E-Gitarre mit Dremel polieren

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Hallo und mal eine Frage an die erfahrenen Gitarrenrestaurierer unter euch.

Ich habe hier einen Gitarrenbody, aus dem ich mit 1000er und 2000er Nasspapier einige Kratzer entfernt habe.

Nun bin ich dabei von Hand mit einer Autopolitur der ganzen Sache Glanz zu verleihen, was sich als anstrengender und langwieriger entpuppt, als gedacht. Auch bekomme ich die ganz feinen Kratzer aus dem schwarzen Lack nicht wirklich weg.

Jetzt habe ich gesehen, dass es für den Dremel einen Schleifteller mit 5 cm Durchmesser gibt.

Hier ein Link auf Amazon dazu.

Meine Frage ist nun, ob jemand von euch damit Erfahrung hat? Und welchen der Aufsätze (Gerader Schwamm, gewellter Schwamm, oder besser etwas anderes?) ich verwenden sollte. Wie gesagt, will ich das ganze mit einer Sonax Autopolitur verwenden.

Bin für jeden Input dankbar!
 
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Für Pflege und Aufhübschen habe ich diese Aufsätze für meinen Dremel gekauft: immer zuerst der Aufsatz, dann die Rückseite der Verpackung für Details fotografiert habe...
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Am Besten wäre wohl der Lederaufsatz geeignet, Schwamm macht nur feine Kratzer; ev. auch Filzaufsatz wäre gut (das zuletzt gepostete Bild). Nicht zu vergessen auch Polierpaste!
 

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  • #3
Danke MrRojo, das 3. Bild mit dem Filzteller sieht ja in etwa so aus wie das, was mir im Kopf schwebt. Hast du damit auch schon flächig einen Body poliert? Bzw. welche Aufsätze hast du für welchen Zweck verwendet und welche Erfahrungen hast du damit gemacht? Ist vielleicht auch für andere Interessant, die über diesen Thread stolpern.
 

Hast du damit auch schon flächig einen Body poliert? Bzw. welche Aufsätze hast du für welchen Zweck verwendet und welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

Ja habe ich (Leder und Filz) und gute Ergebnisse erzielt. 😉
 
Ich käme nie auf die Idee eine Fläche die größer ist als ein Fingernagel mit einem Dremel zu polieren. Und selbst dazu wäre mir dann die Drehzahl viel zu hoch.
 
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  • #6
Danke. Und was würdest du Vorschlagen?
 
Ich käme nie auf die Idee eine Fläche die größer ist als ein Fingernagel mit einem Dremel zu polieren. Und selbst dazu wäre mir dann die Drehzahl viel zu hoch.
Sorry, wenn ich da anderer Meinung bin - die Drehzahl lässt sich doch einstellen!
 
Danke. Und was würdest du Vorschlagen?

Ich selbst verfüge ja über mehrere stationäre Poliermaschinen, aber trotzdem poliere ich Gitarren meist von Hand mit gewöhnlicher Polierwatte und einem Poliermittel das eigentlich für professionelle Maschinenpolitur von Autolacken bestimmt ist.

Sowas gibt es z.B. von 3m auch in kleineren Gebinden.

Sorry, wenn ich da anderer Meinung bin - die Drehzahl lässt sich doch einstellen!

Natürlich kann man beim Dremel die Drehzahl reduzieren, aber dann bleibt auch von der Motorleistung nichts mehr übrig und so ganz ohne Druck funktioniert eine Politur nicht so gut.

Nebenbei ist es ja schön wenn es für Euch mit dem Dremel funktioniert.

Ich vermute dass der TE einfach das falsche Poliermittel für die Handpolitur verwendet, insbesondere wenn schon mit P 2000 vorgeschliffen ist. So feines Schleifpapier besitze ich nicht mal.
 
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  • #9
Bassturmator, danke für deine Antwort. Ich bin da ja völlig unbeleckt und dachte, dass ich mit einer normalen Autopolitur das Richtige in der Hand hätte. Dann werde ich mich mal nach so einem Poliermittel erkundigen. Oder kannst da du was bestimmtes empfehlen?
Was den Dremel angeht, haben mir diese mini Filzscheiben ja auch nicht gefallen. Daher die Idee mit dem 5 cm Drehteller.
 
  • #10
Daher die Idee mit dem 5 cm Drehteller.

Na eine 5 cm große Scheibe hat ja fast 16 cm Umfang was kombiniert mit der hohen Drehzahl des Dremels zu einer viel zu großen Umfangsgeschwindigkeit führt.

Das Poliermittel würde durch die Fliehkräfte von der Scheibe geschleudert. Reduzierte man die Drehzahl so weit dass dies nicht passiert bliebe nicht genug Drehmoment übrig.

Die von mir verwendete Politur befindet sich im 5 Liter Kanister in meiner Werkstatt. Kann ich bei Gelegenheit mal nachschauen...
 
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  • #11
Ich bin auch nicht auf den grünen Zweig des polierens gekommen. habe gestern ein paar Tests an einer billig Rückseite Hochglanz gemacht.
1 polierwatte
2 schwammaufsatz per hand
3 schwammaufsatz mit Proxxon winkelschleifer
4 micromesh pads nass


alles Käse😫

5) schnell mit Leinöl Firnis drüber

1-3 mit dem selben schleifmittel.
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  • #13
Für Pflege und Aufhübschen habe ich diese Aufsätze für meinen Dremel gekauft (...)

Ja, das kann man nehmen für Teile von Armband- und Taschenuhren oder Kleinschmuck, für große Flächen ist der Dremel jedoch völlig ungeeignet, Du bekommst keine schön/gleichmäßig polierte Fläche.

@MyNameHere

Die besten Ergebnisse bekommst Du von der Hand - Polierwolle oder weiche Baumwolle. Wenn Du unbedingt eine Maschine nehmen willst, was ich nicht empfehle, aber Du hast die Wahl, dann gibt es auch ähnliche Polieraufsätze (wie von Proxxon) in Groß für eine Bohrmaschine.

Na, da war schon @Jiko schneller.

Gruß, Bert
 
  • #14
Du solltest mal mit Schleifpolitur mit gröberen Anteilen anfangen und dich bis Anti-Hologramm runterarbeiten. Das sind dann schnell mal 4 Gänge. Da gibt es durchaus Systeme aus dem Automobilbereich, die funktionieren (Z.B. von 3M).
 
  • Ersteller
  • #15
Erst mal Danke an alle, für eure Beiträge. Ich bin tatsächlich mit einem Mittel aus dem Automobilbereich glücklich geworden. Das Zeug heißt "Lack Kratzer Entferner" und ist von "Presto". Die Tuben enthalten zwar nur 25 Gramm, aber es haben jeweils nur ein paar Tupfer gereicht um etwa ein Viertel des Bodies zu polieren. Weiter zum Erfolg hat beigetragen, dass ich das enthaltene Poliervlies an einem Stück Hartschaum befestigt habe. Im Gegensatz zu einem gefalteten, oder zerknüllten Poliervlies, habe ich so besser den Druck verteilen und mit wenig Poliermittel eine größere Fläche gleichzeitig polieren können. Ich hänge unten mal Bilder von dem Mittel und dem Bass an. Die weißen Punkte sind Staub. Der Lack selber ist hochglänzend. Leider habe ich kein Bild von vor dem Polieren. Der Lack wurde aber wie gesagt mit einem 2000er Naßschleifpapier bearbeitet und war komplett stumpf.

@Avalanche Ich sehe, du polierst da eine Akustikgitarre. In meinem Fall war das ja ein E-Bass. Zumindest bei den holz/naturfarbenen Gitarren sind das ja unterschiedliche Lacke.

@Alle Das wirft gleich meine nächste Frage auf. Mit welchem Mittel poliert ihr feine Spielspuren von Plektron/Fingernägeln aus solchen Akustikinstrumenten? Der Lack sieht da ja super dünn aufgetragen aus. Da ist definitiv Handarbeit angesagt.

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