E-Gitarre für Akustikgitarristen

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Ecki123
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Hallo zusammen,

ich spile seit knapp 3 Jahren Akustik Gitarre (hauptsächlich Fingerpicking) und möchte mich nun in den Dschungel der E-Gitarren begeben. Ich finde ja, dass Akustikgitarren bereits ein sehr weites Feld sind. E-Gitarren toppen das aber locker, so dass ich rel. ratlos bin, welche Gitarre ich mir anschauen/zulegen sollte. Dazu brauchts dann ja auch noch einen Verstärker und evtl. sonstiges Zubehör. Es würde mich sehr freuen, wenn ich hier ein paar Tipps bekommen könnte.

Von der Musikrichtung her, tendiere ich zu Blues und Rock. Letztlich sollte das Instrument (zusammen mit Verstärker) aber eher Allroundqualitäten haben. Wichtig zu wissen ist sicherlich noch, dass ich das Alles für mein privates Vergnügen benötige, also keine Auftritte plane. Gerne möchte ich die Gitarre auch als "Silent Guitar" nutzen und Sie über Kopfhörer spielen (gibts da Möglichkeiten das auch ohne einen Riesenverstärker zu tun?)

Ein Bekannter hat mir nun eine "Fender Stratocaster American Vintage 62" angeboten. 10 Jahre alt aber super gepflegt für 1200,- Euro. Das ist auch ungefähr die Preisklasse, in der ich mich bewegen möchte + Verstärker dann halt.

Wie gesagt, es würde mich freuen, wenn ich hier ein paar nützliche Tipps erhalten könnte. Dafür schon mal Danke im Voraus.

Gruß,

Ecki
 
gmc
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Hallo Ecki,

also zuerst solltest Du ausprobieren, mit welcher Mensur Du am Besten klar kommst, danach begibst Du Dich fast automatisch in die Gibson- oder Fender-Ecke vom Gitarren-Typ her.
Die Fender Stratocaster, ist halt "der" Allrounder, wenn Du Dich mit der Fender Mensur angefreundet hast.
Das von Dir genannte Angebot bewegt sich in der Preislige, in der Du eine Fender Deluxe Strat (USA) bekommst, d.h. die Gebrauchte muß schon richtig gut sein.
Natürlich kannst Du am Kopfhörer spielen (z.B. mit dem Mini-Pod oder Verwandten), aber so richtig Spaß im Bauch macht es halt auch mal mit ner "richtigen" Box.

Dein erster Weg sollte Dich daher ins Musikgeschäft Dienes Vertrauens führen zum ausgiebigen "fühlen" und testen.
Gerne auch mal einen Blick auf die anderen Marken werfen, die durchaus ihre Berechtigung haben.

viel Erfolg!
gmc
 
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Falls man vielleicht noch an Tipp geben kann:

Nimm dir richtig viel Zeit und spiel mal einen Tag alles an E-Gitarren durch was dir in die Finger kommt. Von Flying V über ES-335 bis zu Gretsch und Telecastern.
 
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Wohnungsrockerin
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Ein paar konkrete Anspieltipps? Fender Stratocaster, Tele (Schraubhalsgitarren mit Singlecoil-Tonabnehmer) Gibson Les Paul und eine Ibanez Semiakustik mit Humbuckern (eingeleimter Hals).
Spiel ein paar Verstärker an, von 15 - 50 Watt (Marshall, Roland) - lass dir ruhig was empfehlen, meiner Erfahrung nach haben die meisten Musikgeschäfte Verkäufer, die was von der Materie verstehen.
Spiel die gitarren zuerst clean, also unverzerrt an und (wenn das wichtig ist) dann verzerrt.
Ich würde am Verstärker nicht sparen, über gute, etwas größere Verstärker klingen auch günstigere gitarren oft besser als teure Gitarren über einen zu kleinen Verstärker, der mehr brüllt als gute Musik zu produzieren.
Ich spiele zu Hause einen marshall mit 30 Watt und bin mit dem Klang hochzufrieden.
 
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Ecki123
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Hallo zusammen,

erst einmal vielen Dank für die Tipps.

Wohnungsrockerin: Welchen Verstärker benutz Du denn genau - Marshall 30 Watt gibts ja evtl. mehrere.

Dazu würde mich noch interessieren, was bei einer E-Gitarre hauptsächlich für den Klang verantwortlich ist. Ist das eher Korpusform, Holzauswahl, Tonabnehmer oder noch was anderes?

Gruß,

Ecki
 
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Ab 1200 Euro gibt es auch, wenn auch rar gesät, sogar schon einige Custom Build Guitars, bzw. halbwegs Custom Build.
Ich weiß nicht, woher du kommst, aber in Leverkusen betreibt ein gewisser Herr Stöveken einen Laden, in dem er entweder selber Gitarren baut in einer Preisklasse 2000+ oder aber bereits vorgefertigte Hälse und Korpi verwendet und dann eine baut.
Besitze selber keine, aber hab die mal angespielt und die sind wirklich richtig klasse, vorallem, wenns sowieso ums Hobby geht. Preisklasse dürfte deine Region sein, ist dann halt von Holz zu Holz unterschiedlich (Erle/Sumpfesche).

Ansonsten bei Gitarren vom Band in der Preisklasse: Wie oben schon erwähnt diverse Fendertypen wie Fender Deluxe Strats sind da schon sehr gut. Wenn du mal in nem Musicstore-Katalog rumblätterst wirst du aber auch noch andere in dem Preissegment finden, u.a. auch von Fende, wie Road Worn oder sowas, etwas dadrunter preislich liegt außerdem die Fender Japan, die sind auch eigentlich in der Regel wirklich gut verarbeitet...Ferner, würde ich mir bei der Mensur einer Strat auch mal welche von Yamaha angucken, die haben in der Regel ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis und evtl. kannst du dir dann ja etwas mehr Geld für nen richtig guten kleinen Vollröhrenverstärker oder so aufheben.

In der Region um LP-Mensuren bieten sich mehrere Gitarren von bspw. Hägström, Epiphone in der oberen Preisklasse oder gerade Tokai an, wobei mich persönlich vorallem erstere und letztere ansprechen.
Wie du siehst ist die Auswahl wirklich überwältigend, glücklicherweise gibt es aber quasi überall in Deutschland auch größere Musikvertriebe, die wirklich ne breite Palette an Gitarren anbieten, die es auszutesten gilt. Außerdem auch nicht scheuen, mal im Musikladen von nebenan vorbeizuschauen, gerade in der Preisklasse gibt es da in der Regel viel zu holen, außerdem ist da häufig auch weniger los, als in einem großen Laden und man kann sich genug Zeit nehmen, um sich bspw. vom Verkäufer beraten zu lassen, gerade bei E-Gitarren wissen fast alle sehr gut Bescheid.

Verstärkermäßig würde ich mir mal kleine 15-Watt Vollröhren oder so angucken, da gibts viele kleine Verstärker die richtig was können soundmäßig und auch nicht allzu teuer sind.
Moderne Verstärker haben in der Regel auch einen Kopfhörerausgang, bei nem Neukauf müsstest du dir deshalb also keine Sorgen machen.
 
osborne
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Hi,

wenn Du vom Fingerpicknig kommst, würd ich Dir was den AMP angeht zu nem kleinen 5 Watt Röhrenverstärker raten, die haben durch die Röhre
ne schöne Anschlagsgynamik, die Du bei den kleinen preiswerten Transen nicht in dem Maße hast. Das findet man eher dann bei den grösseren
und auch teueren Transistormodellen.

Die Gitarre ist wirklich geschmackssache, ich bin ein Paulatyp, der lange Jahre nur Strat gespielt hat;);).
Probier Dich da einfach durch, ne Semihollow ala Gibson 335 könnt auch genau das richtige sein, weil mit der kann man auch schon unverstärkt
spielen und üben, daneben hat sie nen granatenmässigen Cleansound mit leichter Akkustiknote. Da gibt es auch Pendants von Tokai, die man empfehlen kann.

Viele Grüsse
Frank
 
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Also Ecki, da könnt man jetzt schreiben, schreiben schreiben.
Ich machs mal so kurz wie möglich, wenn du tiefer in die Materie einsteigen willst, gibts ein gutes Buch aus dem Carstensen Verlag über E-Gitarren.
Einfluss auf den Klang einer E-Gitarre hat fast alles, von der Form angefangen über die Befestigung des Halses bis zur Auswahl der verschiedenen Hölzer und Tonabnehmer.
Gaaanz grob gesagt haben Fender Gitarren oder ihre Nachbauten Schraubhälse und Singlecoils und einen recht offenen transparenten Klang, der clean sehr gut klingt.
Gibson Gitarren haben eingeleimte Hälse, Humbucker Tonabnehmer und klingen insgesamt wuchtiger und für mich am besten verzerrt gespielt.
Dazwischen gibts alle möglichen Mischformen, am Besten spielst du mal zwei typische Vertreter an, damit du weißt, was dir gefällt.
Ich habe einen älteren Marshall Verstärker (30 W. DFX?), die klingen aber alle ähnlich, bei den neueren kriegst du halt mehr Gimmicks oder Anschlussmöglichkeiten an den Computer. Wichtig ist in meinen Ohren halt ein ausreichen großer Lautsprecher in dem Combo, dann klingts für mich gut.
Ich hab keine Erfahrung mit Röhrenverstärkern (Der Marshall ist ein Transistorverstärker), da kann ich nix zu sagen.
Ich habe allerdings mal einen Framus Ruby Riott probe gespielt - Hammer. Hatte allerdings 100 Watt und meine Nachbarn würden protestieren - außerdem kostet der ordentlich mehr.
 
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Ecki123
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Hallo zusammen,

erst einmal vielen Dank für die Tipps. Ich werden dann jetzt mal einige Sachen anspielen. Eine Fender American Vintage 62 habe ich ja bereits getestet. Die Klang schon mal wirklich ganz gut. Dazu werde ich jetzt noch eine klassiche LesPaul spielen und eine Semiakustik (ES-335 oder ähnlich). Danach sollte ich die Suche zumindest ein großes Stück eingrenzen können.

Nochmals Danke,

Ecki
 
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Hallo zusammen,

ich habe nun am letzten Wochenende mal ein paar Gitarren angetestet. Mein Favorit ist die gebrauchte "Fender Strat American Vintage 62". Das Teil ist blos bereits 10 Jahre alt. Kann das ein Problem sein, bzw. auf was sollte ich genau achten, bevor ich das Instrument kaufe?

Danke und Gruß,

Ecki
 
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Also grundsätzlich werden ja Gitarren im laufe der Jahre immer besser wenn sie von guten Leuten gespielt werden - darum sind ja manche gebrauchten Gitarren kaum zu bezahlen. Ist ja bei den Akustiks auch so. Also ist gebraucht bei Gitarren nix Schlechtes, eher im Gegenteil. Ich würde eher eine gespielte gebraucht kaufen, als eine von einem Sammler, der sie nur im Koffer lagert.
Auf was du achten musst - schau sie an, ob du Risse im Lack siehst, die auch ins Holz gehen könnten. Spiel die gitarre über Verstärker in allen Schalter-Positionen, ob die Tonabnehmer alle funktionieren. Dreh bei angeschlossener Gitarre an den Volume- und Tone-Poties, ob alle arbeiten.
Schau dir das Griffbrett an, ob die eingesetzten Bünde noch in Ordnung sind, also nicht so weit abgenutzt, das du demnächst eine Neubundierung machen lassen musst.
Sollte alles nicht sein, wenn du die Gitarre von einem Freund kaufst, kann aber.
 
Chris Jetleg
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Hallo zusammen,

ich habe nun am letzten Wochenende mal ein paar Gitarren angetestet. Mein Favorit ist die gebrauchte "Fender Strat American Vintage 62". Das Teil ist blos bereits 10 Jahre alt. Kann das ein Problem sein, bzw. auf was sollte ich genau achten, bevor ich das Instrument kaufe?

Danke und Gruß,

Ecki

Moin, wenn von der 62er Reissue Strat die Substanz in Ordnung ist (Hals gerade, keine Risse am Hals/Korpusübergang und die Bünde nicht völlig runter sind) kannst Du wohl damit wohl nicht viel falsch machen. Allerdings würde ich den Preis noch versuchen um 100 bis 200 Euro zu drücken, da man eine 62er Reissue ja neu schon für 1500-1600 Euro kriegt. Eine gebrauchte Gitarre ist aber natürlich überhaupt kein nachteil, im Gegenteil, wenn sie viel gespielt wurde kann das für das Instrument nur von Vorteil sein...

Wg. dem Verstärker würde ich mich dem Tip mit dem 5 Watt Röhrenamp anschliessen - wenn Du bereits einige Erfahrung mit Fingerpicking hast wäre sowas durchaus eine gute Wahl, da derartige Amps einfach direkter aus den Anschlag reagieren als Transistor oder Modelingamps im selben Preisbereich...
 

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