Dünne Saiten - dicke Plektren?

sleepy55
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Hallo,

ich spiele auf der E-Gitarre 9er Saitensätze. Jetzt bitte nicht schreiben, dass das Mist ist, die liegen mir gut und ich habe schon dickere ausprobiert, mit denen ich nie klar kam.

Bisher habe ich immer Medium Plektren verwendet 0,73 Tortex oder 0.88 Nylon. Jetzt habe ich festgestellt, dass ich auch gut mit Delrin oder Gator 1,5mm oder auch 2 mm klar komme
und überlege, auf diese umzusteigen. (Stil: Blues, Classicrock). Meine Frage ist: verträgt sich das mit den dünnen Saiten oder können die daduch schneller kaputt gehen?
Spielt jemand schon länger die Kombination dünne Saiten / dicke Plektren?
Und gehen die dicken Plektren auch für Westerngitarre?
 
Eigenschaft
 
Es gibt keine "Für unsere Saiten empfehlen wir die xxx Plektren" Werbung (zumindest keine mit technischem Hintergrund).

Welches Plektrum du nimmst und welche Saiten liegt alleine daran, wie du das wünschst. Wenn es klingt und du mit Saitenstärke und Plektrumform/stärke zurechtkommst, ist alles ok. Da wird nichts schneller kaputt gehen, egal welche Kombination du dir aussuchst.
 
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Hallo sleepy55
Jetzt habe ich festgestellt, dass ich auch gut mit Delrin oder Gator 1,5mm oder auch 2 mm klar komme und überlege, auf diese umzusteigen.
Wow, das sind ja Bass Plektren :D....
Nee Ernsthaft,...Wenn du damit gut klar kommst, spricht doch nicht´s dagegen.

Du musst nur berücksichtigen, das die Stärke und auch das Material des Plektrum einen nicht
zu unterschätzenden Klang auf die Gitarre hat.
Ob das jetzt eine E-Gitarre oder Westerngitarre ist, spielt keine Rolle.
Deshalb würde ich an der Stelle, auch wenn du auf die besagten Pleks umsteigen willst, immer mal
andere Stärken und Materialien als Auswahl dabei haben.
Nicht jede Plek-Stärke oder jedes Plek-Material passt zu jedem Song.

Welchen Faktor du noch berücksichtigen musst ist, je stärker das Plek umso stärker schwingen auch die
Saiten bei einem etwas heftigeren Anschlag und um so schneller passiert es, das die Saiten auf die
Bünde schlagen und dieses "schöne" Saitenschnarren" erzeugen.

Ich könnte mir natürlich auch vorstellen, das diese Plek-Stärke aber auch die Saiten stärker beanspruchen und folgedessen eventuell nicht mehr so lange halten wie du es vielleicht gewohnt bist.
Ob das jetzt aber wirklich so ist, kann ich nicht genau sagen.
Mit solch einer Plek-Stärke habe ich noch nie gespielt.
Wenn ich mal härtere Pleks für die Westerngitarre verwendet habe, dann waren
das höchsten mal 0.73er.





Ich habe hier mal den Satz etwas korrigiert. War etwas ungklücklich formuliert

"Du musst nur berücksichtigen, das die Stärke und auch das Material des Plektrum einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Klang der Gitarre hat."
 
Grund: Satzkorrektur
Zuletzt bearbeitet:
Du musst nur berücksichtigen, das die Stärke und auch das Material des Plektrum einen nicht zu unterschätzenden Klang auf die Gitarre hat.
korrekt - wobei das Material klanglich bestimmender ist - die Stärke wirkt sich eher ergonomisch aus
jemand hat seine Plektren mal sehr sinnig als 'seinen EQ' bezeichnet...
(auf die Frage wieso er denn 3 verschiedene dabei hat) ;)

cheers, Tom
 
die Stärke wirkt sich eher ergonomisch aus
Da möchte ich widersprechen ;)
Der Unterschied im Klang zwischen meinen Dunlop Jazz-Pleks (208) und meinen üblichen Dunlop Gator Grips 1,50 ist z.B. bei meiner ES-175 ist schon sehr deutlich.
Der Ton mit dem Jazz-Plek ist deutlich schwächer in den Höhen als mit einem dünneren Plek.

Ich spiele übrigens meine Haupt-E-Gitarren, die mit 9er (Fender) und 10er (Gibson) Stärken besaitet sind, alle mit meinem 1,5 Dunlop Plektrum.
Viel dünnere Pleks behindern mich beim Solospiel, da sie (zu sehr) nachgeben. Das Spiel mit dicken Pleks ist für mich "direkter".

Bei meinen Akustiks, die meist mit 11er oder 12er bespannt sind, kommt auch mal ein dünneres Plek <1 mm für reines "weiches" Strumming zum Einsatz.
 
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Viel dünnere Pleks behindern mich beim Solospiel, da sie (zu sehr) nachgeben. Das Spiel mit dicken Pleks ist für mich "direkter".
genau das war mit 'Ergonomie' gemeint... ;)
natürlich ändert sich mit der Stärke (bei gleichem Material) auch etwas am Klang
wobei man die geänderte Elastizität auch als 'anderes' Material einstufen könnte... wenn man ganz spitzfindig ist
mir erscheinen (verschiedene) Materialeigenschaften bei gleicher Stärke aber eine intensivere Wirkung zu haben :gruebel:
ist aber eigentlich auch egal, solange sich was ändert und man die Möglichkeiten nutzt :D

cheers, Tom
 
Ich spiel auf der einen Strat 9er Saiten, auf der anderen 10er. Und ich verwende fast ausschliesslich 1,5mm Dunlop Plektren. Dass die Saiten stärker darunter leiden wär mir bis jetzt nicht aufgefallen - aber das hängt ja auch davon ab, mit wieviel Kraft du die Saiten spielst.
Da ich selten rein Akkorde oder Powerchords spiele sind mir weichere Plektren nicht genau genug, mit den härteren kann ich - zumindest ist das mein subjektiver Eindruck - exakter spielen.
 
Auf der Mustang habe ich 9er und auf der Paula 10er und beide spiele ich mindestens mit Dunlop 2mm Pleks.
Ich greife auch gerne zum Big Stubby 3mm von Dunlop. Davon hat meine Tochter mal einen ausgesucht als wir im Musikladen waren. Weil er so schön war! Mittlerweile habe ich schon welche nachgekauft.
Dicke Plektren liegen mir jedenfalls besser und Probleme mit den 9ern habe ich nie. Hab vorher auch mit 0.7mm gespielt und die Saiten halten genau so lange.

Gruß Jörg
 
Ich fass es mal zusammen, man kann spielen, was man will, soweit ich weiß, spielt Billy Gibbons zum Beispiel auch keine dünneren Plektren, spielt aber noch dünnere Saiten. Man muss dann halt weniger hart reinhauen, damit die Saite richtig intoniert.
 
Auf den Aspekt des Verschleißes durch Plektren möchte ich eingehen. Und zwar spiele ich zum einen Plektren aus Horn und zum anderen aus Titan. Bei den Titanplektren ist der Klang natürlich signifikant anders. Diese Plektren beschädigen die Saiten auch an der Anschlagstelle. Jedoch nicht so sehr, dass dadurch Saiten reißen oder man diese früher zu tauschen hat. Viel "verschleißender" ist nach wie vor der Handschweiß.
 
ich kann mir nicht vorstellen, dass die dicke was am verschleiss ausmacht.
bei sehr hartem / sehr weichem material leuchtet mir das eher ein, aberselbst da ist es ja nicht dramatisch.
 
Titan ist schon ziehmlich extrem, was die Härte angeht - da müssen die Kanten bestens verrundet sein
ich greife stattdessen lieber zu steifen Voll-Carbons

cheers, Tom
 
Ja, bei den Anschlagstellen ist es durchaus so, dass die Saite leidet. Aber wie gesagt ist mir bis jetzt noch nie dadurch eine Saite gerissen und die Benutzung des Plektrums ändert nichts an Klang oder meinem Wechselintervall.
 
Spielt jemand schon länger die Kombination dünne Saiten / dicke Plektren?
Das habe ich früher lange Jahre gemacht, mit harten 1..2mm Picks. Live ist das heikel, da nahm ich dann 0.73 Nylon, das verzeiht mal eine zu derbe Landung auf den Saiten besser.
 
Spielt jemand schon länger die Kombination dünne Saiten / dicke Plektren?
Und gehen die dicken Plektren auch für Westerngitarre?

Ja, ich spiele seit ewigen Zeiten Sharkfin Black, 1,15 mm, mit 9er Saiten. Sie machen einfach einen fetteren Ton, auch bei leichtem Anschlag, als die dünneren. Saiten gehen bei mir selten kaputt, meistens wechsle ich die weil sie zu alt sind.
Auf der Western sind dicke Pleks erst recht gut, um einzelne Töne zu spielen, weil die damit einfach dicker und lauter sind. Da ich aber auch gerne und viel strumme, nehme ich mit der Western ca. 50er, z.B. die roten Dunlop Tortex. Damit geht beides gut.
 

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