Brummen bei Mikroaufnahme

von StarterSong, 23.07.16.

  1. StarterSong

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    Erstellt: 23.07.16   #1
    hi,

    habe ein sich änderndes Brummen. Es lässt sich am Gain mitverstärken (UR12), Mikrofon AKG Solidtube, mit eigener Phantomversorgung, und von Original AKG 10 m Kabel.

    Habe auch schon reine Aufnahmen gemacht. Da ich noch rum experimentiere, liegt das Mikro mal am Tisch, mal am Boden, mal halte ich es mit der Hand. Manchmal ist auf einmal Stille, dann wieder brummen. Der Ton ist wie von Trafospannung. Die Positionsänderung des Mikro verursacht hörbare Änderungen der Lautstärke des Brummens. Mit Gain zurück drehen geht es weg, aber natürlich auch die Lautstärke.

    Habe probiert die Lage des Mikro zu ändern und bessere Position zu finden. Manchmal half mit der Hand am Kopf (mit Windkappe aus Schaumstoff) anzufassen und Brummen ging weg oder deutlich kleiner. Als würde ich sowas wie "statische Ladung" weg tun. Am Mikrofonversiorgungsgerät gibt es eine Erdungstaste, speziell für Brummprobleme, sie half nichts. Oder meine Stromdose hat keine Erde? Wie vermesse ich ob die Erde hat? Klar, blöd gefragt, zw. Phase und Erde messen - doch das reicht nicht, könnte am Null zusammen liegen, alles gibt es. Vom Heizungsrohr, der muss an Erde sein.

    Habe hier darüber gelesen. Das AKG Kabel ist alt und hatte Verdrehungen. Ich denke es macht nicht das Interface, und nicht das Mikro selbst. Irgendwie der Kabel?

    Was soll an dem dummen Kabel kaput gehen? Ich habe keinen 2ten Kabel, ein 5-Pin Kabel, um zu testen. Ich kriege schon Panik.
     
  2. Telefunky

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    Erstellt: 23.07.16   #2
    bei Brumm-Problemen denkst du besser nicht, sondern machst dir einen systematischen Plan der Überprüfung
    alles ist (zunächst mal) verdächtig, und das ist wörtlich gemeint
    es geht dabei auch nicht wirklich um 'Erde' sondern um ein gemeinsames Massepotential
    (von mindestens Stromversorgungsgerät, Interface und Rechner, ggf hängen da auch noch Monitorboxen dran...)
    wird das UR12 vom Rechner versorgt oder hat es ein eigenes Netzteil ?

    cheers, Tom
     
  3. StarterSong

    StarterSong Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.16   #3
    habe keine Monitore, nur Kopfhörer AKG271 Studio
     
  4. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.16   #4
    das könnte darauf hindeuten, dass das Gitter um die Kapsel bzw das Gehäuse nicht auf Masse liegt
    (ich hatte den Hinweis 'Schaumstoff' übersehen)
    könnte von einem defekten Kabel kommen, es geht um den Pin 1, von vorn auf die Stifte gesehen der äusserste rechts wenn die Stift oben liegen
    im Manual auf Seite 9 abgebildet (es gibt 2 Belegungen), das Schema bezieht sich auf die Buchse des Netzgeräts

    http://cloud.akg.com/9766/solidtube_service.pdf

    da könntest du versuchen, auf Durchgang zu testen (falls ein Messgerät greifbar), kann man aber auch improvisieren

    cheers, Tom
     
  5. GeiGit

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    Erstellt: 23.07.16   #5
    Ich tippe auch darauf, dass entweder die komplette Masse (also der Schirm des Kabels) nich an Pin 1 und/oder nicht am Steckergehäuse angeschlossen ist.
    Bitte Buchse und Stecker des Kabels (also beide Seiten) prüfen.
     
  6. StarterSong

    StarterSong Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.07.16   #6

    Es ist genau das, auch ohn Schaumstoff, sogar noch stärkerer Zusammenhang. Fasste mit Hand und drückte fester auf s Gitter, sogar dieser Mehr-Druck hatte direkte hörbaren Einfluss. Fasste mit anderer Hand an, und Brummen weg.

    Das Problem ist, ich kriege ihn nicht aufgeschraubt.
     
  7. StarterSong

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    Erstellt: 24.07.16   #7
    hi, habe es aufgeschraubt, es sind 3 witzig billige Schrauben von unten. Wirklich witzige, liebe Österreicher, so geht es nicht in dieser Preisklasse. Die Kreuze drin im weichen Stahl sind schnell weg, dann kriegst du sie nur noch rausgebohrt.

    Welcher Kontakt ist gemeint? Zwischen den beiden Aluguss-Gehäusehälften? In der Anleitung ist es nicht so klar, was mit der Kapsel gemeint ist. Es wird geraten, dort für Kontakt durch Einklemmen von Kupferlitze oder Folie zu sorgen. Also Alufilie reicht dann wohl auch. Und irgendwo mus eine Feder sein, von der geschrieben ist, dass "sie seit langer Zeit eingesetzt wurde".

    Habe die Kopfkappe runter. Drin ist ein Kunststoffsockel, der gar keine leitende Kontakte zur Sensorkapsel hat. Also kann nicht ein fehlender Kontakt dorthin gemeint sein. Ich folgere daraus, dass nur der Kontakt zwischen den beiden Aluguss-Gehäuseteilen gemeint ist?

    Innen drin ist es mit Schaumstoff ausgelegt, und zwischen dem äußeren Gitter und dem Schaumstoff ist noch ein feines Gitter in Messingfarbe. Der ist wohl der Ableiter. Ist evtl. der Kontakt dieses Messinggitters zum Kopfgehäuse und weiter zum Hauptgehäuse gemeint? Dann ist es wohl Abschirmung gegen äußere elektrische Felder. Magnetfeld hält es nicht auf. Soll es ein Faraday-Käfig sein? Oder soll nur statische Aufladung abfließen können? Evtl. beides.

    Also ich stopfe in dem Zwischenspalt zwi. Gehäusehälften Alufolie, und vorher kratze ich da an den Flächen etwas auf, wie in der AKG Anleitung geschrieben. Den Kabel checke ich auch auf Durchgang und Isolationswiderstand zwischen allen.
     
  8. StarterSong

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    Erstellt: 24.07.16   #8
    Erfolg, ganz weg. Danke. Dass so eine Kleinigkeit sich so auswirkt.

    Das kann man dann allen Solidtube besitzern raten, eine Alufolie zw. Gehäusehälften zu klemmen. Dazu muss man auch die Kappe gar nicht abnehmen, nur ca. 10-15 mm auseinanderschieben, Folie rein, ist etwas fumelig.

    Wenn jemand auch Solidtube hat, noch Frage: der Klang ist zwar gut, klar. Aber auch senderbar. Auch nach Aufnahme, also nicht die Folge der Doppelung durch Latenz, höre ich die Tiefen und Höhen, als wären es 2 Stimmen, die sind irgendwie unverbunden. Als würden Frequenzen dazwischen unterdrückt, oder die tieferen sind verstärkt. Man kann natürlich genau das toll finden. Sagt es jemand etwas?

    AKG hätte statt Kunstsoffring, reine Optik, einen Metalring einsetzen sollen und darauf achten, dass die unteren 3 Schrauben das Oberteil gegen Anschlag am Hauptgehäuse fest ziehen. dann kann der Kontakt nicht weg brechen.

    Beim Unterklemmen einer Allu- oder Kupferfolie, oder Litze darauf achten, dass das Teil durc h Vibration nicht ganz ins Innere rutscht und dort Kurzschlüsse verursacht.

    Der Klang, ist evtl Folge des UR12 Interfaces, ich muss mal was anderes probieren. Evtl. ist die Latentz auch verschieden für hohe und tiefe Frequenzen.


    Nachtrag: habe nun ein gutes Gefühl, tolle Akustikgitarre-Aufnahme gelungen mit diesem Equipment, UR12 + Solidtube und, was mir noch wichtiger ist, auch Vokal männlich. Und zwar ohne der Filter, die mir hier im StudioOne im Preset für Vokal angeboten waren. Gefällt mir super jetzt. Rauschen ist ganz weg. Und die erwähnte "Doppelstimmigkeit" hat sich eingefunden, höre es nicht mehr. Wenn man genau hört, dann ist in allen Aufnahmen sowas drin, als wären 2 Stimmen da. Die Stimme oktaviert. Und weil man ja die Mitten gerne satter will, wärmer, dann ergibt sich das. In Natura hört man es nicht so, weil es nicht so direkt ins Ohr geht.
     
  9. StarterSong

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    Erstellt: 24.07.16   #9
    und noch eine Idee: man könnte auf die Schnelle einfach von außen ein Stück Draht oder Litze mit je einem Gummiband am oberen und unteren Teilgehäuße dran klemmen. Dann muss man nicht aufmachen. Und man kann auch einen fest geschraubten Außenleiter anbringen, 2 Löcher gebohrt, Gewinde rein und verschrauben.
     
  10. Telefunky

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    Erstellt: 24.07.16   #10
    schön, dass es wieder läuft - ich habe die Serviceanleitung nicht gelesen, nur nach dem Schema gesucht
    erstaunlich, dass AKG selbst auf die Kontaktprobleme hinweist
    allerdings unterscheiden sich die dort erwähnten 2 Versionen vor allem in der Masse-Führung
    in der Regel treten solche Schäden aber am häufigsten beim Kabel auf

    die Unterschiede beim Abhören entstehen durch parallele Monitor-Signale
    das Interface hat wahrscheinlich einen latenzfreien Monitorweg, der zum Software-Ausgang dazugemischt wird - wenn dann die Aufnahmespur gleichzeitig abgehört wird, ist dieser Versatz zu hören und beeinflusst (je nach Grösse) auch die Frequenzwahrnehmung
    meist entscheidet msn sich für 1 Weg und schaltet den anderen stumm
    wenn du mit Effekten abhören willst, geht das nur über die Software (mit Latenz)
    der 'Direkt'-Regler wird dann zugedreht

    cheers, Tom
     
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  11. StarterSong

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    Erstellt: 24.07.16   #11
    Danke Tom. Übrigens, bei Software gefällt mir immer mehr Reaper. Die machen es logisch und nicht überfrachtet mit allem zeug zugleich, aufgeräumt. Im Sonar lange gesucht wie man einen Loppbereich setzt, sehr schlecht gelöst. Und StudioOne nutze ich schon mal für diese Tests. Finde da auch nicht alles auf Anhieb. Cubase noch nicht geschaut. UR12 evtl. gebe ich doch zurück. Obwohl es ist alles mehr die Sache der Einstellungen, bei welchem Pegel. Audient ist wohl besser, wenn er den Preis so hält, so viele können nicht irren. Oder auch noch Native Instruments, berliner Fa.. soll auch gut sein.
     
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