bogenspannung

von etrawgew, 05.03.07.

  1. etrawgew

    etrawgew Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.07   #1
    liebe userinnen und user,

    schon einmal habt ihr mir gute tipps zu meinen grundfragen bez. des geigespiels gegeben. dadurch bin ich schon in der lage einfache volkslieder zu spielen. natürlich würde sich mancher von euch die ohren zu halten und sich mit grausen abwenden. da ich aber täglich übe, merke ich schon, dass es von mal zu mal besser wird.
    heute nun wende ich mich erneut an euch mit der frage:
    wie fest sollte die bogenspannung für anfänger sein? gibt es da eine faustregel oder ist das individuell verschieden?
    auch mit dem wieviel und wie oft kolophon , bzw. kolophon mit weichem tuch von den saiten wischen, da ich das gefühl habe, dass ein zuviel die saiten zum quitschen oder schnarren bringt.
    eure hilfreichen antworten erwartend sage ich vorab schon mal ganz herzlich
    DANKESCHÖN!
    mit lieben grüßen,
    etrawgew.
     
  2. dkoschuch

    dkoschuch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.07   #2
    Der Abstand Mitte Bogen-Haare soll etwa 1 cm betragen.
    Kolo auf den Saiten führt zu einer Verschlechterung des Klanges.
    Die richtige Dosierung ist eine Angelegenheit, die sich mit der Zeit ergibt, denn das hängt davon ab wie man spielt, wie oft, mit welchem Bogen und welches Kolo verwendet wird.
    Als ganz grobe Faustregel würde ich sagen: Jeden Tag 2-3 Striche auftragen. Erst wenn der Ton nachlässt, nachkolofonieren. So bekommt man mit der Zeit ein Gefühl für die richtige Menge.
     
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  3. etrawgew

    etrawgew Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.07   #3
    hallo dkoschuch,

    sei bedankt für deine informative antwort! habe gleich darauf geachtet und berzigt, was du bez. des kolophons und der bogenspannung empfohlen hast, und ich denke, dass es wirklich besser geht.
    abgesehen davon macht mir das geigespiel unsäglich viel freude! ich übe jeden tag, an manchen tagen sogar zweimal, jeweils etwa eine stunde.
    natürlich werde ich keine konzertreife erreichen können, aber dennoch möchte ich versuchen, gängige melodien möglichst rhythmisch und sauber spielen zu können.
    einen vergnüglichen abend wünscht,

    etrawgew.
     
  4. meister hubert

    meister hubert Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.03.07   #4
    das zeug heißt übrigens kolophonIUM:great:
     
  5. etrawgew

    etrawgew Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.07   #5
    danke meister hubert für den hinweis, dass es nicht kolophon, sondern kolophonium heisst! :great:
    dies habe ich in einem anderen thread auch so geschrieben, fand dann aber die offenbar gängige kurzform von kolophon. und ich denke, dass hier die meisten user wissen was gemeint ist! trotzdem, nochmals sei dir dank für den hinweis. ;)
    ein schönes vorfrühlingswochenende wünscht,

    etrawgew.:)
     
  6. suamor

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    Erstellt: 13.03.07   #6
    Meine Erfahrung bezueglich Bogenspannung und mit dem Kolophonium ist ein wenig differenzierter. Für ein Standard-Kolophonium gilt wohl das oben gesagte. Wenn Du ein sehr trockenes (staubiges) bzw. älteres (bei mir häufig schon nach 1 1/2 Jahren) hast, dann mußt Du vielleicht sogar noch öfters schmieren und die Saiten (und das Instrument!) reinigen, da der Abrieb höher ist. Bei klebrigeren Kolophonium kann schon einmal pro Woche in besagter Manier ausreichen (hängt natürlich stark von der Spieldauer ab).
    Noch etwas: Kolophoniumwechsel kann ich nur empfehlen, da Kolophoniumstaub eine Ursache für Allergien sein kann.

    Reinhard
     
  7. RabenKaras

    RabenKaras Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.12.17   #7
    Hallo!

    Der Thread ist zwar älter aber ich würde zum Thema Bogenspannung gern auch etwas fragen.

    Ich habe zu Weihnachten einen Bogen geschenkt bekommen. Bei meinem alten Bogen lagen die Bogenhaare bei völliger Entspannung am Holz auf und sie waren leicht bewegbar, wenn ich sie mit den Fingern angestupst hatte. Bei dem neuen Bogen ist dies nicht so. Die Haare liegen nicht auf und es fühlt sich an als sei etwas mehr Widerstand vorhanden. Muss ich mir da in irgendeiner Weise Gedanken machen, oder ist das ok?

    Hier mal ein Vergleich: oben mein Alter Bogen - Holz, unten der Neue - Fiberglas

    [​IMG]

    Vielen Dank für die Antwort!
     
  8. cgda

    cgda Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.12.17   #8
    Hallo RabenKaras,
    mit Fiberglas - Bögen habe ich zwar bisher keine Erfahrung, aber der sieht für mich tatsächlich nicht komplett entspannt aus. Bei meinen Bögen (sowohl Cello - als auch Bratschenbogen ) kann ich die Haare so weit entspannen, dass sie lose herumhängen. Bis die Schraube ganz gelöst ist, dauert es trotzdem noch einige Umdrehungen.
    Also - normalerweise sieht das bei mir so aus wie bei deinem Holzbogen, ich lasse die Bogenhaare natürlich nicht im Kasten herumflattern

    Was passiert denn, wenn du einfach ein bisschen weiterdrehst? Oder geht das nicht?
     
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  9. RabenKaras

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    Erstellt: 30.12.17   #9

    Wenn ich weiterdrehe passiert nichts, die Haare werden nicht lockerer. Ich habe da eher die Schraube in der Hand. Ich habe mal getestet wie es klingt wenn ich ihn benutze, da ich ja das Gefühl habe er hat Spannung drauf. Doch das klingt furchtbar. Wenn ich ihn dann wirklich spanne, nur ein paar Milimeter, ist der Klang super. Ich weis halt nicht, ob es dem Bogen schadet oder so. Spielbar ist er, wenn ich ihn Spanne. Ich habe keine Vergleichswerte.
     
  10. GeiGit

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    Erstellt: 31.12.17   #10
    Man entspannt den Bogen ja um seine Federkraft zu erhalten, nicht um die Haare zu entspannen. Wenn die Haare in diesem Fall so kurz sind, dass auch bei vollständiger Entspannung noch eine gewisse Straffheit vorhanden ist, macht das nix.
    Keine Sorge also! Alles gut!
     
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  11. suamor

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    Erstellt: 31.12.17   #11
    Bogenspannung ist ein komplexes Thema. In den letzten Jahren habe ich mir angewöhnt die Haare so stark zu spannen, daß ich sie mit hohem Druck gerade noch auf das Holz vom Bogen runterdrücken kann. Dadurch bekomme ich generell einen weicheren, runden Klang. Je nach Bogen ist die Spannung sehr unterschiedlich. Allerdings habe ich bisher keine höhere Abnutzung bzw. häufiger das Bogenhaar wechseln müssen. Ob die Haltbarkeit vom Bogen verkürzt wird dadurch (Schrauben im Holz) ist eine andere Frage... habe bisher noch keinen Bogen kaputt bekommen (ca. 10 Jahre sind allerdings kein Maßstab). Da müsstest Du mit einem Bogenmacher sprechen. Ich bin zwar kein Fachmann, aber den Bogen, der französiche (sehr leichte) als Vorbild hat, muß ich kaum anspannen (Luma).
     
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  12. fiddle

    fiddle Thomann-Streicher-Service HCA

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    Erstellt: 07.01.18   #12
    Bogenhaare dehnen sich im Lauf der Zeit.
    Ein von Anfang an straffer Bezug verlängert die Benutzungsdauer.

    Bei einem Kunststoffbogen (Carbon, Fiberglas, Compound, Schlagmichtot) macht eine solche Restspannung garnichts aus.

    Auch sehr teuere Holzbögen bleiben von einer leichten Grundspannung unbeeindruckt.
    Wie bereits von @GeiGit richtig angemerkt:
    Alles gut.

    cheers, fiddle
     
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  13. RabenKaras

    RabenKaras Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.18   #13
    Vielen Dank euch beiden für eure Rückmeldung. Das hat mich nun einerseits schlauer gemacht, anderrerseits auch beruhigt. Nun macht das Spielen noch mehr Freude.
    Vielen herzlichen Dank :)
     
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