Clavichord Saitenlängen

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cirro

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Hallo! :)

Ich wusste nicht genau wo dieses Thema hinpasst aber da es im weitesten Sinne etwas mit einem Tasteninstrument zu tun hat dachte ich, währe es hier ganz angebracht.

Undzwar habe ich vor ein einfaches Clavichord zu bauen aber ich weiß nicht wie lang die Saiten sein müssen.

[Das mit den Glockenspiel-klangplättchen habe ich jetzt aufgegeben.. die jenigen an die sich das richtet wissen bescheid. :) ]

Gibt es da genau definierte Saitenlängen oder ist das egal und es kommt eigentlich nur auf das Verhältnis an?
Das Clavichord soll überings 4 Oktaven haben.

Ich habe mal aus einem Schacklickstab ein kleines Percussion Instrument gebaut das wirklich nur aus dem Schaschlickstab und einem kleinen Griff zum Halten besteht.
Auf dem Stab sind im Abstand von 0,5 cm Striche aufgezeichnet und wenn man damit auf die Tischkante Schlägt kann man wirklich Tonabstände hören, Tonleitern oder Alle Meine Entchen spielen! :):)

Ich habe damals also herausgefunden das ein Abstand von 0,5 cm immer genau einem Halbton entspricht!

Bedeutet das jetzt, dass wenn ich ein Saiteninstrument baue das die Saiten immer um 0,5 cm länger werden müssen je tiefer der Ton werden soll?
Auf der anderen Seite sind die Griffstellen bei der Gitarre ja auch nicht im 0,5 cm Abstand!

Und noch eine andere Frage: Welche Funktion haben die Löcher im Resonanzkörper und wieviele solle man in den Resonanzkörper schneiden damit der Klang möglichst nicht sofort verklingt sondern wie bei der Gitarre sich eine weile hält?
Ich habe mir bisher gedacht das ich 3 Löcher in den Boden machen würde.
Allerdings spielen dabei bisher eher Beobachtungen und Ästhetik als Tatsächliches Wissen darüber was ich da mache eine Rolle.


Ich währe froh wenn sich hier jemand damit auskennt!


Und hier noch eine kleine Ideenskizze:
Scan0029.jpg


Allerdings soll das ding nicht ganz so breit werden wie es auf dem Bild in Relation zur Klaviatur erscheint.
Überings sollen die kleinen "Hämmerchen" die an die Saitenschlagen über dem Resonanzkörper und unter den Saiten sein. Glaubt ihr das dadurch der Klang schlecht werden wird (also sollte man die Hämmer lieber über die Saiten bauen damit die Saiten näher am Resonanzkörper sind?)

Gruß und vielen Dank im Vorraus
Cirro
 
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cirro

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Das es kein Instrument werden wird das aller-allerhöchsten Ansprüchen genügen wird ist klar. Aber warum soll man es nichtmal versuchen? Es wird bestimmt ein ganz brauchbares Instrument dabei herauskommen. :)
 
Effjott

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Lese ich da etwas Zynismus heraus? ;)
 
Don Leslie

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Hallo! :)

Ich wusste nicht genau wo dieses Thema hinpasst aber da es im weitesten Sinne etwas mit einem Tasteninstrument zu tun hat dachte ich, währe es hier ganz angebracht.

Undzwar habe ich vor ein einfaches Clavichord zu bauen aber ich weiß nicht wie lang die Saiten sein müssen.

[Das mit den Glockenspiel-klangplättchen habe ich jetzt aufgegeben.. die jenigen an die sich das richtet wissen bescheid. :) ]

Gibt es da genau definierte Saitenlängen oder ist das egal und es kommt eigentlich nur auf das Verhältnis an?
Das Clavichord soll überings 4 Oktaven haben.

Ich habe mal aus einem Schacklickstab ein kleines Percussion Instrument gebaut das wirklich nur aus dem Schaschlickstab und einem kleinen Griff zum Halten besteht.
Auf dem Stab sind im Abstand von 0,5 cm Striche aufgezeichnet und wenn man damit auf die Tischkante Schlägt kann man wirklich Tonabstände hören, Tonleitern oder Alle Meine Entchen spielen! :):)

Ich habe damals also herausgefunden das ein Abstand von 0,5 cm immer genau einem Halbton entspricht!

Bedeutet das jetzt, dass wenn ich ein Saiteninstrument baue das die Saiten immer um 0,5 cm länger werden müssen je tiefer der Ton werden soll?
Auf der anderen Seite sind die Griffstellen bei der Gitarre ja auch nicht im 0,5 cm Abstand!

Und noch eine andere Frage: Welche Funktion haben die Löcher im Resonanzkörper und wieviele solle man in den Resonanzkörper schneiden damit der Klang möglichst nicht sofort verklingt sondern wie bei der Gitarre sich eine weile hält?
Ich habe mir bisher gedacht das ich 3 Löcher in den Boden machen würde.
Allerdings spielen dabei bisher eher Beobachtungen und Ästhetik als Tatsächliches Wissen darüber was ich da mache eine Rolle.


Ich währe froh wenn sich hier jemand damit auskennt!


Und hier noch eine kleine Ideenskizze:
Scan0029.jpg


Allerdings soll das ding nicht ganz so breit werden wie es auf dem Bild in Relation zur Klaviatur erscheint.
Überings sollen die kleinen "Hämmerchen" die an die Saitenschlagen über dem Resonanzkörper und unter den Saiten sein. Glaubt ihr das dadurch der Klang schlecht werden wird (also sollte man die Hämmer lieber über die Saiten bauen damit die Saiten näher am Resonanzkörper sind?)

Gruß und vielen Dank im Vorraus
Cirro

Willst Du ein Hohner Clavinet nachbauen oder willst Du ein echtes Klavichord bauen? Letzteres hat keine "Hämmerchen", wie Du es nennst, sondern sie heißen "Tangenten" (s.a. http://de.wikipedia.org/wiki/Clavichord). Anders als beim Clavinet werden die Saiten nach oben gedrückt und haben auch kein Widerlager (Amboß), auf dem der Saitenanschlag zum Stoppen gebracht wird.

Man kann beim Klavichord somit dem Ton ein Timbre mitgeben, natürlich nur hinsichtlich der Tonhöhe nach oben.

Die Saitenlänge richtet sich nach dem verwendeten Saitenmaterial und nach der Tonhöhe <grins>.

Ich würde Dir einen Bausatz empfehlen.
 
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cirro

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Ich habe mal einem Cembalobauer eine E-mail geschrieben und dieser meinte er könne mir da leider keine Tipps geben außer das ich es einfach ausprobieren soll.

Das kann er doch nicht ernst meinen oder? Er muss sich doch eigentlich mit den Instrumenten rictig auskennen!
Vielleicht will er mir nichts über die Saitenlängen sagen weil es eine Art Cembalobauergeheimnis ist???

Ich ich finde das schon sehr merkwürdig.


@DON LESLIE

Danke für deine Antwort.
Also ich habe vor ein echtes Klavichord zu bauen und kein halbakustisches Clavinet.
Die Form meines Clavichords ist natürlich nicht die eines traditionellen aber warum soll man nicht mal was neues probieren?
Ein Bausatz ist zwar schön und gut aber soweit ich weiß auch ziemlich teuer was ich mir garnicht leisten kann (bin noch Student).
Die Herausforderung liegt ja auch gerade darin es selber zu machen, ohne Bausatz! :)

"Die Saitenlänge richtet sich nach dem verwendeten Saitenmaterial und nach der Tonhöhe"
Das war nicht besonders hilfreich. Mir ist schon klar das kurze seiten höhere und lange Saiten tiefere Töne erzeugen.
Wahrscheinlich muss ichs wirklich ducrh ausprobieren herausfinden weil es hier entweder keiner weiß oder mich niemand wirklich ernst nimmt.
Einpaar Hilfreiche Informationen hätte mir einfach nur unnötige Arbeit erspart und mich meinem Ziel näher gebracht.
 
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Don Leslie

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Das mit dem Schaschlikstab ist wirklich gut :) Für den eingespannten Stab gelten andere Gesetzmäßigkeiten als für die schwingende Saite. Da spielen Nichtlinearitäten und Masseverteilung noch eine größere Rolle als bei der (idealen) Saite.

Eine Oktave ist immer die Hälfte der Saite. Die nächste Oktave davon wieder die Hälfte usw.
Nun kann man das mit einer dicken Saite für tiefe Töne nicht beliebig nach oben extrapolieren, aus praktischen Gründen. Also nimmt man unterschiedliche Materialien.

Ein Halbtonintervall entspricht der 12. Wurzel aus 2.

Auf die Guitarrensaite angewendet führt das dann dazu - wie Du schon richtig beobachtet hast -, daß die Abstände kürzer werden. Saitenandruckkraft fließt noch mit ein. Das entfällt beim Klavichord.

Du siehst, nicht so ganz einfach.
Erfinde doch mal das Rhodes aus Schaschlikspießen :)
 
Don Leslie

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Cirro,

hier mal ein paar Bilder von meinem Klavichord.

Es hat 51 Töne von C2-D5 (wenn ich das eben richtig überschlagen habe).
Die Mensur ist so daß sich 31 "weiße" Tasten auf 68,7 cm verteilen. Pro Taste also
ca. 2,2 cm (Tastenbreite etwa 2cm + 2 cm Zwischenraum). Die Hofdamen, die dieses Instrument spielten, hatten zierlichere Händchen.

Die längste Saite ist 102cm lang. Die kürzeste 37,5cm.

Saitendicke geht von 0,33 mm Kern, + Cu-umsponnen. Die hohen Saiten sind ca. 0,25mm dick.

Vielleicht kommst Du damit erst mal weiter. Das Instrument ist von Wittmeyer.
 

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Danke Don Leslie.. Das nenne ich Konstruktivität. :)
Es kommt sicher nicht oft vor das jemand tatsächlich auch mal nachmisst. Also danke!

Und ich glaube so ein Schaschlik-Rhodes würde nicht besonders gut klingen.
Ich habe dazu mal ein Video hochgeladen :D:

http://www.youtube.com/watch?v=TSLODJe_OL0

Und nochmal wegen der Saitenlängen.. Du hast ja schon was von Wurzeln erzählt. Vielleicht hat das auch was mit dem Phytagoräischen Komma zu tun.
Mein PLan ist es jetzt erstmal ein simples Monochord zu bauen. Dieses hat dann eine Saite mit etwa 1 m Länge (oder auch etwas mehr). Und dann kann ich damit ja auch etwas rumexperimentieren und forschen.

Interessant ist auch was ich auf Wikipedia gefunden habe.. Vielleicht kann man auch damit was anfangen. Leider ist mein Matthemattik-Verständnis echt nicht besonders gut. :p

585a6d7c8392288f604dc8bffde6cb85.png

http://de.wikipedia.org/wiki/Intervall_(Musik)
 
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Don Leslie

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Cirro,

hier mal ein paar Bilder von meinem Klavichord.

Es hat 51 Töne von C2-D5 (wenn ich das eben richtig überschlagen habe).
Die Mensur ist so daß sich 31 "weiße" Tasten auf 68,7 cm verteilen. Pro Taste also
ca. 2,2 cm (Tastenbreite etwa 2cm + 2 cm Zwischenraum). Die Hofdamen, die dieses Instrument spielten, hatten zierlichere Händchen.

Die längste Saite ist 102cm lang. Die kürzeste 37,5cm.

Saitendicke geht von 0,33 mm Kern, + Cu-umsponnen. Die hohen Saiten sind ca. 0,25mm dick.

Vielleicht kommst Du damit erst mal weiter. Das Instrument ist von Wittmeyer.

Scheint noch keinem aufgefallen zu sein: 2cm Taste, 2cm Zwischenraum, das säh' aber ganz schön blöd aus :) 2mm natürlich. Aber genauer: 2,1 cm Taste, 1mm Zwischenraum.


Cirro, es ist gut, daß Du beschlossen hast, Dich erst mal mit dem Monochord zu befassen. Besorge Dir auch ein paar verschiedene Saiten (Guitarrensaiten, glatt und auch drahtumsponnen). Damit kannst Du dann experimentieren.
 
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cirro

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Ja, und beim experimentieren bin ich auch immernoch.
Es gibt also nicht viel neues zu berichten.
Es wird wohl noch ne ganze Weile dauern. Aber das ist auch nicht verwunderlich.
Je mehr ich darüber nachdenke um so mehr Dinge fallen mir ein für die ich erst Sachen in Erfahrung bringen und Versuche machen muss bevor ich mich an den Bau eines Instrumentes wage (und dann enttäuscht bin weils dann nicht gut geworden ist).
Also lieber langsam aber gut.

Ich habe aber immerhin schon ein kleines Bisschen Erfahrung gesammelt.

Unterschiedliche Saitentypen haben ich auch schon probiert.
Nur noch nicht Drahtumsponnene. Das kann ja aber noch kommen.
Messingsaiten sind z.B. ganz gut.

gruß
Cirro
 
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Hallo

Weiß jemand hier zufällig welche Funktion eigentlich die Löcher im Resonanzboden aller möglichen Instrumente (sei es Gitarre oder Klavier) haben?
Schließlich funktionieren Resonanzkörper ja auch ohne Löcher wie ich beim experimentieren rausgefunden habe.

Ich frage mich welchen Einfluss die Größe der Löcher und Positionierung auf den Klang hat. :gruebel:

Ich bin überings immernoch beim Experimentieren. Ein fertiges Instrument gibt es noch nicht. Wenn es soweit ist werde ich mich melden. :)
 

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