kirstein.de/Tasten/Digit...oerer.html?utm_source=froogle&utm_medium=ncpc

Nun soll laut diesem Thread:
http://www.gutefrage.net/frage/classic-cantabile-gp-500-digitalfluegel
der eigentliche Hersteller Medeli in China sein. Allem Anschein nach ist dies nun aber nicht automatisch chinesischer Computerschrott, sondern schon das Gehäuse soll recht hochwertig verarbeitet sein, Messing-Beschläge oder zumindest vermessingte Rollen und Pedale sprächen da für sich. Die Klaviatur soll sogar eine Fatar TP/40 sein (!), obwohl hier rätselhafterweise geschrieben wird, daß sich mit ihr nicht repetieren ließe. Wenn das stimmt, könnte das dann vl. an der äußeren Midi-Beschaltung der TP/40 liegen?
Davon abgesehen, wenn ich die Angabe TP/40 als richtig annehme, könnte man vor jeglichem möglichem Umbau schon mal über den Midi-Ausgang mit dieser Tastatur andere Klänge herzaubern. Beließe man es bei der eingebauten Klaviatur, könnte man später den Flügel elektronisch weitgehend entkernen und von der Midi-Schnittstelle aus eine eigene DAW einbauen und ebenso einen hochwertigen Audiostrang. Wer als Klaviatur das NonplusUltra haben will, könnte im einfachsten Fall die TP/40 ausbauen und durch eine TP/40 Wood ersetzen, die z.B. im Fatar Numa Nero arbeitet. Das allein dürfte hier wohl ohne schreinerische Arbeiten durchführbar sein, weil TP/40 und die Ausführung mit Holztasten exakt gleiche Abmessungen, Aussparungen und Verschraubungslöcher im Chassis zu haben scheinen. Eine andere aber sicher weitaus schwierigere Alternative könnte sein, den Klaviaturbereich so umzubauen, daß man ein komplettes Stagepiano oder Masterkeyboard samt Gehäuse rastend und leicht ausklinkbar einpasst (um den Flügel leichter transportieren und das Stagepiano auch anderweitig nutzen zu können). Das aber würde auf keinen Fall ohne kunstvolle schreinerische Anpassungen gehen. Wenn man neben einer eigenen DAW die Verstärker- und LS-Sektion auch noch in High-End ausführen würde, hätte man einen edel zu spielenden und wundervoll klingenden Digitalflügel fast für lau. Es geht mir hier also faktisch nur ums Gehäuse, das also anscheinend gar nicht so übel ist, auch wenn es made in China ist. Ein echtes Flügelgehäuse wäre sicher noch viel billiger zu bekommen, ist aber wesentlich schwerer und dann oft auch schon ramponiert und nicht mehr wirklich schön. Hier wäre das Gehäuse praktisch nagelneu und man könnte dessen Statik durch den Einbau etwa schwerer Aktivboxen auch noch verbessern. Da die Chinesen faktisch alles nachbauen (neuerdings sogar Alpendörfer), bestünde freilich ein gewisses Risiko, daß sie die Fatar TP/40 nur exakt nachgebaut haben. Man müßte sich mit so einem Billig-Flügel am besten mal ein paar Stunden beschäftigen, um alles millimetergenau vermessen zu können. Dann wüßte man auch, was ein Schreiner genau tun müßte, um z.B. ein Kawai MP 10 oder was auch immer, geschickt einklinken zu können, ohne am Gehäuse des Stagepianos irgendwas verändern zu müssen.

Noch so ein Billigflügel und fast auf die Mark genau auch in der selben Preisklasse ist der Beringer Euro Grand:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/b0039sx4q2/geizhalspre03-21/ref=nosim?m=A3JWKAKR8XB7XF
Anscheinend aber ein anderes Fabrikat als die 2 Beispiele oben.
 

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