„Einfaches“ Wireless-In-Ear-Monitoring via Audio-Interface

von e.no, 25.01.17.

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  1. e.no

    e.no Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.01.17   #1
    Hallo Gemeinde,

    ich hatte es schon fleißig per Google und mit ein paar Artikeln zur allgemeinen Wireless-Monitoring-Angelegenheit versucht, aber bin für meinen Fall nicht ganz schlau daraus geworden und hoffe, ein paar Anregungen von Euch erfahren zu können. Bitte verweist mich alternativ auf einen Thread, falls ich den trotz Suche nicht gefunden haben sollte, der das Thema schon erschöpfend behandelt :).

    tl;dr: Ich suche eine (zu einem i.d.R. vorhandenen Hauptmonitoring zusätzliche) drahtlose Monitoringlösung, die sich aus einem Audio-Interface via Laptop auf der Bühne speist und entweder einen oder zwei verschiedene Mixe an zwei Empfänger sendet.

    Ich trete derzeit in zwei Konstellationen auf:
    Einmal solo in elektronischem Gewand mit Keys, Computer (Ableton Live etc.) und Gesang. Alle drei Sachen laufen über ein Audio-Interface, was ich ebenso fürs minimale Monitoring benutze, um vor allem den Click zu hören; in den meisten Fällen wird es auch in Zukunft noch ein zusätzliches Monitoring auf der Bühne, vom Mixer kommend, geben, mitunter soll aber auch das komplette Monitoring aus dem Interface kommen. Abhilfe schafft hier momentan ein langes Klinkeverlängerungskabel und In-Ears. Funktioniert.
    Die zweite Konstellation ist ähnlich, bis auf dass ich einen Freund begleite und wir also zweimal Monitoring, wahrscheinlich aber nur zwei identische Mixe auf den Ohren bräuchten. Genug Kanäle dafür sind im Interface vorhanden.

    Meine Frage hierzu: Ich träume schon eine Weile davon, das kabellos zu realisieren, um mehr Bewegungsfreiheit zu bekommen. Nun habe ich mitbekommen, dass das natürlich möglich ist :), aber nicht ohne Umstände, da offenbar ja allein die Wahl der Frequenz Probleme bergen kann. Gibt es unter Euch Musiker, die ein ähnliches Setup haben und etwas empfehlen können — oder sollte man das eher den Großen (Bühnen) überlassen?
    Wir treten vorerst in eher kleinem Rahmen auf und hätten gern eine nicht überfrachtet teure, aber verlässliche (!) und solide Wireless-In-Ear-Lösung, womit wir auch (möglichst) unabhängig vom Veranstalter sind, gerade auch wenn wir unser eigenes Equipment verwenden. Falls es nicht ohnehin Quatsch, weil zu kompliziert für den Nutzen, ist, könnt Ihr eine Variante für die Version „ein Mix = zwei Empfänger“ und eine für die Version „zwei Mixe = jeweils ein Empfänger“ empfehlen? Gefragt sind sowohl Sender als auch Empfänger. Und mögliche Fallstricke.


    Viele Grüße & danke im voraus

    e.no
     
  2. dr_rollo

    dr_rollo Mod Musik-Praxis Moderator HFU

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    Erstellt: 31.01.17   #2
    Wenn ich das richtig verstehe, hast Du im Prinzip das Monitoring schon über das Audio-Interface realisiert, willst das Signal jetzt nur noch drahtlos übertragen.
    Ab gut 200EUR gibt es bereits System, wie das LD MEI 100, die durchaus tauglich für die Bühne sind. Davon zwei System und Du kannst zwei unabhängige Stereosignale schicken. Der Frequenzbereich von 823-832 und 863-865MHz ist anmeldfrei nutzbar. Ich würde - wie bei dem genannten System der Fall - nur ein System nehmen, bei dem man die Frequenzen variieren kann, also kein System mit einer vorgegebenen festen Frequenz.
     
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  3. e.no

    e.no Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.01.17   #3
    Hi @dr_rollo ,

    danke, der Hinweis ist großartig. Also ist es nicht sinnvoll (oder möglich?), gleich ein Zweikanalsystem zu kaufen, sondern eher praktisch, zwei einzelne Systeme zu erstehen? Was ist denn der mögliche Vorteil eines teureren Systems gegenüber diesem, das Du verlinkt hast?

    Ich bin Dir dankbar, und ja, Du hast die Lage richtig erkannt, es ist nur noch der Weg vom Signal bis zu uns/mir zu gestalten :).


    Viele Grüße

    e.no
     
  4. Wil_Riker

    Wil_Riker Helpful & Friendly Akkordeon-Mod Moderator HFU

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    Erstellt: 02.02.17   #4
    Hallo e.no.

    Die meisten IEM-Systeme, auch die "einfachen", funken sowieso zweikanalig, d. h. Stereo oder 2x Mono. Ob Du unbedingt einen Stereomix brauchst (oder den "Dual Mono"- bzw. Focus-Modus, bei dem Du zwei Aux-Signale selbst am Bodypack-Empfänger mixt) , musst Du selbst entscheiden. Ggf. hilft Dir mein Review weiter, in dem ich auch die Grundlagen etwas beleuchtet habe:
    LD Systems MEI 1000 G2 In-Ear Monitoring System

    Verarbeitung, Features, Lieferumfang etc.
     
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  5. e.no

    e.no Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.17   #5
    Oh, wow, das ist sehr informativ und hilft mir auf jeden Fall weiter. Da mir Mono vorerst ganz sicher ausreichen wird (Stereo klingt schöner, bislang soll es ja aber ohnehin hauptsächlich zusätzliches Monitoring sein), könnte ich also jetzt schon zwei (Mono-)Signale einschleusen und auch weiterleiten (durch die L/R-Anteil-Weiche im Empfänger, soweit ich Dein Review verstand). Klasse!

    Okay, ich bin mir sicher, das kommt dann, wenn man andere Formate spielt, andere Bühnen und doch anspruchsvoller wird. Soweit ich sehe, ist der Sprung zu noch höherer Qualität dann doch immens. Ich wollte nur verhindern, zu Anfang etwas zu kaufen, das schnell zu gering/wenig/schlecht wird, das scheint hier aber nicht unbedingt der Fall sein.

    Danke vielmals!
     
  6. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

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    Erstellt: 02.02.17   #6
    Richtig - du kannst zwei Mono-Signale einspeisen. Beim 1000er kannst du die sogar direkt am Bodypack zueinander mischen.
    Beim kleinen 100er geht das nicht - da musst du es am Sender oder am Pult machen.
    Desweiteren ist wohl beim 1000er gegenüber dem 100er das Rauschverhalten verbessert. Aber für kritische Ohren rauscht das 1000er anscheinend immer noch - wobei man das wahrscheinlich differenziert betrachten muss.
    bzw. im Live-Betrieb mit dem ganzen Lärm drumrum spielt das vermutlich nur noch eine sekundäre Rolle.
     
  7. e.no

    e.no Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.17   #7
    Oha, dann aber sicherlich nicht für zwei Sender separat, will sagen: Ich kann nicht einem Empfänger das linke und einem das rechte Signal schicken?

    Das wäre dann glaube ich eines der Kriterien, die für das bessere der beiden Geräte sprechen könnte. Gerade wenn es deutliche Unterschiede im Rauschverhalten gibt.
     
  8. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

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    Erstellt: 02.02.17   #8
    Du hast hinten am 100er Sender zwei XLR-Eingänge vom Mischpult. Und die schickst du beide auf alle verbundenen Bodypacks.
    Das Lautstärke-Verhältnis der beiden Eingänge regelst du entweder am Mischpult oder am Sender und ist dann auf allen verbundenen Bodypacks gleich.

    Beim 1000er hast du am Bodypack einen Regler, so dass du Signal 1 und Signal 2 individuell pro Bodypack zueinander regeln kannst.
    Und da der Aufpreis zwischen 100er und 1000er nur geringfügig ist, wäre die Diskussion für mich eigentlich überflüssig......

    Es gab hier schon einige User welche das 100er wegen des hohen Rauschens zurückgeschickt haben.
    Allerdings gibt es auch einige welche dies beim 1000er bemängeln.
    Aber bitte bedenken, dass wir uns bei beiden Systemen im unteren Preisbereich bewegen.
     
  9. e.no

    e.no Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.17   #9
    Total klar, dass das nicht die hohe Oberklasse der Güte in Sachen Drahtlosmonitoring ist :). Danke Dir für Deine Hilfe, das bringt mich noch einmal ein Stück weiter.
    Da ich bislang auf anderem Wege mein Hauptgeld verdiene, sind da tatsächlich noch ein bisschen entscheidend, ob das hundert Euro mehr oder weniger kostet, aber das Argument ist natürlich trotzdem valide :)!
     
  10. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

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    Erstellt: 02.02.17   #10
    hmmm - die "Oberklasse" bewegt sich weit im vierstelligen Euro-Bereich (pro System, wohlgemerkt). Da kostet allein ein Ohrstöpsel schon mehr als bei LD-Systems das komplette Equipment.
    Aber es gibt auch noch andere Systeme z.B. von Shure oder Sennheiser im ca. 700€-Preisbereich die in punkto Rauschverhalten wohl sehr viel besser sind.
    Das nur der Vollständigkeit halber - und weil wir hier oft "vorgehalten" bekommen wir würden nur HighEnd-Material beraten. Das ist natürlich Quatsch.
     
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  11. e.no

    e.no Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.17   #11
    Danke für Deine Gründlichkeit :). Mir ist klar, dass das die untere Range dessen, was möglich ist, sein muss, auch wenn es sogar noch günstigere Systeme zu geben scheint. Die nächste Stufe mit 700€ meinte ich mit dem Sprung, lohnt sich auf lange Frist sicherlich!
     
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