Für meine KE-3, die allerdings einen Erlenkorpus hat, war ich vor einiger Zeit ebenfalls auf der Suche nach einem sehr bissigen Pickup und habe nach einiger Recherche und Beratung von
Acys Guitar Lounge einen Häussel Tozz XL in Stegposition eingebaut. Ich spiele mit vergleichsweise wenig Gain am Amp, den ich bei Bedarf booste. Darum wollte ich einen Pickup, der von Haus aus ziemlich heiß ist (--> viel Zerre bei wenig Gain am Amp), aber trotzem gerade bei tieferen Tunings nicht matschen soll. Der Häussel war zwar nicht billig, aber sein Geld durchaus wert. Mit ihm klingt die Axt recht bissig, aber dadurch nicht zu dünn, sondern trotzdem noch eher fett.
In meiner "guten" Kelly (KE-2T) war vom Vorbesitzer am Steg ein SD SH-6 eingebaut, der mich nullinger vom Hocker riß - irgendwie nichtssagender Sound mit latenter Matschneigung. Da mir ein zweiter Häussel damals zu teuer war, suchte ich Alternativen, recherchierte wieder, und bin bei MGH-Pickups
vom Trashcontainer hängengeblieben. Als ich denen per Mail meine Soundvorstellungen (die deinen offenbar nicht unähnlich waren) beschrieb, empfahl mir Matze den MGH-3, der es letztendlich für angenehme 78 Euro auch wurde
Diesen hatte ich, um ihn mit dem Häussel zu vergleichen, auch mal in die KE-3 eingebaut. Im Vergleich zum Häussel klingt der MGH deutlich bissiger, etwas aggressiver und weniger fett untenrum. Auch in der KE-2T mit durchgehendem Hals bringt er vor allem im Vergleich zum SH-6 einen deutlich transparenteren Sound, der mir für Rhythmusarbeit sehr entgegenkommt. Wenn es also eher schneiden als braten soll, kann ich den MGH-3 sehr empfehlen.
Mit DiMarzio hingegen habe ich keinerlei Erfahrungen und will darum auch nichts dazu sagen. Sehr hilfreich bei meinen Suchen damals erwies sich der
Pickupberatungs-Sammelthread, den ich dir auch trotz seines Umfangs zur Lektüre ans Herz legen will.
Viel Erfolg bei der Suche!