einsatzgebiete/wirkung eines kompressors

von lysergsäurediethylamidfuchs, 05.09.06.

  1. lysergsäurediethylamidfuchs

    lysergsäurediethylamidfuchs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.06   #1
    hi,
    ich habe eine frage zum thema kompressoren:
    in meiner workatation kann man auch im nachhinein eine spur mit einem kompressor versehen, was ich auch gerade getan habe(ein kompressor-preset für gesang, gelegt auf eine gesangsspur). ich habe das preset ein wenig verändert, d.h threshold etwas runter, etc. ein kompressor hat doch eigentlich die aufgabe, signalspitzen zu eliminieren,
    also dem signal insgesamt die lautstärkeschwankungen nach oben hin zu nehmen.
    wofür genau soll das aber gut sein, abgesehen davon, dass man eventuelle störungen hinsichtlich der lautstärke ausbügelt? was sind die vorteile/nachteile bei einsatz eines kompressors?
    vielen dank an euch, introvert
     
  2. Exciter

    Exciter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.06   #2
    In dem Fall benutzt du einen Kompressor als Limiter, da du Pegelspitzen ab nem bestimmten Punkt cuttest, also limitierst ;)

    Gibt im Bassbereich nen netten Artikel über Kompressoren, kannste dir ja mal zu Gemüte führen, sehr informativ -> https://www.musiker-board.de/vb/faq...sor-limiter-noise-gate-enhancer-expander.html
    ;)
     
  3. lysergsäurediethylamidfuchs

    lysergsäurediethylamidfuchs Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.06   #3
    danke, danke, eigentlich ein nützlicher link
    aber die meisten sachen waren mir schon bewusst. ich denke, ich muss meine frage präzisieren:
    es geht mir speziell um kompressor bei gesang. welche effekte könnte er dort haben? benutzt ihr einen kompressor für gesangsspuren?
     
  4. lysergsäurediethylamidfuchs

    lysergsäurediethylamidfuchs Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.06   #4
     
  5. KlausP

    KlausP HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 05.09.06   #5
    Gerade beim Gesang kann es passieren daß mal eine Stelle zu laut, eine andere zu leise ist, wenn der Sänger während der Aufnahme z.B. den Abstand zum Mikro nicht konsequent einhält.
     
  6. Exciter

    Exciter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.06   #6
    Ja, Verzerrungen sind da auch nicht unbedingt nötig ;) Aber das Cutten von Pegelspitzen kann gerade da sehr nützlich sein, da man das Signal ohne Verzerrungen lauter machen kann (je höher die Pegelspitzen, desto schneller klippts, weil die zuerst an die 0dB Grenze stoßen). Sind die Pegel kleiner, kann man grob gesagt weiter aufdrehen. Komprimierst du einen Song beispielsweise ganz stark, siehst du keinerlei Pegelspitzen mehr, die Form entspricht dann fast einem "Klotz".

    Und zum Thema Gesang: mit nem Kompressor kannst du, wie von KlausP schon beschrieben, die Dynamik des Signals ändern. Hat ein Sänger nicht mit konstanter Lautstärke eingesungen, kannst du das damit beispielsweise korrigieren, in dem der Gesang in einen Bereich zwischen bestimmten festgelegten Grenzen komprimiert wird. Nur sollte man die Dynamik des Gesangs nicht zu sehr beschneiden, da es sonst sehr unnatürlich und evt. zu aggressiv klingt.
     
  7. lysergsäurediethylamidfuchs

    lysergsäurediethylamidfuchs Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.06   #7
    hi,
    also verstehe ich das richtig, dass wenn man bereits eingesungen hat und auch mit der
    konstanz der lautstärke zufrieden ist ein komp nicht wirklich von nutzen ist, also keinen
    wirklichen einfluss auf das klangbild nimmt? tut mir leid, dass ich so hartnäckig bin,
    aber ich weiß leider immer noch nicht, ob man mit dem ding außerhalb dieser "korrekturen" bzw. der pegeloptimierung positiv auf den klang einwirken kann.
    gruß, introvert
     
  8. ehemaliger012

    ehemaliger012 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.06   #8
    die vocals klingen viel näher und druckvoller.

    vergleich einfach die unkomprimierten vocals mit den komprimierten. du musst es halt richtig machen. und nicht nur 1 mal drüber laufen lassen... auf ne vocal spur geb ich(das muss nicht heissen das ichs richtig mache) mindestens 3 compressoren drauf.

    und das klingt zum orginalsignal 100:1
     
  9. Exciter

    Exciter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.06   #9
    Doch doch, auch wenn du mit der Lautstärke zufrieden bist, kannst du mithilfe eines Kompressors den Gesang deutlicher hevorheben, in dem du Lautstärkeunterschiede zwischen verschiedenen Lauten beispielsweise verringerst. Oder Anfangslaute können durch einen Kompressor auch deutlicher hervorgehoben werden, was den Gesang verständlicher machen kann.
    Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt, musst nur abwägen, wie stark die Kompression ausfallen soll. Ich leb da nach der Richtlinie: so viel Kompression, dass man es gerade nicht als Kompression wahrnimmt ;)
     
  10. scheissPi-ber[]

    scheissPi-ber[] Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.06   #10
    ich denke, auf der einen seite ist der kompressor wirklich einfach ein hilfsmittel gegen die dynamikschwankungden und pegelspitzen.

    auf der anderen seite auch ein bewusst einzusetzender effekt:
    ausser threshold und ratio ist ja bei den gängigen komps auch noch release und attack zeiten einstellbar, was dem signal dann einen anderen sustain, attack/release geben kann und dann z.B. für mehr "power" sorgen kann.

    ausserdem gibt es auch kompressoren die den klang beeinflussen und z.B. optisch oder mit band- resp. röhrensättigung arbeiten.

    ich will nicht deine methode anzweifeln wenn du damit 100:1 machst...aber bei mir reicht in den meisten fällen einen guteb kompressor auf den vocals.
     
  11. Exciter

    Exciter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.06   #11
    Das widerspricht sich aber. Erst muss ers richtig machen und nicht nur einmal komprimieren, dann sagst du, dass du es evt. auch nicht richtig machst mit deinen drei Kompressoren... :confused:

    Für meinen Geschmack ist das auch zu viel des Guten. Ich hab gerne noch einen Touch Natürlichkeit in meinen Songs und keinen komprimierten Bauklotz
     
  12. lysergsäurediethylamidfuchs

    lysergsäurediethylamidfuchs Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.06   #12
    hi,
    also du meinst, drei unterschiedlich eingestellte kompressoren im nachhinein? ich glaube, dass klappt bei mir nicht wirklich, ich hab so eine audioworkstation, bei der das verfahren folgendermaßen läuft:
    -spur für kompressor auswählen
    -eine art preset wähle( gibt verschiedene für drums, vocals, etc.)
    -parameter justieren (threshold, attack usw.)
    gibt es auch schlechte kompressoren? die wirkung von meinem hatt mich in puncto klang
    bis jetzt nicht wirklich vom hocker gehauen...
    und was meinst du mit 100:1?
    gruß introvert
     
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