Ich denke auch, das hier einige Leute über „CAGED“ schwadronieren, ohne sich wirklich damit beschäftigt zu haben.
Der Hauptnutzen liegt für mich darin, innerhalb der Scalen-Boxen, die darin liegenden Akkord-Shapes zu „sehen“.
Hier die 1. Box der so beliebten der Am-Pentatonik:
Aus welche Akkorden bestehen Progressionen, bei denen dieses Shape beim Improvisieren, typischer Weise genutzt wird? A, A-Mol, C, D, G, …
Das Verschieben der Akkord-Shapes muss jetzt aber schon bekannt sein!
E-Dur-Shape am 5. Bund = A-Dur; G-Dur-Shape am 5. Bund = C-Dur; A-Dur-Shape am 5. Bund = D-Dur, D-Dur-Shape am 5. Bund = G-Dur.
Wer sieht diese Shapes oben im Bild? Wissend, aus welchen Tönen die jeweiligen Akkorde aufgebaut sind, kann man sofort benennen, welche Töne das da oben jeweils sind (ohne das auswendig lernen zu müssen).
Welche Akkord Töne sind da nicht Teil der Pentatonik, können aber -über die betreffenden Akkord gespielt- diese sinnvoll erweitern?
Wie klingt das, wenn bei der Improvisation, die Akkord Töne gezielt angespielt werden (…oder einfach nur Lines mit dem jeweiligen Grundton begonnen oder dahin aufgelöst werden...)
…
Das ist die „Struktur“, die man mit diese Visualisierungsmethode mit sehr einfachen Mitteln erkennen kann.
Alles sehr einfach zu verstehen; macht fast Null Aufwand zu lernen; einmal durchschaut vergisst man das auch nicht wieder, weil es nur „aktives“ Wissen erfordert; gibt den abstrakten Scalen Mustern (etwas) musikalischen Kontext.
Nicht mehr nicht weniger.