Ein Schrei im Wind (Rohfassung)

von Xeonadus, 21.07.07.

  1. Xeonadus

    Xeonadus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.07   #1
    Hallo Leute,
    es ist spät, doch in meinem Kopf tut sich noch was (Bin in den Ferien sowieso nachtaktiv ;) ). Diesmal habe ich mir als Thema die Kindervergewaltigung rausgesucht. Das Thema schwebt schon lange in meinem Kopf, doch irgendwie hatte ich etwas "Angst" davor. Aber ein Kumpel hat auch darüber geschrieben und so habe ich mich schließendlich doch mal getraut. Der Text ist noch in der Rohfassung und normal poste ich diese nicht, aber ich denke, so ist es einfacher für euch zu korrigieren und damit komme ich auch einfacher zum Ziel. Naja, bin wieder zu viel am labern, daher hier der Text bzw. die Rohfassung (Habe in den eckigen Klammern ein paar Kommentare hinzugefügt, damit ihr wisst, in welche Richtung der Text gehen soll):

    Ein Schrei im Wind

    Strophe 1:
    Jede Nacht, genau zur gleichen Zeit
    Wenn alle schlafen und jeder träumt [Wollte hier einen Vergleich zur guten Welt herstellen, daher Wörter wie "schlafen" und "träumen"]
    Folgt der Vater seiner Gewohnheit
    Das Bett der Tochter ist sein Ziel

    Strophe 2:
    Wieder liegt der Vater auf dem Kind
    Erneut spielt er sein liebliches Spiel [Hier wollte ich einen Kontrast bilden, mit dem Wort "lieblich"]
    Die Schmerzen machen sie blind
    Plötzlich wird es ihr viel zu viel

    Prechours:
    Und sie nimmt sich ein Messer…
    …und nur der Wind hört ihre Verzweiflung…

    Chorus:
    Das Messer küsst ganz fest ihr Herz [Wollte nicht allzuviel Gewalt reinbringen]
    Mit Tränen begießt sie ihren Schmerz
    Nur ein stummer Schrei im Wind
    Umklammert dieses kalte Kind [Kalt soll hier dazu dienen, den Tod zu beschreiben]
    Nur ein stummer Schrei im Wind
    Und nun sind ihre Augen blind

    Strophe 3:
    Jetzt liegt das Kind hier ganz allein
    Und niemand fragt sich nach dem Grund [Damit wollte ich darauf hinweisen, dass solchen Angelegenheiten viel zu oft zu wenig Beachtung geschenkt wird]
    Sie fühlt sich endlich wieder rein [Hier wollte ich ausdrücken, dass sie ihren Scham und ihr "Ich fühl mich dreckig"-Gefühl ausblutet]
    Doch die Wunden sind viel zu tief…
    … und sie wird nicht mehr gesund [Weiterer Verweis auf den Tod]

    So das wars :) Ist bisher nur eine Rohfassung, aber wollte trotzdem schon mal eure Meinung hören.

    Liebe Grüße, Gute Nacht Und Schlaft Gut

    Euer Xeonadus
     
  2. relact

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    Erstellt: 21.07.07   #2
    Guten Morgen Xeonadus,

    sieh an ... ein "neues" Thema! ;)

    Das Thema an sich ist ja ziemlich grauslich ... um nicht zu sagen widerlich ... drum gefällt mir Dein Ansatz sehr gut, dass Du Dinge umschreibst, ohne sie auszusprechen ... mir würde es gefallen, wenn Du noch weniger "klar und offensichtlich" schreibst ...

    Ich nehme an, Du kennst Mama (Ana Ahabak) von Christl Stürmer?? Wenn nicht ... hör es Dir unbedingt zur Inspiration an ... ein Geniestreich! Ein brutales Thema sehr bewegend ohne Grausamkeiten geschrieben ... besungen ....

    Greetz relact
     
  3. relact

    relact Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.07.07   #3
    Und jetzt noch ein paar gedanken von mir zu deinem "brainstorming":

    Ein Schrei im Wind

    Strophe 1:
    Jede Nacht, genau zur gleichen Zeit
    Wenn alle schlafen und jeder träumt
    [Wollte hier einen Vergleich zur guten Welt herstellen, daher Wörter wie "schlafen" und "träumen"]
    Vielleicht ein Wortspiel rund um den Frieden der Nacht … etwa in der Art: wenn Frieden in den Träumen ruht … wenn friedlich jeder schläft und träumt
    Folgt der Vater seiner Gewohnheit
    … und dann im Sinne von keinen Seelenfrieden haben: der Vater, der keinen Frieden kennt
    Das Bett der Tochter ist sein Ziel
    für mich reicht dieser satz als einzige direkte andeutung ... mehr brauchts eigentlich nicht mehr

    Strophe 2:
    Wieder liegt der Vater auf dem Kind
    das ist schon recht deutlich ... ev. "spielt" ... oder auch "lieblich spiel" ... hier schon verwenden ... weil in dem zusammenhang davor ... Nacht ... bett ist das ziel ... reicht zweideutigkeit für mich an dieser stelle
    Erneut spielt er sein liebliches Spiel
    [Hier wollte ich einen Kontrast bilden, mit dem Wort "lieblich"]
    ev. obwohl das kind doch lieber schlafen will ... seine ruhe will ... seinen frieden will ... weil wenn ein kind lieber schläft als spielen will ... ist alles gesagt!
    Die Schmerzen machen sie blind
    für kinder ist das eine ohnmächtige, auswegslose situation … in dem fall bleibt nur mehr "ein ausweg" um damit umzugehen
    Plötzlich wird es ihr viel zu viel
    zu viel klingt eher nach "überkochen" ... es geht aber um resignation … weiß keinen weg mehr … selbstmord hat mich perspektivenlosigkeit zu tun ... keinen ausweg allein zu finden

    Prechours:
    Und sie nimmt sich ein Messer…
    …und nur der Wind hört ihre Verzweiflung…
    nur der wind hört … find ich sehr gut

    Chorus:
    Das Messer küsst ganz fest ihr Herz
    [Wollte nicht allzuviel Gewalt reinbringen]
    find ich gut gelöst … es entsteht so eine vage assoziation … das in ihrem leben nicht das gute sondern nur das grausame sie küsst … der vater … das messer
    Mit Tränen begießt sie ihren Schmerz
    begießen klingt nach feiern … ev. nur tränen verraten … entblößen … ihren schmerz
    Nur ein stummer Schrei im Wind
    Umklammert dieses kalte Kind
    [Kalt soll hier dazu dienen, den Tod zu beschreiben]
    ein Schrei der umklammert? Ev. In die richtung denken: durchdringt kalt das kind .. erzählt frostig … liegt erstickt auf den lippen
    Nur ein stummer Schrei im Wind
    Und nun sind ihre Augen blind
    ev. leer und blind …. tote augen beschreibt man eher nicht mit blind sondern mit leer
    der chorus verwendet sehr schöne bilder und metaphern :great:


    Strophe 3:
    Jetzt liegt das Kind hier ganz allein
    Und niemand fragt sich nach dem Grund
    [Damit wollte ich darauf hinweisen, dass solchen Angelegenheiten viel zu oft zu wenig Beachtung geschenkt wird]
    schlimmer noch … dass es menschen gibt, die das entschuldigen … nicht ernst nehmen … runterspielen … verniedlichen
    Sie fühlt sich endlich wieder rein
    [Hier wollte ich ausdrücken, dass sie ihren Scham und ihr "Ich fühl mich dreckig"-Gefühl ausblutet]
    der gedanke ist gut … aber ich würd den irgendwie anders formulieren … besser mit einem bild beschreiben ev. Die reinheit mit weiß umschreiben: ihr nachthemd erstrahlt in reinem weiß … sie trägt ein neues, weißes kleid (assoziation zu engel) das holpert aber alles extrem bei mir …
    Doch die Wunden sind viel zu tief…
    tolle doppeldeutigkeit!
    … und sie wird nicht mehr gesund
    [Weiterer Verweis auf den Tod]
    die idee ist gut … aber der reim wirkt platt … ev. wenn dir die idee mit dem frieden oben gefällt, könntest du hier den bogen spannen und sie ihren frieden finden lassen … frieden … himmel … erlöst … sind auch metaphern für den tod

    bin gespannt, was daraus wird!

    Greetz relact
     
  4. Xeonadus

    Xeonadus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.07.07   #4
    Danke für die vielen Anregungen, arbeite jetzt seit 12 am Text und es hat mir irgendwie geholfen genau dann zu schreiben, wenn der Text spielt: In finsterer Nacht :) Naja, hier das Ergebnis:

    Strophe 1:
    Jede Nacht, genau zur gleichen Zeit
    Wenn die Sterne friedlich träumten
    Macht sich der Vater auf zu seinem Spiel
    Mit dem Bett der Tochter als Ziel

    Strophe 2:
    Wieder schleicht der Vater zu dem Kind
    Erneut spielt er sein liebliches Spiel
    Die Schmerzen machen sie blind
    Und ihr Leben verliert seinen Sinn

    Prechours:
    Und sie nimmt sich ein Messer…
    …und nur der Wind hört ihre Verzweiflung…

    Chorus:
    Das Messer küsst ganz fest ihr Herz
    Mit Tränen verkündet sie der Schmerz
    Nur ein stummer Schrei im Wind
    Durchdringt das kalte Kind
    Ein letzter Schrei im Wind
    Bevor sie geht…

    Strophe 3:
    Jetzt liegt das Kind hier ganz allein
    Und niemand fragt sich nach dem Grund
    Alle denken ihr Geist wär’ nicht gesund
    Doch diese Gedanken sind nur Schein

    Strophe 4:
    Sie blutet langsam aus dem Herz
    Hinaus dringt Blut, Schuld und Schmerz
    Ihre Seele wird endlich wieder weiß
    Niemand stört den Traum
    Und niemand stört den Frieden

    Mich stören noch ein paar Sachen, ich weiss aber nicht direkt was, vielleicht könnt ihr mir ja helfen :) Danke schon mal :)

    Gute Nacht

    Euer Xeonadus
     
  5. StayTuned

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    Erstellt: 23.07.07   #5
    hallo Xeonadus,

    wie du siehst komme ich an einigen Stellen mit dem Text nicht klar.
    Du schreibst ja selbst dass es eine Rohfassung ist deshalb ist es auch ok.

    meiner meinung nach solltest du ein paar passagen hinterfragen. ich habe teils ein paar anmerkungen gemacht wenn mir was aufgefallen ist.

    Bitte das nächste mal auch Musikrichtung und Genre mit angeben dann tun wir uns ein wenig leichter hier.
     
  6. relact

    relact Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 23.07.07   #6
    Ein paar grundsätzliche Fragen/Überlegungen:

    Bevor Du im Detail weiter machst, erklär mal kurz den Aufbau! Kommt der Chorus wirklich nur nach der 2. Strophe???

    Falls der Chorus wiederholt wird, schreib den Aufbau mal durchgängig auf ... nachdem der Chorus die Geschichte nach der 2. Strophe miterzählt ... passt er in meinen Augen nach der 3. und/oder 4. Strophe nicht ... dann müsste er als genereller/allgemeiner Text geschrieben sein!

    In meinen Augen rittern die 3. und 4. Strophe um die Auflösung der Aussage, also um die Moral von der Geschicht'! Beide sind so eine Art Abschluß. Welche Aussage ist Dir wichtiger? Die würde ich dann ausführen ...

    Strophe 1:
    Jede Nacht, genau zur gleichen Zeit
    Wenn die Sterne friedlich träumten
    träumen ... Präsens
    Macht sich der Vater auf zu seinem Spiel
    Mit dem Bett der Tochter als Ziel
    Satzbau klingt holprig .. ev. das Bett der Tochter ist sein Ziel, wobei ich das Ziel eher platt finde

    Strophe 2:
    Wieder schleicht der Vater zu dem Kind
    Nachdem die erste strophe eine allgemeine aussage trifft ... geht es in der zweiten um das „auslösende“ ereignis, dass das fass zum überlaufen bringt ... aus dieser sicht finde ich die wiederholung der aussage ok ... ev könnte man ev. die wiederholung durch steigerung der dramaturgie noch besser lösen: auch heute schleicht der vater wieder zu dem kind und wieder/einmal mehr spielt
    Erneut spielt er sein liebliches Spiel
    Wie man an der Reaktion von StayTuned merkt, provoziert das „lieblich“ ganz gehörig!
    Die Schmerzen machen sie blind
    Blind vor Schmerzen sagt man nicht ... blind vor Wut ... mit „blind“ wird’s schwierig ... vielleicht: (bezogen auf den Vater) gegenüber ihren Schmerzen blind
    Und ihr Leben verliert seinen Sinn
    Gefällt mir auch ... alternativ gefiele es mir aber besser, den vater an dieser stelle zum täter zu machen ... und er raubt/(zerstört, dann anderer Satzbau) ihrem Leben jeden Sinn

    Prechours:
    Und sie nimmt sich ein Messer…
    …und nur der Wind hört ihre Verzweiflung…
    Bei der Reihenfolge stimme ich StayTuned zu

    Chorus:
    Das Messer küsst ganz fest ihr Herz
    Mit Tränen verkündet sie der Schmerz
    Nur tränen zeigen/bezeugen/erzählen von ihrem Schmerz ... verkünden passt gar nicht
    Nur ein stummer Schrei im Wind
    Durchdringt das kalte Kind
    Vielleicht ist „umweht“ das arme/hilflose Kind besser ...
    Ein letzter Schrei im Wind
    Bevor sie geht…
    Mir gefiele es besser hier eine doppelsinnige aussage zu treffen: der ungehört verklingt ... weil das auch deine zentrale aussage von dir ist

    Strophe 3:
    Jetzt liegt das Kind hier ganz allein
    Und niemand fragt sich nach dem Grund
    Und niemand erkennt den wahren Grund ... ich denke schon, dass vor allem die Familie nach dem Grund fragt ... nur: kennt den wahren Grund niemand
    Alle denken ihr Geist wär’ nicht gesund
    war
    Doch diese Gedanken sind nur Schein
    Scheingedanken? Antworten/Erklärungen können Schein sein ...

    Strophe 4:
    Sie blutet langsam aus dem Herz
    Das passt in meinen augen nicht auf die 3. strophe drauf ... die 3. war schon so eine art abschluß/resume ... eine nachrede der hinterbliebenen ... die 4. beginnt vor der 3. (weil das herz jetzt blutet) ...
    Hinaus dringt Blut, Schuld und Schmerz
    Blut ist real ... Schmerz eine Empfindung ... die Schuld erklärungsbedürftig ... das alles würd ich als Aufzählung nicht mischen
    Ihre Seele wird endlich wieder weiß
    Um diesen Satz zu verstehen, müsste das „sich schmutzig und schuldig fühlen“ davor als Wegbereiter erklärt werden ... das versteht sonst niemand, der sich mit dem thema nicht schon mal intensiv beschäftigt hat
    Niemand stört den Traum
    Niemand stört den Traum?
    Und niemand stört den Frieden
    Der 4. strophe springt zwischen gedanken umher, es fehlt ihr in meinen augen an erkennbarem zusammenhalt der aussagen
     
  7. StayTuned

    StayTuned Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.07   #7
    ich seh das ein wenig anders

     
  8. Xeonadus

    Xeonadus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.07   #8
    Erstmal Danke :) Habe nochmal sehr lange davor gesessen und habe mich wirklich mal gefragt was ich mit dem Text bewirken will und hier ist das Endergebnis:


    Strophe 1:
    Jede Nacht, genau zur gleichen Zeit
    Wenn die Sterne friedlich träumen
    Macht sich der Vater auf zu seinem Spiel
    Das Bett der Tochter ist sein Ziel

    Strophe 2:
    Endlich wieder angekommen beim Kind
    Spielt er erneut sein widerliches Spiel
    Für ihre Schmerzen ist er blind
    Der Vater raubt ihren Lebenssinn

    Prechours:
    Die Verzweiflung schenkt ihr ein Messer…
    …Und nur der Wind hört den Schrei…

    Chorus:
    Jeden Abend die gleichen stummen Schreie
    Jeden Abend das gleiche Spiel
    Noch ein letzter Schrei im Wind…
    ein letzter Schrei
    er verklingt und es ist vorbei.

    Strophe 3:
    Jetzt liegt das Kind hier ganz allein
    Und niemand kennt den wahren Grund
    Alle denken ihr Geist war’ nicht gesund
    Doch die Erklärungen wahren nur den Schein

    Prechours:
    Dem Mädchen geht es endlich wieder besser…
    …Der Wind trägt ihren Schrei weit weg…

    Chorus:
    Nie wieder die stummen Schreie
    Nie wieder das böse Spiel
    Nie wieder Schreie im Wind…
    Und der Vater…
    Er sieht sein Kind nie wieder….

    Outro:
    Denn die Qual ist vorbei...
    Es ist vorbei.


    Besser oder schlechter?

    Liebe Grüße

    Euer Xeonadus
     
  9. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 23.07.07   #9
    Also ich finde es besser und klarer.
    Ich stelle auch bei mir immer wieder fest, dass ich durch das Schreiben und die Beschäftigung eigentlich erst darauf komme, was ich wirklich sagen will.

    Das ist einfach ein Prozess (jetzt mal davon abgesehen, dass es Texte gibt, die beim ersten mal schon einfach fließen und so sein müssen) - und ich finde es gut, dass Du Dich darauf einläßt. Das ist paradoxerweise gerade bei den ersten Texten nicht so einfach. Man weiß noch nicht genau was und wie eigentlich und was wirklich besseres scheint einem auch nicht einzufallen ...

    Um so positiver, dass Du das machst. Ich habe das Gefühl, dass sich Deine Texte dadurch gewinnen. Im workshop lyrics gibt es einige Abschnitte über die Arbeit am geschriebenen Text - falls Du da mal reinschauen willst (link in meiner Signatur).

    x-Riff
     
  10. relact

    relact Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 25.07.07   #10
    Hy Xeonadus,

    für mich hat Dein Text durch die Überarbeitung auch spürbar gewonnen.

    Was mir aufgefallen ist: bis zum Ende der dritten Strophe ist er sehr klar ... ab dem Prechorus (würd ich persönlich als Bridge bezeichnen ... ist der üblichere Ausdruck) wird der Text dann doppeldeutig: es kann sowohl sein, dass das Kind tod ist ... als auch, dass es überlebt ... und der Vater auf lebenslänglich einsitzen muß ... das könnte durchaus so interpretiert werden ...

    Eine generelle Bemerkung zu Deinen letzten beiden Texten: die gehen textmäßig fast schon in Richtung Progressiv Rock ... weil Du in beiden auch den Chorus variierst, nicht mal den wiederholst.

    Deutschrock verwendet aber zumeist kurze klare Refrains, die oft wiederholt werden.

    Überleg Dir, wie Euer Konzert von zumindest einer Stunde Länge wirkt, bei dem das Publikum Eure Lieder das erste, zweite oder dritte mal hört ... und die Texte nicht schon vom Radio her kennt ... alles neu!!! .... meine Erfahrung: je eingängiger vor allem der Chorus, desto größer die Akzeptanz und Begeisterung ...

    Greetz relact
     
  11. Xeonadus

    Xeonadus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.07.07   #11
    Hallo Leute,
    Ice und ich haben den Text so angepasst, dass wir den Chorus nun wiederholen können, was meint ihr dazu? Hier das Endresultat:

    Strophe 1:
    Jede Nacht, genau zur gleichen Zeit
    Wenn die Sterne friedlich träumten
    Machte sich der Vater auf zu seinem Spiel
    Das Bett der Tochter war sein Ziel

    Strophe 2:
    Endlich wieder angekommen beim Kind
    Spielte er erneut sein widerliches Spiel
    Für ihre Schmerzen war er blind
    Der Vater raubte ihren Lebenssinn

    Prechours:
    Die Verzweiflung schenkte ihr ein Messer…
    …Und nur der Wind hörte den Schrei…

    Chorus:
    Nun ist sie ganz allein
    Niemand möchte bei ihr sein
    Ihr Vater schenkte unendliche Pein
    Doch er wird nie wieder bei ihr sein

    Strophe 3:
    Jetzt liegt das Kind hier ganz allein
    Und niemand kennt den wahren Grund
    Alle denken ihr Geist war’ nicht gesund
    Doch die Erklärungen wahren nur den Schein

    Prechours:
    Die Verzweiflung schenkte ihr ein Messer…
    …Und nur der Wind hörte den Schrei…

    Chorus:
    Nun ist sie ganz allein
    Niemand möchte bei ihr sein
    Ihr Vater schenkte unendliche Pein
    Doch er wird nie wieder bei ihr sein

    Outro:
    Denn die Qual ist vorbei...
    Es ist vorbei.

    Liebe Grüße

    Euer Xeonadus
     
  12. StayTuned

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    Erstellt: 25.07.07   #12
    du machst es einem echt nicht leicht!

    Es ist flüssiger geworden aber es gibt noch etliche stellen die mich stören. Du solltest dich mal fragen ob alle passagen so überhaupt sinn geben. ein paar, die mir gleich aufgefallen sind, habe ich angemerkt.

    Hier käms mir jetzt großteils auf die umsetzung an denn ich denke nicht dass das von der rhytmik so gut funktioniert wenn musik drüber liegt.

    Musst du entscheiden.
     
  13. Xeonadus

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    Erstellt: 25.07.07   #13
    Hallo Leute,
    erstmal wieder danke für eure Hilfe :) Ich mag es, wenn man mir sagt, wo meine Schwächen liegen, so dass ich mich verbesser kann.

    @StayTuned:
    Kannste mir das mit der Rhythmik nochmal genauer erklären, blicke da nicht ganz durch (Bin eben nicht der Hellste ;) )

    Aber nun zum Text, habe den mal wieder mit kleinen Notizen von mir versehen:

    Strophe 1:
    Jede Nacht, genau zur gleichen Zeit
    Wenn die Sterne friedlich träumten
    Machte sich der Vater auf zu seinem Spiel
    Das Bett der Tochter war sein Ziel

    Strophe 2:
    Endlich wieder angekommen beim Kind
    Spielte er erneut sein widerliches Spiel
    Seine Lust wird zum Schmerz fürs Kind [Also, hier der Vergleich "Dem Vater gehts gut, der Tochter schlecht"]
    Der Vater raubte ihren Lebenswillen

    Prechours:
    Aus Verzweiflung nahm sie sich ein Messer…
    …Und nur der Wind hörte den Schrei…

    Chorus:
    Nun ist sie ganz allein
    Niemand kann mehr bei ihr sein
    Man kommt nicht mehr in ihre Welt hinein [Dachte mir, dass man da bestimmt in seiner eigenen Welt lebt, wenn man Opfer von sowas wird]
    Deswegen wird er nie wieder bei ihr sein [Sie kreiert ihre eigene Welt und lässt ihn einfach nicht rein]

    Strophe 3:
    Jetzt liegt das Kind hier ganz allein
    Und niemand kennt den wahren Grund
    Alle denken ihr Geist war’ nicht gesund [Hier wollte ich sagen, dass alle denken, dass sie verrückt war und dass alle sich somit selbst froh machen ;) So à la "Da war nichts, also macht es auch nichts, wenn ich nicht geholfen habe"]
    Doch die Erklärungen wahren nur den Schein

    Prechours:
    Aus Verzweiflung nahm sie sich ein Messer…
    …Und nur der Wind hörte den Schrei…

    Chorus:
    Nun ist sie ganz allein
    Niemand kann mehr bei ihr sein
    Man kommt nicht mehr in ihre Welt hinein
    Deswegen wird er nie wieder bei ihr sein

    Outro:
    Denn die Qual ist vorbei...
    Es ist vorbei.

    Ich hoffe, dass man merkt, dass ich mich sehr mit dem Text beschäftige. Ich freu mich schon auf eure Kommentare :)

    lg Xeonadus
     
  14. StayTuned

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    Erstellt: 26.07.07   #14
    Guten morgen Xeonadus,

    ich denke du solltest jetzt nicht anfangen und sofort dinge ändern die wir kritisiert oder bemerkt haben.

    Es ist immernoch DEIN Text und du musst dahinter stehen können.


    Zur Rhytmik. Das bedeutet dass ich nicht sicher bin ob du den Text wie er ist flüssig und ohne seltsame Betonungen in ein Melodieschema bringen kannst.
    Dazu schlage ich dir vor, dir mal den Workshop Lyrics zu Gemüte zu führen.
    Da sind viele wertvolle Tipps drin vom der Ideenfindung bis zum fertigen Text.

    Ansonsten zu den Verbesserungen. Lass sowas immer mal ein paar Tage sacken wenn du zweifelst. Drauf los raten und Passagen ändern nur damits anderen gefällt ist auch nicht Sinn und Zweck!

    Nice day...hau rein!
     
  15. relact

    relact Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.07.07   #15
    Hy Xeonadus,

    das wollt ich auch so in der Art schreiben ... StayTuned hat da was sehr wichtiges angesprochen ... weil Du zum Teil sehr, sehr umfassende Änderungen gemacht hast ... der Text ist "fertig" ... wenn Du damit zufrieden bist ... zumindest vorläufig (man weiß ja nie ;) sh den Thread: when is a song done) .. sonst werden das Endlosschleifen und Du verwendest viel Energien, die Du schon auf neue Texte oder die musikalische Umsetzung legen könntest!

    Außerdem: wie Du sicher schon bemerkt hast: manche Feedbacks widersprechen einander. Damit wird es auch keine Version geben, die allen gefällt ... wie bei allem im Leben halt ;)

    Mir persönlich hat die Fassung in der Gegenwart besser gefallen ... die Gegenwart ist der Ort des Geschehens, warum gute Bücher und Texte zumeist in dieser Zeitform geschrieben sind .... damit man"mitfiebern" kann ... die Version in der Vergangenheit wirkt ein bischen wie ein Schul-Aufsatz ... wenig spannend ...

    ich seh kein Problem, den wiederholungsfähigen Refrain mit Strophe im Präsens zu kombinieren.

    Du siehst .. die Anregungen nehmen einfach kein Ende ... ;)

    So long!

    An dieser Stelle wünsch ich der Lyrics Community einen schönen Sommer ... ich bin die nächsten Wochen kaum da!

    relact
     
  16. StayTuned

    StayTuned Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.07   #16
    @ relact

    da hast du recht, denn schon wieder sind wir verschiedener meinung lol

    imho ist past tense die meist verwendete zeitform

    wünsch dir nen schönen Urlaub! ;o) (wenns wg urlaub ist)
     
  17. relact

    relact Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.07.07   #17
    es lebe die meinungsvielfalt und die buntheit der geschmäcker! :great: nur: armer xeonadus .... jetzt mußt du eigene farbe bekennen ;) ich find das sehr anregend und spannend ... wie sich unterschiedliche denkansätze entwickeln ... bin gespannt, wie du hier weiter machst!

    da hast du ganz sicher recht! jetzt kommt das aber: die mehrheit der bücher und texte würde ich aber nicht mit "gut" oder "sehr gut" bewerten ... past tense ist so eine art nachhall von erlebnisaufsätze, die man zu schulzeiten bis zum umfallen geschrieben hat ... mehrheit war noch nie ein qualitätskriterium ... eher das gegenteil ... imho ... eine orientierungshilfe für den durchschnitt ;) ... handlung hat präsenz und wirkung ... ist spannend ... wenn sie hier und jetzt passiert ... presens = Präsenz

    wie auch immer: danke für die urlaubswünsche ... ja ... es ist urlaub ... unterbrochen nur für ... ja was wohl? ... blöde frage ... bühnenpräsenz ... hat auch irgendwie mit präsenz zu tun ;)
     
  18. StayTuned

    StayTuned Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.07   #18
    wir sprechen aber noch von songtexten nicht von bücher oder geschichten, oder? na gut sei wie es sei!

    yo dir viel erfolg relact! hau rein...
     
  19. relact

    relact Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.07.07   #19
    mit texte meinte ich lieder texte ...

    ich könnte mir sogar vorstellen, dass deutschrock (xeonadus genre) überwiegend in gegenwart geschrieben ist .. sogar vor past tense ... wäre interessant das mal nachzuprüfen
     
  20. Xeonadus

    Xeonadus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.07   #20
    Erstmal wieder danke für eure Meinungen :) Ihr habt gerade den Grund für eins meiner privaten Probleme gefunden ;) Ich versuchs immer jedem Recht zu machen und vergess dabei manchmal meine Interressen ;)
    Naja auf jeden Fall lass ich den Songtext mal ein, zwei Tage liegen und geh dann mit neuer Energie mal ran und poste hier die neue Version :)
     
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