Eurolite QuickDMX Set

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Immer auf der Suche nach Optimierung beim Aufbau war schon lange die Überlegung da, durch Wireless DMX Zeit durch Verkabelungsaufwand einzusparen. Entgegen vieler Meinungen bezgl. Latenzen und Unzuverlässigkeit hab ich mir beim letzten Thomann-Besuch ein Set bestehend aus einem Sender und zwei Empfängern mitgebracht. Die meisten dieser DMX-Funken haben den Nachteil, dass sie eine separate Stromversorgung benötigen, wodurch beim Aufbau keine wirkliche Zeitersparnis erreicht wird, zumal da meist so ne Steckerwarze verwendet wird, wo ich wieder eine zusätzliche Steckdose bei der mit DMX-Signal zu versorgenden Lampe benötige. Mittlerweile gibt es die Empfänger aber auch mit Akku, wofür ich mich dann auch hier entschieden habe.

Mein Set besteht somit aus:
1 x Eurolite QuickDMX Funksender
2 x Eurolite Akku QuickDMX Funkempfänger
natürlich später jederzeit erweiterbar.
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Zum Lieferumfang gehörte jeweils ein 1,2m USB-A auf NV-Stecker, sowie ein Stecker-Lade-Adapter und eine Bedienungsanleitung Deutsch/Englisch, wo die nötigen Infos auf je 10 Seiten erklärt werden.
Beim Sender ist mir das mit der Spannungsversorgung egal, der wird sowieso fest im Rack integriert, und da ist eine freie Steckdose kein Problem. Die Empfänger müssen halt nur geladen sein, sollen bis zu 20h Betriebsdauer leisten - also mehr als jede meiner normalen Veranstaltungen, wo ich Licht und Ton stelle - werden an der Lampe, der Traverse oder den Movingheads eingesteckt, eingeschaltet und los. Soweit erst einmal die Theorie. Als erstes müssen Sender und Empfänger sich mal verstehen, also pairen? Das war so easy, ich musste nicht einmal in die Anleitung schauen. Die Teile jeweils mit Strom versorgt, per Knopfdruck bzw. spitzen Gegenstand wie z.B. Kugelschreiber die Empfänger eingeschaltet, die erst einmal geblinkt haben, dann nochmal ein weiterer Knopfdruck und sie leuchteten Dauergrün, sprich sie waren verbunden!? Kurzer Test an der Lampe, und tatsächlich Sender-Empfänger-Funkstrecke arbeitete perfekt.
Das Pairen ist nach erneutem Aus- und Einschalten nicht mehr nötig, die Teile merken sich das offensichtlich - macht ja auch Sinn.
Stop, hier muss ich mich korrigieren. Das hat zwar soweit funktioniert, war aber nicht ganz korrekt geschrieben. Es ist nämlich folgendermaßen: Dieses System kann auf sechs unterschielichen Kanälen senden, sprich man kann also sechs dieser Systeme unabhängig nebeneinander betreiben!? Die LED im Sender sowie die im Empfänger kann 6 verschiedene Farben annehmen: Kanal 1 = rot, Kanal 2 = grün, Kanal 3 = blau, Kanal 4 = gelb, Kanal 5 = türkis, Kanal 6 = lila. Dies kann man mit einem spitzen Gegenstand durchswitchen, und verbindet die Geräte, indem bei Sender und Empfänger die gleiche Farbe eingestellt wird. Bei mir war es wohl zufällig grün. Nach dem Einschalten blinkt die LED kurzhintereinander rot, grün, blau und dann stellt man über den Group Switch den Kanal ein Video 1 zeigt den Empfänger, Video 2 den Sender):



Also, das System dient zur Übertragung von DMX512 Signalen, nutzt dazu das 2,4 GHz Netz, wechselt dabei zwischen 78 Frequenzen automatisch auf einen nicht bereits benutzten, soll also nicht mit Bluetooth oder WLAN kollidieren. Die Reichweite ist mit bis zu 400m bei freier Sicht angegeben. Das System ist ist für den Betrieb in den EU- und EFTA-Staaten allgemein zugelassen und anmelde- und gebührenfrei.
Ich hab dieses Set nun mehrfach schon im Einsatz gehabt. Im Normalfall hängt der Sender am Ausgang meines DMX Interfaces, die Empfänger jeweils an einem 4er Bar. Meistens hab ich am Fuß der Stative jeweils noch einen kleinen MovingHead platziert, den ich dann direkt mit Kabel Strom und DMX vom Bar aus versorge. Die Entfernung, die ich überbrücken musste, waren bisher nicht wirklich groß, max 10m stehen die Lichtstative mit den Bars auseinander, mein Macbook mit dem DMX Interface zu einem Stativ vielleicht 2-3m, zum anderen entsprechend 6-8 m. Empfangsprobleme, Verzögerungen oder Aussetzer konnte ich nicht beobachten, obwohl immer und überall üblicherweise genügend 2,4 GHz Strecken vorhanden sind, die ich bei uns möglichst zu vermeiden suche. 12 Stunden war bislang die maximale Dauer, die die Akkus halten mussten, was überhaupt kein Problem war. Eine Ladezustandsanzeige wäre noch ganz schick, fehlt aber. Allerdings ist das bei der Dauer auch nicht wirklich ein Problem. Ja, man sollte natürlich dafür sorgen, dass die Akkus vor jedem Gig voll sind. Aber zehnmal besser, als Kabel zu legen, vor allem einmal auf die gegenüberliegende Bühnenseite von mir.

Mein Fazit:​

Einfaches Handling, schnell einsatzbereit, spart lästiges Kabelziehen und arbeitet absolut zuverlässig.
Meine klare Empfehlung, in jedem Fall auch die nur minimal teurere Akkuvariante bei den Empfängern zu nehmen. Es gibt diese Empfänger auch mit externem Netzteil zu betreiben. Nur ist das wieder etwas mehr Verkabelungsaufwand, den ich ja eigentlich vermeiden wollte, und es stellt sich zudem die Frage, wo ich den Strom für die Netzteile bzw. USB 5V her nehme. Da sind 1,2 m Kabel und ne Steckerwarze, für die ich wiederum eine Schukodose brauche, nicht gerade bühnenfreundlich. Eine Steckdose hab ich i.d.R. nicht an meinem Bar, und auch an sonst keiner Lampe. Dort hätte ich höchstens nen Kaltgeräteausgang. USB-A Ladebuchsen gibt's da auch (noch) nicht. Ich hatte schon überlegt, die Lampen z.B. die Movingheads zu modifizieren, entweder das mitgelieferte oder irgend ein anderes USB-Netzteil dort einzubauen oder zu schauen, ob man da nicht irgendwo 5V abgreifen kann, aber so ist in jedem Fall bequemer.
 

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Eine Frage hab ich zu den Teilen.
Ist es möglich von z.B. einem Scheinwerfer in dem ein Empfänger steckt, mit Kabel die DMX Signale weiter zu leiten?
Die Idee wäre, das man für Links und rechts der Bühne je einen Empfänger nutzt, um mehrere Beleuchtungsmittel anzusteuern.
Ich geh davon aus, das es geht, habe diese Info aber bis jetzt nirgends explizit gefunden.
 
Natürlich geht das. Die geben ein DMX Signal raus und das kann man wie üblich verlängern.
Übrignes ist es eine gute Idee, bei einem Setup das Universum an mehrere gleiche Empfänger zu verteilen. Dann kann man seine Scheinwerfer egal an welchen Strang hängen.
 
Jo geht, so mache ich es ja auch, wie ich oben beschrieben hab, dass ich die kleinen Movingheads, die ich entweder am Fuß der Stative, oder am Bühnenrand platziere, oder wenn ich den Aufwand nicht scheue, die Movingheads auf dem Bar zu montieren (was ein bisschen blöd ist, weil sie dort oben eigentlich hängen müssten) und ich vermute @chris_kah meint, den Sender und alle Empfänger auf dem selben Kanal zu fahren, und erst für ein weiteres Universum einen weiteren Sender. Ich komme derzeit locker mit 512 Kanälen, also einem Universum aus, daher spielt das bei mir keine Rolle, und es ist egal, wo ich meine Empfänger anschließe.
 
Danke für die schnelle Antwort. Ich war mir da auch zu 95% sicher das es so ist, aber ich wollte eben die 100% Sicherheit haben.
 

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