Eigenbau: Linde für Metallbass ?

von uSgViPeR, 13.03.12.

  1. uSgViPeR

    uSgViPeR Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.12   #1
    So da ich nun nach mehrer Umbauten von Jazz Bässen in Fretless Bässen, und P Bässe in Billy Sheehan Bässe (mit eingelassenen voderen Pickup damit man gut slapen kann-Bilder werden folgen)


    will ich nun in die Metalszene einsteigen mit dem Bassbau.


    Das soll das erste Projekt sein wo ich nicht was "auftune" sondern wo ich den Korpus selber machen möchte.
    NUn habe ich bei meinen Opa im Keller Lindenholz gefunden, perfekt schon verleimt, laut meinen Opa seit 50 Jahren dort unten.:D


    Zum meinen Klangvostellungen: da Linde sehr bassig und tiefenmittig betont ist mag ich diesen Sound sehr gerne, auch in der Verarbeitung ist sie einfach. Aber!!
    Ich will auch einen knurrigen Basssound ála Warwick.

    Ich mache den Korpus in Explorer Form, nun die Frage bekomme ich mit einer P-J Kombination den Sound hin?:gruebel:
    und welchen Jazzpick soll ich verwenden? Habe gute Erfahrungen mit den Seymour Dancen Vintage 63 gemacht, allerdings nur beim umbau zu Fretless Basses,
    habe ich schon fast den Sound erreichen können von Jaco, aber sind die auch für Metal geeignet??:confused:


    Hoffe ihr könnt mir helfen


    MFG VIPER
     
  2. theobald

    theobald Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.12   #2
    Ob ein Bass für Metall oder anderes geeignet ist, liegt in der Regel nicht am verwendeten Holz, sondern am Spieler.;)

    Grüße
    T.
     
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  3. Trayconf

    Trayconf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.12   #3
    Hey!
    Bassbau ist immer gut, ich bin auf jeden Fall gespannt was du auf die Beine stellen wirst! Aber mal zu deinen Fragestellungen:

    Da wären wir wieder bei der alten Diskussion um den Einfluss des Holzes auf den Klang eines rein elektrisch-verstärkten Instruments. Es gibt unzählige Faktoren mit denen man den Klang eines Basses bestimmen (und in gewünschte Richtungen lenken kann). Meiner Meinung nach macht die Auswahl des Holzes nur einen kleinen Teil aus, die Gesamtkonstruktion muss stimmig sein. Viel entscheidendere Faktoren sind meiner Erfahrung nach:
    1. der jeweilige Bassist und sein Stil (Fingerstyle, Slap, Plek)
    2. die Saitenwahl (Stainless Steel Rounds, Flatwounds, nylonumsponnene Saiten etc. etc.)
    3. die Tonabnehmer-Position (!) und die Art der Tonabnehmer an sich
    4. Konstruktion (Bolt-On, Neck-Through)
    5. das Holz

    Als Selbstbau hast du natürlich gerade bei Punkt 3 einige Möglichkeiten die den Klang des Instruments extrem beeinflussen können. Ich habe mich intensiv mit dem Thema "Warwick-Knurren" auseinandergesetzt und habe die Komponente mit dem größten Einfluss dann eher in der Tonabnehmerposition gefunden als in der Holzauswahl. Ein klassischer Jazz-Bass aus Bubinga mit Ovangkolhals wird klingen wie ein Jazz-Bass, nur etwas knackiger, brillianter. Andererseits wird ein Jazz-Bass aus klassischen Hölzern mit einer entsprechenden Tonabnehmer-Position eher in Richtung Warwick tendieren. Als Beispiel führe ich immer wieder gerne dieses Video an.
    Zudem hab ich mir einen Custom-Bass bauen lassen mit beiden PUs nahe an der Bridge, eben genau mit dem Ziel diese Warwick-typische Tiefmittencharakteristik (speziell wie beim Warwick Thumb) zu bekommen. Und trotz Erlekorpus knurrt der Bass sehr amtlich, genug Tiefbass ist dennoch vorhanden. Auch hier wurde meine Theorie über die Auswirkungen der PU-Position über den Klang bestätigt: Klassisches Korpusmaterial, "normale" einteilige Brücke, keine Halskonstruktion mit Stahlstäben zur Stabilisierung wie bei Warwick und trotzdem klingt das Ding nach nem Thumb... Und passiv ist der Bass auch noch!
    Klingt wie ein echter Warwick? Nein, ist aber verdammt nah dran.


    Für dein Projekt bzw. ein PJ-Set würde ich beide Tonabnehmer näher an die Bridge rücken (Vgl. Warwick Streamer 4-Saiter). Dadurch geht zwar etwas Fundament verloren aber, wie auch in dem Video erklärt, verschiebt sich der Fokus so in die Tiefmitten. Insgesamt würde ich daher Abstand von den typischen PJ-Positionen nehmen, wie man sie von zB. von Fender kennt. Gerade im Metal kann man mit drückenden, knurrigen Tiefmitten mehr anfangen als mit den richtig tiefen Bässen: Um gegen dicke Gitarrenstacks anzukommen brauchst du generell mehr Mitten als tiefe Bässe. Die gehen meistens eh unter und können unter schlechten Proberaumbedingungen auch schnell wummern/dröhnen.
    Zudem denke ich das ein Precision-PU so oder so genug Dampf machen wird, auch wenn er etwas weiter Richtung Bridge rückt. Es ist in der Hinsicht schon klasse beim Selbstbau einen so wichtigen Klangfaktor selbst bestimmen zu können. Nicht das eine normale PJ-Kombi schlecht für Metal wäre, aber wenn man die Möglichkeit hat die Positionen selbst zu bestimmen...


    Da kann ich dir leider nicht so sehr helfen, meine Erfahrungen mit verschiedenen J-PUs halten sich in Grenzen.


    Hoffe ich konnte dir etwas helfen (und trete jetzt nicht eine weitere Grundsatzdiskussion los :rolleyes:)
    MfG,
    Flo
     
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  4. uSgViPeR

    uSgViPeR Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.12   #4
    Danke aber wenn dan schon normale PJ Fräsung, weil ich habe meine Fräse schon für alle Pickup Position die für mich relevant sind programmiert, und das zu verschieben wäre schon ne heidenarbeit,da ich das einstellen relativ schwierig finde.

    Hast du auch irgendwelche Pickuphersteller Empfehlungen?? Generell mein ich... zuviel geld soll ja auch nicht draufgehen
     
  5. Trayconf

    Trayconf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.12   #5
    Ok, kann ich verstehen. Soweit hab ich mich eh noch nicht an einen Selbstbau getraut, das höchste der Gefühle waren mehrere Instrumente aus fertigen Parts (Lego-Prinzip).
    Aber das "Warwick-Knurren" mit nem Standard-PJ hinzukriegen halte ich aber nicht für möglich, selbst wenn du den Bass aus nem Stück Bubinga baust ;)


    Nicht wirklich. Ich habe ein paar EMGs in einem Jazz-Bass, die klingen geil. Custom-PUs im Custom, klingen geil... In einem anderen Jazz-Bass hatte ich das DiMarzio DP123-Set, klang auch richtig... naja, geil halt... Ich weiß nicht, die einzigen schlechten PUs sind in meinem 250€ Erstbass verbaut. Wie gesagt, da kann ich dir nicht helfen, weil ich noch von keinem Markenhersteller nen schlechten PU in den Händen hatte und bisher aus jedem Aftermarket-PU nen richtig guten Sound bekommen habe. Natürlich haben alle Tonabnehmer eigene Klangcharakteristiken, aber am Hersteller würde ich das nicht festmachen.
    Ich denke hier gibts aber unzählige Erfahrungen anderer User für ein gutes PJ-Set für Metal, gerade auch im Tonabnehmer-Unterforum.
     
  6. Cadfael

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    Erstellt: 13.03.12   #6
    Ich habe einen Fender Aerodyne PJ Bass (Linde Body).
    Allerdings spiele ich kein Metal ...

    Das "knurrige" wird wohl auch von den PUs abhängen; da kann ich Dir allerings keine Empfehlung geben ...
    Falls Du die freie Wahl hast, wäre ein Maple Fingerboard dann vermutlich besser als ein Palisander ...

    Ich gebe Dir allerdings den Tipp, deine CNC (?) umzuprogrammieren ...
    Es mag sehr starke J-PUs geben, aber gegen einen P haben die wenigsten Js eine Chance. Ich habe meinen Aerodyne mit einem DiMarzio J-Humbucker nachgerüstet, aber auch der kann bei weitem nicht mit dem P mithalten. Daher meine Empfehlung, einen PM zu bauen. ein MM Pickups kann auch mit einem P mithalten. Ob er am besten seriell oder parallel passt, muss man dann ausprobieren ...

    Gruß
    Andreas
     
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