Diskussion: Vor-und Nachteile von 4x12er-Boxen im Bandalltag

  • Ersteller Bassman_94
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Und was lernen wir daraus?

Eine gute Box klingt gut! Eine nicht so gute Box klingt weniger gut! ; )

^^
 
Wobei man fairerweise sagen sollte, dass Thiele-Boxen und deren Derivate schon ein spezielles Thema darstellen. ;)
 
Nachdem ich jetzt zum Thema "412er - Ja oder Nein?" gefühlte 50 mal "412er ist einfach geiler", 50 mal "Braucht kein Mensch" und 50 mal "Kann man, muss man aber nicht" gelesen habe, sollte eigentlich alles außer meinem eigenen Senf dazu gesagt sein :D

Ich selbst habe mittlerweile alle Varianten von Halfstack mit 412er, Fullstack mit zwei 412er, 4 x 112, 1x 112, 2x112, 1x 212, 2x 212 durch..... Ausprobiert wurde das alles in verschiedensten Locations und Situationen: Proberaum, zu Hause (und ja ich hab mal einfach aus Spass ein Fullstack zu Hause angeschmissen, allerdings kein Problem mit gut Schall isoliertem Keller ;)), kleine Club Bühne, mittelgroße Bühne auf dem Stadtfest und auch die ganz große Open-Air-Festival Bühne.

Die Vor- und Nachteile der jeweiligen Lösungen wurden hier mittlerweile auch mehrfach erwähnt, muss ich also nicht nochmal aufzählen. Aber genau aus gewissen Vor- und Nachteilen wäge ich mein Setup mittlerweile jedes mal abhängig von der Location sorgfältig ab. Und meine Erfahrung sagt mir da jetzt eindeutig: ein guter Gitarrist kommt immer auf seinen Sound, unabhängig davon welches Equipment er benutzt. Schließlich heißt ein "guter Gitarrist" zu sein, nicht nur, dass ich am Instrument alle möglichen Skalen rauf und runter spielen kann, möglichst sauber spiele oder wahnwitzig schnell spielen kann, sondern es heißt auch immer einen brauchbaren Sound abliefern zu können und das sowohl im Proberaum, als auch auf der Bühne oder im Studio.

Und genau an diesem Punkt trennt sich einfach die Spreu vom Weizen. Gitarristen die behaupten, dass guter Sound immer ein gewisses Equipment braucht (unabhängig davon ob es jetzt unbedingt der 100 Watt Amp sein muss, die 412er/212er/112er Box, usw usw), die können meiner Meinung und Erfahrung nach einfach gar nicht richtig mit ihrem Equipment umgehen. Nach gefühlten 150 verschiedene Amps (vlt waren es auch nur 100...auf alle Fälle sehr viele) die ich teilweise besessen (ja das war der deutlich kleinere Teil :D) oder nur leihweise drüber gespielt habe und mindestens 50 verschiedenen Cabs kann ich zum Glück sagen, dass ich immer irgendwie auf meinen Sound gekommen bin.

Klar hat das eine oder andere Cab klangliche Vor- und Nachteile oder ist für die eine oder andere Musikrichtung besser geeignet, das gilt aber auch für den verwendeten Amp oder die Gitarre an sich. Schließlich ist der Endsound ja das Produkt aller Komponenten und genau auf den Endsound kommt es doch letztendlich an. Manchmal musste man an den EQ-Settings etwas rumbasteln oder sich auf das Ohr des Tontechnikers am Mischpult verlassen, damit er ein ordentliches Signal für die PA bekommt .... wie auch immer. Wahrscheinlich werde ich für den Kommentar gleich gesteinigt, ist mir aber egal weil es einfach wahr ist (auch wenn das viele aus verletztem Stolz oder als Rechtfertigung für x-1000 Euro teures Equipment nicht akzeptieren wollen/können).

Meiner Erfahrung kann man sogar mit dem absolut miesesten und billigsten Equipment immer noch einen brauchbaren Sound erzielen. Es fordert eben nur mehr Feingefühl und Abstimmungsarbeit (und oft auch mal das "Löschen der eigenen Denkweise", dass nur teures oder besser bestimmtes Equipment gut klingen kann). Klar klingt eine Orange 412er voluminöser und raumfüllender als die 112er Variante oder die 212er von Bogner (für mich und das gebe ich auch zu) besser als die 212er von Harley Benton, aber dennoch kann man mit jedem Equipment nach wie vor einen guten Sound erzielen, wenn man sich einfach intensiv mit beschäftigt. Natürlich haben wir alle unsere eigenen Vorlieben, sei es die Gitarre von Gibson, die Einzeleffekte oder das Multiboard, der Amp von Marshall oder das Cap von Bogner, aber möglich ist es trotzdem auch mit total anderem Equipment was brauchbares abzuliefern.

Und jetzt können diejenigen, die meinen das zu müssen, anfanagen mich zu steinigen. :cool:
Ach bevor ich es vergesse: und nein, ich will definitiv nicht behaupten, dass ich ein top Gitarrist bin, nur einer der gelernt hat mit absolut unterschiedlichstem Equipment zurecht zu kommen, obwohl auch ich natürlich meine persönlichen Vorlieben habe. :rolleyes:
 
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Da gehe ich mit dir mit, zumindest fast.
Ich hatte schon einmal irgendwo geschrieben, dass ich für meinen Sound letztendlich nur Equipment brauche, was gewisse qualitative Mindestanforderungen erfüllt, die aber nicht soooo hoch sind. Will heißen: Mit absolutem Mist-Equipment bekomme ich es nicht hin, solange es aber solides Zeug ist und nicht für die komplett falsche Stilistik konzipiert, geht das schon klar.
Am Ende kommt der Sound eh aus den Fingern.
 
Da gehe ich mit dir mit, zumindest fast.
Ich hatte schon einmal irgendwo geschrieben, dass ich für meinen Sound letztendlich nur Equipment brauche, was gewisse qualitative Mindestanforderungen erfüllt, die aber nicht soooo hoch sind. Will heißen: Mit absolutem Mist-Equipment bekomme ich es nicht hin, solange es aber solides Zeug ist und nicht für die komplett falsche Stilistik konzipiert, geht das schon klar.
Am Ende kommt der Sound eh aus den Fingern.

Okay ... da geh ich mit ... evtl. sollte wirklich ein gewisses Maß an Qualität geliefert sein ;)
 
rock4life81: Ich finde Du hast einen interessanten Betrachtungswinkel ins Spiel gebracht.
Wenn man da genauer drüber nachdenkt, was aber nicht in diesen Thread gehört und sicherlich einen eigenen verdient, hat das mit dem Gitarren-Geraffel seit Internet+Foren eh gewalltige Dimensionen angenommen.
Früher hat man halt mit dem Klumps gespielt was gerade da war und ging auch und man hat auch Spaß gehabt. Naja, mal mehr mal weniger....:D
 
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rock4life81: Ich finde Du hast einen interessanten Betrachtungswinkel ins Spiel gebracht.
Wenn man da genauer drüber nachdenkt, was aber nicht in diesen Thread gehört und sicherlich einen eigenen verdient, hat das mit dem Gitarren-Geraffel seit Internet+Foren eh gewalltige Dimensionen angenommen.
Früher hat man halt mit dem Klumps gespielt was gerade da war und ging auch und man hat auch Spaß gehabt. Naja, mal mehr mal weniger....:D

Vlt sollten wir da wirklich einen eigenen Thread aufmachen :D ....
Aber es stimmt schon...heute sind die Möglichkeiten einfach fast schon unbegrenzt, Equipment gibt es massenweise in allen möglichen Preisklassen und Qualität und früher hat man wirklich benutzt was gerade da war (selbst wenn es ein umgebautes Röhrenradio aus Omas Wohnzimmer war :rofl:). Aber genau solche Erfahrungen fehlen vor allem vielen jüngeren Gitarristen .... Die Leute sind mittlerweile vlt auch genau deswegen ein wenig sehr verwöhnt ...wer weiß? :gruebel:


P.S.: Ich würde jetzt wirklich gerne einen eigenen Thread zu diesem Thema erstellen ...fragt sich nur in welchen Bereich der am besten passt?!?
 
Biergarten, passt immer dort. ;)

Hab das Motto ein wenig angepasst ...finde somit das passt gut hier in den Amp-Thread ;)

so und nun kann der Rest wieder über die Notwendigkeit von 412er hier diskutieren *g*
 
Früher hat man halt mit dem Klumps gespielt was gerade da war und ging auch und man hat auch Spaß gehabt. Naja, mal mehr mal weniger....:D

Die wichtigste Aussage des ganzen Threads: Spaß an der Musik!

Ich kann mich auch noch erinnern, als wir vor 10 Jahren noch mit 1x12 Combos (Hybrid/Transe) und Gitarren von denen wir nicht mal wussten, wie sie heißen wild durch die Gegend gerockt haben. (3 Akkorde im Kumpel seinem Keller). Und wir hatten Spaß, dass alles zu spät war :rock:

Und heute gibts komische Blicke, wenn der Veranstalter ne 2x12 Nonamebox stellt oder wenn der Gitarrist der Vorband auf ner Squier spielt. Konkurrenzdenken, Stress, Markenwahn, Erfolgsdruck... Das ist's doch letztendlich, was bei vielen (mich leider eingeschlossen) das Hobby (!) Musikmachen stark beeinflusst.

Am Ende zählt doch nur, wie geil die Mukke ist und wieviel Spaß man selber und das Publikum auf der Bühne hat. Und wenn mancher den Spaß mit ner 1x12 hat und der andere gerne schleppt und die 4x12 braucht, dann ist das vollkommen okay :)
 
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Yes, also ich finde, dass es vor allem Spass machen muss und man sich in der Band untereinander gut versteht. Ich habe Glück und in der Band ist kein einziger blöder Arsch, das ist schon mal wertvoll. Eine 4x12er bietet untenrum schon was anderes als ein 1x12 Teil, das hat mit Spielfreude und Können nicht viel zu tun. Aber immer wenn ich abgemiked werde, erwische ich mich selbst dabei, nur eine 1x12 Lösung zu fahren. Wie andere schon bemerkten, gutes Gitarrenspiel ist nicht gleich möglichst teures oder grosses Equipment. Der Sound soll aus der Seele kommen, nicht aus einer Handelsmarke. Aber ich weiss nicht ob ich mitreden kann, da ich spieltechnisch ein lahmer Sack bin und vor allem nur schöne Töne zu treffen versuche. Uralte Weisheit: Könner klingen immer, auch mit einer 300€ Ausrüstung. Nichtskönner klingen auch mit 10'000€ Zeugs nach nichts. In den heutigen Zeiten, wo öfter mal eine PA schon rumsteht die man als georderte Band nutzen kann, sind die Grossverstärker nicht mehr so angesagt. Klar sieht ein Fullstack geiler aus als ein kleiner Combo, aber die Zeiten, als man über hundert Watt als Gitarrist raushauen musste um gehört zu werden sind wohl mehrheitlich definitiv vorbei. Ich entscheide wie andere je nach Location und so ob ich das grosse oder das kleine Besteck mitnehmen muss. :)
 
Ich habs weiter oben schon mal gesagt: ich fahre nur noch EIN Besteck auf, egal wie groß die Location. Und das ist ein 4x12er Halfstack mit nem 120 W Röhrentop (Bugera 333xl)! Man MUSS das nicht laut spielen, man KANN das auch leise drehen :whistle:. Wirds abgemikt ist es sache des Tonis, das es vorne gut klingt. In kleinen Locations brauchts kein Mikro, da Beschall ich den Saal mit meinem Stack :p

Nur in nem 2-3 Mann Tanzmusik-Duo/Trio spiel ich direkt ins Pult. Da stellt sich aber die Frage 1x12 2x12 4x12 erst grundsätzlich nicht :rolleyes:
 

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