Also ich schreibe gerne Reviews und das macht richtig Spaß. Leider ist es nur so, dass das unheimlich viel Zeit saugt, wenn man es ordentlich macht. Mir persönlich geht es nicht darum, 50 € einstreichen zu können, das macht den Aufwand ohnehin nicht wett, sondern weil ich meine (neuen) Erfahrungen gern teile. Ebenso gern
lese ich Reviews, aber es gibt leider auch solche, die ziemlich lieblos gemacht und kurz gehalten sind, wobei sich dann bei mir der Verdacht einstellt, dass es dabei eher um die Steigerung der Gewinnchance (auf 50 €) geht als um qualitative und nachvollziehbare Aspekte für den Leser. Dass Reviews nicht objektiv sein können, sollte klar sein, aber eine kritische Auseinandersetzung anstelle von Lobhudelei setze ich voraus. Sonst wäre es nur ein Werbetext. Eine Verkürzung der Laufzeit für die Ausschüttung halte ich für gut.
Wenn ich mir beispielsweise meine offenen "Bewertungen" für Bestellungen im Hause
Thomann* anschaue, die ja wesentlich weniger Aufwand erfordern, so stehen bei mir im Account über 50 Gegenstände, zu denen ich ein paar Sätze schreiben könnte, jedoch motiviert mich das nicht, weil es eben nur ein paar blasse Zeilen wären und das Niveau der "Bewertungen" bei T. i.d.R. unterirdisch ist. Sobald ich irgendein Gerät oder einen Gegenstand suche, bei dem ich dort auch "Bewertungen" lese, rufe ich stets die miesesten Meinungen auf, denn jene scheinen mir die eigentliche Kritik und Auseinandersetzung mit dem Gekauften wider zu spiegeln. Die guten Bewertungen interessieren mich nicht wirklich.
Hier im Musiker-Board ist das etwas anderes, denn hier gibt es die Möglichkeit, Details fotografisch abzulichten oder Soundfiles zu verlinken. Das hat, bzw. bietet ein ganz anderes Niveau. Um aber dieses Niveau auch zu halten oder gar zu steigern, ist es wichtig, nicht jede x-beliebige Meldung zum Review als solche auch seitens der Moderation durchgehen zu lassen (dazu sollte doch eine Moderation in der Lage sein, oder?), sondern nach einem informativen Mehrwert für Leser darin zu suchen. Natürlich ist das im Einzelfall u.U. schwierig abzuwägen, führt aber letztlich zu einer qualitativ hochwertigeren Datenbank. (nur meine Ansicht zu dem Sachverhalt)