Didgeridoo Verstärken - Straßenmusik im Zusammenspiel

Filztier

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Hey,
auf die Gefahr hin, dass die Didgegemeinde im MB ziemlich ausgetorben zu sein scheint. Hier mal ein Diskussionsthema für alle Didger, Interessenten und Schlauberger mit ähnlichem Problem an ihrem Instrument.
Diesen Sommer komme ich aktuell wieder vermehrt zu Straßensessions und ich habe auch riesen Spaß daran. Leider muss ich feststellen, dass mein Didge - gerade im Zusammenspiel mit Anderen (lauten Instrumenten) - recht schnell untergeht und als "Hintergrunddröhnen" in der Versenkung verschwindet. :bad:

Wie also die Lautstärke verstärken? Meine aktuell eher behelfmässige Methode ist in einen handelsüblichen Plastikeimer reinzudröhnen. Gibt Lautstärke - wie einen Monitorbox - gut zu mir und nebenstehende zurück, gibt aber logischerweise nichts an vorne weiter. Den Eimer nach oben hin aufzustellen und reinzuspielen ist auch noch nicht die Wunderlösung. :D Ich bin hauptsächlich auf weitläufigen Straßen, Gassen und Wiesen unterwegs. Also keine Wände und Mauern an denen der Schall abprallen könnte. Eher sogar noch sich unterhaltende Menschenmassen und breites Nichts, welchen den Schall einfach im Winde verschluckt.:confused: Anzukommen versuche ich gegen - unverstärkt keine Probleme zu habenden - Streicher, Drehleier und Dudelsackspielern (um die derbst lautesten zu erwähnen). Das Puplikum hört das Didge, bin mir aber sehr sicher, dass sämtliche Tonmodulationen und Stimmeffekte auf der Strecke bleiben, da ich selbst Schwierigkeiten habe, diese gut und akzentuiert rauszuhören. :bad:

Wie verstärkt man sich möglichst effektiv, ohne dass die Klangvielfalt drunter leidet? Schließlich möchte ich, dass mein Puplikum auch hört, was ich mit dem Didge wirklich mache und nicht nur das Dröhnen an sich wahrnimmt. Ist es der Voodoo von halndelsüblichen Alltagsgegenständen, einfach (schon unverstärkt) so richtig laute Didges oder ist -leider- doch erst die elektrische Variante via Klemmmikro und Streetamp die Lösung? :confused:

LG, Filztier
 
Jakari

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Ahoi Filztier,
hab den Thread grad erst entdeckt. Nunja, also gegen solche Instrumente wie Dödelsack, ggf Trommel usw kommste mit allgemeinen "Haushaltshilfsmitteln" nicht gross weiter. Drehleier usw geht ja noch.

Das Problem beim Didg ist halt die Frequenz die es streut; ob Du nun Effekte machst oder nicht, von abgesehen.
Irgendwann wenn mehrere Instrumente dann dazu spielen, hast nurnoch einen Klangbrei.
WENN Deine Mitspieler allesamt akustisch UND unverstärkt spielen (und v.a. sich auch zurücknehmen können) würdest Du ohne Probleme eig. dazu spielen können, auch so, dass man das Yidaki wahrnimmt.

Ansonsten, das ist zumind. meine Erfahrung, kommste um nen Klemm Mic und Streetamp nicht drumrum.
Selbst "laute" Didges klingen ab einem gewissen Punkt auch nurnoch Scheisse.
Wir haben bei uns auch Slidedidg (Kunststoff) und Holz, die schon gewissen "Druck" machen, aber spätestens wenn Bouzouki dazu kommt, und die Trommel, siehts mau aus ohne Verstärker (outdoors, wozu ich Strassenmusi logischerweise zähle).;(ausser Du hast ggf so n HighEnd Carbon Teil).
 
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Danke für die Antwort. Dachte schon wird leer hier bleiben....
"Klangbrei" trifft es gut. Mit dem Didge traue ich mich erst seit diesem Sommer zu Jammen und habe die elektrische Variante noch nicht ausprobiert.
Was nimmt man den da im Detail für sein Didge? Ich hätte den kleinen Micro Bass Cube von Roland der eigentlich meine Bassklampfe verstärkt. Ginge das? Und Mikro für diese Frequenzen? Leider habe ich mich noch nirgends über das elektrische Verstärken eines Didgeridoo informieren können. Weder hier, noch in den Facebook Gruppen zum Thema Didgeridoo, bei all den YouTube Gurus oder auf Fachseiten im Netz.
Nein... Eigentlich ist das nie Thema und speziell Elektronik dazu wird auch nicht angeboten. Bloß die nackten Instrumente an sich. Gerne würde ich mehr darüber erfahren um ein gutes Klangergebnis zu erzielen aber bin mir auch ziemlich sicher dass mein lokaler Musikfachhandel die falsche Adresse für solche Fragen ist und ich bloß auf Mutmaßungen irgendein Equipment aufgeschwatzt bekomme.

Letztens war ich auf einem Festival und habe ein altes, zusammen geflicktes Euka mitgenommen. Diverse Elektronik hätte ich in dem Fall ohnehin nicht mitgenommen. Aber ich hätte nicht gedacht dass ein Didgeridoo allgemein so schnell in der Runde untergeht....
Ehrlich gesagt ist meine Nummer mit dem Eimer immer noch das Effektivste. Generell ist Kunstoff gut (habe auch schon ins Cajon reingedröhnt). Ich denke auch an eine Art "Trichterbox" die nach alle Seiten abstrahlt. Irgendein Bastelprojekt werde ich demnächst sicher machen.
 
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Ja wir hatten auch das Problem mit dem Verstärken, eben wegen dem Brei und überhaupt halbwegs Klang.
Die ganzen "Gurus" und hoppsasa "Prinzen", für viele ist da Elektronik ein Buuuuh Thema (warum auch immer..). Bei manchen Sachen grad bei Strassenmusi oder wenn Du auf nem freien Feld spielst... naja, weisste ja.
Also, ich sag Dir einfach, was wir nutzen, dann kannste ja selber entscheiden ob Dir das auch zusagen könnte.

Fürs Slide und die beiden selbergemachten Holztröten haben wir das OVID Mikro von Thomann. Das ist eig. n "Allround" Kondensator Mic. Macht nen sehr feinen Klang mMn, und gibt auch genug von den Obertönen (pardon, Naturtönen) wieder ab. Kostet so um die 50 €, ne Halterung haben wir selber gebaut (20mm Gurtband mit Silikonrückseite und Fastex Verschluss). Hält super, selbst rumhüpfen geht damit.
Normalerweise machen mer da Funke dran. Ja, das ist jetzt für Strasse bissel kompliziert. bzw aufwendig, aber ich denke hier jetzt weiter.

Ansonsten ham wir im P-Raum noch ein Bläsermic, eig für Trompete gedacht, mit Klemmhalterung. Klingt auch ordentlich, selbst bei growls, oder Effekten wie bellen, röhren, Beat usw. Das geht auch an Cube anzuschliessen, da musste aber bisschen am EQ friemeln.
Für Strasse hab ich son Harley Benton StreetAmp... Vom Rauschen abgesehen (wenn Effekte da an sind) klingt der auch halbwegs (ja, sagt nicht wirklich viel aus..)

Wenn Du "Haushaltwaren" nutzen willst um etwas mehr aus dem Rohr rauszuholen, probier mal n kleines Ölfass (resp. Gartenfass); oder son 5l Bierfass. Ist zwar optisch nicht das gelbe vom Ei, aber zumindest gibts mehr Raum für das Didg.
Wir haben bei Aufnahmen mal in eine Floortom gedidgt, klang auch sehr interessant.
Mit dem Trichter, naja, das kenn ich vom Dudelsack, da haben das manche auch dran, aber ich finde das klingt bescheiden und röhrt auch bloss.
Wenns nicht so extrem eilt frag ich nächste Woche mal nen Bandkollegen, der hat auch immer ausgefallene Ideen und Einfälle.
 

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