Erfahrungsbericht Roland FR-1b

Hallo Ippenstein, da bin ich nicht ganz einverstanden. Es ist eine Frage wieviel du investierst in den Expander, heute ist es möglich einen Pianosound zu spielen der nicht mehr unterschieden werden kann vom Original. Zudem falls jemand in einer Band spielt, ist der Klang viel mehr eingebettet und nicht mehr so "natur" wie im stillen Kämmerlein. Und mit ein bisschen Chorus oder Equalizer klingts wirklich gut. Es kommt halt drauf an welche Musik man spielen will.

Grüsse
Rufsen
 
Hallo Rufsen,

tut mir leid. Ich arbeite hier ständig mit Samples etc. Ich hatte das Roland VR-7 (irgendein Flaggschiff) ausprobiert und es ist anhand seiner eigenen Klänge bei mir gnadenlos durchgefallen. Das Akkordeon klang schlicht und ergreifend "tot". Ich arbeite hier mit Pianodatenbänken, die bis 11 Gb groß und das beste auf dem Markt sind und trotzdem würde ich einen echten Flügel vorziehen und den beim Spielen aufnehmen.
Zudem ist das Akkordeon in seiner Tonentfaltung und Tonstabilität noch mal etwas anderes als das Klavier. Die einen Zungen halten ihren Ton, die anderen nicht, und je tiefer man in den Keller geht, umso schlimmer werden die Abweichungen. Wenn das bei der Wiedergabe nicht berücksichtigt wird, sondern ein absolut sauberer Ton gegeben wird, klingt es eben steril. Wegen dieser Sterilität habe ich in meinem E-Orchester die Möglichkeit, per Zufallsgenerator jedes Instrument pro Ton innerhalb eines von mir gesteckten Rahmens abweichen zu lassen, um dem Klang die Sterilität zu nehmen.

Und die Samples kranken daran, daß 1. durch die Aufnahme, 2. durch die Wiedergabe viel an Natürlichkeit verloren geht. Was mit Kopfhörern nach ganz toll klingen mag, scheitert letztendlich an der Boxenanlage.

Ich gehöre damit zwar zu den 10 %, die hohe Ansprüche stellen, aber nachdem Marieli vom Klavier kommt, sollte man ihn warnen, daß er auch beim E-Akkordeon mit den gleichen Problemen konfrontiert werden wird.

Grüße

Ippenstein
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

zum einen geht's hier nicht um einen Expander, sondern um die internen Sounds des Roland-Akkordeons. Zum anderen entfernen wir uns von der eigentlichen Fragestellung. Je nach dem, in welche Richtung die Kaufberatung von marieli weitergeht (wenn sie sich wieder gemeldet hat, wissen wir mehr), werde ich aus den betreffenden Beiträgen evtl. einen separaten Thread erstellen...
 
Hallo liebe Akkordeonisten!
Vielen Dank erst mal für Eure Antworten. Um erst mal die Fragen zu beantworten: Ich werde B-Griff spielen. Ich komme zwar vom Klavier, aber ich komme mit den Knöpfen sehr gut zurecht und mich hat es gereizt mich mit dieser ökonimschen Anordnung der Töne auseinanderzusetzen. Piano finde ich da tatsächlich umständlicher. Für mich ist die Bass-Seite die größere Herausforderung, weil das recht ungewohnt ist, das fällt mir viel schwerer als die Knöpfe auf der rechten Seite. Warum ein Roland? Nun ich bin auch ein Nachtmensch und Lust zu spielen habe ich gerade abends und am Wochenende kann das auch schon mal bis Mitternacht gehen. Ich sehe das Roland als Übungsinstrument um mir später mal ein wirklich gutes akkustisches Akkordeon zu kaufen ( Zur Zeit habe ich ein gebrauchtes das nicht so toll ist) Okay ich weiss, dass es etwas anderes ist ein akkustisches Akkordeon zu spielen und das sich auch das Balgverhalten sehr unterscheidet aber zum üben scheint es mir ideal wegen des stummen Übens. Leider habt Ihr meine Frage nach dem ausreichenden Tunumfang für mich noch nicht wirklich beantwortet. Reichen 3 Oktaven für die meisten Akkordeonstücke und ist ein größerer Tonumfang erst bei mehr Virtuosität notwendig, oder werde ich bereits nach einem halben Jahr an die Grenzen des FR 1B stoßen, so dass ich lieber gleich auf das FR 2B setze, was allerdins auch um einiges teurer und schwerer ist. Wenn ich mit dem FR1 B auskommen würde wäre es mir aus eben diesen Gründen lieber. Allerdings sollte man sich das bei round about 1000 Euro schon gut überlegen.
Viele Grüße,
Marieli

Noch ein Nachsatz: was ich auch so toll an den V-Akkordeons finde, sind die vielen Klangvarianten: Gerade als Anfänger weiss ich noch gar nicht so genau, welcher Akkordeon-Klang mir am besten gefällt Französisch, Deutsch, Italienisch, Cassotto und was es alles gibt. Das Roland simuliert das alles und ich könnte mir vorstellen, das man im laufe der Zeit hier seine Vorlieben entwickelt und dann das passende akkustische Instrument finden kann. Diese Möglichkeit finde ich auch sehr toll. Und wenn ich es richtig sehe, kann man auch auf Melodiebass umschalten, das ist ein wahnsinniger Umfang an möglichkeiten und da ich technisch auch nicht so doof bin denke ich, dass ich damit auch zurechtkomme.
Und wie gesagt auch ein Digital-Piano kann kein normales ersetzen, aber fürs Üben einfach super und günstiger als ein Silent-Piano.
Viele Grüße,
Marieli
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Habe den Thread gelesen,
war auch irgendwie angetan, besonders von der Möglichkeit zu Üben ohne die Anderen dabei zu stören... ich hielte es für eine Alternative.
ging dann zum Händler, und der hatte grade einen Knopf- FR 3? - weiß nicht zumindest nicht das neuste Modell. Mußte feststellen, dass ich mit dieser Tastatur im Diskant nicht zufrieden sein kann. Diese ist ja ohne Gegendruck ohne nix, ist fast genauso wie eine Tastatur eines billigen PC's! Mit dem Balg - da denke ich mit der Zeit und der richtigen Einstellung, wäre es noch gegangen, aber diese Knöpfe, da geht doch gleich die ganze Lust verloren, oder etwa nicht?
Mich wundert, dass hier sich so richtig keiner hier darüber beschwert hatte, seit Ihr damit zufrieden, Didlu und Ambrosius? Oder sind die Modelle FR1b da besser?
Also ich weiß nicht 2,5 TEURo für eine PC Tastatur, mögen die Klänge sonst wie gut sein, dafür kriegt man ein Keyboard mit gewichteten Tasten und Anschlagdynamik usw. und noch viel besseren Klängen.
Mögen die FR Tasteninstrumente besser sein, Knopfinstrument hatte mich gar nicht überzeugt.
Habe mir das momentan abgeschminkt, leider. Hoffe Roland wird es nachbessern.

PS Ach ja die Russen waren auch schon mal soweit,
das hatte ich im youtube Thema schon mal gepostet
http://www.youtube.com/watch?v=_e_DO707Cuk
 
Hallo,

Ich kann mich nur wiederholen, ich bin voll zufrieden mit meinem FR-1b. Der Druckpunkt der Knöpfe entspricht dem meines kleinen Hohner Amati IIIM mit 48 Bässe und ist damit unwesentlich leichter als beim Weltmeister mit 96 Bässe. Ich wechsele ständig zwischen den Instrumenten und habe dabei keinerlei Probleme. Inzwischen verwende ich das Roland oft auch mit Verstärker den ich dann auf Zimmerlautstärke stelle. Im Mai hatte ich meinen ersten öffentlichen Auftritt bei einer gemeinnützigen Veranstaltung, die ich 4 Stunden lang musikalisch umrahmt habe. Davon habe ich 3 Stunden mit dem Roland bestritten und ca. 1 Stunde mit meinem Weltmeister. Zu beiden habe ich noch einen älteren Roland CR-1000 Drumcomputer als Rhythmische Begleitung laufen lassen. Außerdem hatte ich gegen das Lampenfieber einen kampferprobten Freund mit Saxophon dabei, der schon jahrelang in einem Blasorchester spielt. Mit ihm habe ich vorher 12 Lieder einstudiert (zu mehr hat die Zeit nicht gereicht), die wir dann in dreier Blöcken dazwischen geschoben haben. Insgesamt habe ich eine Liste mit 85 Liedern "abgearbeitet", das hätte ich mit meinen Bandscheibenproblemen ohne das 5,5Kg leichte Roland nie geschafft. Den über 150 Gästen hat es jedenfalls dem Applaus nach gefallen und es hat auch niemand mit dem ich mich unterhalten habe nach dem Roland gefragt. Das Ding ist einfach als kleines Akkordeon durchgegangen.
Gruß, Didilu
 
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Leider habt Ihr meine Frage nach dem ausreichenden Tunumfang für mich noch nicht wirklich beantwortet. Reichen 3 Oktaven für die meisten Akkordeonstücke und ist ein größerer Tonumfang erst bei mehr Virtuosität notwendig, oder werde ich bereits nach einem halben Jahr an die Grenzen des FR 1B stoßen, so dass ich lieber gleich auf das FR 2B setze, was allerdins auch um einiges teurer und schwerer ist.


Hallo Marieli,

ich bin Anfängerin, so dass ich nicht wirklich sehr kompetent antworten kann. Aber wenn das Roland FR1B in der Knopf-Version drei Oktaven im Diskant umfasst, hat es ja schon ein paar Disktant-Töne mehr, als ein 72-Bass-Pianoakkordeon mit 34 Tönen im Diskant, einer Größe, die von vielen Anfängern gespielt wird. Ich spiele auf so einem Instrument jetzt seit einem halben Jahr und bin damit sehr zufrieden, glaube auch nicht, dass ich sobald das Bedürfnis nach einem größeren Instrument habe.

In der Version mit Piano-Tastatur (26 Tasten im Diskant) scheint mir das Roland FR1B allerdings vom Umfang her zu klein.

LG, Seelchen
 
Hallo Marieli und Seelchen,

Das FR-1b lässt sich mit einer Registerkombination, die mit etwas Übung sehr schnell geht, um eine Oktave höher oder tiefer stimmen so das bei Bedarf 5 Oktaven zur Verfügung stehen. Wenn man im Bass an die Grenzen kommt, kann man die gesamte Tonlage so verschieben, das mit den Knöpfen der c-Dur z.B. E-Dur zu spielen ist und die anderen Tonarten entsprechend versetzt. Im Normalfall reichen die Möglichkeiten eines 72 Bass Knopfakkordens aber völlig aus für Unterhaltungsmusik wie ich sie spiele. Das gilt auch für konventionelle Akkordens. Ich habe mir ja so eines bei Harmona mit super Ausstattung bestellt, es soll nach Aussage von Sobby übernächste Woche zu meinem Geburtstag fertig sein. Wenn ich es abgeholt habe, gibts in einem anderen Tread ausführliche Infos dazu.
Gruß, Didilu
 
Vielen Dank für Eure Antworten, insbesondere die beiden letzten, die meine Frage nun beantwortet haben. Ich war am Samstag in einem Geschäft in München, wo mir die Frage ähnlich beantwortet wurde. und weil mir der Händler das FR 1B nun zum günstigsten Preis, der derzeit im Internet anboten wird ebenfalls angeboten hat, habe ich es dort bestellt und bin schon ganz gespannt und voller Vorfreude das es bald kommt. Aber die Wartezeit ist es mir wert, dass ich dann den Service hier vor Ort habe.
Liebe Grüße,
Marieli
 
A1 Wenn ich französische Akkordeon-Klänge brauche, dann kauf ich mir doch so ein 0815-Gaga Französisch Musette Akkordeon.
A2 Italienische Akkordeon-Klänge? (Fast) jeder von uns hat doch einen "Italiener" daheim, der bekommt das 100-mal besser hin.
A3 Oberkrainer-Klangerweiterung? Jetzt ist der Topf aber voll. Haben die noch nie von einer V M gehört.
A4 Man kann zwar in seinem Zimmerchen Bajan in zig verschiedenen Variationen spielen.

B1 Ohne einen evtl. Fußschalter für Pitch-Bending oder Modulation.
B2 Auch habe ich in den ganzen Demo-Videos nichts von Sustain gehört.

C1 Digitale Sounds gehört von einer Hohner Harp Marine Band "Crossover".
C2 Oder eine Hammond-B3 mit Leslie digitalisiert.
C3 Mit Knopfdruck eine Fender Telecaster oder eine Gibson "Le Paul".
C4 Es gibt den legendären Blues-Braker Sound von Marshall.
C5 Sound eines Steinway-Flügel haben andere Hersteller im Programm; die digitalen Sounds klingen hervorragend.

D Wenn ich mir das Ganze so anschaue, wäre ich wohl bei einer alten Hohner Vox besser aufgehoben.

E Wenn man sich verinnerlicht, was möglich wäre, und was tatsächlich umgesetzt wird, komme ich nur zu einem Schluß:
Die halten uns bei Roland für komplette Vollidioten.

gruss, maj7
Hallo zusammen

Ich habe versucht, diese emotionalen Statements (schätze übrige Boardbeiträge von maj7 sehr) zu ordnen und nüchtern zu kommentieren.

A1 bis A4:
Wieviel würden diese 4 Instrumente zusammen kosten?
Neue 5-chörige Knopfakkordeons wie meine Morino XI N gibt es für A3 nirgends mehr zu kaufen.

B1 und B2; Boardmitglied Klangbutter beweist das Gegenteil:
http://www.youtube.com/watch?v=nQ-0X6YoL6k

C1 bis C5:
Ich kenne noch keine digitale Tonerzeugung, welche eine mechanische 100% gleich erzeugt;
Ippenstein könnte dies für C2 sicher bestätigen.
Zudem, ob Orchester live spielen oder über eine Superanlage ertönen, kann man immer noch hören.
Gibt es eigentlich eine Art Turing-Test für Musikwiedergabe? http://de.wikipedia.org/wiki/Turing-Test?

D:
Schon mit einem FR-2b Version 2 V-Accordion wären seinerzeit meine Ansprücke mehr als erfüllt gewesen.
Meine Hohner Knopf-Elektravox mit Selmer-Lesley und separatem Rhytmusgerät habe ich eben wegen den Beschränkung verkauft.

E:
Ich halte diese Aussage für eine indirekte Beleidigung derjenigen Board-Mitglieder,
welche einige Vorteile und viele musikalische Freuden mit diesen Roland-Geräten gefunden haben.

Wünsche Euch allen einen schönen Tag und herzliche Grüsse vom Frager.
 
Mache hier einfach mal weiter. Wenn es falsch ist bitte korrigiere, Danke.
Zum FR-1X
Um meine Nachbarn nicht noch mehr zu belasten und um auch mal nach 22:00 zu üben, habe ich mir noch ein FR-1X gekauft.
Nachteile die mir als Anfänger aufgefallen sind.
1. Das Gerät braucht immer elektrische Energie. Also Steckdose oder Batterien. Sonst wäre es auch kein E-Akkordeon!
2. crescendo und diminuendo geht nicht. Damit sind die Tone immer so laut wie, die Lautsprecher eingestellt sind.
3. Wer auf dem E-Akkordeon spielen kann, kann noch lange nicht auf einem mechanischen Akkordeon spielen
4. Die Bedienungsanleitung mit den Einstellungen ist gewöhnungsbedürftig und nichts für Ungeduldige.
Vorteile für mich als Anfänger.
Das Gerät ist zum Üben ideal. es werden Töne erzeugt ohne das der Balg bewegt werden muss. Das reduziert erstmal die Bewegungsanforderungen.
Wenn eine Taste oder ein Knopf gedrückt wird, kommt auch ein Ton. Meine damit beim mechanischen muss der Knopf möglichst durchgedrückt werden und am besten zentral getroffen werden. Das ist beim E-Akkordeon einfacher. Taste drücken, der Ton kommt wie er programmiert wurde.
Es lassen sich Kopfhören anschließen. Die Lautsprecher lassen sich auch auf sehr leise stellen so, dass ich die Kopfhörer nur sehr selten benutze.
Nach dem ich die Bedienung für den Teil verstanden habe, der für mich relevant ist, bin ich von den Möglichkeiten fasziniert. Habe aber auch einen liebe zur Technik.
Nach ca. vier Monaten Benutzung, möchte ich das E-Akkordeon nicht mehr missen.
Probespielen bei meinem Musiklehrer, hat diesen ebenfalls von der Haptik und den Möglichkeiten überrascht.
Beim Probespielen, mit dem E-Akkordeon und dem mechanischen Akkordeon haben sich alle klanglich für das mechanischen Akkordeon entschieden.
Wenn ich mit dem E-Akkordeon die richtigen Tasten und Knöpfe halbwegs dauerhaft gefunden habe, wechsele ich zum mechanischen Akkordeon.
Dann schwingen nicht nur die Membranen der Lautsprecher und das macht mich dann glücklich.
 
2. crescendo und diminuendo geht nicht. Damit sind die Tone immer so laut wie, die Lautsprecher eingestellt sind.


Das Gerät ist zum Üben ideal. es werden Töne erzeugt ohne das der Balg bewegt werden muss

Ist es nun ideal oder ein Nachteil?

Auf jeden Fall kannst Du wählen, ob der Balg dynamisch reagiert oder nicht:

- 2 Sek auf blaues Register drücken,
- mit 3 und 4 auf bLC stellen
- wenn Du jetzt mit den Registern 1 und 2 etwas verstellst, gehst Du sicherlich von 1, 2 oder 3 auf dem Display weg. 1, 2 und 3 sind fixe Werte, die keine Balgdynamik "erlauben" oder "ermöglichen". Diese solltest Du auf 6 stellen, wahlweise auch auf 4, 5, oder 7 oder 8. Probiere halt mal herum. (Steht auf Seite 49 im Handbuch)


Ich hatte am Wochenende ein 1X in den Händen und war auch überrascht, dass man damit ziemlich viel der großen Modelle hinbekommen kann.
Mit dem Editor hat man ganz gute Übersicht und in dem Instrument sind eine oder mehrere Expansions installiert gewesen. (Ein Instrument eines Schülers)

Am Ende stand ein durchprogrammiertes Userset (meistens den Hall und Chorus komplett rausgenommen, denn der klingt ätzend) und 8 abgespeicherte Userprogramme, perfekt auf das Repertoire des Schülers abgestimmt. Es hat zwar ein paar Stunden gedauert, aber ich denke nun ist unheimlich komfortabel, mit einem Knopfdruck an völlig verschiedene Sounds zu gelangen. Und für die Größe klingt es wirklich gut.

Aber natürlich hast Du recht, mit einem akustischen ist es nicht vergleichbar.
 
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Danke für die Unterstützung.
Stimmt, das User Programm ist eine Bereicherung. Wichtig ist aber vorher intensiv die Bedienungsanleitung zu lesen und am besten auch zu verstehen.
Die Einstellung notiere ich mir dann bei Hr. Haas im Buch.
Das ich den Balg nicht bewegen muss um Töne zu erzeugen, ist erstmal ein Vorteil. Denn ein Bewegungsablauf ist nicht auszuführen. Das mag bei jungen Menschen weniger Probleme machen. Da wachsen die Synapsen schneller. Bei mir dauert das etwas länger.
 
Eine Frage zur Balgkurve:
Habe die Einstellungen der Balgkurven ausprobiert. Die Kurven eins bis drei, dann lässt sich das Akkordeon spielen ohne den Balg zu bewegen.
Macht das einfacher, ist aber nicht efektiv.
Bei den Balgkurven von vier bis acht muss der Balg bewegt werden um einen Ton zu erzeugen.
Taste oder Knopf muss selbstverständlich auch dabei gedrückt werden.
Mir ist selbst die Balgkurve vier zu schwer zu bewegen und weit ab von der Bedienung des mechanischen Akkordeon.
Auch das experimentieren mit dem Luftknopf hat daran nichts geändert. Die Balgkurve spricht auf Druck auch viel härter an als auf Zug.
Was mache ich falsch? Denn meistens sitz der Fehler, in diesem Fall, hinter dem Gerät.
Danke im vorweg
 
Denn meistens sitz der Fehler, in diesem Fall, hinter dem Gerät.
Hallo Wepsch, in diesem Falle hat das mit dir nur bedingt zu tun. Die Roland Akkordeons haben zwar Balgdynamik und sind damit jedem Keyboard überlegen, wenn es darum geht, Akkordeon und bedingt auch Blasinstrumente zu imitieren.

Aber die Balgdynamik ist nur sehr entfernt vergleichbar mit einem echten Akkordeon, Ausnahme ist das Roland FR-8X, das kann man i.d.R. sofort wie ein echtes Akkordeon spielen. Bei FR-1X, FR-3X, FR-4X, FR-7X etc. muss man sich umgewöhnen.
Als ich vor zwei Jahren mein FR-3X gekauft habe, habe ich erstmal sehr "gekämpft", obwohl ich bis dahin bereits seit über 30 Jahren Akkordeon gespielt habe.

Stell die Balgkurve mal auf 4, dann die Schraube/das Rad um den Luftknopf bis Anschlag rausdrehen, so dass kaum Luft durchgeht und, ganz wichtig, dann die Lautstärke voll aufdrehen. Das sollte dazu führen, dass du den Balg weniger gewaltig drückst und daran "reißt", denn es wird schon bei deutlich weniger Kraftaufwand lauter. Viele machen den Fehler, dass sie nicht voll aufdrehen, weil es zu Laut wird - es soll auch nciht zu laut werden, aber das erreicht man bei voll aufgedrehter Lautstärke dann wie beim echten Akkordeon mit weniger Balgdruck und -zug.
Auch noch wichtig: Mache das nicht mit kleinen Kopfhörern, also diesen Ohrsteckern bzw. -knöpfen, sondern mit richtigen, die auf den Ohren sitzen. Die Dynamiken sind bei (Digital-)Instrumenten andere als bei abgemixter Musik, das kann noch schneller auf die Ohren gehen als Walkman, mp3-Player etc. Dennoch beim Roland Akkordeon eher HiFi-Kopfhörer, d.h. mit geringem Widerstand/geringer Impendanz verwenden (<50 Ohm)


Gruß, Tobias
 
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Vielen Dank Tobias für Deine Information.
Habe ich ausprobiert und für mich als Anfänger für nicht tauglich verworfen.
An diesem Punkt könnte der Hersteller sehr gerne nachbessern. Ebenfalls Nachbessern kann der Hersteller an Hall und Chorus.
Das sollte nicht mit Hall und Chorus vor eingestellt sein. Besonders unangenehm finde ich, dass es nicht auf Dauer abgestellt werden kann.
Mal sehen was mir noch negatives einfällt.
Gruß Wolfgang
 
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Ich hatte es schon einmal irgendwohin gepostet...

Es ist nicht nur einfach schwergängig, unabhängig von der eingestellten Kurve, sondern vor allen Dingen lästig, dass der Balg und die Stimmen nicht von allein in Gang kommen.
Wenn man ein akustischen Instrument einfach fallen läßt, spielt es schon, man braucht keine Kraft.
Je Tiefer der Balg fällt, desto lauter spielt es von allein, bis der Balg selbst mit der eigenen Spannung gegen die Schwerkraft wirkt.

Beispiel ganz vorn


Das ist bei den digitalen nicht so. Erstens sind die Bälge irgendwie steifer. Zweitens fehlt das Gewicht des Basses und auch die Gewichtsverteilung ist so, dass der Balg nicht fällt.

Ergo, man muss ziehen - und zwar permanent und bitteschön gleichmäßig. Das ist irre anstrengend!! Die Balgdynamik-Kurven ändern ihre Charakteristik erst nach diesem sowieso schon unangenehmen Startbereich, d.h. erst wenn man mindestens bei Wert 10 von 127 angekommen ist (und damit schätzungsweise schon mit 300 Gramm oder so (hat das mal jemand gemessen??) zieht, macht sich die eingestellte Balgkurve bemerkbar.
Dazu kommt, dass man im unteren (leisen) Bereich keine gleichmäßige Dynamik hat, es ist digitalisiert und noch dazu kommen nicht alle Werte.

Beispiel (Achtung schlechtes Englisch und sehr nerdig!)

Das heißt, man muss schon mindestens etwa mf also schätzungsweise ab 30 (bis 127) spielen, damit es nicht zu hörbaren Stufen kommt.

Das ist leider schwer zu erklären. Man setzt sich dahinter und denkt irgendwie nur - geht schwer und hat dabei nicht einmal etwas mit dem Luftdurchfluss zu tun, worauf die meisten immer zuerst tippen. (Bewegt sich nicht= geht schwer)

Damit in Zusammenhang steht übrigens auch eine gewisse Ermüdung der Muskeln, weil es keine dynamische Muskelbewegung gibt, sondern sehr statisch an einer Stelle (also mit immer den gleichen Muskeln) Kraft zur Verfügung gestellt werden muss. Es bewegt sich ja kaum. Die Stellschraube oder die diversen Durchflusstechniken der größeren Modelle schaffen da zwar etwas Abhilfe, aber es kommt dem echten Wind trotzdem nicht so richtig nahe.

Das führt jetzt alles wahrscheinlich zu weit, aber ich glaube es ist nicht so einfach, diese schlechten Eigenheiten mit bezahlbaren Mitteln in natürliches Verhalten "nachzubessern".
Klar wäre das wünschenswert, aber mir fällt eigentlich nichts dazu ein, wie ma es lösen könnte.

@maxito ??? Wat meinste?
 
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Vielen Dank Tobias für Deine Information.
Habe ich ausprobiert und für mich als Anfänger für nicht tauglich verworfen.
Oh, das geht aber schnell bei dir - seltsam, dass selbst die Leute mit Erfahrung länger brauchen, um zu sehen, ob und wie die Einstellungen beim Roland sinnvoll sind:D
Mensch, gerade als Anfänger - auch insgesamt als Anfänger beim Akkordeon - wirst du etwas Geduld brauchen. Es gibt keine Einstellung, die das Ding von jetzt auf gleich so verändert, dass es von einem echten Akkordeon nicht mehr zu unterscheiden wäre. Meine vorgeschlagenen Anfängereinstellungen (die ich nur noch verwende, wenn ich die internen Lautsprecher benutze) mögen nicht der Weisheit letzter Schluss sein, führen aber sicher dazu, dass du schneller einen Ton aus dem Ding heraus bekommst.
Der unangenehme Startbereich, den @Klangbutter beschrieben hat, ist zwar am Instrument unveränderbar, mit Übung aber gut zu kompensieren und weniger nervig (wenn ich das FR-3X lange nicht benutzt habe, brauche ich aber auch wieder eine kurze Eingewöhnungphase).
Startbereich, d.h. erst wenn man mindestens bei Wert 10 von 127 angekommen ist (und damit schätzungsweise schon mit 300 Gramm oder so (hat das mal jemand gemessen??) zieht, macht sich die eingestellte Balgkurve bemerkbar@maxito ??? Wat meinste?
Das war mir auch neu, dass der unangenehme Startbereich daran liegt, dass die eingestellte Balgkurve erst ab Wert 10 greift.
Mein Eindruck ist zudem, dass bei vielen Klängen der Startbereich schon vom Sample(oder Modelling?) her besch...en klingt - leiernd o.ä.; wenn der Ton "da ist", geht es einigermaßen.

Ich hatte es schon einmal irgendwohin gepostet...Das führt jetzt alles wahrscheinlich zu weit, aber ich glaube es ist nicht so einfach, diese schlechten Eigenheiten mit bezahlbaren Mitteln in natürliches Verhalten "nachzubessern".
Klar wäre das wünschenswert, aber mir fällt eigentlich nichts dazu ein, wie ma es lösen könnte
FR-8X kaufen!:D Erntshaft: Das spielt sich bei eingschalteten Schrittmotorklappen trotz ebenfalls unangenehmen Startbereich schon sehr akkordeonähnlich. (Auch bei deinem Bugari Evo war mein Problem neulich in Wurzen beim Probespiel nach dem Konzert nicht der Balg - eher der B-Griff für einen Laien, der sonst Taste spielt:D:D)

Gruß, Tobias

BTW: @wepsch : Schau nochmal in die Anleitung, Chorus und Reverb müssten sich ausschalten lassen .
 
Das beruhigt mich. Mir hilft es. Aus diesem Grund: Danke.
Mein Akkordeon Lehrer hat kein E-Akkordeon, braucht er auch nicht.
Kontakt zu anderen Spielerinnen oder Spielern habe ich nicht.
@ maxito: Bin also auf die Hilfe hier angewiesen.
Was mich auch Interessieren würde, liest der E-Akkordeon Hersteller hier mal mit?
 
Das war mir auch neu, dass der unangenehme Startbereich daran liegt, dass die eingestellte Balgkurve erst ab Wert 10 greift.
Mein Eindruck ist zudem, dass bei vielen Klängen der Startbereich schon vom Sample(oder Modelling?) her besch...en klingt - leiernd o.ä.; wenn der Ton "da ist", geht es einigermaßen.

So meinte ich das auch nicht. Es ist nur so, dass sich ein Knick in einem linearen Anstieg am meisten im mittleren Bereich auswirkt.
0 bleibt 0 und 127 bleibt 127. Die ersten und letzten paar Werte bleiben auch eigentlich gleich.
Mehr sollte das nicht sagen.

Ich meinte, dass man erst einmal mit einer relativ hohen Gramm- oder Pondzahl ziehen muss, um von 0 auf 1 zu kommen. Das geht schwer und man bekommt einen hörbaren Sprung. Danach mit 320 Gramm (alles Schätzungen) bekommt man plötzlich Wert 4. Dann 6 oder7, dann 9 dann 11 usw. Am auffälligsten sind die ersten Sprünge. Ab 20 oder so hört man das nicht mehr, obwohl auch dann noch Werte übersprungen werden.

Beim akustischen muss man fast schon festhalten bzw. Schieben,damit der Balg nicht zu laut von allein aufgeht und laute Töne produziert.

Auch das Aufheizen von Tönen durch Balgakzente funktionieren nicht und sind auch garnicht nötig.

Das Sample ist ein einziges. Egal ob laut oder leise. Es gibt oft nur eins für schnellen oder langsamen Anschlag. (Mit Algorhythmen)
Was meinst Du mit "leiern"'?

Das 8X ist viel besser, das stimmt schon.
Insbesondere gibt es noch den min Bel Wert, der eine einstellbare geringe Lautstärke auch ohne Balgzug ermöglicht. Das fand ich echt gut und würe @wepsch sicher helfen.

Beim Evo hat man das wieder weg gelassen.
Schade.

Ob der Hersteller hier mitliest ist eigentlich unerheblich. Die Probleme sind dort schon lange bekannt gewesen und es hat sich im Laufe der Modelle ja auch in die richtige Richtung entwickelt.
 
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