[Effekt] Zoom G1Xon MultiFX Review


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Einleitung:
Hatte meinen Vox VT40+ Modelling Amp verkauft und mir einen Marshall JCM800 1W Combo gegönnt.
Nun habe ich aber überhaupt keine Effektpedale und bevor ich hunderte von Euros ausgebe um zu sehen, welche
Effekte an dem Marshall ohne FX Loop funktionieren oder nicht, habe ich mir für 69€ das MultiFX von Zoom geholt.

Mein Review bezieht sich also auf die Pedalabteilung des Zooms und nicht auf die Amp Simulation, da sie für mein
Vorhaben uninteressant ist.
Darüber wurde schon berichtet:
https://www.musiker-board.de/thread...wohnzimmer-ab-22-00-zoom-g1xon-review.568871/
Und
https://www.musiker-board.de/threads/zoom-g1on-review-erste-eindrücke.574687/#post-6981505

Los geht's:
Ausgepackt und angeguckt. Das Zoom g1Xon sieht aus als hätte es jemand in den 80ern entworfen. Mit seinen hellblauen
Knöpfen und dem Display sieht es eher wie eine Handheld Spielkonsole aus,wäre da nicht noch das Pedal an der Seite.
4 AA Batterien sind beigelegt, habe es aber gleich an ein Boss Netzteil angeschlossen.
Eine gut erklärende Bedienungsanleitung liegt bei sowie ein Faltblatt, das die 100 eingespeicherten Presets erklärt.
Eine Liste über die Amps und Effekte ist aber nicht dabei, kann aber als PDF Datei von der Zoom Webseite heruntergeladen werden: http://www.zoom.co.jp/products/g1on
Wer trotzdem noch Schwierigkeiten mit der Bedienung hat, für den gibt es von Zoom auf Youtube ein englischsprachiges Tutorial:

Hier noch ein Tip: um einen einzelnen Effekt beim Spielen ein- und auszuschalten, wählt mit dem Drehknopf den Effekt in der Signalkette aus und drückt auf Enter. Nun wird das Symbolbild des Effektes angezeigt. Mit dem Fußtaster kann er nun an- und ausgeschaltet werden. Ist es ausgeschaltet wird das Bild grau dargestellt.

Wollte mir dann ein paar Presets anhören und hab das Zoom dann an das Audiointerface meines Rechners angeschlossen.
Fand das erstmal nicht so dolle was da rauskam. Kann aber auch an meinen Lautsprechern liegen, die sind im Bassbereich etwas schwach auf der Brust.

Ran an die Effekte:
Dann das Zoom vom Rechner abgestöpselt und mit meinem Marshall verbunden.
Gleich mal das erste Preset gelöscht. Ich will ja nun nur die Effekte testen.
Wer Angst um die Presets hat, dem sei gesagt, dass man das Zoom auch wieder auf die Werkseinstellung zurücksetzen kann.
Alternativ kann man einzelne Presets auch manuell wieder herstellen. Die Einstellungen hierzu kann man auf folgender Webseite finden: http://guitarpatches.com/index.php
Dort gibt es auch noch andere Presets.
Im übrigen ist auf meinem Zoom die aktuellste Firmware V1.2.1 installiert.

Ich hab mich dann gleich auf die Delay und Reverb Abteilung gestürzt, weil ich schon mehrfach gelesen habe, das diese Effekte nicht so gut vor dem Amp klingen und eigentlich in dem bei mir nicht vorhandenen FX Loop gehören.
Also meine bisherige Erfahrung ist, es kommt drauf an.
Nutze ich die Verzerrung von meinem Marshall und schalte Delay und Reverb gemeinsam davor, dann wirds ganz schön matschig.
Einzeln eingesetzt und mit etwas Zurückhaltung bei den Einstellungen funktioniert es zumindest im Crunchbereich des Marshalls.
Besser ist jedoch, den Amp clean einzustellen und vor den Delays und Reverbs einen Zerrer zu setzen, das funktioniert ordentlich.
Von der Qualität der Delays und Reverbs bin ich positiv überrascht. So einen guten Sound hätte ich der kleinen Kiste gar nicht zugetraut. Tab Tempo gibt es bei der Kiste zwar nicht, aber da meine Drummer alles digitale Männchen aus der Logic Pro DAW sind und ich die Delayzeit im Zoom in Millisekunden einstellen kann, reicht es für mich aus
Bei den Delays gibt es auch eine Fender Reverb 63 Simulation von der ich recht angetan bin. Übertreibt man es nicht mit den Einstellungen, bekommt man schon einen einigermaßen natürlich klingenden Surf- oder Country/Blues Sound hin.
Ist zwar nicht meine Musikrichtung, aber falls es jemanden interessiert wollte ich es mal erwähnt haben.
Dann bin ich über den Partikel Reverb gestolpert. Ja was ist das denn, einen Shimmersound, cool!

Ab zu den Modulationseffekten:
Die Standarteffekte wie Tremolo, Phaser, Flanger usw. sind recht ordentlich. Bei den Flangern hätte ich zwar noch etwas mehr Präsenz gewünscht, klingen ein bisschen zu sehr im Hintergrund, ich mag die gerne etwas fetter, aber die Soundqualität ist ok.
Dann sind da noch Effekte wie Slizer, deren Sinn mir bislang noch nicht erschlossen hat, da kann ich nix mit anfangen.
Anzumerken ist, das ich von ein paar extremen Effekten abgesehen nie das Gefühl hatte, oh das hört sich jetzt aber sehr digital an. Da mal Hut ab vor Zoom, habe aber auch gelesen, dass es der gleiche Soundchip ist wie bei den größeren G Brüdern, der da im G1Xon werkelt. Nur der Speicher wird etwas kleiner sein, da man nur max. 5 Effekte/ Amps in einem Preset abspeichern kann.

Zu den Overdrive/Distortion Effekte. Hier gilt das gleiche wie bei den Modulationseffekten. Die Standardpedale, wie Boss Overdrive und Tubescreamer klingen ok, Zoom gibt auch unverblümt zu, welche Effekte das sein sollen. Da wird nicht wie bei anderen Herstellern der Effekttyp umschrieben. Überrascht war ich vom Fuzz Smile, der klingt so richtig trompetig, da habe ich erstmal ein amtliches Satisfaction rausgehauen. Normalerweise habe ich das Fuzz nicht so auf der will haben Liste.
Die anderen spezielleren oder eher Im Metallbereich anzusiedelnden Pedale haben es mir nicht so angetan. Da ich aber kein Metalfan bin, kann ich die schwer beurteilen.

Wah da nicht nochwas? Ja das WahPedal, da gibt es 5 verschiedene Wahs, sei es das Dunlop Cry Baby, Vox Wah oder Ibanez.
Hab mich dann am Theme from Shaft versucht, bin aber kläglich gescheitert. Lag aber an mir und nicht am Zoom, ab und zu kam auch der Sound raus, den ich wollte, aber ich war mit Spielen und Fußeinsatz doch etwas überfordert. Außerdem ist das Pedal recht klein. Zuerst hab ich es wie auf dem Produktfoto versucht, meinen Fuß draufzustellen, also Fußspitze schließt mit dem oberen Ende des Pedals ab, da kam ich aber öfters nicht mehr in die Ausgangsposition zurück, meine Hacke hing in der Luft und bei Schuhgrösse 45 war es eher am Boden, als das Pedal zurück war. Besser ging es die Hacke auf das untere Teil des Pedals zu setzen, so dass Ballen und Zehen vorne drüberhängen.
Man kann das Wahpedal nicht nur als Wah benutzen, sondern auch als Regler für einzelne Effekte. Das kann man in den Patch Einstellungen festlegen.

Zuletzt noch die Sektion mit Noisegates, Kompressoren usw.
Das ist nicht so mein Steckenpferd und ich kann nicht viel mehr sagen, als das sie funktionieren ohne negativ aufzufallen. Sogar ein 6 Band EQ ist dabei.

Zusammenfassung:
Für 69€ bekommt man mit dem Zoom G1Xon eine Menge geboten.
Die Anzahl und Qualität der Effekte ist beachtlich.
Ich bekomme schon eine Idee, welche Effekte ich mir später als einzelne Bodentreter kaufen möchte.
Das Zoom wird aber bleiben, da ich mir nur eine überschaubare Anzahl von Bodenpedalen kaufen will, der Rest und selten benutzte Effekte werden weiterhin vom Zoom kommen.

Für wen ist das Gerät meiner Meinung nach geeignet?
Ganz klar für Anfänger, die in die Welt der Gitarreneffekte eintauchen wollen. Hier wird so ziemlich alles geboten, was es so an Effekten auf dem Markt gibt. Dazu gibt es ja noch die eingebaute Rhythmusabteilung und einen 30 Sekunden Looper.
Da kann man dann mit dem Drummer und Looper sich selber begleiten und dank mehrfach Overdub noch drübersolieren, sofern man das dann schon kann.
Für die Suchenden wie mich, die erstmal sehen wollen, was sie zukünftig an Effektpedalen brauchen.
Für Fortgeschrittene als Pedalboardersatz?
Hier kommt es drauf an. Wenn man nicht ständig Effekte ein und ausschalten will, sondern sich vorher ein Preset abspeichert, wo man dann wenn nötig einen Effekt beim Spielen schaltet. Dann reicht es nicht nur für zuhause, sondern evtl auch für die Probe.
Ich hab auch auf Youtube Leute gesehen, die es beim Gig benutzen.

Für wen ist es nichts?
Gitarristen die permanent die volle Kontrolle beim Spielen über ihre Effekte haben wollen. Da ist das Zoom mit seinen beiden Fußtastern einfach zu limitiert.
Audiophile Musiker, die den 100% Originalsound haben wollen. Die werden aber glaube ich mit keinem Multifx glücklich, die die Effekte nur simulieren.
Designfetischisten. Es macht optisch nicht viel her, aber wie sagte es schon Han Solo, hey die Kiste hat echt was los.
Und eigentlich sieht es doch so 80er Retro aus, das könnte schon fast als Vintage Design laufen ;-)

Vielen Dank fürs Lesen,
Rends
 
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Ich wollte auch ein Review über das Zoom G1 on einstellen, aber Du bist mir zuvor gekommen ;-)
Dennoch hier meine Erfahrungsbericht:

Zoom G1ON / G1Xon
Wir kennen es alle, das Zoom G1 Next bzw. das G1
Ich selber hatte mal das G1 Next, was ich dummerweise weggegeben habe, aber egal, zur Zeit suche ich das Zoom G2 / G2.1u
Nun hat die Firma Zoom versucht, die eigentlich gute G1 Serie noch etwas zu verbessern, leider ist dies nur bei dem Versuch geblieben. Man sollte halt nicht immer versuchen das optimale noch zu optimieren.
Die G1 Serie ist jetzt zwar neu gestylt aber genau diese neue Styling hat mich eigentlich schon abgeschreckt das G1ON zu kaufen.
Beim dem G1 bzw das G1 Next waren die Gehäuse auch aus Kunststoff, was aber doch das Design und die Farbgebung nicht so auffiel. Beim neuen G1ON fällt diese Tatsache sofort und Auge und verleit dem Gerät eine billigen, schlabberigen Plastikeindruck. Das Gerät ist an Hässlichkeit kaum noch zu überbieten. Am liebsten hätte ich es sofort wieder eingepackt und zurückgeschickt. Aber ich wollte es ja ausprobieren.

Aufbau & Bedienung
Im Lieferumfang befindet natürlich das Gerät und vier AA-Batterien. Ein Netzteil, wird leider nicht mitgeliefert, das war beim „alten“ G1 dabei !!!.
Zehn Gummifüßchen sorgen für rutschfesten Halt.
Das beleuchtete LC-Display mit 5 cm Bildschirmdiagonale ist der Aufmachung nach dem Zoom G2 NU nachempfunden. Die türkisfarbenen Bedientasten und Regler lassen das ganze Gerät ehr als Kinderspielzeug erscheinen. Die beiden Fußschalter, ebenfalls aus Plastik verstärken diesen Eindruck bei mir, noch. Wäre das Ding von Behringer würde die komplette Musikwelt, wegen dem Plastikgehäuse aufschreien und das Gerät für alle Zeit verdammen. Warum das bei Zoom nicht so ist, stimmt mich dann doch etwas fraglich…Egal, machen wir mit dem G1ON weiter. Das G1Xon verfügt im Gegensatz zum G1ON, zusätzlich über ein Expressionpedal, mit dem verschiedene Parameter angesteuert werden können, das allerdings komplett aus Plastik ist. Einen Bühneneinsatz, vor allen Dingen einen der härteren Art, wird das Ding wohl nicht überleben….Die Anschlüsse auf der Rückseite sind folgende.
Ein Anschluss für ein 9-Volt-Netzteil. Eine Mini-USB-Buchse für Firmware-Updates. Ein Klinkenanschluss für Verstärker oder Kopfhörern.
Ein 3,5 mm Aux In für MP3-Player um zu Übungstracks zu spielen.
Und natürlich der Anschluss für die Gitarre.

Sound & Praxis:
Das Zoom G1Xon bietet eine Menge an Effekten und Funktionen.
Um diese vielen Effekt organisieren zu können stehen 100 Speicherbänke zur Verfügung, alle Parameter einzeln bearbeiten.
Durch die grafische Darstellung des Signalweges, wie beim G2NU ist immer deutlich erkennbar, welche Effekte gerade aktiv sind. Mit dem Jog-Wheel kann man dann der Reihe nach die Einstellungen aufrufen und bearbeiten. Hat man die gewünschten Effekte miteinander kombiniert und angeordnet, lassen sie auf einem der Speicherplätze sichern. Die fertig abgespeicherte Patches lassen sich mit den beiden Fußtastern ansteuern. Um Chaos zu vermeiden, vor allem bei Liveauftritten,( Ich frage mich zwar, wer diese Ding mit auf die Bühne nimmt…) kann man die Reihenfolge der Patches ändern, indem man sie einfach tauscht. So bleiben bei der Neuorganisation die lieb gewonnenen Einstellungen beibehalten. Na ds ist ja mal was gutes…..Ebenso hat man einen Looper oder einen Rhythmus Modus. Mit diesem kann man sich von 68 Rhythmen vom Shuffle bis zum Bossa begleiten lassen. Natürlich geht das auch mit dem eingebauten Metronom. Der Looper verfügt über nur dreißig Sekunden Aufnahmezeit in CD-Qualität. Aber bei der kurzen Zeit hätte man diese Funktion meiner Meinung nach eigentlich auch weglassen können. Aber alleine die Bezeichnung Looper oder Loopfunktion, wertet so ein Gerät ja schon auf…. Der Looper kann alleine oder mit den Rhythmen zusammen genutzt werden, dass macht ihn meiner Meinung nach, aber trotzdem nicht besser. Für das Entziffern von dümmlichen Abkürzungen, bietet die Bedienungsanleitung Abhilfe. Klanglich bietet das Zoom G1Xon einige Überraschungen, positive wie auch negative. Die voreingestellten Presets sind wie ich finde, ziemlich überladen mit Effekten.
Die Ansprache des Gerätes ist ziemlich direkt und wird nicht durch lahme Latenzen getrübt, selbst dann nicht, wenn mehrere Effekte gleichzeitig aktiv sind. Dennoch kann ich mich mit den voreingestellten Sounds nicht anfreunden. Nicht von der Qualität her, nein viel mehr von der Machart her. Da sind in meinen Augen viele dabei die man in der realen Musikwelt, eigentlich nicht gebrauchen kann, ich jedenfalls nicht.
Die Cleansounds sind zwar zufriedenstellend ,die Highgainsounds, klingen für mich, irgendwie überladen und künstlich. Die Crunchsounds, sind ganz OK. Natürlich darf man keine erstklassigen Sounds für diese Geräteklasse erwarten, denkt man, aber die Sound der Vorgänger G1er waren für mein Empfinden wesendlich besser. Und das Vorgängergerät, war ungefähr in der gleichen Preiskategorie. Die selbst Programmierten Sounds sind etwas besser, weil man sich diese ja selber Zusammenstellen kann, mit Gain usw. Die selbsteingestellten Sounds, des Vorgängergeräte G1 und G1 Next, waren auch bedeutend besser, finde ich. Einige Effekte können sich aber hören lassen, die meisten sind aber nicht unbedingt brauchbar, besonders einige Halleffekte klingen blechern.

Fazit
In dem großen Segment der Multieffektprozessoren unter 100,- Euro ist das Zoom G1ON eines von vielen ohne irgend welche Highlights.
Die Bedienung und die Darstellung der Patches und Funktionen über Display sind zwar ein Vorteil gegenüber den anderen Geräten, machen aber die Schwächen, des Geräts nicht wett. Genauso ein dickes Minus ist das fehlende Netzteil, das bei den Vorgängermodellen der G1 Serie mit dabei war. Ebenso macht diese gesamte Plastikgehäuse irgendwie den Eindruck eines Kinderspielzeugs auf mich. Wer also noch ein funktionsfähiges Gerät der Vorgänger G1 Serien hat, der sollte diese Gerät besser behalten und auf das Zoom G1Xon verzichten. Wer allerdings auf der Suche nach Geräte zum Ausprobieren von Effekten ist kann sich für einen Ladenpreis von ca. 69,- Euro das Gerät einmal antun. Nur wird er damit bestimmt nicht viel Freude haben und es schnellst Möglich wieder verkaufen. Das Gerät ist in meinen Augen leider ein Rückschritt. Das G1 ON nennt sich Gott sei Dank, nicht mehr mein Eigen.
 
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Ist doch gut das du dein Review hier trotzdem einstellst.
Auch gerade deshalb, weil deine Erfahrung etwas anders ist als meine.
Dafür machen wir das ja hier.
Kannst du noch schreiben wie dein Aufbau war? Direkt in den Amp, PA , Kopfhöhrer...
Kenne den Vorgänger der G1on Serie nicht, bin aber überrascht, daß dir der Sound der alten Serie besser gefällt, hat doch der G1Xon den neuen Soundchip des Zoom G3 mit z.B. 128x oversampling und nicht 64x der alten Serie.
 
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Ist doch gut das du dein Review hier trotzdem einstellst.
Auch gerade deshalb, weil deine Erfahrung etwas anders ist als meine.
Dafür machen wir das ja hier.
Kannst du noch schreiben wie dein Aufbau war? Direkt in den Amp, PA , Kopfhöhrer...
Kenne den Vorgänger der G1on Serie nicht, bin aber überrascht, daß dir der Sound der alten Serie besser gefällt, hat doch der G1Xon den neuen Soundchip des Zoom G3 mit z.B. 128x oversampling und nicht 64x der alten Serie.

Klar kann ich.
Gitarre B.C.Rich Warlock BK II WIDOW - ZOOM - AMP-Randall RG1503 - Box HB G412A

Das mit dem Sound ist natürlich mein persönliches Empfinden, weil mir der Sound vom G3 auch nicht gefällt. Daher suche ich ja das G2 oder G2.1U

Hier mal Bilder vom G1 Next

g1n.jpg


Ich hatte das Linke.
 
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Hallo. Ich habe am Samstag für 50 Euro ein gebrauchtes Zoom G1Xon gekauft (mit 4 1/2 Jahren Restgarantie) und mich gleich ans Tweaken gemacht.
Gekauft habe ich den Space-Zwerg als reines Notfall-Backup für mein Line6 POD HD500x und natürlich auch für Zwischendurch zum Üben.

Ich muss sagen, dass mich das Teil bis jetzt echt umgehauen hat. Sogar die Amp-Simulationen lassen sich recht gut nutzen, wenn man diese mit einem PEQ um das digitale Fizz entschlackt und bei Mitten und Bass Vorsicht walten lässt.
Bislang habe ich wenig Probleme und eigentlich gar nichts, womit ich auf Basis des Preises nicht leben kann.

Was ich jedoch nicht verstehe ist, dass Zoom den Effekt-Switch am Pedal nicht nutzbar gemacht hat?
Dies habe ich aber mit einem kleinen Filzgleiter innerhalb von einer Minute gefixt, so dass mir nun auch diese Möglichkeit zur Verfügung steht.
Den Vorgang habe ich mal in einer kleinen Bilderserie dokumentiert.
Der Filzgleiter hat einen Durchmesser von 10 mm und man muss mit der Fußspitze nicht allzu fest drücken, damit der Switch ausgelöst wird.
Klappt prima und ist ein absolut ungefährlicher Eingriff (nicht eine Schraube muss gelöst werden).
Eine Pinzette oder dünne Schere ist beim anbringen des Filzgleiters jedoch sehr hilfreich.

Zum Effekt-Switch habe ich dann aber doch noch eine Frage: Ich würde gern meinen Standard HighGain-Sound auch als Lead benutzen.
Zu diesem Zweck habe ich dem Standard HighGain einfach ein Delay angehängt und bei diesem den Level auf Max aufgedreht um Soli lautstärkemässig zu boosten.
Die erhöhte Lautstärke lässt sich bei Aufdrehen von 100 auf 120 auch gut hören.

Wenn ich das Delay jedoch auf Bypass stelle und in den Patch-Settings zum Switch auswähle wird das Delay zwar korrekt aufgeswitcht und ist ab da mit dem Fuß schaltbar, die Lautstärkeanhebung im Delay wird aber irgendwie nicht übernommen.
Das Pedal habe ich bis auf den Switch quasi deaktiviert, da ich Mix ausgewählt und Min/Max mit identischen Werten belegt habe (dieser Wert (35%) ist auch im Effekt gewählt).

Wer hat einen Tipp für mich?

IMG_2612.jpg IMG_2611.jpg IMG_2613.jpg
 
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Zum Effekt-Switch habe ich dann aber doch noch eine Frage: Ich würde gern meinen Standard HighGain-Sound auch als Lead benutzen.
Zu diesem Zweck habe ich dem Standard HighGain einfach ein Delay angehängt und bei diesem den Level auf Max aufgedreht um Soli lautstärkemässig zu boosten.
Die erhöhte Lautstärke lässt sich bei Aufdrehen von 100 auf 120 auch gut hören.

Wenn ich das Delay jedoch auf Bypass stelle und in den Patch-Settings zum Switch auswähle wird das Delay zwar korrekt aufgeswitcht und ist ab da mit dem Fuß schaltbar, die Lautstärkeanhebung im Delay wird aber irgendwie nicht übernommen.
Das Pedal habe ich bis auf den Switch quasi deaktiviert, da ich Mix ausgewählt und Min/Max mit identischen Werten belegt habe (dieser Wert (35%) ist auch im Effekt gewählt).

Wer hat einen Tipp für mich?
Keiner? So ein Lead-Boost + Dealy ist doch eigentlich kein absonderlicher Wunsch und mit den Switch-Möglichkeiten des Pedals sollte man das doch mit irgendeinem FX hinbekommen.
 
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Okay, ich konnte das Problem selbst lösen. Die Lösung finde ich übrigens ein wenig strange, aber seht selbst:
Herausgefunden habe ich, dass sich der Level in einem Delay-Effekt scheinbar in Abhängigkeit des gewählten FX verhält.

Beispielsweise passiert beim Effekt "Delay" folgendes: Der dort eingestellte Level wirkt sich immer insgesamt auf den gewählte Patch aus, und das gleichgültig ob der Effekt "Delay" an- oder abgewählt wurde!
Das "Tape Echo" verhält sich dagegen wie erwartet, so dass dessen Level nur dann eine Veränderung in der Gesamtlautstärke des Patches erwirkt, wenn der Effekt "Tape Echo" auch per Switch eingeschaltet ist.

Ich hoffe das hilft jetzt auch noch jemand anders als mir selbst :D Jetzt muss ich nur noch herausfinden, welches Delay man am besten für einen HighGain-Leadsound benutzt und ob dieser auch kompatibel ist.
Meiner Ansicht nach ist das oben beschriebene Verhalten übrigens ein Bug, oder was meint Ihr?
 
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Hi,
ich habe auch den Zoom G1Xon und finde ihn für das Geld echt nicht schlecht. Als Übeteil am Kopfhörer bringt er ordentlich Lautstärke an die Ohren und über das Line In des Blackstar Fly Set (in Stereo) klingt er auch im Park recht ordentlich. Die Bedienung ist easy und der Looper und Percussionabteilung ganz nett zum üben.

Habe noch eine Aufnahme gefunden, indem ich den G1 direkt mit dem Interface (M-Audio-Einfachteil) verbunden habe und in Garageband aufgenommen. Alle Effekte kommen vom Zoom, in Garageband wurde nur ein Schlagzeug dazugerechnet. Ich hatte es aufgenommen, weil ich hören wollte, wie sich verschiedene Gitarren mit verschiedenen Fender-Sounds und einen Stratty-Sound gegeneinander durchsetzen, also nur mal schnell improvisiert ohne Anspruch.

https://soundcloud.com/user-1381730/zoomg1test-fender-amp
 
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Hallo. Wer kann mir sagen, mit welchem Effekt ich am besten ein Delay + Volume-Boost für Soli hinbekomme?
Soweit ich es erkennen kann geht ja immer nur ein Effekt-Switch per Trittschalter. Oder gibt es eventuell eine Amp-Sim, die eine Hallspirale gleich mit simuliert?
 
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Du kannst dir ja die Presets hintereinanderlegen: einmal mit und einmal ohne Boost und zw. den beiden hin und her schalten.
 
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Du kannst dir ja die Presets hintereinanderlegen: einmal mit und einmal ohne Boost und zw. den beiden hin und her schalten.
Ich weiß, dass wir nicht bei "Wünsch Dir was" sind aber ich nutze das G1Xon als Live-Backup für meinen POD HD500x und hätte schon gern folgende Schaltlogik auf dem Gerät…
Clean < MidGain <> HighGain > Clean

… wobei, wenn ich den MidGain > HighGain-Switch über ein per Fußschalter schaltbares Overdrive aufschalte könnte ich für Live-Situationen wie folgt vorgehen und hätte somit neben Rhythmus und Lead den Clean im Direktzugriff:
Clean < MidGain + Overdrive <> HighGain lauter + Delay > Clean

Der Nachteil, der mir dabei einfällt ist aber, dass ich von Clean immer erst auf den MidGain muss um dann auf HighGain aufzuwerten. Auch nicht der Weisheit letzter Schluss :confused:
 
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Du kannst ja von Clean aus in beide Richtungen gehen, also Clean in die Mitte und noch mehr Speicherplätze nutzen.
 
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Du kannst ja von Clean aus in beide Richtungen gehen, also Clean in die Mitte und noch mehr Speicherplätze nutzen.
Durchaus ein berechtigter Einwand… mal schauen…
Clean < Solo < HighGain < Clean > MidGain > Solo > Clean

Immer noch alle recht unflexibel und dann schlußendlich auch verwirrend.
Ich denk erst mal weiter drüber nach, mit was man Delay + VolumeBoost hinbekommen kann.
 
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Es gibt nur Speicherplätze die nebeneinander liegen. Du kannst da nichts dazuschalten.

Um ein Effekt ein bzw. auszuschalten muss du erstmal in den Speicherplatz rein gehen, den Effekt auswählen und mit dem linken Pedal an bzw. ausschalten. Von dort aus, kommst du allerdings nicht zu den anderen Speicherplätzen, ist für Live also garnichts.
 
Smashcraaft
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Es gibt nur Speicherplätze die nebeneinander liegen. Du kannst da nichts dazuschalten.

Um ein Effekt ein bzw. auszuschalten muss du erstmal in den Speicherplatz rein gehen, den Effekt auswählen und mit dem linken Pedal an bzw. ausschalten. Von dort aus, kommst du allerdings nicht zu den anderen Speicherplätzen, ist für Live also garnichts.
So nicht korrekt, wenn man den Footswitch modifiziert und nutzt
Es gibt nur Speicherplätze die nebeneinander liegen. Du kannst da nichts dazuschalten.

Um ein Effekt ein bzw. auszuschalten muss du erstmal in den Speicherplatz rein gehen, den Effekt auswählen und mit dem linken Pedal an bzw. ausschalten. Von dort aus, kommst du allerdings nicht zu den anderen Speicherplätzen, ist für Live also garnichts.
Ich weiß wieder wie es geht. Zuerst einmal muss man dazu natürlich den Footswitch-Mod (Zehenschalter) aktiviert haben (siehe meinen Beitrag weiter oben).
Dann packt man ein Delay in die Chain, wählt dort den Level z. B. auf den maximalen Wert von 150, geht in die Patch-Settings und wählt unter "Pedal" dann "Delay" > "Level" > Beide Zustände "150".
Nun kann man mit der Zehenschalter-Funktion das Delay + einen Volume-Boost aufschalten :) Hatte ich im Detail nur vergessen.
 
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Ran an die Effekte:
Dann das Zoom vom Rechner abgestöpselt und mit meinem Marshall verbunden.
Gleich mal das erste Preset gelöscht. Ich will ja nun nur die Effekte testen.

Hi, bin seit ein paar Tagen auch Besitzer des Zoom´s, und möchte ihn eigentlich nur wegen der Effekte (+ Rythmus und Looper) benutzen...

Bisher scheint es mir so, als würde nur AMP-Simulation + Effekte gehen, wie kann ich den möglichst nur die Effekte benutzen und zu meinem Amp einen "unveränderten" Sound bringen?
Da bin ich noch nicht dahinter gekommen...

vielleicht weiss ja jemand von euch mehr!?!
 
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Hi, bin seit ein paar Tagen auch Besitzer des Zoom´s, und möchte ihn eigentlich nur wegen der Effekte (+ Rythmus und Looper) benutzen...

Bisher scheint es mir so, als würde nur AMP-Simulation + Effekte gehen, wie kann ich den möglichst nur die Effekte benutzen und zu meinem Amp einen "unveränderten" Sound bringen?
Da bin ich noch nicht dahinter gekommen...

vielleicht weiss ja jemand von euch mehr!?!
Ich meine man kann bei den Amps auch ein "Bypass"-Modell wählen.
 
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Du kannst auch in jedem Preset den Amp anwählen und mit dem linken Fußtaster ausschalten.
 
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Nope! Damit schaltest du nur die Boxensimulation einer Ampsimulation aus. Die Ampsimulation selber bleibt aber an.

Ich meinte den ganzen Amp mit Fußtaster ausschalten (ist natürlich nur eine temporäre Einstellung).

oder

Smashcraaft meint kein Amp auswählen sondern in der Distortion Abteilung den Z Clean Effekt auswählen.

Beides geht.


Edit:
Ich korrigiere mich, Smashcraaft meinte wohl den Bypass der sich automatisch einstellt, wenn du in einem Preset alle Effekte löscht (incl. Amp), dann stellt der Zoom automatisch das Preset auf Bypass. Dies wäre dann die 3. Möglichkeit das trockene Signal an den Amp weiterzuschalten. Sobald du aber irgend ein Effekt anwählst (z.B. Delay) verschindet die Anzeige Bypass.

Übrigens: Mit diesem Bypass kannst du deutlich hören, wie der Zoom dir womöglich etwas Höhen an deinem Amp klaut (im Vergleich zum direkten Anschluss von Gitarre und Amp - ist halt kein True Bypass). Wenn dir also der Grundsound deines Amps im Original gefällt, könntest du - ausgehend von der Bypass-Einstellung - einen EQ Effekt wählen und so einstellen, dass der Amp annährend so klingt wie im Original. Damit hättest du eine neutrale Basis geschaffen um weitere Effekte vor dem Amp einzustellen.

Noch was, sobald du eine Ampsimulation anwählst, musst du ganz hinten in den (Amp-)Einstellungen checken, was bei Out eingestellt ist. Ist hier Line eingestellt wirst du einen ziemlich fizzligen Ton vor dem Amp bekommen. Hier musst du vielleicht ein wenig mit den Einstellungen rumspielen.

Es gibt Multieffekte (z.B. Vox Multi FX) die haben einen extra Schalter um dieses Out einzustellen - je nachdem ob man sich an verschiedenen Arten von Amp anschließt bzw. über Line an eine PA/Stereoanlage. Der Zoom aber speichert diese Einstellung im jeweiligen Preset. D.h. wechselst du oft das am Zoom-Out angeschlossene Ausgabegerät lohnt es sich déine Presets zu duplizieren und in verschiedenen Gruppen zu organisieren (z.B. vor dem Amp, mit Line an die PA, mit Line an einem Line In eines Amps, mit Line an einer Stereoanlage usw...)
 
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