winter- deutsch

von Kornhulio, 28.03.07.

  1. Kornhulio

    Kornhulio Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.07   #1
    verdammt, seh gerade, dass es schon einen text mit thema winter gibt... naja, hier meine version.
    das ganze stelle ich mir als melancholische balade ala eisregen vor...
    also in den ersten zwei strophen zwar ruhig und traurig, aber schon mit fieser stimme, gegen ende darfs dann härter werden.
    hier der text:

    winter

    erst flocken im schein der lampe
    die licht mir keines spenden will
    ein winde weht von der ferne her
    was ewig ich zum schlafe schickte

    das feuer das nur schwach noch brennt
    dem sturme wie eine kerze weicht
    der wille der vor jahrn gebrochen
    nicht einmal mehr zum leben reicht

    die welt versinkt im weissen tosen
    kein lichtblick bricht die dunkelheit
    farblosigkeit die welt welt regiert
    weiss auf schwarz es ist soweit

    [BRIDGE]
    dunkelheit befällt das herz
    sie in mir wie ein tumor reift
    sehnsucht zerfrisst mich ganz
    wenn einsamkeit nach meiner seele greift
    [BRIDGE]

    im winter ist die nacht so lang
    die zeit des tags wird allzu kurz
    auch lampen schenken bald kein licht
    zerbrechen an der wand aus eis

    die kälte lässt die glieder sterben
    der frost er frisst sich tief ins herz
    die lunge sich mit trauer füllt
    des todes freund ist kalter schmerz

    die sinne hat der schnee genommen
    was bleibt ist nur die bitterkeit
    ein sturm der wütend um mich tobt
    wie ein kind das nach erlösung schreit

    [BRIDGE]
    dunkelheit befällt das herz
    sie in mir wie ein tumor reift
    sehnsucht zerfrisst mich ganz
    wenn einsamkeit nach meiner seele greift
    [BRIDGE]

    [REFRAIN]
    zu lange schon warte ich darauf
    was mir der winter bringen wird
    die kälte sie leitet mich
    in dunklen stunden ist mein hirt
    wohin wird mich die nacht geleiten
    die bald im winter ewig währt
    der tod steht lächelnd nebenan
    mein ewig treuer weggefährt
    [REFRAIN]

    der sturm hat seine pflicht erfüllt
    die welt im weissen schnee erstickt
    beruhigt hat sich alsbald der wind
    die welt vom weissen schnee erdrückt

    das blut im körper ist gefroren
    der blick ist leer und dennoch fest
    der mensch beginnt erst dann zu denken
    wenn jeder schritt auch spuren hinterlässt

    und so geh ich raus aufs feld
    ein weisses mehr das mich umgibt
    gefühle bloss noch in gedanken
    doch auch ich hab einst geliebt

    was nützt mir all das hier?
    hier am ende dieser welt
    der frost fährt in den körper
    der auf kalte erde fällt

    ein paar stunden noch
    der letzte kampf beginnt
    mein letzter atemzug
    das letzte licht verrinnt

    [SOLO]

    [BRIDGE]
    dunkelheit befällt das herz
    sie in mir wie ein tumor reift
    sehnsucht zerfrisst mich ganz
    wenn einsamkeit nach meiner seele greift
    [BRIDGE]

    [REFRAIN]
    zu lange schon warte ich darauf
    was mir der winter bringen wird
    die kälte sie leitet mich
    in dunklen stunden ist mein hirt
    wohin wird mich die nacht geleiten
    die bald im winter ewig währt
    der tod steht lächelnd nebenan
    mein ewig treuer weggefährt
    [REFRAIN]
     
  2. Kornhulio

    Kornhulio Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.07   #2
    hey, wie fies, ein paar kommentare, kritiken oä. wären irgendwie nett ^^
     
  3. stylemaztaz

    stylemaztaz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.07   #3
    kann nicht viel dazu sagen...klingt für mich nicht-deutsche-lieder-hörer nach rammstein.
    aber was soll diese zeilen bedeuten?

    "farblosigkeit die welt welt regiert"

    refrain klingt sehr gut!

    greetz

    stylemaztaz
     
  4. Kornhulio

    Kornhulio Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.07   #4
    farblosigkeit regiert die welt:
    soll den schwarz weiß kontrast noch einmal hervor heben... schwarz der langen winternacht, weiss des schnees... ist halt eher bildlich gemeint.

    edit:
    aber schonmal danke für den post ^^
     
  5. darknezzz

    darknezzz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.07   #5
    Ich mag den Text. Irgendwie habe ich die ganze Zeit darauf gewartet, dass irgendwelche "Splatter-Stellen" kommen, aber das blieb dann doch - zu Gunsten des Textes- aus.
    Wenn du den mal in ein Booklet oder so drucken möchtest, müssen Natürlich noch Groß- und Kleinschreibung und Satzzeichen verbessert bzw überhaupt beachtet werden, aber das kann man ja noch immer machen.

    Ich habe noch ein paar Zeilen rausgeschrieben, die ich irgendwie was "kantig" fand. Vielleicht geht's auch nur mir so, aber du kannst ja mal schauen...

    ------
    erst flocken im schein der lampe

    -> erste, oder tatsächlich erst?

    [...]

    sie in mir wie ein tumor reift

    -> Du verwendest zwar im Text öfter verdrehte Satzstellungen,
    aber das hier finde ich etwas unglücklich..

    [...]

    die kälte sie leitet mich
    in dunklen stunden ist mein hirt

    -> die erste Zeile finde ich irgendwie zu kurz, sie stört etwas den Rhythmus, aber vielleicht ist das beim singen egal.
    Den zweiten Satz finde ich auch etwas seltsam.
    Ginde vielleicht stattdessen eher:
    "die kälte leitet mich
    in dunklen stunden ist sie mein hirt
    "
    oder würde das die Aussage zerstören?
    Auch wenn's dann natürlich noch kürzer ist...

    [...]

    der mensch beginnt erst dann zu denken
    wenn jeder schritt auch spuren hinterlässt

    -> Den Satz finde ich in seiner Aussage toll, aber irgendwie stört mich da was. Mal ein paar Vorschläge:

    "wenn sein Schritt spuren hinterlässt"
    "wenn jeder Schritt auch spuren lässt"

    oder sowas halt...
    [...]

    ------
    Vielleicht ist ja was hilfreiches dabei...
     
  6. Kornhulio

    Kornhulio Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.07   #6
    ja, danke für den beitrag!
     
  7. Kornhulio

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    Erstellt: 03.04.07   #7
    hey... ich hatte eigentlich gehofft ein paar mehr kommentare zu bekommen...

    bin für alle kritik offen ^^
     
  8. Wüstenstaub

    Wüstenstaub Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.04.07   #8
    auf welchen stand ist der text jetzt ? hab die übersicht verloren :D
     
  9. Kornhulio

    Kornhulio Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.07   #9
    aktuelle version:

    winter

    erste flocken im schein der lampe
    die licht mir keines spenden will
    ein winde weht von der ferne her
    was ewig ich zum schlafe schickte

    das feuer das nur schwach noch brennt
    dem sturme wie eine kerze weicht
    der wille der vor jahrn gebrochen
    nicht einmal mehr zum leben reicht

    die welt versinkt im weissen tosen
    kein lichtblick bricht die dunkelheit
    farblosigkeit die welt welt regiert
    weiss auf schwarz es ist soweit

    [BRIDGE]
    dunkelheit befällt das herz
    sie in mir wie ein tumor reift
    sehnsucht zerfrisst mich ganz
    wenn einsamkeit nach meiner seele greift
    [BRIDGE]

    im winter ist die nacht so lang
    die zeit des tags wird allzu kurz
    auch lampen schenken bald kein licht
    zerbrechen an der wand aus eis

    die kälte lässt die glieder sterben
    der frost er frisst sich tief ins herz
    die lunge sich mit trauer füllt
    des todes freund ist kalter schmerz

    die sinne hat der schnee genommen
    was bleibt ist nur die bitterkeit
    ein sturm der wütend um mich tobt
    wie ein kind das nach erlösung schreit

    [BRIDGE]
    dunkelheit befällt das herz
    sie in mir wie ein tumor reift
    sehnsucht zerfrisst mich ganz
    wenn einsamkeit nach meiner seele greift
    [BRIDGE]

    [REFRAIN]
    zu lange schon warte ich darauf
    was mir der winter bringen wird
    die kälte sie leitet mich
    in dunklen stunden ist mein hirt
    wohin wird mich die nacht geleiten
    die bald im winter ewig währt
    der tod steht lächelnd nebenan
    mein ewig treuer weggefährt
    [REFRAIN]

    der sturm hat seine pflicht erfüllt
    die welt im weissen schnee erstickt
    beruhigt hat sich alsbald der wind
    die welt vom weissen schnee erdrückt

    das blut im körper ist gefroren
    der blick ist leer und dennoch fest
    der mensch beginnt erst dann zu denken
    wenn jeder schritt auch spuren lässt

    und so geh ich raus aufs feld
    ein weisses mehr das mich umgibt
    gefühle bloss noch in gedanken
    doch auch ich hab einst geliebt

    was nützt mir all das hier?
    hier am ende dieser welt
    der frost fährt in den körper
    der auf kalte erde fällt

    ein paar stunden noch
    der letzte kampf beginnt
    mein letzter atemzug
    das letzte licht verrinnt

    [SOLO]

    [BRIDGE]
    dunkelheit befällt das herz
    sie in mir wie ein tumor reift
    sehnsucht zerfrisst mich ganz
    wenn einsamkeit nach meiner seele greift
    [BRIDGE]

    [REFRAIN]
    zu lange schon warte ich darauf
    was mir der winter bringen wird
    die kälte sie leitet mich
    in dunklen stunden ist mein hirt
    wohin wird mich die nacht geleiten
    die bald im winter ewig währt
    der tod steht lächelnd nebenan
    mein ewig treuer weggefährt
    [REFRAIN]
     
  10. Wüstenstaub

    Wüstenstaub Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.07   #10

    Joa also echt 'n guter text wofür man zeit braucht...
    hoffe es sind nicht zuviele rechtschreibfehler drin in meinem feedback;)


    grüße
     
  11. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 05.04.07   #11
    Hi Kornhulio,
    ich habe ja nun schon ein paar Sachen von Dir gelesen, die ich auch gut finde. Mit Sprache kannst Du jedenfalls eindeutig umgehen.
    Insofern gehe ich davon aus, dass Du Dich bewußt einer antiquierten, sehr lyrischen Sprache bedienst (die licht mir keines spenden will statt die kein licht mir spenden will oder Winde statt Wind) und damit bewußt eine bestimmte Wirkung erzielen willst.

    Die Wirkung würde ich als distanzierend beschreiben, als in der Tradition eher sentimentaler (ist nicht negativ gemeint), schwermütiger, romantischer Dichtung.

    Im Zusammenhang mit einer Musik, die vielleicht kontrastierend wirkt, kann das sehr reizvoll sein. Mein Ding ist es nicht so - aber darauf kommt es ja nicht an. Ich denke auch nicht, dass ich hingehen sollte und Dir Alternativen zu Deiner Schreibweise/Deinem Stil nennen sollte. Ich schaue jetzt einfach (noch mal) drüber und schreibe, was mir unter den genannten Vorzeichen auffällt:


    winter

    erste flocken im schein der lampe
    die licht mir keines spenden will
    ein winde weht von der ferne her
    beim "der" würde ich mal eine Streichung versuchen
    was ewig ich zum schlafe schickte

    das feuer das nur schwach noch brennt
    evtl: das feuer, welches schwach noch brennt
    dem sturme wie eine kerze weicht
    evtl: gleich einer statt wie eine
    der wille der vor jahrn gebrochen
    nicht einmal mehr zum leben reicht

    die welt versinkt im weissen tosen
    kein lichtblick bricht die dunkelheit
    farblosigkeit die welt welt regiert
    weiss auf schwarz es ist soweit

    [BRIDGE]
    dunkelheit befällt das herz
    evtl: mein statt das
    sie in mir wie ein tumor reift
    sehnsucht zerfrisst mich ganz
    wenn einsamkeit nach meiner seele greift
    evtl: wenn streichen
    [BRIDGE]

    im winter ist die nacht so lang
    die zeit des tags wird allzu kurz
    evtl: wird streichen
    auch lampen schenken bald kein licht
    zerbrechen an der wand aus eis

    die kälte lässt die glieder sterben
    der frost er frisst sich tief ins herz
    die lunge sich mit trauer füllt
    des todes freund ist kalter schmerz

    die sinne hat der schnee genommen
    was bleibt ist nur die bitterkeit
    ein sturm der wütend um mich tobt
    wie ein kind das nach erlösung schreit
    evtl. das wie streichen

    [BRIDGE]s.o.
    dunkelheit befällt das herz
    sie in mir wie ein tumor reift
    sehnsucht zerfrisst mich ganz
    wenn einsamkeit nach meiner seele greift
    [BRIDGE]

    [REFRAIN]
    zu lange schon warte ich darauf
    was mir der winter bringen wird
    die kälte sie leitet mich
    in dunklen stunden ist mein hirt
    die beiden Zeilen sind glaube ich grammatikalisch komisch: wer ist das Subjekt im Satz: in dunklen stunden ist mein hirt? wenn kälte, dann: ist sie oder umstellen: ist in dunklen stunden mein hirt
    wohin wird mich die nacht geleiten
    die bald im winter ewig währt
    der tod steht lächelnd nebenan
    mein ewig treuer weggefährt
    [REFRAIN]

    der sturm hat seine pflicht erfüllt
    die welt im weissen schnee erstickt
    beruhigt hat sich alsbald der wind
    die welt vom weissen schnee erdrückt

    das blut im körper ist gefroren
    der blick ist leer und dennoch fest
    der mensch beginnt erst dann zu denken
    wenn jeder schritt auch spuren lässt

    und so geh ich raus aufs feld
    ein weisses mehr das mich umgibt
    meer?
    gefühle bloss noch in gedanken
    doch auch ich hab einst geliebt

    was nützt mir all das hier?
    evtl: dies statt das
    hier am ende dieser welt
    der frost fährt in den körper
    der auf kalte erde fällt

    ein paar stunden noch
    der letzte kampf beginnt
    mein letzter atemzug
    das letzte licht verrinnt

    [SOLO]

    [BRIDGE]s.o.
    dunkelheit befällt das herz
    sie in mir wie ein tumor reift
    sehnsucht zerfrisst mich ganz
    wenn einsamkeit nach meiner seele greift
    [BRIDGE]

    [REFRAIN]
    zu lange schon warte ich darauf
    was mir der winter bringen wird
    die kälte sie leitet mich
    in dunklen stunden ist mein hirt
    wohin wird mich die nacht geleiten
    die bald im winter ewig währt
    der tod steht lächelnd nebenan
    mein ewig treuer weggefährt
    [REFRAIN]


    Herzliche Grüße,

    x-Riff

    P.S.:
    Bin meines Wissens nach auch noch nicht erfroren, aber es muss ein schöner Tod sein: man wird müde, schläft ein und der Körper verabschiedet sich langsam: also kein Krampf, kein Zucken, kein Aufbäumen, keine Schmerzen - ein langsames Gleiten ins ewige Dämmern (moment - ich mach mal grad die Heizung an: das wird mir zu verführerisch).
     
  12. Kornhulio

    Kornhulio Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.07   #12
    oha, ich seh gerade meer mit eh geschrieben ^^ peinlich peinlich

    die vielen tipps bezüglich des streichens von wörtern: muss man schaun wies passt, wenn man es denn tatsächlich singt... von wegen takt und so...

    satec: in der ersten strophe ist die lampe ja nicht aus... das "die licht mir keines spenden will" ist ja eher metaphorisch gemeint... wie eigentlich alles andere auch ^^ sie brennt halt, es bringt nur nix

    danke für die kommentare
     
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