Erfahrungsbericht: Sennheiser ew 100-945 / 1G8

von mike porcaro jr., 07.06.16.

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  1. mike porcaro jr.

    mike porcaro jr. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.16   #1
    Einführendes:

    Zunächst möchte ich an dieser Stelle ein unfassbar großes Dankeschön loswerden: Ich habe dieses Mikrofon im Rahmen des Sennheiser Gewinnspiel „Drahtlos im Jahr 2016“ gewonnen und dafür soll ein großes Dankeschön sowohl an das Team vom Musiker Board, als natürlich auch besonders an die Firma Sennheiser für diesen großzügigen und genialen Gewinn rausgehen.
    Zudem entschuldige ich mich, dass das Verfassen dieses Erfahrungsberichts so lange gedauert hatte. Erst lies die erste große Einsatzmöglichkeit und dann die Zeit auf sich warten. Uni, dies, das…
    Da @drumbaer ja an dieser Stelle schon ein Review verfasst hat, versuche ich mich auf ein paar andere Punkte zu stürzen – kann aber natürlich nicht ausschließen, dass das passiert. Mea culpa. :p

    Vorerfahrungen:

    Ein Mikro hat wohl jeder von uns schon benutzt. So auch ich. Jedoch sieht es bei mir mit Erfahrungen mit Funkmikros eher mau aus. Ich bin Bassist und singe viel Backings. Da ist ein Funkmikro natürlich nicht in seinem natürlichen Terrain. Also habe ich für den Test das Mikro in die Hände der Sängerin in meiner Worship/Gospel/Jazz/Pop/Rock-Band (immer diese schwammigen Genre-Beschreibungen…) gegeben. Diese nutzt üblicherweise ganz klassisch ein Shure SM58 bzw. zum Teil auch ein Beta 58.
    Jedoch habe ich recht nützliche Vorerfahrungen in einem anderen, recht nützlichen Bereich: Dank Digitalmischpult schneiden wir jede Probe unserer 9-Mann/Frau-Band mit 24 Spuren mit und ich bin der Depp, der sie jedes Mal mixen darf. Der Klang eines Mikros ist mir daher sehr präsent und erlaubt mir gute Vergleiche.

    Das Mikro:

    Wir haben es hier mit einem dynamischen Gesangsmikrofon mit Superniere zu tun. Was das genau bedeutet sollte den meisten Lesern eines solchen Berichtes wohl geläufig sein. Den anderen empfehle ich: http://lmgtfy.com/?q=Superniere

    Die Funktechnik:

    Wir funken nun also auf GHz Technik. Dank unserer wunderbaren Bundesregierung stand die Funktechnik vor einigen Problemen und musste sich um neue Frequenzbereiche für Funkmikrofone kümmern, da die alten Bereiche zu Gunsten von LTE versteigert wurden. Herausgekommen ist dabei eben auch, dass man nun nicht mehr nur im MHz-, sondern auch im GHz-Bereich funkt. Dies ist anmeldefrei, unkompliziert und störungsfrei.

    Haptik:

    An dieser Stelle nur ein kurzer Einwurf, da dies im anderen Gewinner-Review schon ausführlich dargestellt. Wer das Ding in die Hand nimmt stellt schnell fest, dass man hier mit professionellem Equipment zu tun hat. Das fasst sich alles sehr solide an. Lediglich – den Einwurf muss ich doch machen – das Batteriefach im Mikro fiel mir da negativ auf. Das ist aus Plastik und könnte sich solider anfühlen. Ob es tatsächlich eine Schwachstelle ist, wird sich wohl aber erst nach deutlich mehr Benutzung herausfinden lassen.

    Inbetriebnahme:

    Ist so einfach wie nur was. Auspacken, Antennen ran, alle Kabel ran, Batterien ins Mikro, on/off drücken und schon ging’s los. Super easy. Auch die Menüs am Empfänger und die Bedienung ebendieser haben sich mir super schnell erschlossen. Da merkt man die Erfahrung des Herstellers in diesem Gebiet sehr deutlich.

    Und nun das Wichtigste:
    Der Klang:

    Was soll ich sagen. Ein e945 ist halt ein e945. Für mich auch kabelgebunden ein absoluter Favorit: glasklar aber eben auch super rund und warm. Klingt wie ein Widerspruch. Aber es ist einfach da und klingt so, wie ich eine Stimme gerne hören würde.
    Einfach ein Lo-Cut rein und wir waren beim In-Ear-Mix sofort beim gewünschten Ergebnis. Im Laufe der Probe haben wir noch ein bisschen Frequenzmäßig korrigiert, aber das nur, weil die Stimme der Sängerin ein, zwei sehr präsente Frequenzbereiche hat.
    Wie sich der Klang im Raum und mit PA darstellt, bleibt noch zu testen. Sollte die Anlage sauber eingestellt sein erwarte ich aber hier ähnliche Ergebnisse. Da das Mikro nun bald in den regelmäßigen Verleihbetrieb unserer Anlage gehen wird, werde ich da bald schlauer sein.
    Beim Mischen der Aufnahmen in Logic stellen sich ähnliche Ergebnisse dar. Wieder muss ich frequenzmäßig wesentlich weniger eingreifen, als mit einem SM58. Der Klang ist wesentlich fülliger, als beim SM58. Viel mehr Volumen und Körper ist in der Stimme. Sie ist im Mix wesentlich einfacher zu platzieren. Die Sprachverständlichkeit (wenn man beim Singen davon sprechen kann) ist ebenso deutlich größer. Ebenso brauche ich deutlich weniger Kompression, um die Stimme zu ebenen und „nach vorne“ zu holen. Echt genial.
    Ebenso auffällig war, dass das Mikro sehr empfindlich und outputstark ist. Sie musste beim Singen wesentlich weiter weggehen, als beim SM58. Das Mikro fing dadurch auch recht deutliche Nebengeräusche ein. Hier tippe ich aber eher auf einen Anwendungsfehler.

    Fazit:

    So. Nun hab ich genug gelabert. Ich freue mich sehr über dieses Mikro. Die Funktechnik ist absolut souverän, das Mikro klingt fantastisch, ist flexibel, die Handhabung super robust und ich freue mich schon sehr, das Mikro nun im Verleihbetrieb in unserem Verein zu benutzen.
    Von mir also eine große Empfehlung!
     
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  2. Wil_Riker

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    Erstellt: 09.06.16   #2
    Hallo,

    Glückwunsch zum Gewinn! Magst Du noch ein paar Fotos nachreichen? Dann liest sich der (recht kurze) Erfahrungsbericht nämlich nicht ganz so trocken ;)...
     
  3. mike porcaro jr.

    mike porcaro jr. Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.06.16   #3
    Stimmt. Hab ich sogar vorgehabt und dann vor lauter Eile vergessen. Leider kann ich sie nicht mehr einfügen. Daher hier noch zwei Bilder:

    IMG_3023.JPG IMG_3024.JPG
     
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