DDR Nationalhymne Tonart?!?

von Eisbaerin, 08.02.07.

  1. Eisbaerin

    Eisbaerin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.07   #1
    Hallo!

    Es geht um folgendes:
    Ich brauche für mein Abi die Analyse der DDR Nationalhymne.
    Einige Dinge haben ich schon herausgefunden aber bei dem Entschlüsseln der Tonart zum Beispiel hakt es noch sehr.
    Nach meinen "Berechnungen" müsste es F-Dur sein, aber habe beim Durchsuchen des Forum herausgefunden, dass es eben nicht nur das Vorzeichen ist, welches die Tonleiter bestimmt, sondern auch ein paar andere Faktoren mithinein spielen. Durch mein begrenzte Fachkenntnis, was die Notenlehre betrifft, bin ich dem Geheimnis noch nicht so recht auf die Schliche gekommen.
    Wie geschrieben, ich habe da F-Dur herausbekommen, was seht ihr?

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  2. brasseur

    brasseur Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.07   #2
    Hallo und moin, moin!

    Bei dem hier vorliegenden Vorzeichen (1 b) kommen zwei Tonarten in Betracht: F-Dur und d-moll. Schau dir die Töne am Anfang und am Ende des Stückes an: Der Bass-Ton ist jeweils F, dann kommen noch A und C vor. Damit ist die Tonart eindeutig als F-Dur identifiziert. Wäre es d-moll, sollte zumindest am Ende ein D im Bass stehen, ansonsten kämen auch F und A vor. Die Kombination F im Bass, A,C und nochmal F in den anderen Stimmen ist typisch für F-Dur.

    Hat de bra!
     
  3. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 08.02.07   #3
    Es ist natürlich F-Dur. Nach den regeln des sozialistischen realismus musste die hymne "volkstümlich" und "meisterhaft" zugleich sein, Eisler war Schönberg-schüler und bevorzugte sonst die 12-ton-technik, und ein paar "schräge" ("moderne", "jazzige") akkorde und dissonante vorhalte ("suspended tones") konnte er sich auch hier nicht verkneifen, er hatte ja auch USA-erfahrung, ich würde die betreffenden stellen "bi-tonal" oder besser "bi-akkordisch" (2 akkorde derselben tonart erklingen gleichzeitig) nennen. Ein verfahren, das auch Prokofiew und Schostakowitsch gern anwendeten, das "verschmieren" (erweitern) der tonalität, allzu modern oder "formalistisch" durften sie ja nicht sein, ohne Stalins unwillen zu erregen.
    Aber achtung! Lehrer wollen manchmal nur das hören, was sie selbst gelehrt haben.
    Meine ganz persönliche meinung:
    unter den genannten umständen hat Eisler ein organisch in sich geschlossenes, formal und satztechnisch meisterhaftes kleines werk geschaffen. Den vergleich mit Peter Kreuder braucht er nicht zu scheuen.
     
  4. Eisbaerin

    Eisbaerin Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.07   #4
    Danke euch beiden!! Ihr habt mir damit schon sehr geholfen.
    Wenn sonst noch jemand ne Anregung für eine Analyse hat, hätte ich natürlich nix dagegen:D
     
  5. Effjott

    Effjott Helpful & Friendly User HFU

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  6. Eisbaerin

    Eisbaerin Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.02.07   #6
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