Eine systematische Anleitung...?

  • Ersteller Khronos
  • Erstellt am
K
Khronos
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
20.11.12
Registriert
19.03.12
Beiträge
2
Kekse
0
Hallo :)

... nachdem ich seit einigen Tagen im Hintergrund dieses Forums mitlese, habe ich mich nun dazu entschlossen
mich mit meinen (sehr typischen) Anfängerproblemen an euch zu wenden.

Vor kurzem habe ich mir einen großen Traum erfüllt und eine Querflöte erworben, meine Wahl fiel hierbei aus
puren finanziellen Gründen auf die Startone SFL-55. Zwar bin ich auch an örtlichen Musikhäusern
vorstellig geworden und habe mich nach Leihinstrumenten erkundigt, jedoch sind Leihgebühren ab
30 € / Monat für einen Studenten wie mich nicht tragbar. Finanzielle Unterstützung meiner Eltern
konnte ich ebenfalls im vornherein ausschließen da sie nichts von Musik halten und sogar in meiner
Kindheit verboten haben ein Instrument zu lernen. Ich will allerdings nicht näher auf Gründe u.a. eingehen
um evtl. abwegige Diskussionen zu verhindern.

Ebenso fällt für mich aus zeittechnischen (und den finanziellen) Gründen Unterricht
bei einem/einer Lehrer(-in) flach.

Aber kommen wir zum Kern, nach 6 Wochen:

- Ansatzprobleme -> Ich treffe kaum einen Ton und wenn bricht er mittendrin ab, starkes Rauschen
- Haltungsprobleme -> Flöte "rollt ab", Arm- und Nackenschmerzen nach ca. 30 min. "üben"
- Notenlesen -> bisher habe ich sehr simple Kinderlieder wie bspw. -Alle meine Entchen-
hergenommen und die Notenwerte über die Zeilen geschrieben, allerdings
habe ich mich natürlich noch weiter informiert und ich fühle mich von der
schieren Informationsflut und Fachwörtern erschlagen (... sechzehntel, vorzeichen, dur-moll!?!)


Meine zentrale Frage an euch, wie gehe ich systematisch vor um Stück für Stück Erfolge zu erzielen?
Wie würde beim profesionellen Unterricht vorgegangen werden? Natürlich, einige Bruchstücke findet man hier nach
Benutzung der Suchfunktion, aber ich möchte mit diesem Thread hier auch erreichen, eine
Art Anleitung für alle bereitzustellen die in ähnlichen Situationen wie ich sind aber auch
für alle Autodidakten da draußen. Vielleicht erreicht es sogar die Qualität für ein FAQ/Workshop.

Geht am besten mal davon aus, dass am absoluten Punkt 0 begonnen wird.

Zu guter letzt, Danke im vorraus für alle hilfreichen Beiträge!

Grüße,
Khronos
 
Eigenschaft
 
Hallo Khonos!

Ohne fachliche Unterstützung wird es vermutlich sehr schwer werden, deine Probleme zu lösen. Tu dir selber den Gefallen, und lass dir zumindest den Ansatz und die Haltung von jemandem zeigen, der sich auskennt. Es gibt so viele Möglichkeiten, dabei etwas falsch zu machen, dass es ohne dich zu sehen und zu hören praktisch unmöglich ist, dir den richtigen Tipp zu geben.

Im Anfängerunterricht beginnt man gewöhnlich mit Ansatz- und Anstoßübungen nur mit dem Kopfstück, um zunächst eine gewisse Kontrolle über den Ton zu erlangen. Danach hältst du dich am besten an eine gute Querflötenschule, die langsam Schritt für Schritt den Tonumfang erweitert. Dabei wird dann auch die Theorie ganz nach Bedarf mit eingeführt. Lass dir ganz viel Zeit und versuch nicht zu viel auf einmal. "Alle meine Entchen" ist z.B. vom Tonumfang her denkbar ungeeignet. Man fängt an mit den Tönen von g1-h1, allenfalls bis c2. Damit hast du mindestens 1-2 Wochen zu tun, bis die wirklich sauber kommen und du die Wechsel sicher beherrschst.
 
Hallo Khronos - willkommen im Musiker-Board!

Nur zu einem Punkt...:

Ich will allerdings nicht näher auf Gründe u.a. eingehen um evtl. abwegige Diskussionen zu verhindern.

Diskussionen verhindern können und wollen wir Moderatoren und auch der Boardbetreiber nicht. Auch ein Threadstarter kann nicht einfach vorgeben, wie eine Diskussion zu verlaufen hat. Lediglich die Board-Regeln müssen eingehalten werden, aber unter dieser Voraussetzung kann hier alles mögliche diskutiert werden, was zu deinem Thread passt.

Harald
 
Vielleicht findest Du einen Musikverein der Nachwuchs ausbildet. Ist wohl nicht nur bei uns im Verein "fast umsonst" - (wnn nichg ganz für umme fällt oft nur ein ganz geringer Betrag an) - übringens auch in einem Spielmannzug kann man die Haltung/Ansatz und sonstige Grunddinge sicherlich lernen.

Gemeinsam mit anderenen musizieren/lernen macht sowieso viel mehr Spaß wie alleine im Kämmerlein.

VG Thomas
 
Hallo,

ich bin nun nicht der Querflötenspezialist aber einmal grundsätzlich gesagt: ohne fachliche Anleitung wirst du dir sehr schwer tun und ein paar Fehler im Ansatz, Tonbildung, Atemtechnik etc werden dir ganz bestimmt erhalten bleiben, diese sind später auch wieder nur recht mühsam zu korrigieren. Einmal vorausgesetzt du willst eine bestimmte Qualität erreichen und nicht nur in der Freizeit mit den Vöglen um die Wette pfeifen.

Wenn du dann absolut keinen Lehrer/in oder erfahrenen Flötenspieler/in (wie wär's denn mit eine flötenden Freundin ;) ) finden kannst, dann würde ich dir raten zumindest ein paar Euros in eine gute Schule zu investieren.
Bei uns benutzt zur Zeit ein halber Autodidakt diese hier: http://www.amazon.de/Querflöte-spie...5808/ref=sr_1_6?ie=UTF8&qid=1332322329&sr=8-6

Er findet die beiliegende CD recht gut, da er dann zumindest hören kann wie es klingen soll.

Aber mal egal wie, am Anfang hängen die Trauben hoch - aber man kann sie schon mit etwas Geduld und Ausdauer pflücken.

Grüße und viel Spass

atrofent
 
Hi,
ich bin selber Autodidakt, der die Querflöte mit Klavier-Vorwissen erlernt hat und eigentlich ein Freund vom ohne-Lehrer-lernen - aber wenn ich dein Posting so lese, glaube ich, dass es wirklich besser für dich wäre, ein paar Stunden zu nehmen. Speziell Schmerzen beim Spielen sind ein untrügliches Zeichen dafür, dass du irgendwas wirklich _falsch_ machst - und da per schriftlicher Ferndiagnose ranzugehen ist unmöglich. Und wenn du's erzwingst und übertreibst, können sogar bleibende Schäden entstehen, also sei bitte vorsichtig. Nimm da lieber 100 Euro in die Hand und such dir einen Lehrer - ich würde mal sagen, wenn du nicht gerade zu einem Uni-Professor gehst und der Lehrer modern genug ist, Videoaufnahmen (Handy!) seiner Haltung und sowas zu erlauben, kommst du damit schon verdammt weit, bis zu vier Stunden dürften drinsitzen.

Grüße,
shib
 
Nun, nachdem die Resonanz so war wie ich unterbewusst erwartet hatte und selbst Autodidakten dieser beipflichten werd ich wohl in den sauren Apfel beißen
und zumindest ein paar wenige Stunden nehmen um die grundlegensten Dinge zu erarbeiten. Den Tipp mit dem Video werde ich auf jeden Fall berücksichtigen.

Eventuell hab ich auch einfach mal einen kleinen Wachrüttler gebraucht um zu verstehen das ich "wirklich etwas falsch mache"...

Danke an alle für die Unterstützung und wirklich hilfreichen Beiträge!

Grüße,
Khronos
 
Den Nackenbeschwerden solltest du unbedingt nachgehen. Ich muss meine Flöte deshalb wieder verkaufen, was für mich sehr bitter ist. Lass besser vorher abklären, ob du eine Vorschädigung hast oder die Flöte nur falsch hältst. Ich finde es gut, dass du jetzt Unterricht nehmen willst.
 
Hi,
habe mir als Autodidakt selbst auch einiges falsch eingelernt und kann also den Gang zu einem Lehrer ebenso nur empfehlen. Ich nehme zwar nur selten Unterricht (ganz am Anfang öfters, jetzt sind oft mehrere Monate Pause dazwischen) aber den finde ich für mich schon hilfreich und das Spielen macht mit der richtigen Technik einfach viel mehr Spaß! :) Nackenbeschwerden durchs Spielen habe ich auch, allerdings sind die mit ein paar einfachen Turnübungen meist schnell wieder weg. Falls sie trotz richtiger Haltung bestehen bleiben, schau doch mal bei einem Physiotherapeuten oä. vorbei. Manchmal reichen ein paar kleine, gezielte Ausgleichsbewegungen und es wird wieder besser.
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben