Eigenes InEar für Amateure aus sicht des FOHler


gecco
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Ich stelle mal eine Frage um den berühmten Blick über den Tellerrand zu machen.

Wir sind eine kleine Rockband auf Amateurniveau.
Da wir alle etwas älter (Ü40) sind, sind die finanziellen Mittel etwas besser aufgestellt, als es bei einer Band im Alter von 16,17-jährigen ist haben wir uns ein X32Rack mit allem benötigten Equipment gekauft.

Was mich nun beschäftigt:
Im Proberaum spielen wir mit In Ear über unser X32.
Das Setup ist aufgebaut wie hier schon von vielen gezeigt: Instrumente gehen in Splitter, von da ins X32 und optional Richtung FOH.

Der ERSTE FOHler mit dem ich gesprochen habe hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, da er sagte, er macht nichts unlieber (ungerner?) als so eine Konstellation.
Problematik ist bei der Zusammensetzung, dass das Gainstaging dann erstmal bei uns liegt.
(Instrumenten-)Mikrofone bringen wir selbst mit, passt also auf unserer Seite IMMER.

Wie sehen das andere FOHler/Tontechniker?
Wir möchten da definitiv niemandem die Butter vom Brot nehmen oder jmd auf die Füße treten. Daher wären jetzt einige Meinungen, und vielleicht auch Tipps im Umgang damit sehr hilfreich.

Wie lösen das andere Bands mit der Konfiguration?
 
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tombulli
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Der ERSTE FOHler mit dem ich gesprochen habe hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, da er sagte, er macht nichts unlieber (ungerner?) als so eine Konstellation.
Problematik ist bei der Zusammensetzung, dass das Gainstaging dann erstmal bei uns liegt.
dann sag mal dem "FOHler", dass er KEINE Ahnung hat und ein Depp ist ;-)

...denn, wenn du dein Eingangssignal mittels analogen splitter trennst und von dem Splitter in das VA-eigene System gehst, ist es so, als wenn du direkt in das VA-eigene System gehst - deshalb ja SPLITTER.

anders ist es bei einem digitalen Split - hier liegt der Split postHA, ist also abhängig von den eingestellten gains an eurem X32. Dies wiederum geht aber eh nur, wenn du am VA-ort auch ein AES50-fähiges System hast und selbst dann kann euer X32 die gaincontrol auch abgeben, welches allerdings für euren IEM-mix auch bedeutet, dass jeder Eingriff in die die gainstruktur auch euren IEM-mix betrifft.

Instrumente gehen in Splitter, von da ins X32 und optional Richtung FOH.
Da habt ihr alles richtig gemacht.
 
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Wenn das funktioniert ist es ja gut für euch. Was ich nicht soo gern sehe bei Konzerten ist eine Band, die so ein Setup nutzt und dann z.B. als zweite Band von dreien ALLES aussteckt und umsteckt, weil die andern Bands ihre Sachen nicht nutzen dürfen - da kommt gern mal der Wurm rein bei all dem Herumgestecke.
 
gecco
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...denn, wenn du dein Eingangssignal mittels analogen splitter trennst und von dem Splitter in das VA-eigene System gehst, ist es so, als wenn du direkt in das VA-eigene System gehst - deshalb ja SPLITTER.
Also ist das Gainstaging im analogen Falle NICHT ausschließlich bei uns?
Die 48VPhantom ggf aber schon! Entschuldige, dass ich so doof Fragen muss, aber ich bin Schlagzeuger, kein Tontechniker.


Sonst ist mir damit schonmal sehr geholfen.
Eine Anbindung über AES50 ist nicht geplant bzw vorgesehen.
Sollte ich da etwas firmer in der Bedienung sein, will ichbdas aber nicht ausschließen.
 
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Ja, genau so habe ich das eingerichtet und auch verstanden. Vielleicht hat der Techniker mich auch missverstanden.

War eine Zufallsbegegnung beruflicherseits, also hatte nichts mit der Band zu tun. Er arbeitete an den Voreinstellungen für eine VA an einem M32. Da ich so interessiert guckte, kamen wir dann ins Gespräch.

Dann sind auf jeden Fall MEINE Klarheiten beseitigt :ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO:
 
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Das Setup ist aufgebaut wie hier schon von vielen gezeigt: Instrumente gehen in Splitter, von da ins X32 und optional Richtung FOH.
Daher hat das Teil auch seinen Namen, weil es das Signal aufSPLITTET - eins für Monitor, eins für FOH. ;)
Also ist das Gainstaging im analogen Falle NICHT ausschließlich bei uns?
Für euren Monitor-Sound schon, FOH macht der Techniker. Ist Sinn und Zweck der ganze Prozedur.
Vielleicht hat der Techniker mich auch missverstanden.
Entweder das oder er hat keinen Plan. :nix:
 
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Empfiehlt sich dann ein Plan B falls das alles nicht klappt? Also eine Alternativ-Scene, mir der man einfach 4-Stereo Monitorwege vom FOH bekommt und diese dann ins InEar-Rack speist und alle anderen Inputs dann ungenutzt bleiben, weil es direkt zum FOH geht?
 
tombulli
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Empfiehlt sich dann ein Plan B
klar, Plan B ist nie verkehrt.

Also eine Alternativ-Scene, mir der man einfach 4-Stereo Monitorwege vom FOH bekommt und diese dann ins InEar-Rack speist und alle anderen Inputs dann ungenutzt bleiben, weil es direkt zum FOH geht?
..nur das wird dich nicht weiterbringen. IEM ist ein viel zu sensibles system, als dass man sich mal eben irgendwelche 4 signale aus einem fremden FOH irgendwohin geben lassen kann. Natürlich ist das theoretisch möglich, bedarf dann aber auch einen komplett neuen IEM-mix und steht imho nicht dafür. WENN IEM, dann euer eingestelltes System, so autark wie möglich, oder eben Verzicht auf IEM und oldschool wedges vom FOH. Im Gegensatz zu IEM bietet dir halt ein Monitormix auf Wedges die Möglichkeit, einem schlechten Mix zu "entfliehen" - zumindest zum Teil. Hast du Mist in den Ohren, dann hilft nur Hörer raus und ggf gar nichts mehr zu hören....
 
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WENN IEM, dann euer eingestelltes System, so autark wie möglich, oder eben Verzicht auf IEM und oldschool wedges vom FOH. Im Gegensatz zu IEM bietet dir halt ein Monitormix auf Wedges die Möglichkeit, einem schlechten Mix zu "entfliehen"
Seh ich genau so. Zumal klassisches Monitoring via Wedges deutlich fehlertoleranter ist. Lediglich die Geschichte mit dem Feedback kann einen Stress bringen, wenn man es gewohnt ist auf den IEM einen hohen Pegel zu fahren.
 
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Wir machen das ähnlich und haben vor dem Schritt, mit dem System live zu gehen, auch einige Möglichkeiten durchgespielt.
Im Grunde genommen haben wir ein zu 90% autarkes IEM System. Sprich alle unsere Signale (Kemper, Bass, Samples) sind schon am Gerät doppelt vorhanden, sodass sich der FoHler sich alles wie bisher auch nehmen kann. Wir schmeissen in die Bassdrum ne günstige Superlux Grenzfläche rein, an die Snare ein Klemmmikro dran und hinter das Kit 2 Overheads. Das kann man alles schon relativ stressfrei vor dem Gig hinbauen und verkabeln.
Das einzige, was über einen Behringer Splitter läuft sind Main- und Backing Vocals. Das ist denke ich nie Stress und macht kein Chaos (im Gegensatz zu alles splitten).

Wir haben das am WE das erste Mal probiert. Das lief fast zu 100% problemlos, obwohl die Venue echt problematisch war.

Mich stresst manchmal das X32 wesentlich mehr, da ich die Bedienung (als nicht FoHler) gerade was die Sends etc angeht irgendwie unlogisch/kompliziert finde.
Aber das steht auf einem anderen Blatt geschrieben.

Wir hatten auf jeden Fall einen mehr als guten (kein Hifi) Sound auf den Ohren, was echt Stress rausnimmt, da man nicht mehr auf einen fremden Monitormischer angewiesen ist.

Cheers, Markus.
 
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und macht kein Chaos (im Gegensatz zu alles splitten)
Das sehe ich (als FOHler) nicht so. Natürlich kommt es auf die VA an, also was da sonst so passiert, mehrere bands, change-over-time, usw.... aber im Grunde finde ICH es wesentlich einfacher und vor allem übersichtlicher, wenn ich von der band eine kabelpeitsche in die Hand gedrückt bekomme, vernünftig beschriftet, und die ich dann einfach in meine Stagebox stöpsel, so wie ich das haben möchte. Da ist es für mich viel aufwendiger, wenn ich von diversen Stellen auf der Bühne, vom Kemper, Bassamp usw. immer noch extra Kabel ziehen muss - auch wenn dann während der VA noch ab- oder umgebaut werden soll/muss. Eine Kabelpeitsche aus der Stagebox zu ziehen - und damit eben nur diese und nicht aus versehen ein falsches Kabel - ist eigentlich idiotensicher. Stress oder gar Chaos verursacht sowas bei mir nicht ;-)
 
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das ist EIN weg, den man gehen KANN, der aber auch mit einigen Nachteilen verbunden ist. Der Beitrag ist von 2014, also doch schon einiges her.
Für den TE bringt das allerdings nix bis wenig, denn er hat ja schon 2x X32. Die zusätzliche Anschaffung von P16 ist also in diesem Fall nicht nur unnötig, sondern verschlimmbessert das System.
Einzig das hier gewählte madi-system - ich hätte eher dante genommen, wobei ich jetzt aus dem FF gar nicht weiß, ob es 2014 schon eine dantekarte für das M/X32 gab - ist natürlich eine Überlegung wert, um zumindest dante-, bzw madifähige Systeme einbinden zu können.
 
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Also ich hatte bis heute mit dem setup splitter auf Foh noch nie probleme.
das FOH bekommt von mir:
- vocals
- bass
- gitarre 1
- gitarre 2
- samples stereo
alles jeweils über die Split out Als symmetrisches XLR.

für unseren eigenen IEM mix ballern wir zusätzlich zur Bestehenden FOH mikrofonierung zwei overheads ran, dann ein clip mikro an die Snare und ne grenzfläche entweder in, oder neben die kick, fertig, damit hat aber der techniker herzlich gar nix zu schaffen.

wenn ein Mischer nich hinbekommt die 6 XLR die er von uns kriegt anzuschließen und die Stagemonitore abzuschalten, dann ist das eine 100%ige Jobverfehlung.
 
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Das sehe ich (als FOHler) nicht so. Natürlich kommt es auf die VA an, also was da sonst so passiert, mehrere bands, change-over-time, usw.... aber im Grunde finde ICH es wesentlich einfacher und vor allem übersichtlicher, wenn ich von der band eine kabelpeitsche in die Hand gedrückt bekomme, vernünftig beschriftet, und die ich dann einfach in meine Stagebox stöpsel, so wie ich das haben möchte. Da ist es für mich viel aufwendiger, wenn ich von diversen Stellen auf der Bühne, vom Kemper, Bassamp usw. immer noch extra Kabel ziehen muss - auch wenn dann während der VA noch ab- oder umgebaut werden soll/muss. Eine Kabelpeitsche aus der Stagebox zu ziehen - und damit eben nur diese und nicht aus versehen ein falsches Kabel - ist eigentlich idiotensicher. Stress oder gar Chaos verursacht sowas bei mir nicht ;-)
Im Moment ist das ja auch noch alles Work in progress, da bisher nur einmal benutzt. Vielleicht rede ich in nem halben Jahr darüber ganz anders.
Wir haben aber auch nicht alles (Kemper, Amps, Samples) in einem Rack, da wir kein Bock haben 1 großes Case, das soviel wie n Auto wiegt, herumzuwuchten.
Sprich bis auf die Vocals läuft das wie früher, dass der FoH sein Signal von jedem bekommt. Das war tatsächlich noch nie n Problem.
Gibt ja auch vorher n Rider, über den man schwätzen kann. ;-)
 
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Das war tatsächlich noch nie n Problem.
ich wollte/habe ja auch nicht behauptet, dass dies ein Problem wäre, sondern nur deiner o.a. Aussage bez Chaos & co widersprochen. Für MICH (als FOHler) ist es eben einfacher, EINE Kabelpeitsche zu bekommen, als alle auf der Bühne verteilten Signale einzeln zu verkabeln.
 
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miker119
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ich wollte/habe ja auch nicht behauptet, dass dies ein Problem wäre, sondern nur deiner o.a. Aussage bez Chaos & co widersprochen. Für MICH (als FOHler) ist es eben einfacher, EINE Kabelpeitsche zu bekommen, als alle auf der Bühne verteilten Signale einzeln zu verkabeln.
Dem kann ich ohne Weiteres zustimmen. Wer an der Stagebox schon sinnig verkabelt, kann auch mal schnell eine "beschriftete" Peitsche ran stecken 😅. Habe das sehr oft im hiesigen Club. Meistens kommen sogar schon die weniger betuchten Bands mit einem eigenen InEar Rack daher.
 

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