Eigener Text (etwas härter)

Marome

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Hallo zusammen,

ich bin Marvin, 22 Jahre alt und seit kurzer Zeit habe ich angefangen Rap-Texte wirklich aufzuschreiben, nachdem ich lange immer nur daran gedacht habe und es abgetan hab mit "macht kein Sinn, ich kann das eh nicht".

Nun habe ich mal ein paar Zeilen zusammengetragen und hätte gern Feedback wie sich das so anhört.
Aber vorher ein Hinweis: Die Zeilen sind etwas aggressiv und ich weiß nicht ob das schon unter die Kategorie aus dem "Gangsta- und Pornorap" Sticky fällt. Wenn dem so ist, entschuldige ich mich und verstehe, wenn der Thread gelöscht wird.

Meine Inspirationen sind Eminem (zum größten Teil, bin Fan seit ich klein war), Logic, G-Eazy u.a.

Der Text hört sich an als wäre ich schon der heftigste Rapper und als hätte ich schon was erreicht im Rap-Genre :D Das ist zwar absolut unauthentisch, aber da das ganze nur ein Spaß-Text ist, wollte ich einfach mal diese Schiene fahren. Vielleicht hört man auch die Eminem-Inspiration daraus.

Jedenfalls, hier der Text:

got a passion for rap
these people dont mind us but
logic brought it back on the map

you ask what made me jump on a track
what made me put on a beat and talk about facts
half these rappers are acts
cant fuck with these lads
eazy made me get up and chase what he has - so

all i do is provokin' 'em
stick dog shit on a stick and poke at em
make em choke at it, make you realise
your girl is a total bitch, by making her choke on it - but

no matter how many times i get on the paper
i end up ripping the sheets apart
this garbage belongs in the trash
like the shithole that you call your car
fuck all that self-pity and get on the beat
- drown these fuckers in bars
all of your mouthes fall open and these pussys
think they can scrap with me - nah
lyrical murder is what i desire so get off
my dick 'fore i cripple your favorite star

youre getting shocked at my lyrics
like when i say fuck all them critics
but my lyrics will crash like a car
so its bad luck when youre in it
rubbing my dick on your clit its
just like when god made it rain
- piss on them midgets


Hier die deutsche Übersetzung:

hab eine Leidenschaft für Rap
die Leute ignorieren uns aber
Logic hat es wieder ins Spiel gebracht

du fragst was mich dazu bewog einen track zu machen
was mich dazu brachte einen Beat anzumachen und über Fakten zu sprechen
die Hälfte der Rapper sind Schauspieler
komme mit diesen Leuten nicht klar
G-Eazy hat mich dazu gebracht aufzustehen und danach zu suchen was er hat - also

alles was ich tue ist sie zu provozieren
stecke Hundescheisse auf einen Stock und pikse sie damit
bringe sie damit zum würgen, bringe dich dazu zu erkennen
dass dein Mädchen eine Schlampe ist, indem ich sie zum würgen bringe

aber egal wie oft ich was aufs Papier schreibe
es endet damit dass ich es zerreiße
dieser Abfall gehört in den Müll wie dieser
Scheißhaufen den du dein Auto nennst
Scheiß auf das Selbstmitleid und spring auf den Beat
- ertränke die Wichser in Bars
all eure Münder stehen offen und
diese Weicheier denken sie könnten
sich mit mir messen - nein
lyrischer Mord ist was ich bewundere
also geh mir nicht auf die Nerven bevor
ich deinen Lieblingsstar verkrüppele

du bist schockiert über meine Texte
wie wenn ich sage "scheiß auf die Kritiker"
aber meine Texte crashen wie ein Auto
also ist es Pech wenn du drin bist
reibe meinen Penis an deiner clit
es ist wie als Gott den Regen machte
pisse auf die Zwerge


Also, bin gespannt ob das kompletter Müll ist oder es sogar dem ein oder anderen irgendwie gefällt :D

Danke für's lesen!
 
Luckie

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Sollte Englisch nicht deine Muttersprache sein, lass es besser. Grobe Schnitzer konnte ich zwar keine entdecken, aber bei dem ein oder anderem Ausdruck frage ich mich, ob ein Muttersprachler das so ausdrücken würde.
 
Mazy Lanes in Ark

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Ich kann die Qualität deines Textes mit meinem schlechten Englisch nicht wirklich beurteilen, aber soviel an Rat von mir:
mit englischen Texten wäre ich vorsichtig
Stichwort 'Raptile' und wie sich immer über ihn lustig gemacht wurde, weil er "einen auf Ami-Rapper" gemacht hat usw.

Und ich halte es grundsätzlich für einen Holzweg, gerade im Genre Hip-Hop und Rap sich der Alltagssprache zu verweigern.
Gerade Straßenslang, das babylonische Sprachgewirr im sozialen Milieu, aus dem man kommt, waren und sind ein essentieller Bestandteil dessen, was Rap zu Rap macht.
Damit meine ich nicht unbedingt die Problemviertel und Kieze, wo diese Musikrichtung vorherrschend ist. Ich persönlich habe als Jugendlcher in den 90ern deutschen Underground-Hip-Hop gehört, wenn man das übergaupt, so nennen darf.
Und damals waren eher so Hip-Hoper in der Mehrheit, die aus gut bürgerlichem Milieus entstammten und zB übers Abitur rappten usw.
Aber das entscheidende ist: Diese Musiker waren trotzdem authentisch, und sie haben kein Gangsterleben in der Hood erfunden.
Ich denke Authenzität ist ziemlich wichtig.
 
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Hhm, immer wieder eine schwierige Frage, ob man als deutscher Muttersprachler Texte auf Englisch schreiben sollte.

Gerade Straßenslang, das babylonische Sprachgewirr im sozialen Milieu, aus dem man kommt, waren und sind ein essentieller Bestandteil dessen, was Rap zu Rap macht.

Ich denke Authenzität ist ziemlich wichtig.
Dem würde ich jetzt auch mal zustimmen. Wenn man allerdings (mal angenommen) mit deutschem Rap rein gar nichts anfangen kann, wird man sich damit wahrscheinlich auch nicht identifizieren können. Und dann wird's auch schon wieder nix mit der Authentizität. :nix:

Ich als riesen Deutschrap-Fan kann nur sagen, dass es mich immer wieder begeistert, was die deutsche Sprache alles hergibt und wie schön man damit spielen kann. Außerdem muss man ja auch mal sagen, dass Deutschrap zurzeit so populär und so stark vertreten ist wie es wahrscheinlich noch nie der Fall war. Könnte also auch eine Motivation sein, es zumindest mal auszuprobieren. Gute Vorbilder gäbe es da aktuell genug. :)

Noch so am Rande: Hab letztens einen Song von Kool Savas aus seinen Anfangszeiten gehört, in dem er noch auf Englisch gerappt hat. Das fand ich dermaßen befremdlich. Aber klar, da spielt auch die Tatsache mit rein, dass man es von ihm einfach nicht gewohnt ist... Trotzdem fand ich, dass da so viel verloren ging, von dem, was ihn ausmacht.
 
Marome

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Erstmal danke für Eure Antworten!

Dass ich den Text auf Englisch schreibe kommt daher, dass ich, seit ich klein war hauptsächlich US-Rap höre. Mittlerweile höre ich auch einiges an Deutschrap, aber ich mag einfach die englische Sprache sehr und finde, dass die deutsche Sprache oft sehr unästhetisch klingt (ist nur meine Meinung, bitte nicht als Tatsache ansehen). Dazu kommt, dass man einige Dinge einfach auf deutsch nicht so gut ausdrücken kann wie auf englisch. Der amerikanische Rap ist (wieder nur meine Meinung) einfach auf einem ganz anderem Niveau als Deutschrap.
Dazu kommt, dass es mir irgendwie schwerer fällt etwas auf deutsch zu reimen als auf englisch, und das obwohl deutsch meine Muttersprache ist. Wahrscheinlich kommt auch das daher, dass ich schon immer Ami-Rap höre und schon früh angefangen habe englisch zu lernen.

@Luckie: Würdest du mir einmal sagen, welche Ausdrücke du meinst? Vielleicht kann ich es erklären oder wenn nötig umformulieren.

Wo ich euch aber definitiv Recht gebe: Als deutscher auf "Ami-Rapper" zu machen sorgt sicherlich für Spott oder Zweifel. Wenn dann noch die Aussprache mit so richtig deutschem Akzent ist, kann man es natürlich komplett vergessen. Das ist auch meine Sorge. Ich habe noch nie etwas aufgenommen und weiß gar nicht, ob man es stark raus hört, dass ich deutscher bin. Nach Englisch-Muttersprachler wird es sich aber bestimmt nicht anhören. Wobei das aber auch Übungssache ist.

Ein weiterer Faktor ist natürlich, dass ich, falls ich mal was veröffentlichen will, Probleme haben werde "erfolgreich" zu werden (denke ich). Auf dem internationalen Markt gibt es extrem viel Konkurrenz und auf dem deutschen Markt will man wahrscheinlich keinen englisch rappenden deutschen hören.

Was die Authentizität angeht: Ich bin in einer "normalen" Familie aufgewachsen, habe Fachabitur und eine Ausbildung absolviert. Ich glaube, dass das so "normal" und so uninteressant ist, dass allein deshalb schon keiner hören wollen würde, was ich zu sagen habe... ? Deshalb fällt es mir auch schwer Themen zu finden für meine Texte, weshalb ich erstmal als Anfang auf so einen "Spaß-Text" gesetzt habe, der zu mir als Newcomer ja gar nicht passen würde.

Aber abgesehen davon, dass es englisch ist und kein deutsch, kann denn vielleicht noch jemand was zu dem Text an sich sagen? Gut? Schlecht?

In der Zwischenzeit werde ich mal nochmal versuchen was deutsches aufzuschreiben. Wobei ich es ähnlich sehe wie @2 Bad: Wenn ich mich mit Deutschrap nicht identifizieren kann, ist das rappen auf deutsch auch unauthentisch.
 
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Hallo Marome,

also als erstes Mal Glückwunsch zu dieser Entscheidung:
seit kurzer Zeit habe ich angefangen Rap-Texte wirklich aufzuschreiben
:great:

Mit deinem Text tu ich mich aber tatsächlich noch schwer. Das hat verschiedene Gründe - ich knüpfe mal an meine Vorschreiber an:

1.) Englisch-Deutsch
Ich schreibe auch auf Englisch, weil ich diese Sprache liebe, sie handlicher ist und für mich viel besser fließt (Ein Königreich für ein deutsches Gerundium).
Ich behaupte dazu von mir, fließend zu sprechen, einen großen Wortschatz zu haben und viele "idioms" zu kennen. Ich habe allerdings auch ein halbes Englisch-Studium auf dem Buckel, arbeite teilweise auf Englisch (und ich habe einen Job, der komplexe Sprachanforderungen stellt), und lese viele Bücher auf Englisch. Trotzdem gibt es immer wieder Stellen in meinen Texten, bei denen ich unsicher bin, ob ich nicht zu deutsch denke, um englisch zu schreiben. Allerdings - und deshalb geht das für mich - ist meine Art zu schreiben auch eher "lyrik-nah", während ein Rap-text ja eher narrativ ist, und vor allem auf Alltagssprache und "Wortspielereien" setzt, was dann schon ein extrem gewandtes Englisch erfordert. Dazu kommt, dass du in narrativen Kontexten den erforerlichen "high context" mitdenken musst, der sich im Englischen schon sehr vom Deutschen unterscheidet. Gerade, um gute Vergleiche oder Punchlines zu kreieren, sollte man sich m.E. damit auseinandersetzen.


2.) Authentizität
Nix gegen Spaß-Texte, aber... wenn man nichts zu sagen hat, oder das, was man zu sagen hätte, nicht sagenswert genug findet, um es zu sagen (say that in englisch, b**ch! ;)), dann bleibt halt nicht viel, als der übliche "Mein Pipimann ist größer und ich kopulier mit deiner Mutter"-Schwachsinn. Kann man machen, muss man halt wahrscheinlich als Rapper auch hier und da mal, aber wenn das die einzige Aussage ist, die man hat (weil der Rest vermeintlich zu spießig ist), erzeugt man halt nach kurzer Zeit tendenziell eher Gähnen. Außer - du hat derart geile Skillz, dass es allen egal ist, dass du eigentlich nichts zu sagen hast. Dann ist der Text eher Vehikel für deine Fähigkeiten - das wäre dann aber eher ein Fall für's Hörproben-UFo, denn damit kriest du sie im Lyrics-UFo natürlich auf die Mappe. Also auch von mir: Lieber authentisch bleiben! Ich bin sicher, dein Leben war auch ohne Ghetto-Hintergrund nicht immer ein Ponyschlecken.


Abschließend - auch wenn's ein bißchen gemein ist - zitier ich mal als Beispiel für meine Kritik diese Zeile von dir:
youre getting shocked at my lyrics
Ja, stimmt! Denn "to be shocked at sth." bedeutet "über etwas fassungslos sein".
"Von etwas schockiert sein" hieße "to be shocked by sth.". Das würde dann nicht stimmen.
Denn tatsächlich wäre ich eher fassungslos ob deines Textes als schockiert von den Inhalten.
:prost:


Falls das jetzt eine harte Schelle war: No offense! Nur ehrliche Kritik bringt einen weiter - und du hast schließlich gefragt... :D

Deshalb zum Schluß meine Haupt-Message: Mach auf jeden Fall weiter! Bleib dran! Lass dich nicht unterkriegen! Es wird besser, es wird leichter, es lohnt sich! Das ist dein erster Text - da hat sich seinerzeit keiner von uns mit Ruhm bekleckert. (Das wär doch eigentlich mal 'nen peinlichenThread wert... "Mein erster Songtext")

Also...

Keep on, keepin' on!
Dee
 
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Danke für die ausführliche Antwort :D

Nein keine Angst, ich bin weder beleidigt, noch verletzt oder sonst was, sondern froh über die ehrliche und genaue Kritik!

Zu 1): Ich bin der Meinung, dass mein Englisch für Realschul- und selbst-beigebracht-Niveau schon ziemlich gut ist. Trotzdem habe ich natürlich nicht solche in-depth Kenntnisse wie jemand der die Sprache evtl. sogar studiert hat oder damit arbeitet, sondern stütze mich eher auf "das habe ich schon woanders so gehört und so mein Verständnis daraus gezogen". Das hört sich jetzt glaube ich Amateurhafter an als es ist :rolleyes: Ich glaube mit mehr Übung und auch mal einem Aufenthalt in den USA (war bisher nur in England) könnte das natürlich noch besser werden.

Zu 2): Wahrscheinlich hast du Recht und ich muss einfach mal in mich gehen und über Themen für Texte nachdenken, die zu mir passen. Dieser Text ist ja (offensichtlich) das bereits von dir angesprochene "Mein Pipimann ist größer" gehabe. Ich hatte auch schon Ideen für Themen, die mit meinem Leben und meiner Jugend zu tun haben, meiner persönlichen Entwicklung... aber irgendwie konnte ich das nicht so gut zu Text bringen, bzw. ich hatte einen Text, der mir aber dann nach mehrmaligen lesen nicht mehr gefiel.

Nun noch zu deinem Beispiel mit "shocked at my lyrics" :D
So wie ich dich verstanden habe, wäre in meinem Kontext "shocked by my lyrics" richtig?
Die Zeile ist aber inspiriert von Eminem aus dem Track "Rainy Days" von Boogie. Dort rappte er:

"I promise not to cry crocodile tears
If you end up shocked at my lyrics"


Hat er nun die Sprache einfach etwas verbogen oder habe ich seinen Kontext falsch verstanden?

BTW: Ist das schon Textklau wenn ich auf die Idee zu "youre getting shocked at my lyrics" durch sein "if you end up shocked at my lyrics" kam? :engel::D


Zu deiner Haupt-Message: Meinst du weiter auf Englisch schreiben? Oder lieber doch mal Deutsch versuchen? Ansonsten danke für die ermutigenden Worte und ja, ich schreibe meine Texte ungefähr seit einer Woche wirklich auf... von daher verzeihe ich mir selbst auch die Ungereimtheiten in meinem Text :)

Ich bin aber echt dankbar für diese Kritik und konnte jetzt schon einiges mitnehmen!
Ich werde meine nächsten Texte mal mit mehr Ich-Bezug schreiben. Das heißt, wirklich etwas aus meinem Leben und meiner Position heraus. Mal schauen wie sich das dann anhört :great:
 
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:rofl:
Das ist dein erster Text - da hat sich seinerzeit keiner von uns mit Ruhm bekleckert.
Kann ich unterschreiben.
Dazu kommt, dass es mir irgendwie schwerer fällt etwas auf deutsch zu reimen als auf englisch
Das stimmt leider. English hatte weniger Vielfalt int den Wortendungen als Deutsch, so dass man leichter Reimpaare bilden kann. Das heißt aber nicht, dass man auf Deutsch nicht verdammt knackig reimen kann - man muß nur mehr überlegen.
Aber abgesehen davon, dass es englisch ist und kein deutsch, kann denn vielleicht noch jemand was zu dem Text an sich sagen? Gut? Schlecht?
Schlecht würde ich den Text nicht nennen und dein Englisch auch nicht. Es gibt ein paar paar Stellen die für mich nach wörtlicher Übersetzungen von (sehr) deutschen Formulierungen klingen.
like when i say fuck all them critics
half these rappers are acts (-->actors?)
this garbage belongs in the trash
Alles nicht wirklich falsch, klingt für mich nur eben "unenglisch". :nix:
Hat er nun die Sprache einfach etwas verbogen oder habe ich seinen Kontext falsch verstanden?
Das ist eben das Problem in einer fremden Sprache zu texten. Welches Verbiegen ist in welchem Kontext tolerierbar und was wäre einfach nur falsch oder peinlich? Wenn ein englischer Muttersprachler mit durchschnittlichem Schuldeutsch sich Texte von Rammstein oder auch EAV anhört, könnte er sich auch denken: ach bei deutschen Songtexten ist die Grammatik nicht wirklich wichtig und wenn man mal ein Wort verdehen muß damit der Reim passt, dann nur zu. Dabei gibt es Verbiegungen bei denen wir uns kringeln vor Vergnügen - vor allem dann, wenn sie Vorwissen anzapfen - andere sprachlich ähnlich schwere Fälle würden nur ein Kopfschütteln auslösen. Diese Gefühl - was geht und was nicht - haben wir halt nur für unsere Muttersprache.
Zu deiner Haupt-Message: Meinst du weiter auf Englisch schreiben? Oder lieber doch mal Deutsch versuchen?
Die Frage ging zwar eigentlich an Slidemaster D, aber ich sag mal: egal, hauptsache du machst weiter!

LG Robert
 
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Hat er nun die Sprache einfach etwas verbogen oder habe ich seinen Kontext falsch verstanden?
...und genau das ist der Punkt. Ich kann dir eine "Schulantwort" geben, die bestmöglich versucht, die Nuancen herauszuheben. Ob das aber "im Sprachalltag" überhaupt relevant ist, ob es keine Sau interessiert, ob es da regionale Unterschiede gibt, ob Eminem da eine besondere Intention hatte, oder ob er einfach selber als Muttersprachler daneben gelegen hat, kann ich dir nicht sagen. Das ist dann eine klassische Grenze, die du als Nicht-Muttersprachler nicht überschritten kriegst.

Rein grammatikalisch würd ich ihm an der Stelle ürbigens auch noch den If-Satz ankreiden (Typ I). :tongue:

"I will promise not to cry crocodile tears
If you end up shocked by my lyrics"


So muss das, lieber Eminem. :D

Aber zeig mal einen deutschen Rap-Text (oder ein Transkript irgendeiner Alltagsunterhaltung) einem Nicht-Muttersprachler, der gut Deutsch kann. Der streicht dir da auch jeden zweiten Satz an. Bestenfalls wirst du also der amerikanische Pseudo-Ghetto-Gangster mit der Oxford-Grammatik. Wird nicht einfacher...


Ich hatte auch schon Ideen für Themen, die mit meinem Leben und meiner Jugend zu tun haben, meiner persönlichen Entwicklung...
Siehst du! Schon interessiert mich, was du zu sagen hättest!


Zu deiner Haupt-Message: Meinst du weiter auf Englisch schreiben? Oder lieber doch mal Deutsch versuchen?
This:
egal, hauptsache du machst weiter!
 
Marome

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"Ponyschlecken" ist mir ja gar nicht aufgefallen :D

@drowo:
Nun mit deinen Beispielen erkenne ich auch was gemeint ist mit "zu deutsch gedacht"!
Gerade "like when i say" hört sich ja schon so semi-geil an...

Zu deiner Aussage bezüglich erkennen was man verbiegen darf und was nicht: Da kommt dann wieder das "hab ich schonmal so bei einem Ami gehört" ins Spiel... Aber klar, neue (annehmbare) Verbiegungen erfinden kann wohl wirklich nur ein Muttersprachler oder ein sehr sehr geübter Fremdsprachler.

Aber auch Dir danke für deine motivierenden Worte weiter zu machen! :) Das werde ich tun!

@Slidemaster Dee:

Also sind manche Dinge zwar nicht ganz richtig, aber im Alltagsgebrauch und gerade im Rap zu vernachlässigen, der Musikalität wegen (Flow, Reime). Wobei es wie ihr beide schon sagtet die Schwierigkeit ist, den Grad zu finden bei dem eine Veränderung der Sprache akzeptabel ist und ab wann es sich peinlich und nach schlechtem Englisch anhört.

Sollte ich vielleicht mal einen neuen, realistischeren Text auch in diesen Thread posten, quasi als update?
 
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Also sind manche Dinge zwar nicht ganz richtig, aber im Alltagsgebrauch und gerade im Rap zu vernachlässigen
Genau. Ist ja im Deutschen nicht anders. Wir reden ja z.B. zu 95% in einer Zeitform (Präsens), was grammatikalisch natürlich unterirdisch ist.
"Gestern geh ich zum Aldi, da haben die aber keine Milch mehr da. Also geh ich jetzt zum Lidl. Wenn die da auch nichts haben, geh ich morgen zu Netto."

Würde ein Nicht-Muttersprachler in einem deutschen Text wahrscheinlich nie schreiben. Der schreibt:
"Gestern ging ich zum Aldi, da hatten die aber keine Milch mehr da. Also geh ich jetzt (gerade) zum Lidl. Wenn die da auch nichts haben, werde ich morgen zu Netto gehen."
Da packt sich ja jeder an den Kopp.

Wenn du als Muttersprachler jetzt über dieses bewegende Thema deinen Rap schreibst, nimmst du also eher die falsche Variante. Oder du schreibst gar:
"Gestern geh ich Aldi, ham die keine Milch. Heute geh ich Lidl, morgen Netto - du Knilch." (Freestyle-Punchline. Don't mess with the Dee. :cool:)

Da fragt sich dann jeder Nicht-Muttersprachler (und ein paar Muttersprachler auch), warum man das in einem deutschen Text so machen kann.


Sollte ich vielleicht mal einen neuen, realistischeren Text auch in diesen Thread posten, quasi als update?
Nee, mach 'nen neuen Thread.
 
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Naja deine Freestyle-Punchline klang für mich fast so wie ein Großteil der erfolgreichen "Deutsch"-Rapper im Moment :claphands:
Rap das mal in der Stimme von RAF Camora oder BonezMC und es hört sich an wie'n Track von denen... no offense ;):D


Naja dann werde ich mir mal Gedanken machen, wie ich Dinge aus meinem Leben zu Text bringen kann und dann einen neuen Thread eröffnen. Wäre cool wenn ihr das dann auch lest, denn ihr habt ja dann den vorher-nachher Vergleich :redface:
 
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Dem würde ich jetzt auch mal zustimmen. Wenn man allerdings (mal angenommen) mit deutschem Rap rein gar nichts anfangen kann, wird man sich damit wahrscheinlich auch nicht identifizieren können. Und dann wird's auch schon wieder nix mit der Authentizität. :nix:

Würde man aber dadurch nicht alles, was Marome an Authentzität zu bieten hat, auf seine Vorliebe für US-Rap reduzieren?
Ich denke nicht, dass die Sprachauswahl in dem Maße ein Hop oder Top-Kriterium für Authenzität darstellt. (Vielleicht eher ein Hip oder Hop-Kriterium. :))
Oder anders gesagt: Das, was verloren ginge, würde sich Marome - der Authentzität willen - für Deutsch entscheiden, wäre wohl eher sowas Enthusiasmus.
Aber so ist das halt manchmal im Leben. Ein Dilemma folgt dem anderen.
In dem Fall scheinen die Alternativen darin zu bestehen, entweder auf einen Herzenswunsch verzichten zu müssen oder wie Raptile rüberzukommen.
Wobei das ja auch bloß meine Meinung war. Vielleicht empfinden viele das Englischrappen für ein überwiegend deutschsprachiges Publikum nicht als befremdlich. Keine Ahnung.


Ich als riesen Deutschrap-Fan kann nur sagen, dass es mich immer wieder begeistert, was die deutsche Sprache alles hergibt und wie schön man damit spielen kann.

Tatsächlich fällt das Manko der deutschen Sprache für Gesang nicht besonders geeignet zu sein bei Sprechgesang deutlich geringer aus.
Das aus dem Manko aber gar ein Vorteil wird, glaube ich eher nicht.

Dazu kommt, dass es mir irgendwie schwerer fällt etwas auf deutsch zu reimen als auf englisch, und das obwohl deutsch meine Muttersprache ist. Wahrscheinlich kommt auch das daher, dass ich schon immer Ami-Rap höre und schon früh angefangen habe englisch zu lernen.

Ich würde dir raten, hör dir zum Lernen, wie man es gut macht, Eko Fresh an. Man muss ihn insgesamt als Rapper nicht mögen, aber zumindest im lyrischen Bereich kann ihm tatsächlich - wie er es selbst oft genug sagt - niemand das Wasser reichen.

Was die Authentizität angeht: Ich bin in einer "normalen" Familie aufgewachsen, habe Fachabitur und eine Ausbildung absolviert. Ich glaube, dass das so "normal" und so uninteressant ist, dass allein deshalb schon keiner hören wollen würde, was ich zu sagen habe... ? Deshalb fällt es mir auch schwer Themen zu finden für meine Texte, weshalb ich erstmal als Anfang auf so einen "Spaß-Text" gesetzt habe, der zu mir als Newcomer ja gar nicht passen würde.

Mit dem Problem Themen finden, dürftest du nicht alleine dastehen.
Aber ich glaube nicht, dass dir so wenig Stoff aus dem Leben zur Verfügung steht, wie du glaubst.
Du musst nur versuchen herauszufinden, was dich emotional bewegt. Denn, was dich emotional bewegt, wird auch mit Sicherheit andere interessieren.
Der Mensch ist ein vergleichendes Lebewesen.
Jedenfalls sich aus einem (vermeintl) Mangel an Themen nur auf Battlesongs zu beschränken, ist sicher keine dauerhafte Lösung.

Von daher solltest du dir Inspiration bei den Künstlern holen, die du gut findest.
bzw Analysiere ihre Alben darauf, über was sie rappen.
Wie ist das Verhältnis Battlesongs zu Liedern mit ernsten Themen, Songs mit politischer Aussage zu Liebesliedern usw.
Gibt's ein Lied, in dem nostalgisch auf die guten alten Tage zurückgeblickt wird
zB Wu Tang Clan "Can it be all so simple"
Gibt es auf dem Album eine im HipHop zur Konvention gewordenen Ode an die Heimatstadt oder Heimatviertel usw.
wie zB Camron Welcome to New York City
(ein Song übrigens von dem sich die Beginner offensichtlich ziemlich deutlich inspieren ließen. Oder was sagt ihr? Rythmus, Flow. Klingt ziemlich ähnlich, oder)

Und muss ja nicht New York City sein, wo du lebst. Siehe hier: das geht auch mit Heidelberg Advanced Chemistry
Oder die umgekehrte Variante: Kritik an der Heimatstadt, wo mir zB Main Concept Münchens Diktatur einfällt
 
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Vielleicht empfinden viele das Englischrappen für ein überwiegend deutschsprachiges Publikum nicht als befremdlich. Keine Ahnung.

Das Ding ist, mein Wunsch wäre es eigentlich eher mich dem internationalem Publikum zu stellen. Das heißt, alles auf Englisch, nicht nur die Songs sondern auch Promo, Künstler-Seiten usw. (wenn es soweit kommen würde). Mich gar nicht unter die deutschen Künstler gesellen, sondern mich direkt auf dem internationalen Markt aufstellen... Ja ich weiß, das macht die Sache natürlich nochmal eine Million mal schwerer und unwahrscheinlicher :D Ist halt so 'ne Fantasie- bzw. Traumvorstellung.

In der Zwischenzeit bin ich übrigens schon dabei was auf Deutsch zu texten. Sich dem deutschen Publikum mit deutschen Texten zu stellen hat dann doch wahrscheinlich die größeren Erfolgschancen und ist einfach die realistischere Variante (was nicht bedeutet, dass es leicht ist). Wenn da was annehmbares bei rauskommt, eröffne ich einen neuen Thread.


Bezüglich Themenfindung: Das ist echt mein Hauptproblem finde ich. Selbst mit all den Beispielen die du genannt hast, finde ich es trotzdem schwierig da was passendes für mich zu finden. Damit werde ich mich wohl noch länger auseinandersetzen müssen.
 
Mazy Lanes in Ark

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Es gibt auch noch die Möglichkeit, dahinzugehen, wo dein musikalischer Sehnsuchtsort ist.
Siehe "Gentleman", der "Freundeskreis"-Rapper, der mit 16 die Schule abgebrochen hat und nach Jamaika rübergemacht hat, um Land Leute und vor allem Raggae-Musik direkt an der Quelle kennenzulernen.
Er hat dort bei einer Farmerfamilie gelebt, was ziemlich mutig ist.
Das ist jetzt ein Extrembeispiel.
Aber zB ein Schüleraustauschjahr oder ein längerer Urlaubs-Trip in den USA könnten dich auch erfahrungsmäßig weiterbringen.
Du könntest dich zB vorab informieren und dann die kleinen Clubs und Lokale besuchen, wo es live Underground-Hip-Hop zu hören gibt. Die Szene ganz direkt kennenlernen.
Möglicherweise desillusioniert dich dieses Erlebnis auch und du denkst, hey USA und Ami-Hiphop sind auch nicht so toll, wie ich gedacht habe.
 
DarkStar679

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es gibt ja im englischen auch die möglichkeit, grammatikalisch korrekte worte, gegen phonetisch korrekte auszutauschen.
die sätze ergeben dann zwar keinen sinn, klingen aber gut. curt cobain war meister darin kauderwelsch zu dichten, der gut klang, aber eigentlich sinnfrei war:

sell the kids for food,
weather changes mood,
spring is here again,
reproductive glands

es ist kein direkter sinn vorhanden.
zwischen den zeilen lesend, könnten man daraus eventuell folgendes ableiten:

verkauf die kinder gegen nahrung,
wetter ändert unsere stimmung,
der frühling ist da
lass uns neue kinder machen.

ob das seine intention als sinn war...keine ahnung.
 
Mazy Lanes in Ark

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Über Cobains kryptische Dichtweise habe ich auch was vor kurzem in einem Youtube-Video gehört.
"teen spirit" zB soll ein Parfüm oder eine Lotion für Teenager in den USA sein
Und Kurt Cobain sollen die Lyrics zu "smells like teen spirit" eingefallen sein als seine Freundin ihm sagte: Du riechst nach teen spirit

Ich arbeite selber gerade an einem Drum&Bass-Track, dessen Vocalspur ich aus verschiedenen, wahrscheinlich nicht zusammengehörenden Samples der selben Sängerin zusammengebastelt habe.
Rausgekommen ist:
You will be right
Another Time
I got the lie


Ergibt keinen wirklichen Sinn, aber hört sich zusammen ganz gut an. :)
 
drowo

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Is' halt die Frage, welchen Anspruch man an seine Texte stellt. Wenn die Messlatte nur lautet " ein paar geil klingende Worte" dann kann man mit Google Unterstützung sicher auch Suaheli oder Koreanisch texten. :nix:
 
DarkStar679

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OT/ ha, ich hab mal einen synthesizer sound entworfen, der wie koreanisch klingt :) /OT
 
Mazy Lanes in Ark

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@drowo
Da bringst du mich auf eine Idee:
Einen Song dessen Text aus lauter "I love you"s in verschiedenen Sprachen besteht
aber wahrscheinlich gibt's das sogar schon
 
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