Call & Response. Bloß wie?

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mr.twister

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Tach Leute,

ich bin gerade dabei ins improvisieren einzusteigen. mein kumpel spielt schon 1 1/2 Jahre, is aso besser als ich. wir machen ab und zu call & response und auch mit meinem gitarrenlehrer hab ich das schon gemacht. er meinte, dass ich aus seinem motiv was er vorgibt was machen soll, bloß wie. könnt ihr mir vielleicht mal irgendwie nen paar aufnahmen von euch schicken wenn ihr welche habt? wie soll man denn auf das vorgegebene motiv "atworten"?

gruß mr.twister
 
Ratzepuh

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da hilft nur üben und probieren .. was ich bei impro für mich selbst ab und an mache ist mir irgendeine akkordfolgenidee inkl. rythmus in guitar pro einbauen.

das dauert etwas, aber dann kommt der spassige teil:
1. erstmal drüber locker improvisieren und ideen finden
2. leichte bzw einfache ideen in guitar pro einfügen und platz lassen für die takte danach

dann kannst du rumprobieren und auch solche sachen wie call & response versuchen.
 
Cadfael

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Hallo mr.twister,

als ich dein Thema gelesen habe, habe ich nen dicken Hals bekommen (nicht wegen Dir!) ...

Ist ja schön und gut, wenn man das
- kann und
- will

Aber ich kann das selbst nach über 25 Jahren Gitarre nicht - und ich will es auch nicht.
Mir ist nur aufgefallen, dass die Leute die andauernd von "Call & Response" sprachen die ganze Zeit über nicht zugehört haben war Drummer, Bass und Rhythmusgitarre spielen. Die haben ihre Noten (richtig oder falsch) durchgezogen ohne im Song auf jemanden der anderen Instrumentalisten eingehen zu können (was keine Verallgemeinerung sein soll - es bezieht sich einzig auf die Leute mit denen ich gespielt habe!).

Aber zurück zum Thema ...

Zum einen muss man natürlich für ein Response ähnlich gut spielen können wie die Frage ist. Wenn Dich andauernd jemand Fragen stellt, die völlig über deine Antwortmöglichkeit gehen ist das mMn mehr Zeichen für dessen "Nichtkönnen". Man sollte mit einem Grundschüler auch keine Diskussionen über Nietsche führen.

Hör dir mal alte Sachen von Deep Puprle an. Ritchie Blackmore und Jon Lord waren Meister in der Disziplin "Call & Response". Anfangs kannst Du auch "einfach" nachspielen, "was Du gefragt wirst". Und bitte den Fragenden, nicht zu schwere Fragen zu stellen!

Anfangen kannst Du mit dem Doppeln der Frage. Dann siehst Du wahrscheinlich, wie der Fragende seine Frage abwandelt - und mit der Zeit lernst Du es, die Antwort ähnlich abzuwandeln.

Andere Möglichkeit ist natürlich einfach zu sagen, dass Du "diesen Blödsinn" nicht mitmachst, weil er nicht deinem Wesen als Gitarrist entspricht. Das setzt allerdings voraus, dass Du weißt wer Du als Gitarrist bist, wo Du hin willst - und auch ein gewisses Ego seinen eigenen Weg unbeirrt zu gehen.

Gruß
Andreas
 
-Chicago-

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Zu Anfang find ich es eigentlich auch garnicht schlecht einfach auf dem selben Ton anzufangen und zu sagen "jeder bekommt 2 Takte" (oder was auch immer), man spielt in A moll (damit sind die meisten ja vertraut) und fängt einfach immer auf dem selben Ton an... beide.

Weiß nicht ob das dem entspricht, was du dir unter call&response vorstellst, aber man kann sich auf jedenfall gut ausprobieren und es ist nicht all zu schwer sich an dem, was der Vorgänger gespielt hat zu orientieren, wenn man weiß, wo er angefangen hat.

machen wir manchmal bei uns in der Band mit Sax und Git so.
 
M

mr.twister

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Danke für eure schnellen Antworten.

@Cadfael:
Das mit dem Fragen und Antworten stellen ist klar, dass Problem ist wie soll ich denn z.B. auf eine Frage antworten? Spiel ich das gleiche bloß anders herum oder was mache ich dann? Z.B war heute mein Kumpel dar und wir haben das ein bisschen geübt, aber
ich hab meistens mein eigenes Ding gemacht, weil ich einfach nicht wusste wie ich ihm Antworten soll. Gibt es da irgendein Trick beim Call & Response?

Gruß Mr.Twister
 
My_Friend_Jack

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Der Trick ist erstmal der - wie Cadfael richtig gesagt hatte - dass du erstmal eine Frage bekommst, auf die du auch entworten kannst;)
Der Rest basiert auf Übung, also aufs aufeinander hören. D.h. man spielt nicht für sich alleine, sondern lässt dem Anderen Platz und geht auf sein Spiel ein (und umgekehrt).

Also: Probierts einfach noch öfter miteinander. Und sag ruhig, wenn dir das gespielte zu schwer ist. Fangt halt erstmal mit was einfachem an. Zwei oder drei Töne, die du dann nachspielst & wenn das hinhaut halt ein bischen mehr, bzw. die Reihenfolge der zwei/drei Töne variieren. Damit kann man schon einiges machen. Hab neulich erst dasselbe mit meinem Cousin (der gerade wieder angefangen hat) & der A-moll Pentatonik gemacht.
Erwarte halt keine Wunder nach 5 Min ;) aber so nach und nach wirds immer besser!
 
Powder

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Es funktioniert genau so, wie in einer Unterhaltung auch...

Achte mal auf die Sprechmelodie bei einer Frage und bei einer Antwort.
Auch auf die Sprachrhythmik.
Als Beispiel nehm als Anfangsfloskel das Wort "Hey"
Für mich hört sich das nach einem Ganztonbend an. Und genauso achtest Du auf den Rest der Frage.
Es müßen nicht viele verschiedene Noten gespielt werden, setz auf die Rhythmik.

Leider kann ich mich grad nicht mehr an den Musiker erinnern, der eigentlich nur Geschichten erzählt wenn er Improvisiert.

Vielleicht bringt Dir die kleine Anregung ja was.
Btw. Call and response ist das ein und alles meiner Meinung nach.

Zuhören und Antworten, und nicht aneinander vorbeireden. :)
Das ist Musik.

Machs gut
Gruß
 

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