Clavichord verbogen, normal oder problematisch (+ Gegenmaßnahmen?)

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mattf_

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Hallo zusammen, neulich habe ich ein Clavichord erworben, welches aus einem Bausatz gebaut wurde. Eigentlich ist das Instrument dafür ausgesprochen gut spielbar. Allerdings ist mir aufgefallen, dass der ganze Körper ziemlich verbogen ist. Als Referenz, das Instrument ist 108 x 37 cm und wenn ich es auf einen flachen Tisch lege mit den anderen drei Ecken direkt auf dem Tisch ist die vordere rechte Ecke 24 mm über dem Tisch. Das ist ja auch die Richtung der Verbiegung die als Folge der Saitenspannung zu erwarten wäre.. deshalb frage ich mich ob so eine Verbiegung normal ist, oder ob man eingreifen müsste, und falls letzteres, wie? Naheliegend wäre eine Latte auf die Unterseite anzubringen, entlang der Verbiegung (also von hinten links nach vorne rechts). Was meint ihr? Bei Bedarf kann ich versuchen, ein Bild zu machen, das die Verbiegung zeigt.
 

Hält es denn die Stimmung zumindest? und ist der Resonanzboden auch komisch gewölbt, oder betrifft das nur das Gehäuse? Ich hab aber leider nicht viel Ahnung davon, bestimmt meldet sich noch eine qualifiziertere Person. Aber wenns die Stimmung gut hält, gut klingt und gut spielbar ist dann würde ich mir da nicht so viele Sorgen machen. Da es ein Bausatz ist, könnte die Person ja auch etwas unsauber gearbeitet haben, aber das muss ja nicht unbedingt das Instrument einschränken solange es die Stimmung gut hält und nicht komisch klingt. Aber kann natürlich auch sein, dass sich das Instrument immer weiter verbiegt und irgendwann nicht mehr gut spielbar ist. Ich hoffe ein Profi hier kann mehr dazu sagen.

Ich hätte auch gerne ein Clavichord aber die meisten Kleinanzeigen-Angebote sind sehr teuer, oder unverschämt teuer (zb Bausatz Instrumente wofür 3000€ verlangt wird).
 
Ich habe mir vor vielen Jahren auch mal ein Clavichord aus einem Bausatz zusammen gebaut. War ein schönes Projekt, hat Spaß gemacht, und einen feinen Klang hat es auch. Aber natürlich typisch Clavichord sehr leise und zart.
Das Instrument hat sich im Laufe der Zeit genauso gebogen wie deins, @mattf_
Meins ist doppelchörig, deines bestimmt auch (sonst wäre es viel zu leise) und die Summe alles Saitenspannungen reicht aus, die ganze Konstruktion über die Zeit zu verbiegen. Aber dieser Prozess hört auch irgendwann auf, zu einem "U" wird das Instrument ganz sicher nicht. Ich denke, dass mit den 24mm die du angibst, die Verbiegung ihr Endmaß erreicht hat.
Konstruktive Ergänzungen sind sicher nicht nötig, habe ich auch nicht gemacht.

Zur Vorsicht sind aber tiefe Stimmungen ratsam. Nach der Bauanleitung für meins sollte es zwar für 440 Hz (A) geeignet sein, aber ich stimme es mittlerweile tiefer. 430 Hz z.B. würde die Saitenspannung schon erheblich herab setzen.
 
  • Ersteller
  • #4
@mrtheo @LoboMix Danke für die zugewandten Antworten! Das beruhigt mich, ich werde das Instrument so belassen. Ich bin sowieso ein Liebhaber der barocken Stimmung, sprich 415,3 hz, also passt das.

Außerdem arbeite ich jetzt an einer Leiste, die über bzw auf den Saiten links von den Tangenten befestigt wird, um das Tastengefühl und den Klang zu verbessern. Weiß nicht wie dieses Teil in der Fachsprache heißt.

Übrigens, auf Kleinanzeigen kann man einen Suchauftrag einrichten, sodass man automatisch benachrichtigt wird wenn ein neues passendes Inserat veröffentlicht wird. Ich habe unter anderem einen für Clavichorde und ich habe über die Zeit einige sehr günstige Instrumente gesehen, einmal 300€, paarmal 600€, usw. Man braucht dann nur Geduld und schnelle Reaktionszeit.
 
Leider kann ich da keine Anzeige mehr sehen .-.

Übrigens, auf Kleinanzeigen kann man einen Suchauftrag einrichten, sodass man automatisch benachrichtigt wird wenn ein neues passendes Inserat veröffentlicht wird. Ich habe unter anderem einen für Clavichorde und ich habe über die Zeit einige sehr günstige Instrumente gesehen, einmal 300€, paarmal 600€, usw. Man braucht dann nur Geduld und schnelle Reaktionszeit.
Ja, da hast du Recht, das sollte ich auch machen. Bisher habe ich nur immer alle paar Wochen mal nachgeschaut, und nie was günstiges gefunden. Mit einem Suchauftrag geht das bestimmt viel besser, habs immer wieder vergessen. Das machen auch übrigens sehr viele Profis, die die Instrumente später wieder weiter verkaufen, wie mir mein Cembalolehrer mal erzählt hat.

Ich bin sowieso ein Liebhaber der barocken Stimmung, sprich 415,3 hz, also passt das.
In Pianoteq gibt es sogar 392hz, aber das könnte bei moderneren Instrumenten vielleicht zu schlaff sein?
 
  • Ersteller
  • #8
Leider kann ich da keine Anzeige mehr sehen .-.
Bestimmt schon weggeschnappt..
In Pianoteq gibt es sogar 392hz
Klar, man kann jede beliebige Referenzfrequenz einstellen, solange der Saitenzug noch ok ist. Das ist beim Clavichord natürlich besonders wichtig weil es das Tastengefühl und den Klang viel mehr beeinflusst als zB beim Cembalo. Aber von 440 auf 415,3 zB ist find ich schon fast immer problemlos drin.

Übrigens, zum Stimmen benutzen ich persönlich diese App: https://f-droid.org/packages/de.moekadu.tuner. Da sind die Einstellungen recht umfangreich. Ich benutze 415,3 hz und Neidhart 1 Stimmung. Die Gleichstufige finde ich langweilig, jede Tonart klingt gleich...
 
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