Charvel vs. Fender Strat als vielseitiges Top40-Arbeitstier?

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Hi zusammen,

ich will mir eine neue Gitarre als vielseitiges Arbeitstier im Top40-Coverbereich anschaffen (von Amy Winehouse über Schlager, ACDC, Malle, bis 80s Metal). Iron Maiden, Onkelz, Ärzte, Rage Against the machine etc. ist i.d.R. das härteste/verzerrteste, was wir spielen.

Kennt jemand diese Charvel Strat:

*

Oder doch lieber eine klassische Fender* Strat:

oder:

Was denkt ihr zu den drei Instrumenten?
 

vielseitiges Arbeitstier im Top40-Coverbereich anschaffen (von Amy Winehouse über Schlager, ACDC, Malle, bis 80s Metal).
Wie man da auf die Danhage kommt, ist mir schleierhaft. Henrik Danhage ist Prog-Metal-Gitarrist und hat sich seine Charvel auf den Leib "schalten" lassen. Wer Ratt oder Dokken (also DeMartini und Lynch) cool findet und spielt, ist damit sicherlich gut bedient. Aber ein schwebendes Floyd mit einem Humbie in der Bridge und einem SC am Hals und auch nur einem P/P am Volume-Pot, um zwischen beiden umzuschalten (ja, nur umschalten, nix Zwischenposition, wenn Du keine Umbauten vornimmst, wie z.B. noch einen Toggle reinzulöten), ist so ziemlich das Gegenteil eines vielseitigen Arbeitstiers.

Wenn du in der Preisklasse der Danhage bist, und maximale Flexibilität willst, wäre eher eine Strat mit HSS sinnvoll, wenn Du mich fragst.

Wenn Du Name-Dropping brauchst, dann wäre ich bei sowas:

*

Wenn es auch nur reine Qualität in Handarbeit sein darf, dann eher hier (ich habe eine und liebäugele schon einige Zeit mit der als HSS-Ergänzung):
Bildschirmfoto 2026-06-21 um 17.58.41.webp

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Ich spiel ja selber (auch) Stratocaster, würde dir in deiner Situation doch eher zu einer Gitarre mit Steghumbucker raten.
1. bringt Rocksounds besser rüber
2. hat bauartbedingt viel besseres Verhalten bei Störeinstreuungen.

Ob die Charvel die richtig ist weiß ich nicht, da ich sie nicht kenne. Falls deren Humbucker zu kräftig ist, klingt sie nicht gut bei cleanen Sounds und wäre somit auch nicht vielseitig.
 

Das was @KickstartMyHeart sagt!

Wenn es unbedingt Relic oder Heavy Relic sein soll, kauf dir die Mexikanerin aus den Kleinanzeigen (falls sie mehr taugt als nur schick auszusehen) und pack dir ein paar Humbucker im SC Format rein. Gerne dann mit Push Pull zum splitten. Dann hast Du wirklich ein Arbeitstier.

Ich habe in meine Jannik Gers Strat zwei JB im SC Format am Hals und Steg und in der Mitte einen Hot Rails (so wie er sie an seiner Strat spielt) gepackt.

Brauchst Du denn unbedingt ein FR?
 
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  • #5
Aber ein schwebendes Floyd mit einem Humbie in der Bridge und einem SC am Hals und auch nur einem P/P am Volume-Pot […] ist so ziemlich das Gegenteil eines vielseitigen Arbeitstiers.
Vielleicht als kurze Ergänzung dazu:
Ich nutze generell nie Tone-Potis.

Ansonsten ist ein HB an der Bridge und ein SC am Hals doch schonmal gut?
Ebenso ist doch das Floydrose erstmal nicht schlechter/nachteiliger als jedes andere Tremolo oder?

Bei den gebrauchten wäre es für mich kein Problem, den Steg-PU gegen einen HB im SC-Format auszutauschen, oder das Pickguard entsprechend auszufräsen.
 
Ansonsten ist ein HB an der Bridge und ein SC am Hals doch schonmal gut?
Ebenso ist doch das Floydrose erstmal nicht schlechter/nachteiliger als jedes andere Tremolo oder?
Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Für mich persönlich ist ein OFR die beste Brücke der Welt. Betonung auf "für mich". Ich lieb die Dinger. Genauso ist für mich H/H oder H/S vollkommen ausreichend (wieder vollkommen subjektiv). Wenn ich aber vor der Wahl stünde, was für eine T40-Band anzuschaffen, dann wäre es entweder eine SSS oder eine HSS Strat. Mit Hardtail oder Vintage-Trem, weil ... T40 will ich stresslos, da brauche ich weder schwebende Flächen noch Dive-Bombs (zumindest bei den letzten T40 Bands, die ich gesehen/gehört habe). Was ich aber auf jeden Fall haben wollte, wären die chimey-Zwischenstellungen 2 und 4, für die Du einen Mittelpickup brauchst. Das ist T40 pur für viele Sachen.

Die Danhage wäre für mich eine klasse Gitarre, aber ich bin auch mit 56 immer noch ein Glam-Metal-Kid. Ratt, Docken, Crüe und Konsorten sind aber nicht so sehr T40.
 
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Ich wäre da auch bei einer HSS-Strat. Meine entsprechend bestückte Player Plus ist sehr vielseitig. An ihr gefallen mir besonders die abgerundeten Griffbrettkanten. Zudem wurde sie ab Werk mit Lockingtuner bestückt. In meinen Augen auch kein schlechstes Features.
 
ich will mir eine neue Gitarre als vielseitiges Arbeitstier
hoppla...
https://www.musicstore.de/de_DE/EUR/PRS-SE-DGT-Birds-McCarty-Tobacco-Sunburst-2026/art-GIT0064859-000

Und wenn der Lack am Hals stört dann die gleiche in Matt:
https://www.musicstore.de/de_DE/EUR/PRS-SE-Exotic-DGT-Laurel-Burl-LTD-McCarty-Tobacco-Burst/art-GIT0063376-000

Split klingt hier auch gut aber auch die Humbucker klingen differenziert genug (die DGT sind für mich die besten PU im günstigeren SE-Bereich). Da hängt viel verschiedener Sound am Volume-Poti.
 
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Ich denke auch, eine HSS Strat mit Std. Trem ist für Top 40 Cover eine solide Basis. Die Mexico Player Serie ist da eine gute und breit verfügbare Variante. Die Player Plus punktet mit sehr brauchbaren Noiseless Single Coils was live Probleme eleminieren kann. Die Player II wartet mit eine breiten Palette an Hals/Korpus Kombinationen auf. Erle/Esche/Mahagoni mit Ahorn oder Rosewood. Das sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein.
US Strats liefern IMO keinem dem Aufpreis rechtfertigenden Mehrwert.
Wenn es „noch“ besser sein soll, wären die Custom Builder wie Haar, Kaufmann oder Captain Guitars einen Blick wert.
 
  • #10
Für deine Aufgabenstellung ist eine klassische H-S-S Powerstrat, eventuell mit Split Switch für den Humbucker und nen aktiven Boost das Maß der Dinge.
Warum muss es Fender* sein? Ich habe dafür ne Blade...
IMG_20260621_215050.webp
 
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  • #11
Was denkt ihr zu den drei Instrumenten?
Das die alle definitiv nicht meine 1. Wahl sind.

Grade AC/DC ist auf Single Coils alles andere als authentisch. Gleichsam ist bis auf Iron Maiden keine der genannten Bands dafür bekannt, wesentlich auf ein Floyd Rose zu setzen. Für die softeren Nummern wäre ein SC am Steg immer noch wünschenswert. Mich hätte es in der Situation eher zu einer Gitarre mit fester Brücke oder allenfalls Vintage Tremolo, HSS Konfiguration mit Medium Output Pickups und Coil Split (bzw. Coil Tap als 2. Wahl) des Humbuckers getrieben.

Also sowas

PRS SE Swamp Ash Special IB*
*

Schecter Nick Johnston 10th An HSS AS*
*

Larry Carlton S7 FM See Thru Red New Gen*
*
*
 
  • #13
PRS SE Swamp Ash Special
Die habe ich selber und ich liebe sie. Ich mag voll die Bespielbarkeit, den Halsprofil mit seiner natürlichen Haptik und den 22 Bünde. Dennoch ist es mit ihr ungleich schwerer gute Sounds zu erhalten, da sie auch spezieller ist. Die 85/15 s sind sehr hell und nicht ganz so ausgewogen, d.h. man muss hier oft nach dem Sweet Spot suchen (oder PU austauschen). Außerdem muss man bei ihr aufpassen beim Kauf, nicht an einen sehr schweren Brocken zu geraten.

Deshalb habe ich oben eher zur PRS* DGT SE geraten weil sie wesentlich ausgewogener von den Pickups ist. Ja, sie bietet zwar nur HH aber hier stecken bei jeder Potistellung gute Sounds drin. Gerade wenn ich viele Sounds abliefern müsste, wäre mir die ausgewogenere Gitarre lieber die mich einfacher und schneller zum Ziel bringt. Die Auflösung der verbauten DGT-Humbucker ist hier auch besser, singlecoilartige Sounds sind hier schon mit den Humbuckern möglich. Die Bespielbarkeit ist auch hier Mega.

Natürlich ist das nur meine persönliche Meinung und Empfinden. Das mag jeder anders für sich sehen.
 
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  • #14
Ich würde für die genannten Anforderungen (vielseitiges Arbeitstier, Top40) noch die Ibanez* AZ-Serie in den Ring werfen, vorzugsweise mit HSS-Bestückung.

Top verarbeitete Gitarren mit guter Hardware, die durch das dynaSwitch-System auch klanglich maximal variabel sind, hinzu kommen (modellabhängig) nützliche Features wie Locking Tuner und Luminlay Side Dots, die gerade bei Gigs enorm hilfreich sind.

Ich habe selbst eine AZ2204 aus der Prestige-Serie, die meine absolute #1 ist, wenn es darum geht, eine große Bandbreite an Sounds abzudecken, ohne die Gitarre wechseln zu müssen.
 
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  • #15
Moin :)

Gerade wenn ich "Rage against the Machine" lese, denke ich an Drop-Tuning (in ner T40 ist es dann ja meist "Killing in the Name of") - da wirste mit nem Floyd mal so gar keinen Spass haben. Feste Brücke oder Vintage-Trem wären meine Wahl und HSS/HSH wegen der Vielseitigkeit im softeren Bereich. Ich spiele in meinem Coverprojekt ne Paula mit splittbaren Pickups.

/Jochen
 
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  • #16
+1 für Ibanez* AZ
Meine Maingitarre ist die AZ2402 (bin ein Humbucker Typ) aber mit den 5 Wegeschalter + 2 Voicings (dyna-MIX10) bekommt man 10 verschiedene Sounds raus. Eine gebrauchte Prestige liegt so bei 1400€ und du hast ein Arbeitstier aus Japan. Das Tremolo bleibt auch sehr Stabil !
 
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  • #17
Wenn es unbedingt Relic oder Heavy Relic sein soll, kauf dir die Mexikanerin aus den Kleinanzeigen (falls sie mehr taugt als nur schick auszusehen) und pack dir ein paar Humbucker im SC Format rein. Gerne dann mit Push Pull zum splitten. Dann hast Du wirklich ein Arbeitstier.
Also für die hätte ich als Angebot 515,- ohne Koffer.

Was denkt ihr dazu? Ich würde bei der den Steg-PU durch einen entsprechenden normalen Humbucker ersetzen. Der Body ist für einen HB ausgefräst, das Pickguard würde ich dann nachfräsen.

Leider könnte ich die aber nicht antesten.

Ansonsten würde mir die PRS Swamp Ash Special auch ganz gut gefallen.

Bezgl. starrer Bridge/Tuning:
Ich habe live bisher immer dabei:
-Charvel DK24 Red Ash:
-Schecter C1 SLS Elite mit starrer Bridge:
 
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  • #18
Deine Charvel erfüllt eigentlich schon zu 95 % alle Anforderungen, die du uns mitgeteilt hast.
 
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  • #19
Also, wenn dir die Mexikanerin schlaflose Nächte beschert und Du damit leben kannst, sie vorher nicht anspielen zu können, dann kauf sie. Im Endeffekt ist es ja eine Mexican Standard und damit die vermutlich am meisten gebaute Stratocaster von Fender überhaupt. Preislich bewegst Du dich allerdings, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, im damaligen Neupreis. Aber auf der Bühne werden sie die Männer im Publikum vermutlich beeindruckend finden und die Frauen lästern, dass das Ding ja total kaputt ist. Wer ein wenig im Thema ist, wundert sich bei mindestens 1mm PU Lack, wie zum Geier das Heavy Relic da an die Gitarre gekommen ist. Denn obwohl laut Verkäufer professionell gemacht, nimmt einem das eigentlich niemand ab.
Aber hey, auf der Bühne sieht man's halt nicht. Wichtig ist halt, dass sie sich gut spielen lässt und nicht nur gut aussieht. Wobei letzteres ja Geschmackssache ist. Warum wird sie nochmal verkauft?

Einbauen würde ich tatsächlich einen HB im SC Format, erstens sieht es einfach schick aus und zweitens hört man kaum einen Unterschied zu einem normalen HB. Und so ein JB am Steg macht schon ordentlich Rabatz!

Plan B ist halt was anderes und @DirkS hat nicht ganz Unrecht.
 
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  • #20
Mit der SLS hast du dir eine Metalgitarre angeschaut. Dazu eine mit aktiven Tonabnehmern.
 
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