Di Marzio Deactivator in einer HSS Strat

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Ich habe vor einen Di Marzio Deactivator an die Bridge Position, einen Area 61 in die Mitte und einen Injector an die Halsposition einer Strat zu bauen.
.
Hat jemand schonmal was in die Richtung gemacht?
PS: in Position 2 wird der Deactivator gesplittet und läuft zusammen mit dem Area 61, in Position 4 laufen Area 61 und Injector zusammen.

Liebe Grüße Daniel
 
Das ist heutzutage eine Std. Schaltung, gerne als "Steve Vai Schaltung" bezeichnet, da sie mit den Ibanez JEMs und RG550 bekannt wurde.
Die erste Ebene des 5-Weg Schalters routet die Pickup Signale, die zweite Ebene legt in den Zwischenpositionen die nicht genutzten Spulen der Humbucker auf Masse.
Was genau möchtest Du wissen?

P.S. Hier findest Du entspr. Schaltungen.
Wie soll der Are61 in den Split Positionen 2&4 laufen, voll oder auch gesplittet?
 
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Voll denn gesplittet höre ich fast keinen Unterschied
 
Ok, dann ist es im Prinzip diese Schaltung und beim Area61 bleiben die beiden Spulen dauerhaft verbunden (schwarz und weiss verbunden und isoliert)
 
Vielen Dank ich bin schon gespannt wie der Di Marzio Deactivator im Zusammenhang mit dem Area 61 und den Injector Neck sich verhält
 
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Voll denn gesplittet höre ich fast keinen Unterschied
Das wäre hier auch nicht unbedingt der Maßstab, eher, ob die Zwischenstellung HB-Split/MiddlePU dann weniger brummt. Denn ein gestackter Area und ein gesplitteter HB ergeben zusammen 3 Spulen, und das ergibt zwangsläufig keinen HB-Effekt. Kombinierst Du dagegen die richtige Spule am HB mit dem Area ohne dessen untere Spule, löschen sich die Einstreuungen weitgehend aus.

Beim Injector kann man sich das Splitten des Area wiederum sparen, den der ist ja selber ein Noiseless-SC, also haben wir da auch keine ungerade Anzahl von Spulen. Zwar könnte man theoretisch in der der Position Middle/Neck beide splitten, aber dafür müsste man einen der beiden PU mit umgekehrter Polarität und Wicklung der oberen Spule haben. Sowas macht Dimarzio höchstens als Sonderanfertigung, wenn überhaupt. Und einfach wählen zwischen beiden Spulen ist nicht, da hier (anders als beim Fullsize-HB) nur eine der beiden das eigentliche Signal der Saiten ausgibt.

Eine andere Frage ist dann noch, ob Du den BridgeHB evtl. auch gerne solo im Split hättest, was nur über ein Pushpoti ginge. Leider klingt das meistens nicht ganz so toll, oft etwas schrill. Für diese Anwendung empfehle ich einen Partial Split, dh einen Split über einen Widerstand mit ca. 1 - 1,8 KOhm. Den kann man abr ducrhaus auch im Auto Spöt über den 5-Weg-Schalter verwenden, wenn die Wzsichenposition sonst zu dünn klingen sollte.

Ein weiterer Punkt ist, dass der Area 61 (und vermutlich auch der Injector) mit dem 500 KOhm-Volume eigentlich nicht so klingen, wie es der Hersteller beabsichtigt hat. Sie sind für den Einbau in Strats abgestimmt, also auch für 250 KOhm-Potis. Wenn Dir der Sound der Positionen 2-5 am Schalter also im Vergleich zum HB zu schrill wird, wäre hier noch eine schlatbare Absenkung des Potiwertes zu überlegen, indem für die betroffenen Positionen ein weitere Widerstand mit 470 oder 550 KOhm parallel zum Volumepoti-Eingang an Masse geschaltet wird.

Gruß, bagotrix
 
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Wie klingt das denn dann mit 3 Spulen?, das mit dem Poti werde ich in Hinterkopf behalten. Humbucker Split mache ich auch gerne meistens alles mit einem Megaswitch^^
 
Rein klanglich machen die 3 Spulen nicht den großen Unterschied. Nur eine Spule des gesplitteten HB und ein Area mit beiden Spulen klingen zusammen prinzipiell schon nach Strat-Zwischenposition, und das meist eher als ein voller HB mit dem Area.

Denn gerade der Area ist ja nun etwas trickreicher aufgebaut als die Stacks der allerersten Generation, bei denen meist einfach zwei von den Werten gleiche, aber umgekehrt gewickelte Spulen übereinander gestapelt und in Reihe geschaltet wurden. Wurde eine abgeschaltet, hat das den Sound recht stark verändert - und wie Du selbst schreibst, ist das beim Area nicht der Fall. Die untere Spule 'entbrummt' den PU, trägt soundmäßig aber kaum was bei.

Hier gehts also darum, beim Area die Dummy Coil zur Brummunterdrückung in der Kombi mit dem HB abzuschalten, und von diesem nur eine Spule parallel (eben wie bei Strats) zuzuschalten. Da beim HB die Spulen immer rw/rp zueinander sind, wird eine von beiden mit der oberen Spule des Area auch wieder einen HB-Effekt haben, also den Brumm stark abschwächen.

(Kleiner Exkurs: Ein HB beruht darauf, dass eine zweite Spule umgekehrt gewickelt ist und dadurch die Störsignale, sprich Brummeinstreuungen, out of phase (180° phasenverdreht) zur ersten Spule ausgeben. Sie löschen sich beim Zusammenschalten daher gegenseitig weitgehend aus. Nicht so das Nutzsignal - denn weil die Polung des Magnetfeldes über den beiden Spulen gegensätzlich ist, induziert die Saitenschwingung ihr Signal in beiden Spulen ebenfalls in der Phase verdreht. Zweimal 180° Phasendrehung - einmal durch umgekehrte Wicklung, einmal durch umgekehrte Polung - ergibt aber 360°, also wider Phasengleichheit. Es addiert sich also mit dem Nutzsignal aus der ersten Spule, statt sich gegenseitig auszulöschen. Die Dummy Coil des Area würde also ein drittes, wieder gegenphasiges Brummsignal einspeisen, und dieses hätte dann mangels einer 4. Spule sozusagen keinen Gegenspieler.)

Welche Spule des HB besser funktioniert, musst Du halt ausprobieren. Standardmäßig bleibt bei Dimarzio beim BridgeHB im Split die halsseitige Spule aktiv (bei PAFs also die ohne Schrauben). Sinnvoll, weil dort der Sound nicht ganz so schrill wird wie ganz am Steg. Falls Du zur wirksamen Brummauslöschung in der Zwischenposition jedoch die andere brauchen solltest, kannst Du die nehmen und den HB dann einfach andersrum verbauen, also so, dass die dann näher am Hals liegt. Beim D-Activator mit seinen zwei Reihen Inbusschrauben (und idR ohne aufdringliches Logo wie bei Duncan) macht das ja auch optisch keinen Unterschied.

Gruß, bagotrix
 
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Bin gerade dabei meine HSS-Superstrat umzubauen; habe am Steg einen Kloppmann Sinner (F-spaced) mit zwei Lindy Fralin Split Blades (Hals und Mitte) und die Fralins tausche ich gegen zwei DiMarzio Injector Neck aus.
Ich hatte mal vor einiger Zeit eine MM Luke3 HSS angespielt und fand die Singlecoils richtig gut; leider gab es diese Pickups nicht separat zu kaufen. Aber laut einem MM-Mitarbeiter soll diesen Luke-Singlecoils der Injector klanglich am nächsten kommen. Der Umbau wird wahrscheinlich am Wochenende stattfinden und heute in einer Woche erfolgt dann der Test im Bandgefüge. Bericht folgt im Anschluss!

Ach ja, so nebenbei... vor etwa 4 Wochen spielte ich die MM Luke4 BFR an; die Singlecoils haben mich regelrecht umgehauen! Es sind MM-hauseigene Pickups, die separat leider auch nicht zu Kaufen gibt.


Viele Grüße,
Bowhunter

P.S. Die Gitarre hat nur einen einzigen Poti (Volume, mit Treble-bleed dran), 550 kOhm; Womöglich werde ich den Wert verändern müssen (also Poti austauschen) oder wie Bagotrix vorgeschlagen hat, mit Widerständen arbeiten müssen :unsure:
 
Kann ich den Kloppmann Sinner ungefähr mit einem Di Marzio Paf Pro/Paf36th Bridge vergleichen?
 
Weiß nicht... der Sinner ist für mich ein PAF auf Steroiden, mit kompakten Mitten, mehr Output und ausgeprägten Tiefmitten; klingt für mich aber auch offener als ein DiMarzio PAF Pro, der für mich etwas nasal, quäkig klingt - wobei ich PAF Pros nur aus alten JEMs kenne.
Den DiMarzio PAF36th kenne ich nicht, aber ich denke mal, der wird (wieder mal) eine typische PAF- Interpretation sein. Da hat der Kloppmann Sinner schon wesentlich mehr Output; klingt aber trotzdem noch offen und nicht überzüchtet.
 
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*edit*
Klingt interessant
 
Grund: edit by C_Lenny -> Vollzitat Vorpost
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
... Ein HB beruht darauf, dass eine zweite Spule umgekehrt gewickelt ist ...
Nicht wirklich, es werden einfach nur die äußeren Enden von zwei gleichgewickelten Spulen mit einander verbunden, dadurch werden die Phasen verdreht.
 
Da hast Du natürlich völlig recht, eine Spule kann man ja auch schlecht außen anfangen und nach innen wickeln... :weird: Meine zugegeben technisch nicht wirklich korrekte Formulierung war eher der Versuch, das Wirkprinzip anschaulich zu machen, und da ist mir nix besseres eingefallen. Unser Board-Fachmann :hat:hats natürlich gemerkt und den Finger in die Wunde gelegt.

Richtiger wäre also wohl:
Ein HB beruht darauf, dass eine zweite Spule umgekehrt angeschlossen ist und dadurch die Störsignale, sprich Brummeinstreuungen, out of phase (180° phasenverdreht) zur ersten Spule ausgegeben werden.

Kann ich den Kloppmann Sinner ungefähr mit einem Di Marzio Paf Pro/Paf36th Bridge vergleichen?
Leider kenne ich den Kloppmann noch nicht aus eigener Erfahrung, aber PAF Pro und 36th Bridge sind für mich eigentlich zwei recht unterschiedliche Tierchen. Der PAF Pro ist vielleicht sogar einen kleinen Tick lauter als der 36th, aber untenrum schlanker und recht höhenbetont. In einer Superstrat aus Esche fand ich ihn am Steg schon fast unerträglich, als HalsHB in Kombination mit Medium bis Hot HB am Steg war er dagegen lange Zeit erste Wahl unter den Dimarzios - und vor dem Ausufern des Programms bei vielen bekannten Hardrockern im Einsatz, wie Paul Gilbert, Steve Vai, Petrucci, Satriani, die hatten das Ding alle mal am Hals. Inzwischen ist der mittigere Air Norton für meine Gefühl an seine Stelle gerückt, wobei das auch den veränderten Soundgeschmack gegenüber dem oft etwas fizzeligeren 80er Hair Metal-HiGain wiederspiegelt (JCM800+The Rat...). In der richtigen Gitarre ist das aber nach wie vor ein schön präziser, lauter NeckHB, ohne deshalb steril zu klingen. Vor allem für Shredder mit Keramik-Allergie immer noch ein Tipp.

Der 36th Anniversary PAF Bridge ist auf jeden Fall noch mehr ein Hot PAF, mehr Mitten und Bässe als der PAF Pro, wärmer und dreidimensionaler im Sound. Er hat aber trotzdem nicht so sehr diesen holzigen, warmen Ton (den man meist eher bei PAFs mit A2-Magneten findet), sondern ist eher ein Classic Rock-PAF. Im Vergleich klingt er schon etwas moderner als man das mit PAFs verbindet, z.B. verträgt er sehr viel Gain ohne zu matschen. Er hat auch mehr Bass als der PAF Pro, aber bleibt trotzdem eher definiert und straff. Joe Duplantier von Gojira einen eigenen Signature bekommen hat hat er keinen Super Distortion o.ä. gespielt, sondern eben den 36th, und der Fortress ist letztlich auch von diesem abgeleitet. Wer das Brett gehört hat, das Joe fährt: das heiüt bei einem PAF schon was. Ich finde, es ist einer der vielseitigsten HB überhaupt, den rockigen Crunch und angezerrtes meistert er ebenso wie Leadsounds á la ZZ Top. Dafür ist er halt weniger der Kandidat für Joe Bonamasa-Sounds würde ich sagen. Zeppelin, Whitesnake, Aerosmith, früe Van Halen, das ist aus meiner Sicht seine Stärke.

Wie gesagt habe ich keinen direkten Vergleich zum Sinner, aber von der Beschreibung bzw. dem Anwendungsbereich kann ich mir gut vorstellen, dass der in eine ähnliche Kerbe haut. Der 36th klingt auf jeden Fall lauter als er ist, aber man muss es natürlich mögen, dass er nicht ganz so viel Gain und Kompression am Amp bringt wie z.B. ein Custom Custom.

Gruß, bagotrix
 
Ja klar, Fortitude heißt das Ding, völlig korrekt. Wenn man einmal was nicht nachliest, weil man dachte, "kenn ich doch, muss ich nicht erst gucken"...

Toller PU für Leute, die den Charakter eines PAF grundsätzlich mögen, denen er aber zu wenig Wumms hat - und denen ein Custom oder Norton schon wieder zu einseitig auf Distortion getrimmt ist. In einer HSS-Strat habe ich ihn noch nicht gehört, aber kann mir gut vorstellen, dass das gut harmoniert. Ich mag es, wenn der Output innerhalb der Gitarre nicht zu große Sprünge macht (während andere genau damit bewusst arbeiten), und schrille Töne sind ihm auch eher fremd.

Gruß, bagotrix
 
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Der Umbau wird wahrscheinlich am Wochenende stattfinden und heute in einer Woche erfolgt dann der Test im Bandgefüge. Bericht folgt im Anschluss!
Es hat aus organisatorischen doch etwas länger gedauert als ursprünglich gedacht, aber gestern Abend konnte ich meine HSS-bestückte Superstrat im Bandgefüge testen.
Wie schon im Beitrag #9 erwähnt, habe ich die zwei Lindy Fralin Split Blades gegen zwei DiMarzio Injector ausgetauscht.
Die zwei Injectors harmonieren bestens mit dem heißeren Humbucker (Kloppmann Sinner). Auch wenn sie clean gespielt in der Lautstärke gegen den Humbucker etwas abstinken, passt im Bandgefüge dann komischerweise alles; die Lautstärkeverhältnisse sind im Lot.
Die Injectors sind lt. DiMarzio Homepage für 250 kOhm Potis ausgelegt (wie z.B. in der Richie Kotzen Tele). Meine Superstrat hat jedoch nur einen einzigen Poti (Volume), mit 546 kOhm, dadurch haben die Injectors etwas mehr Höhen und klingen spritziger. Eigentlich wollte ich da pro Injector einen 500kOhm Widerstand parallel in die Gitarre löten, aber ich finde den Sound so wirklich gut, werde deswegen auf die Kondensatoren verzichten.

Der Vollständigkeit halber: getestet in Verbindung mit einem Marshall JVM410 Topteil + Marshall 4x12er Box (G12M-25 / Greenbacks)


Viele Grüße,
Bowhunter
 
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