Wie versprochen hier nun der Bericht:
Heute war während der Probezeit des Chores ein Mikrofontest vereinbart, den wir an zwei Positionen durchgeführt haben. Einmal direkt an der Bühnenkante (enger gestellt und in 4 Ebenen gestaffelt) und in gleicher Weise links von der Bühne mit einer Podest-Konstruktion, so dass sich ebenfalls 4 Ebenen ergeben haben. Ich habe nur 2 Mikrofone je Typ verwendet, da der Chor auf nur ca. 4m Breite stand und mit Hilfe des Pannings für größtmögliche Abstände zwischen Mikrofon und Tops gesorgt (also linkes Mic auf rechten Speaker etc.).
Die äußere Position gab tatsächlich 3-4dB mehr GbF, dennoch befanden alle Beteiligten diese Variante aus verschiedenen Gründen übereinstimmend als nicht so vorteilhaft. Die Position weiter hinten auf der Bühne möchte die Chorleitung nicht. Es bleibt dann wohl erstmal bei der Aufstellung an der Bühnenkante.
Leider konnte ich nicht alle gewünschten Mikrofone an den Start bekommen. Getestet wurden nun:
- Rode* NT5
- Shure* SM81
- Beyer MCE-86
- AT 4051a
- Beyer SHM-20
Die Mikrofone waren alle weitgehend gleich aufgestellt. Zunächst wurden alle Mikrofone gleich eingepegelt, dann die einzelnen Pärchen an die Feedbackgrenze gebracht. Bei einigen klang es auch vor dem Feedback schon irgendwie "hohl" (
Rode* NT5) und ließ sich - wie zwei andere (AT/Beyer) auch - einfach nicht so laut kriegen. Die verbleibenden beiden Mics gefielen klanglich gut und erreichten beide einen spürbar höheren Pegel, blieben dabei im Sound auch immer noch bis an die Feedbackgrenze kontrolliert und präzise - eins eine Nuance heller in der Abstimmung (
Shure* SM81), das andere etwas wärmer im Sound (Beyer MCE-86 - das bekam den Männerstimmen sehr gut). Ein interessantes Ergebnis, das ich so nicht unbedingt erwartet hätte. Und ich hätte mir so gewünscht, dass die
Rode* NT5 gewinnen würden, dann hätte ich für die OHs ein paar neue Mics kaufen können...
