Der Trizeps sperrt sich...

  • Ersteller Dr. Krallenbein
  • Erstellt am
Dr. Krallenbein
Dr. Krallenbein
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
27.02.24
Registriert
02.09.07
Beiträge
407
Kekse
626
Ort
Waltrop
Hi!

Ich habe momentan das Problem, dass mir nach dem Gitarrieren der Arm weh tut. Ich dachte zuerst an eine Sehnenscheidenentzündung und Tennisarm, aber das war eher ein Missempfinden, weil der Unterarm durch mein Radfahren im Gelände ebenfalls überansprucht war und somit alles streute. Gestern habe ich aber den Übeltäter wohl gefunden. Es ist der Trizepsansatz am Ellenbogen, Richtung Außenseite wie im Foto markiert.

Es hat keine 5 Minuten gedauert, da war dort beim Spielen wieder alles verspannt. Es ist eher als Druckschmerz zu definieren. Massage mit der Rolle und dem Ball bringt etwas Linderung, aber es dauert keine 2-3h, dann ist wieder alles hart.

Hat das schon mal jemand gehabt? Mir ist klar, dass weiteres Spielen der Heilung nicht förderlich ist. Sobald ich merke, dass dort etwas zumacht, wird die Gitarre beiseite gelegt. Aber was hat euch geholfen? Dehnübungen? Wärmebehandlung?

Gitarrenschmerz.jpg
 
Eigenschaft
 
Wie wär's denn damit mal einen Arzt zu Fragen, ich weiß nicht ob ein Musikerforum der beste Ort ist um medizinische Tipps zu erfragen.

Gute Besserung
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 4 Benutzer
Hi,
hört sich an wie ein "Golferarm". Mir haben Dehnübungen geholfen.
Schau mal auf die Seite http://www.tennisarm.ch/
 
a) geht zum Arzt
b) deine Einstellung ist suboptimal. Hier geht es nicht um Sport sondern sondern Musik machen. Hör auf zu Gitarrieren und beginne mit weniger Kraft, lockerer zu spielen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 4 Benutzer
Wie spielst Du, im Sitzen, im Stehen, immer in der gleichen Position/Haltung?
Variiere mal etwas die Höhe/Position der Gitarre. Ich habe eine Spielhöhe (sitzend auf einem bestimmten Stuhl), bei der ich nach längerem Spiel Spannungen im Oberarm bemerke. Stehend oder auf anderen Sitzmöbeln habe ich das überhaupt nicht.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Sehe das exakt wie @Prospero
Das ist eh ein Problem heute, dass die meisten zum Großteil nur im Sitzen spielen. Wenn der TE mehr im Stehen spielt können die Probleme von alleine weggehen.

Wenn ich zum Beispiel an einem Sonntag 4 bis 8 Stunden spiele, dann merke ich beim Sitzen auch das meine linke Hand bzw. Arm verspannt, spiele ich dann im Stehen entspannt sich dies wieder durch die natürlichere Haltung.

Auch im Stehen sollte man dann drauf achten dass die Gitarre bequem am Körper hängt, weder zu tief noch zu hoch(Ausnahmen wie Slash :)) sind nicht jedem zu empfehlen :)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Es wird sich wahrscheinlich nicht um den Triceps handeln. Allein schon von seiner Funktion unwahrscheinlich. Vielmehr macht tatsächlich ein Golferellbogen Sinn. (Ähnlich lokalisierter Schmerz, weil die Unterarmmuskulatur über den Ellbogen in den Bereich zieht).

Geh zum Arzt und lass das checken. Wird es mehr, pausiere mehrere Tage. Sonst dezent kühlen, leicht(!!!) dehnen und ein Quarkwickel können das optimieren.

Langfristig, wenn das vorbei ist, machen kräftigende Übungen für den (Unter)Arm Sinn.

Die Position zu wechseln, sprich stehen, macht nur Sinn, wenn deine Gitarre nicht zu tief hängt (und dadurch das Handgelenk nicht zu stark abknickt). Ansonsten ist sitzen ganz ok...
 
Hallo,

das ist anscheinend eines der Symptome, die bei manchen weniger geübten Gitarristen schon mal vorkommen. Zumeist liegt es wohl tatsächlich an einer sehr verkrampfen Spielhaltung.

Auf eBay-Kleinanzeigen hatte ich vor kurzem jemanden, der das Gitarre spielen "aus gesundheitlichen Gründen" aufgegeben hatte und seine Fender Strat Artist Series verkaufen "musste" (angeblich Rücken). Als er mir etwas auf der Gitarre vorspielte, konnte ich an seiner Haltung sehen, wie er regelrecht verkrampfte. Der Typ war einige Jahre jünger als ich und auch wesentlich fitter. Ich bin u.a. aufgrund meiner kaputten Wirbelsäule schon ein paar Jahre berentet ...aber Gitarre spielen würde ich mit Sicherheit selbst noch im Rollstuhl.

Das habe ich aber schön für mich behalten und nichts dazu gesagt. Deshalb bin ich dann auch supergünstig an eine weitere tolle Strat gekommen:giggle:

Grüße
Mark
 
... Als er mir etwas auf der Gitarre vorspielte, konnte ich an seiner Haltung sehen, wie er regelrecht verkrampfte. Der Typ war einige Jahre jünger als ich und auch wesentlich fitter. Ich bin u.a. aufgrund meiner kaputten Wirbelsäule schon ein paar Jahre berentet ...

Ich verkrampfe auch wenn ich anderen Gitarristen was vorspielen soll :sneaky:, bin aber sonst tiefenentspannt. Es gibt auch Schmerzgedächtnis wo der Körper Schmerz strahlt auch wenn du noch nicht im Schmerzbereich bist bzw. ist das verkrampfen unterbewusstes Vermeidungsverhalten das man nur schwer unterbinden kann. Ich kann wegen Rücken meine normalen Gitarren im stehen auch nicht mehr länger wie 30 Minuten spielen und bin auch immer wieder hin und hergerissen was zu verkaufen. Es gäbe aber auch rückenschonende Gitarren. Muss man nicht gleich das Hobby lassen :rolleyes:

Zum Thema selber, man unterschätzt die Microbewegungen die man auch beim Gitarre spielen macht. Wenn du dann auch noch im Beruf, Sport (MB) usw. was beiträgst kann das gleich mal passieren und dann auch chronisch werden. Zu lange in immer gleicher Positon arbeiten/spielen kann man auch viel kaputt machen, von dem her kann im stehen spielen schon Besserung bringen. Bei MB und Trizeps denk ich aber eher an Microschläge vom Fahren und vor allem Downhillen. Nach Port de Soleil konnt ich 6 Wochen kaum spielen, da hat ich aber Körper - nicht nur Rücken :confused:
Ich finde passives Training (du lässt locker und Therapeut dehnt-massiert), Wärmebehandlung, Ultraschallbehandlung und ganz leichtes geführtes Gewichtpumpen (Maschinen) am besten, aber lass dich da umbedingt ansehen und mach nicht einfach. Bei solchen Sachen hilft je nach Ursache meist genau gegenteiliges. Beim einen ist sanfte Bewegung gut, beim anderen ruhigstellen (y)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Die meisten Schmerzen entstehen durch falsche Haltung beim Gitarrenspielen.

Diese falsche Haltungen sind im sitzen deutlich mehr als im stehen. Im stehen ist die Haltung viel natürlicher.

Im sitzen, und das sieht man auch oft auf YouTube Video gibt es oft folgende extrem "Fehler" die zu Schmerzen irgendwann führen müssen:
- Griffbrett im 45 Grad Winkel, wahrscheinlich damit die Leute besser aufs Griffbrett schauen können
- Viele machen einen Buckel beim sitzen und Gitarre spielen - dadurch erfolgt auch nächster Punkt:
- Extreme Verkürzung des Kopfes zum Griffbrett, meist mit einem vorgebeugtem Kopf - Manche sind 20, 30 cm vom Griffbrett entfernet - Das eine solche Haltung nicht gesund ist wird wohl jedem klar sein
- Dadurch falsche Haltung des Greifarmes
- "reinlegen in den" Bürostuhl - Manche liegen im 45 Grad Winkel im Stuhl ;)

All diese Dinge lassen sich beim stehen einfach vermeiden.

Diese Fehler sehe ich übrigens fast jede Woche: Bei den meisten Gitarrenschülern - Die trotz gut informiert, immer wieder in diese "Sitzfalle" tappen ......

Übrigens habe ich all diese Fehler auch schon durchgemacht und mache diese auch heute noch, wenn ich immer müder werde beim spielen und es langsam 23.00 Uhr schlägt ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
... dass der Arm weh tut.
rechts oder links?

Es ist der Trizepsansatz am Ellenbogen, Richtung Außenseite wie im Foto markiert.
auf dem foto ist die Schulter markiert, nicht der Ellbogen, oder?

weil der Unterarm durch mein Radfahren im Gelände ebenfalls überansprucht war und somit alles streute.
also vielleicht weniger ein Gitarren-problem als eher eine verschleppte Verletzung / Überlastung.
 
Ich glaube, dass wir der Sache näher kommen. Vielen Dank erst mal bis hierhin. Entschuldigt, wenn ich nicht auf jeden eingehen kann...

@dubbel Das Gelbe im Bild :) Es ist der rechte Arm. Schlaghand.

@Dr Dulle Zu viel Krafteinsatz könnte hinkommen. Ich bin normalerweise Jahrelang auf der Les Paul zuhause gewesen und habe mir vor kurzem eine ESP Ltd Phoenix gekauft, mit längerer Mensur. Wenn ich nüchtern betrachte, ist dies erst mit der neuen Gitarre aufgetreten, bei Wechselschlägen. Auch nach längerer Schonung merke ich schon wieder, wie die Stelle dort verkrampfen möchte. Vielleicht schlage ich unbewusst stärker aufgrund der höheren Saitenspannung?

Ich glaube, ich sollte man ein Video von meiner Sitzhaltung machen. Vielleicht erkennt ihr ja etwas! Stutzig macht mich nur, dass es ja eigentlich immer gut ging.
Vielleicht passt die Gitarrenform einfach nicht zu mir, weil sie im Sitzen einen Winkel verursacht, der mich anatomisch benachteiligt?

Im stehen spielen ist zwar sicher eine tolle Übung, aber da ich nur ernsthaft Musik im Heimstudio mache, fast obsolet, weil ich nicht im stehen recorden werde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube, ich sollte man ein Video von meiner Sitzhaltung machen. Vielleicht erkennt ihr ja etwas! Stutzig macht mich nur, dass es ja eigentlich immer gut ging.
Vielleicht passt die Gitarrenform einfach nicht zu mir, weil sie im Sitzen einen Winkel verursacht, der mich anatomisch benachteiligt?
Das ist genau das Problem wo ich oben angesprochen habe

Im stehen spielen ist zwar sicher eine tolle Übung, aber da ich nur ernsthaft Musik im Heimstudio mache, fast obsolet, weil ich nicht im stehen recorden werde.
Und genau das ist Dein Problem ......
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Neigt die neue Gitarre dazu "abzutauchen" ... also hat eine andere Balance als die vorherige?

Ich finde es auch im Sitzen angenehm mit Gurt zu spielen, weil man damit die Gitarre durchaus in eine dem "Stehen" vergleichbare Position bekommen kann. P.S. Les Paul kann ich nur im Stehen - es fühlt sich trotzdem immer komisch an, weil die Les Paul im Vergleich zur Strat viel weiter "rechts" hängt.

Gruß
Martin
 
Guter Punkt, was für ein Stuhl bzw. Hocker hat eigentlich der TE @RawberrY ?
 
Ich hab den hier. Nennt sich Stehhilfe, und die Betitelung trifft den Nagel auf den Fuß.
Für Homerecording-Gitarristen mit Rücken oder anderen Wehwehchen genau das richtige. Kann man sich aber auch als gesunder Mensch zulegen.
Gitte sollte imho am Gurt hängen.
(Nur die Gummifüße sollte man abtapen, weil sie sonst schwarze Streifen auf dem Boden hinterlassen können.)

 
Hatte ein ähnliches Problem, dass nach Umstieg auf eine vertikale Maus zuhause und auf Arbeit verschwand. Nach zig Jahren mit normalen Mäusen ohne Armauflage war da zu viel Zug auf den Fingerhebern.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben