Eastern Europe Folk Tunes

von Tobias_1973, 14.04.16.

  1. Tobias_1973

    Tobias_1973 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.04.16   #1
    Hallo zusammen,

    es ist schon gut 8 Monate her, seit ich die letzten Hörproben gepostet habe. Damals hatte ich erst seit 4 Monaten Akkordeon gespielt (komme vom Cembalo), heute bin ich etwas weiter.

    In den vergangenen Tagen habe ich mich hier des öfteren über den Band "Eastern Europe Folk Tunes" von Merima Klujco ausgetauscht, daher habe ich aus diesem Buch einige Lieder eingespielt. Man hört, dass ich noch das "ein oder andere" Problem mit der Balgführung habe. ;-) Beim letzten Stück ist ein Verspieler drin - nach 15 Versuchen habe ich beschlossen, ich belasse es dabei und stelle die beste Version online.

    Das Instrument ist eine Hohner Tango III M, bei der ich im Bass einen Großteil der Löcher zugemacht habe, um ihn abzudämpfen. Das Verdeck des Diskants ist offen.

    https://soundcloud.com/user247985025/korjatek
    https://soundcloud.com/user247985025/vulpiuta
    https://soundcloud.com/user247985025/bulbul-pjeva-okolo-mostara
    https://soundcloud.com/user247985025/evo-ovu-rumen-ruzu
    https://soundcloud.com/user247985025/sano-duso
    https://soundcloud.com/user247985025/cetvorno-sopsko-horo

    Viele Grüße,
    Tobias
     
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  2. bluesy

    bluesy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.04.16   #2
    Da stimme ich Dir voll und ganz zu,und diese Stücke liegen dir auch...,eigentlich kein Wunder,sicher gibt Dir Deine Frau auch Tips..:)
    Ich kann Dir bei diesen Stücken leider konkret nicht viel sagen,denn dieses Heft habe ich in letzter Zeit wenig angeschaut.Diese feinen Verzierungen fallen mir auch schwer,und ich habe es noch nicht so im Gefühl ob ich die pralltrillerartigen Bewegungen nach oben oder nach unten ausführen sollte...wie siehst Du das Problem?
    Bei Dir ist mir der noch immer zu kräftige Bass aufgefallen,was wohl generell bei den bis zu 5 Chören ja auch nicht verwundert.Ich versuche meist die Kamera auf die Diskantseite aus zu richten.
    Deine Stücke oben habe ich mal kurz mit meinem Peter Pan angespielt,und der Bass kommt damit schon besser,nicht so voll tönend meine ich damit.
    Weiterhin gefällt mir bei der Merima Kljuco,das sie mit der Lautstärke der Töne richtig jongliert,bei Dir ist sie fast durchgehend auf einen Level.Zudem bricht sie,also Merima, manchmal,besonders am Ende abrupt mit dem Ton ab.Das könnte Dir evtl. auch stehen;).Noch einen letzten Tip,Merima spielt ab und an Achtel wie Viertel und auch umgekehrt,also sind die Notenwerte nicht so streng zu nehmen...
    Aber ich höre jetzt mal auf Dir Tips zu geben,möchte Dich nicht demotivieren...,eher weiter Mut machen...,du bist schon auf dem richtigen Weg.:great:

    mit Gruß Bluesy
     
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  3. maxito

    maxito Mod Akkordeon Moderator HFU

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    Erstellt: 14.04.16   #3
    Dem würd ich mal ohne Einschränkung zustimmen.

    Die Stücke kenn ich allesamt nicht - macht aber nix, ich hab die grad sehr gerne angehört, denn wie waren m.E stilistisch passend gespielt und haben den Charakter des Stücks sehr schön rausgearbeitet. Doch, Hut ab, wirklich schön gespielt. :great:

    Das wurde mir auf diversen Balkanworkshops so erklärt, dass die in der Regel kontextbezogen gespielt werden und dass es als langweilig gilt, wenn man immer nur den gleichen macht. Diese ganzen Verzierungen sind, meine ich, bei Balkanmusik so n bisschen das, was die Improvisation im Jazz darstellt. Wobei es hier sehr wohl auch länderspezifisch typische Spielarten gibt, wie ich mittlerweile auch gelernt habe. Aber ich glaube das ist dann die wirklich hohe Schule - bis dahin darf man sich sicher auch etwas freier dem Thema annähern.

    Das fand ich jetzt nicht mal. Den fand ich relativ passend zum Gesamten. Ob 4 oder 5 chörig , das macht den Bass nicht fetter, sondern maximal Obertonreicher, da der 5. Chor eine hohe Lage ist. Die tiefen Bässe sind immer nur jeweils einmal vorhanden, egal, ob 3, 4 ,5 oder 6 chöriger Bass (Gilt zumindest beim Standardbass so).

    Eher war, dass mir der Diskantklang gut gefallen hat. Was für Register hast du da gewählt? 16+8? vermute ich mal ? - > klingt gut zu der Musik.


    gerne mehr! --- nein nicht ganz richtig: Gerne viel mehr davon!:)
     
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  4. Tobias_1973

    Tobias_1973 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.04.16   #4
    Hallo Bluesy,

    vielen Dank für Deine Antwort! Du kannst mir gerne alles an Tipps und Hinweisen sagen, was Dir in den Sinn kommt. Demotivieren wird mich das nicht - im besten Fall wird es mich aber weiterbringen! Meine Balgführung ist noch deutlich zu verbessern - speziell bei den rhythmisch etwas anspruchsvolleren Stücken, da hauen die Wechsel oft nicht richtig hin. Beim Anhören ist mir auch aufgefallen, dass manches etwas "schnuddelig" daher kommt, da muss ich mehr auf die Präzision achten. Mein eigentliches Lieblingslied "Sano Duso" habe ich zu schnell gespielt, eine Nummer langsamer wirkt es besser und ist viel eindringlicher. Aber es ist gut, sich mal so Revue passieren zu lassen, das bringt richtig viel! Wenn dann noch Anmerkungen von anderen Spielern kommen - umso besser!

    Wegen den Trillern: ich habe im Klezmer-Band von Merima Kljuco ein Stück komplett mit allen Verzierungszeichen versehen, wie sie auf der Begleit-CD gespielt werden. Da habe ich gemerkt, dass schon ein gewisses System dahinter steckt. Oft werden die Triller auf absolute Neben-Noten gesetzt, während wir z.B. im Barock meist die melodisch wichtigsten Wendungen und Auflösungen dadurch hervorheben. Ansonsten höre ich die CD zum Balkan-Band seit drei Monaten im Auto, da nimmt man dann auch vieles en passant auf und setzt es dann mehr und mehr genauso um. Um in die Höhen von der professionellen Spielerin Kljuco zu kommen.... da bedarf es doch deutlich mehr und sicher fehlt auch der musikalische Zugang seit der Kindheit. Merima Kljuco arbeitet auch sehr viel mit unterbrochenen/gestoßenen Tönen, was mir sehr gut gefällt. Aber da fehlt mir wirklich noch einiges an Präzision. Bevor ich mir da Gedanken mache......müssen erst noch ein "paar" andere Sachen verbessert werden.

    Wegen dem lauten Bass meines Akkordeons: das ist in der Tat ein echtes Problem. Ich spiele auch übrigens nicht den vollen Fünfer, sondern bei allen Stücken das dreichörige Bassregister. Ich habe den Bass durch eingeklebten Karton schon deutlich abgesenkt - das war vorher noch viel ärger. Wenn ich im Diskant das Verdeck zu hätte, wäre das Ungleichgewicht noch größer. Trotzdem mag ich den Grundklang des Instruments, daher nehme ich es dennoch sehr gerne "in den Arm". :-) Die Lucia III ist diesbezüglich in der Tat deutlich ausgewogener, aber die spiele ich zu Hause nicht, da sie dort schrillt. Aber ich gehe 1-2 Mal die Woche zum Üben in den Dampflokschuppen (ein anderes Hobby von mir), wo ich die Lucia inzwischen unheimlich gerne spiele.

    Die Tipps zu Lautstärke-Nuancierung und Tonabbrüchen nehme ich gerne mit. Tatsächlich fange ich erst seit kürzerem an, die Lautstärke mutiger zu modulieren (vielleicht nicht auf den Hörbeispielen). Mir war es sehr wichtig erst mal "auf einer Lautstärke" spielen zu können, um den Balg zu beherrschen, speziell wenn man erst viele Töne spielt und dann auf einem stehen bleibt => der darf dann nicht "fönen", sondern sollte irgendwie auf dem gleichen Lautstärkeniveau bleiben und da muss man dann schon sehr viel mit der Balgkontrolle machen.

    Meine Frau kann mir übrigens wenig Tipps geben, denn eigentlich liegt ihr die Balkan-Volksmusik nicht so wirklich. Als ich mit der Idee kam, dass ich Akkordeon lernen möchte, fragte Sie nur trocken, ob das wirklich sein müsse. :-D Inzwischen gefällt ihr mein Spiel aber sehr gut. Wenn wir in Bosnien sind, schalte ich im Auto immer die Radiosender mit der Volksmusik ein - das führt bei ihr zu lustigem Augenrollen. :-)

    Viele Grüße und nochmal vielen Dank,
    Tobias
    --- Beiträge zusammengefasst, 14.04.16 ---
    Hallo Max,

    vielen Dank für das tolle Feedback, das freut mich sehr! Zumal ich Dir immer noch dankbar für das Treffen bin, bei der ich die Tango III M probespielen durfte! :-)

    Wegen dem Register: es ist tatsächlich nur das einfache 8-Fuß-Register, jedoch mit offenem Verdeck. Mir gefällt der Klang dieses Registers ebenfalls unheimlich gut - und diesen Charakter finde ich bei allen "M"-Tangos. Auch meine I M klingt ganz toll (und wird in einer Woche gestimmt). Im Bass habe ich nur das 3-chörige Register benutzt. Der Fünfer ist zu stark für den einzelnen 8-Fuß, aber toll mit dem Tremolo (das ich ab und an benutze).

    Deine Mutmaßung mit den Trillern als Equivalent zur Improvisation im Jazz ist nicht ganz abwegig. Ich habe im bosnischen Fernsehen und auf den dortigen Volksfesten schon des öfteren erlebt, wie zwei Akkordeonspieler auf der Bühne echte Triller-Wettstreits austragen! :-) Da ist nach oben hin viel möglich.

    Gerne spiele ich bei Gelegenheit wieder Hörbeispiele ein. Es ist schön, dass wir uns hier dazu austauschen können!

    Viele Grüße,
    Tobias
     
  5. maxito

    maxito Mod Akkordeon Moderator HFU

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    Erstellt: 14.04.16   #5
    Klar kann man noch jede Menge an den Stücken und an der Artikulation feilen. Das Thema ist nach oben beliebig offen. Ich kenn das von mir - da fallen mir immer hundertausend Punkte auf, die ich noch bersch.. äh die man noch besser machen könnte. Aber man darf bei aller Kritik auch ein Stück nicht in Detailkritik zerpflücken, denn sonst hört es irgendwann auf ein Stück zu sein und man vergisst daüber hinaus, dass man eigentlich ja schon ein gutes Stück Musik gemacht hat.

    Und hier in diesem Rahmen finde ich , dass man sehr wohl die positiven Aspekte stärker hervorheben darf, als sich zu sehr in Detailkritik zu verlieren, denn die meisten Stücke sind schon ziemlich stimmig. Klar kann und darf man auch durchaus noch Verbesserungen anbringen (es fallen dir ja selber schon zig Punkte auf), aber darüber hinaus muss man aber auch sehr wohl anmerken, dass es sich hier schon um richtig Musik handelt, die zwar keinen Wettbewerb standhalten, aber in normaler Umgebung gut rüberkommen. Kurz gesagt: das ist schon richtige Musik, die man anhören kann!

    Da stimme ich dir zu - da hat der 8-er alleine bei der Tango nicht genug "Durchzug".

    Zwar bin ich auch eher ein Verfechter des nicht zu dominanten Basses, aber er sollte trotzdem prägnant zu hören sein. Und grade hier muss man stark unterscheiden zwischen Hörerperspektive und Spielerperspektive. Keine Ahnung ob es da große Unterschiede in der Ausführung des Basses bei den alten Tangos gibt - ich glaube eher nicht. Spätestens wenn ich beim Zuhören aktiv auf den Bass hören muss, ist der schon zu leise.

    Und speziell bei den obigen Aufnahmen finde ich das Verhältniss gut und ausgewogen. Ich würde da nicht weiter reduzieren.


    Das stimmt - es gehört offenbar in diesen Kreisen zum guten Ton. Aber für unsere Ohren klingt das erstmal sehr "gewöhnungsbedürftig". Bevor man solche Stücke anhört, sollte man erstmal seine Hörgewohnheiten "trainieren".
    Mir selber gehts so, dass ich die Stücke ganz ohne Verzierungen meist eher fad find, aber wenn dann die Verzierungen eher schon die Oberhand gewinnen, dann gefallen mir die Stücke in der Regel auch nicht mehr.

    Für viele ist diesbezüglich Petar Ralchev "der Balkangott" - meine Empfehlung beim ersten mal hören die Geschwindigkeit auf 25% stellen! :engel:


    Freut mich , wenn ich dir damit neue Aspekte und Anregungen bezüglich Stimmung mitgeben konnte - wenns dich mal wieder in die Gegend treibt, kannst gerne nochmal "nachtesten":)
     
  6. Tobias_1973

    Tobias_1973 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.04.16   #6
    Hallo Max,

    danke für Deine ausführliche Antwort! Und da hast Du völlig Recht!

    Mehr würde auch nicht gehen. Ich habe da ausführlich herum getestet, ab einem gewissen Punkt kann der Schall nicht mehr ausreichend nach draußen und einzelne Töne fangen plötzlich an unangenehm zu dröhnen. Ich saß bei der Aufnahme übrigens gerade vor dem Aufnahmegerät, so dass der Klang ziemlich den Tatsachen entspricht.

    Genauso geht es mir auch. Und irgendwo versuche ich da einen gemäßigten Mittelweg zu gehen, wobei ich ab und an gerne auch mal einen Triller in einem dissonanten Intervall spiele - da ist man gleich wach als Hörer. :-)

    Danke für den Tipp!

    Darauf komme ich gerne zurück! :great:

    Viele Grüße,
    Tobias
     
  7. Tobias_1973

    Tobias_1973 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.16   #7
    P.S. Jede der drei M-Tangos die ich bisher gespielt habe, hatte einen durchaus eigenen Klang im Bass. Die ausgewogenste ist für meinen Geschmack die II M. Bei der III M ist vermutlich durch das größere Gehäuse und somit mehr Resonanzraum der Bass ziemlich kräftig. Die I M hat mit ihrem festen 4-Chörer eine Sonderstellung. Für das einzelne 8-Fußregister ist es vielleicht ein klein bißchen zu laut, aber durchaus "auszuhalten". Ich habe aber vor mal testhalber den obersten Chor stillzulegen. Tremolo spiele ich so selten - da könnte ich mit einem leichten Ungleichgewicht leben. Schaun wir mal. :-)
     
  8. Karin66

    Karin66 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.16   #8
    klasse.gif

    Habe mir die Stücke mit Genuß angehört...

    Vielen Dank!


    Wenn du erst ein Jahr Akko spielst - dann kann man wohl mit Sicherheit sagen: das merkt keiner!


    Lieben Gruß von Karin
     
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  9. Tobias_1973

    Tobias_1973 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.16   #9
    Hallo Karin,

    auch an Dich vielen Dank für das nette Feedback!

    Viele Grüße,
    Tobias
     
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