Drums: Wow....was doch kleine Änderungen in der Mikrofonausrichtung ausmachen

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Du hast eine AB-Mikrofonierung. Da müssen beide Kapseln senkrecht nach unten zeigen und beide müssen denselben Abstand zur Snare haben. Nimm eine Kordel, klebe ein Ende auf die Mitte der Snare. Jetzt ziehe das andere Ende zu den Kapseln der OHs.

AB ist eine Laufzeitmikrofonierung.

Kannst aber gerne auch mal mit XY-Mikrofonierung testen. Da müssen beide Kapseln aneinander gehängt werden. Öffnungswinkel 90 Grad.
Das ist dann eine sog. Intensitätsmikrofonierung.

Von K&M gibt es für Mikroständer eine schöne Schiene, mit der Du die verschiedenen Verfahren gut darstellen kannst.
 
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danke für den input. ich bin mir aktuell sicher, der abstand der overheads ist nicht gleich zur snare.

anbei, was die overheads hören.....ohne EQ
was kann man mit damit anfangen?
 
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bezüglich des low ends.....wir haben schon fast zuviel davon. ich senke immer den bassbereich etwas ab, weil irgendwann die 18" subs zu sehr wummern.
Das sind meist nicht die Lowends, also Frequenzen unter 80-100 Hz sondern „Wummern“ passiert in der Regel bei 150-250 Hz. Wenn ich mich richtig ans Touchmix 30 erinnere hat der sechs Bänder PEQ in den Busmastern, damit sollte man zumindest mal in den Boxen das Wummern weg kriegen. Basstraps wären aber aber unterm Strich die bessere Lösung, zumindest in dem Raum. Auch nach dem Sweet Spot im Raum für das Drumkit zu suchen hilft.
trotzdem ist es schade, daß in den overheads die becken so laut sind. gibt da noch tricks (mehr abstand zum drumkit oder sowas)?????
Andere, feiner klingende Becken und Spielweise anpassen ist meist die effektivere Variante. Auch etwas akustische Bearbeitung über dem Drumkit kann einiges bringen. Selbst etwas von dem berüchtigten Noppenschaum kann helfen.
 
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naja.....wenn wir proben, dann sind viele lautsprecher im einsatz....das klingt dann etwa so:


mit dem handy aufgenommen.
laut den besuchern unserer garagen-konzerte (haben wir behelfsweise organisiert) wäre der sound eine wucht.

nur eben....wie man hört, bei den song aufnahmen, sind die becken sehr dominant in den overheads.
es sind ganz normale paiste 900 becken.

übrigens - das china becken, ist das lauteste von allen, ist aber in den overhead aufnahmen das leiseste?
wie kann das sein? mir fliegt das gehör weg, wenn ich da drauf haue und das overhead registriert es kaum?
 
glombi
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@glombi
zum song...
der war so in etwa 30-40 fertig gewesen. gesang bin ich mir nicht so schlüssig,
mir hat die akkordfolge gefallen, den gesang fand ich :cautious: ....wenn er dir gefällt....
Schon "lustig", wenn man den Eindruck bekommt, sich für eine positive Anmerkung entschuldigen zu müssen :gruebel:. Ich fand es halt weniger verkopft, gewollt und besser zu hören, als was ich sonst so von Dir kenne. Einfach muss ja nicht schlecht sein, zumal wenn man gerne alles ein bisschen macht...
 
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Die Paiste 900 sind gem. meiner Recherche per se laute Becken.
Beim China wirst Du wahrscheinlich aufgrund ungenauer Mikrofonierung eine Phasenauslöschung haben.
 
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ich hab mal eine sequenz mit den china isoliert.
linkes und rechts overhead in mono.


wie ist eure einschätzung?
 
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Hi :hat:
unten zeigen und beide müssen denselben Abstand zur Snare haben.
Denke hier hast du den Übeltäter gefunden.

Ich hab mir mal die Audiodatei runtergeladen, und mir ein Snareschlag ran gezoomt:
Bildschirmfoto 2021-12-17 um 16.11.37.png

dann hab ich die Stereospur in zwei Monospuren aufgesplittet und den Lautzeitunterschied ausgeglichen.
Bildschirmfoto 2021-12-17 um 16.12.32.png

Nun rutscht die Snare nach links ab, bedeutet linkes Mikrofon ist zu laut eingepegelt, hab ich auch korrigiert:
Bildschirmfoto 2021-12-17 um 16.13.06.png
Klingt dann so:
Vorher:

Nachher:



In Stereo angehört klingt die Snare vorher breit, aber nicht wirklich fokussierbar. Der Unterschied ist jedoch subtil. Deutlicher wirds, wenn man sich das in Mono anhört. Da bricht die Snare weg, ohne die zeitliche Korrektur. (Phasenauslöschung)

Das kommt jetzt natürlich der HiHat nicht entgegen, da diese für dein Geschmack ja zu leise war. Da ich links leiser gemacht hab, ist sie natürlich im Verhältnis jetzt noch leiser. Daher würde ich sie separat mikrofonieren, dann hast du auch bessere Kontrolle über die HiHat.
 
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okay, dann werde ich die abstände angleichen. vielen dank für den input.

nun zu problem 2, becken laut, trommeln leise.
muß ich so hinnehmen....heißt die overheads immer ganz leise beimischen und den grundsound von den nahfeld mikros herziehen?
 
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nun zu problem 2, becken laut, trommeln leise.
muß ich so hinnehmen....heißt die overheads immer ganz leise beimischen und den grundsound von den nahfeld mikros herziehen?
Was ich oben gemacht hab, sollte dem bereits entgegen wirken, sodass die Snare eben nicht wegbricht wie sie das jetzt tut.. Fällt hier in Solo angehört vielleicht nicht so auf, aber mach die Korrektur mal im Kontext zum ganzen Mix, dann dürfte sich das deutlicher zeigen.
Wenn die Becken dann immer noch zu laut sind, ja, dann leiser hinzumischen, und/oder weniger stark anschlagen.
 
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nun zu problem 2, becken laut, trommeln leise.
muß ich so hinnehmen....heißt die overheads immer ganz leise beimischen und den grundsound von den nahfeld mikros herziehen?
Einen großen Anteil hat die Spielweise. "Blech streicheln, Felle kloppen" ist der richtige Ansatz. Für mich klingt die Aufnahme momentan eher nach dem Gegenteil. Auch wie ein Becken angeschlagen wird, also in welchem Winkel der Stick das Becken trifft, hat einen großen Einfluss auf den Klang. Mehr wischen und weniger im rechten Winkel draufhauen wird empfohlen.
Die Becken selbst haben auch ihren Anteil daran. Ich persönlich bin kein Fan von "lauten" Becken. Ich habe noch nie zu leise Becken erlebt, aber viel zu oft das Gegenteil. Dünne, eher verwaschen klingende Becken fügen sich für mein Empfinden besser in einen Gesamtklang ein, als dicke, grell klingende Becken.
Schlussendlich kannst du aber auch die OHs radikal filtern. Ich habe in solchen Fällen schon mal den Lowcut bis 1 kHz hochgezogen, sodass die OHs wirklich nur die Brillanz und weniger das Gescheppere einfangen.
 
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Bei dem Musikstil könte auch ein High-Cut auf den OHs wirken. Geschätzt ab ca. 8 KHz und ca. 3-6 dB nach unten.
Ausprobieren.
 
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ich habe, auf eure anregung hin, die overheads auf einen ständer gemacht und gekreuzt angeordnet.
die mikros hängen nun ca. 40cm höher als vorher, mittig über den kleinen toms und sind X-förmig ausgerichtet .
damit sollten laufzeitunterschiede minimal sein.

ich hab noch keine aufnahme gemacht....aber bei der heutigen probe klang es durchaus gut.
 
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hier zwei files.....als erstes die aller erste aufnahme, wo ich einzelne abschnitte eingespielt habe, und hintereiander kopiert...mit der ursprünglichen mikroeinstellung.


und hier von heute, alles am stück gespielt, so schlecht es eben bei mir geht....aber es klingt schon anders:


ich würde behaupten, version 2 klingt natürlicher und kräftiger.
 
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