Wie ĂŒbt Ihr die richtigen EinsĂ€tze ein?
Vor allem bei einem lÀngeren Instrumental-Zwischenspiel?
Indem ich mir auffĂ€llige Merkmale wĂ€hrend des ganzen Songs inkl. Intro, Interludes, Soli etc einprĂ€ge und nicht nur die reinen Gesangspassagen. Meistens haben alle Formteile irgend etwas charakterisches das sich nicht, oder nicht allzu oft, wiederholt: eine Melodie, eine Akkordprogression oder auch eine Fortschreitung im Arrangement: Instrumente kommen dazu / fallen weg oder spielen etwas auffallend anderes. Ein eintaktiger Vamp, welcher ohne Variation 32 Takte durchgehalten wird ist ja eher die Seltenheit - falls doch hilft wirklich nur noch zĂ€hlen. Bis zu 4, vlt. auch 8 Takte kann man aber selbst das aus dem GefĂŒhl machen, ohne
explizite ZĂ€hlerei.
Das ist jetzt entsprechend der Fragestellung natĂŒrlich sehr allgemein gesprochen. Wenn ich wĂŒĂte um welchen Song es geht, könnte ich konkreter sagen wie ich mir meinen Einsatz merken wĂŒrden (z.B. 8-taktiger Instrumentalteil mit einer 4-taktigen Melodie: Melodie einprĂ€gen auf zweiten Durchlauf hören).
LG Robert
EDIT: jetzt ist mir gerade ein reales Beispiel eingefallen. "Smoke on the Water" kennt jeder. Das Gitarrenriff ist 4 Takte lang und wird im Intro 4 oder 5 mal (7x ? 8x ?

) wiederholt. Ich kann es nicht mal genau sagen, trotzdem wĂŒrde ich nie den Einsatz verpassen. Warum nicht?
- erst spielt die Gitarre alleine
- dann kommen die Drums, mit einer charakteristischens 16-tel Figur auf der HiHat
- dann kommt bei den Drums die Snare dazu
- dann kommt der Bass dazu, bei Drums auch noch die Bassdrum
- kurz vor Einsatz des Gesangs spielen die Drums ein halbtaktiges Fill-in (ĂŒber die Tom-Toms)
Das KANN man gar nicht verpassen.
NĂ€chste Einsatz nach dem Gitarren-Solo. Das Originalsolo habe ich ohnehin im Ohr, aber falls der Gitarrist was anderes spielen sollte:
- der erste Teil geht ĂŒber die Akkordprogression der Strophe. In der Phase hör ich nicht mal richtig zu
- Dann kommt die Progression des Refrains, nur sind die Akkorde doppelt so lange ausgehalten -> ah, langsam zum Mikro zurĂŒckgehen
- Dann kommt noch zweimal das Riff (von der Orgel gespielt), dann geht der Gesang weiter.
Das sind alles so leicht erkennbare Merkmale, da muà keiner Takte zÀhlen.