Facebook (Un-) Sinn? Welche Netzwerke Sinnvoll?


Mr. Pickles
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Hi Leute!

Welche Netzwerke nutzt ihr für eure Band und welche Erfolge habt ihr dadurch bezüglich erreichen von Personen, generieren von Publikum, etc.?
Von Myspace, das in Deutschland ja mehr oder minder tot ist über Facebook, bis Twitter und sonst welchen Möglichkeiten gibt’s ja viele, aber welche machen Sinn? Wenn man auf 30 Netzwerken für die Band unterwegs ist bleibt keine Zeit mehr für die Band, die ja dann letzten Endes der Grund dafür ist, warum man sich Bandseiten einrichtet, quasi ein Teufelskreis :D


Facebook hat sich über die Jahre als eine wichtige Plattform von Bands etabliert, das ist denke ich unumstritten. Der oben verlinkte Artikel beschreibt allerdings, dass sich die Sichtbarkeit der Posts von Facebook Seiten z.B. der Bandseite durch bezahlte Beiträge deutlich steigt und die der ungesponserten wohl immer weiter abnimmt. Weitestgehend ausgenommen sind Posts von Freunden, diese Erfahrung haben wir ebenfalls gemacht.
Die Frage entstand nachdem ich folgenden Artikel gelesen habe:
https://blog.ashampoo.com/de/2016-11-22/das-ende-von-facebook-wie-sie-es-kennen

Aktuell haben wir unsere eigene Website, Youtube, Facebook und Soundcloud


Wäre cool, wenn ihr mal eure Erfahrungen teilt

Grüße Sebi
 
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startom
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Hoi
Ich weiss nicht, ob meine Antwort relevant ist, da ich mit einer rein hobbymässigen Band unterwegs bin. Die Mitglieder sind allesamt vollzeitlich berufstätig, somit sind wir mit 3-4 Gigs pro Jahr zufrieden. In den 12 Jahren, in welcher die Band besteht, haben wir uns eine kleine aber feine "Fangemeinde", bestehend aus Teilen von Familien, Freunden und Bekannten aufbauen können, welche uns an unseren Gigs unterstützen. So sind wir aus Sicht Veranstalter gern gesehen, weil wir jederzeit ca. 40-50 Gäste mitbringen.

Was ich damit sagen will: Mit dem Errichten einer fancy Facebook-Seite ist es nicht getan. Die Arbeit, um sich einen Namen zu verschaffen, heisst: Networking! Spielt, spielt, spielt. Kümmert euch intensiv um eure Gäste, die euch besuchen. Unternehmt alles, damit die Konzertbesucher wieder kommen. Das beste soziale Netzwerk ist das real life social network. Alles andere sind reine Speicherplattformen, um eure Medien (Bandbeschrieb, Live-Videos, Studioaufnahmen, Stagerider, Tourplan, etc.) zu veröffentlichen.
 
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Leider liegt startom nicht ganz richtig mit seinen letzten 3 Sätzen. Zumindest im Metalbereich ist es nicht ungewöhnlich, dass Veranstalter auf die Zahl der Likes einer Seite schauen (ja, ich weiß selber wie schwachsinnig dies ist), um sich Bands für Konzerte raus zu suchen und Spielzeiten festzulegen.

Die Erfahrung der verringerten Reichweite haben wir in letzter Zeit auch gemacht. Mit knapp 300 likes haben wir in den ersten Monaten des Jahres immer so zwischen 200 und 500 erreichte Personen gehabt, in letzter Zeit wird dies immer weniger. Teilweise erreichen wir keine 100 Leute mehr, obwohl wir jetzt schon bei über 400 likes sind. Richtig was bringen tut es eigentlich nur noch, wenn man Bilder postet und diese dann in allen Gruppen spamt, in denen man ist. Aber selbst da ist die Reichweite geringer geworden. Zur Vorstellung unseres Albumcovers haben wir dann ausnahmsweise mal Werbung geschaltet und es hat auch was gebracht, aber nicht in der Menge, die ich erwartet hätte...
 
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Hi,
ich denke es hat was mit dem Alter der Zielgruppe zu tun. Unsere ist schlicht zu alt um sich das Herumgeblödel auf diesen unübersichtlichen Facebookseiten anzutun.
 
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Um ehrlich zu sein: Facebook ist für die "ältere Generation" und hat IMHO den typischen Webauftritt vollständig abgelöst.
Die "Jugend" treibt sich sicherlich auf FB rum - nutzt aber für "echte" Kontakte eher Instagram und Whatsapp.
Der Trend geht zu dynamischen Inhalten, die sind bei FB eher "verwaltbar" und treffen die Zielgruppen besser; Inhalte sind für Band bei YT gut aufgehoben.
 
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Ich geb netstalker recht - FB sind heute eher die Erwachsenen, nicht mehr so sehr die Kids. Vor paar Jahren konnte meine Tochter gar nicht erwarten bis sie alt genug wurde um sich bei FB anzumelden. Inzwischen schaut sie nur noch gelegentlich rein, während sie mit ihren Freundinnen intensiv Whatsapp und Snapchat verwendet. Ob sie auch andere soziale Plattformen nutzt - keine Ahnung, welche 17jährige erzählt ihren Eltern schon alles.

Man kommt auch heutzutage nicht drum herum das Marketing der Band an der Zielgruppe auszurichten. Facebook ist da insofern interessant, weil man eine Webseite betreiben kann und eben durchaus eine Menge Leute erreichen kann. Am meisten wohl wenn man zahlt, aber auch da darf man keine Wunder erwarten. Soundcloud ist gut um Songs vorzustellen, YT vor allem wenn man auch Videos hat - auch Aufnahmen von Auftritten.
Die Möglichkeiten sind vielfältig aber auch die Gefahr, dass man in der Menge untergeht. Da hilft nach wie vor nur - wie startom beschrieben hat - real life networking, mit dem Gedanken, dass Freunde und Bekannte auch auf FB die Inhalte teilen, liken und so zur Verbreitung beitragen können.
 
Mr. Pickles
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Danke soweit für die Antworten.

Ohne Reallife geht nichts und ich bin auch lieber unterwegs als am Rechner, nur damit das nicht falsch rüber kommt

Mir geht es nur darum die Leute neben dem persönlichen aufeinandertreffen auch über das WWW möglichst gut auf dem Stand zu halten und da macht Facebook aktuell scheinbar einen Strich durch die Rechnung.
Ebenfalls haben wir als Band neben Musikmachen und Online verfügbar sein auch Beruf, Familie, Freunde und andere Hobbys, daher wollen wir nicht ein Imperium aus tausend Social Network accounts aufbauen, weil wir weder Bock noch Zeit dafür haben.
Wenn ich beispielsweise bei StudiVz was anlege bringt das rein gar nix, sofern es das überhaupt noch gibt, Myspace nutzt soweit ich richtig informiert bin auch keiner mehr, ich kenne zumindest absolut niemanden der das noch verwendet.
Aktuell überlegen wir uns für die Aussenwirkung der Band auf Instagramm und Twitter was zuzulegen, aber vorher wollte ich gerne mal in die Runde Fragen welche Netzwerke ihr nutzt und vor allem was sie bringen. ;-)


@
Leider liegt startom nicht ganz richtig mit seinen letzten 3 Sätzen. Zumindest im Metalbereich ist es nicht ungewöhnlich, dass Veranstalter auf die Zahl der Likes einer Seite schauen (ja, ich weiß selber wie schwachsinnig dies ist), um sich Bands für Konzerte raus zu suchen und Spielzeiten festzulegen.

Die Erfahrung der verringerten Reichweite haben wir in letzter Zeit auch gemacht. Mit knapp 300 likes haben wir in den ersten Monaten des Jahres immer so zwischen 200 und 500 erreichte Personen gehabt, in letzter Zeit wird dies immer weniger. Teilweise erreichen wir keine 100 Leute mehr, obwohl wir jetzt schon bei über 400 likes sind. Richtig was bringen tut es eigentlich nur noch, wenn man Bilder postet und diese dann in allen Gruppen spamt, in denen man ist. Aber selbst da ist die Reichweite geringer geworden. Zur Vorstellung unseres Albumcovers haben wir dann ausnahmsweise mal Werbung geschaltet und es hat auch was gebracht, aber nicht in der Menge, die ich erwartet hätte...

Die Erfahrung habe ich leider auch schon gemacht, zum Glück aber nicht immer.
Zum Glück zieht man aber mit gekauften Facebook likes kein Publikum, d.H. eine Band mit gekauften Likes die bei niemanden ankommt wird kein zweites mal von einem Veranstalter gebucht und somit siegt am Ende dann doch die Gerechtigkeit ;-)
Was du auch nicht vergessen darfst: im Metalbereich spielen von 10 Leuten mindestens einer in ner Band, zumindest bei uns in der Region, und das macht alles nicht einfacher :D

Grüße Sebi
 
Vetinari
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Wobei Likes und Auftritte nicht viel zu tun haben. Habe schon Bands mit 87 Likes in Endrunden von großen Wettbewerben gesehen und Bands mit 5000 Likes schaffen es nicht aus ihrem Dorf rauszukommen. Besonders verwirrt bin ich wenn große Bands ihren Tour Support vorstellen und die mal gerade 350 Likes haben.

Bei FB klicke ich kaum unbekannte Bands an, auf Youtube ebenfalls. Früher klickte man ne Band an weil sie besonders gute Bilder oder Videos hochgeladen haben. Aber das macht inzwischen jede zweite Band und als Nutzer ist man nur gelangweilt. Es ist einfach ein Überangebot. Auffallen tut man nur mit Networking.

Bilder posten sehe ich kritisch. Oft wollen die Leute besonders lustig und stilvoll sein. Aber es ist zu 90% nur peinlich und fremdschämend. Gestellte Bilder sind besonders grauenhaft. Wenn dann die Notenblätter im Proberaum verteilt werden oder Körperhaltungen erstarren oder man sich total doll lieb hat.
 
Mr. Pickles
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<Offtopic>
Ich denke Likes haben schon einiges mit Auftritten zu tun.
ich habe schon öfters beobachten können, dass regionale Bands mit 10.000 likes (die vermutlich zum Großteil gekauft sind) in ihrem Haupteinzugsgebiet dann satte 20-30 Leute vor der Bühne haben und alle anderen Bands des Abends deutlich mehr Publikum generieren, und das obwohl sie in Summe weniger als 10.000 Likes haben.

<zurück zum Thema>
Ich will nicht darauf hinaus, wie viele Auftritte man mit Facebook likes mehr oder weniger bekommt, sondern welche Online - Netzwerke für eine Band Sinn machen. Die Tatsache, dass man ohne ein Netzwerk außerhalb des www nicht weiterkommt ist mir vollkommen klar, ich sehe Social Networks allerdings trotzdem als absolut wichtigen Punkt um Fans und Interessierte Leute zu erreichen.
 
Vetinari
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Oder man mietet sich Fans. Auch einmal erlebt, da war der Manager der Truppe sehr wütend da seine Band beim Contest einen späteren Starttermin bekommen hat als angekündigt.
 
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Also ich denke zurzeit ist Facebook, rein was das Leute erreichen angeht, immer noch die beste Wahl. Für Mucke hochladen und verkaufen dann Bandcamp und Videos Youtube. Ich wüsste persönlich keine weiteren Netzwerke, wo man gerade die Fans wirklich mit erreicht.
 
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ich sehe Social Networks allerdings trotzdem als absolut wichtigen Punkt um Fans und Interessierte Leute zu erreichen.
Als Amateurband würde ich da aber trotzdem nicht zu viel Energie hineinstecken. Eine passable FB-Seite lässt sich ja leicht erstellen und die regelmässig pflegen. Dazu für die Musik noch YT und Soundcloud oder ähnliches. Am besten das nehmen, dass man selbst auch am meisten nutzt.
 
Mr. Pickles
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Am besten das nehmen, dass man selbst auch am meisten nutzt.

das ist so nicht ganz richtig. in meiner Früheren Band hatte ich den Umschwung von Myspace auf Facebook vollkommen verpasst und munter Bulletins und Infos an tote Profile geschickt, weil ein Großteil das Myspace Portal einfach gar nicht mehr genutzt hat. :D

Grüße Sebi
 
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MySpace ist sicher ein Sonderfall, aber bei Facebook merkt man recht schnell, wenn Leute plötzlich nicht mehr aktiv sind.
 
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Um ehrlich zu sein: Facebook ist für die "ältere Generation" und hat IMHO den typischen Webauftritt vollständig abgelöst.
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Facebook bleibt die wichtigste Plattform. Abgelöst hat sie den Webauftritt meiner Meinung nach in keiner Weise.
Wir handhaben es so: Webauftritt hat die Zielgruppe Veranstalter - hier findet er alle relevanten Informationen in strukurierter Form, Bühnenanweisung, Werbevideos usw. Lediglich die Terminliste ist hier für Fans UND Veranstalter interessant.

Bei Facebook kümmern wir uns mehr um die Fans und Besucher unserer Konzerte. Wobei ich auch hier um ein verkaufsförderndes Auftreten bemüht bin. Wenn es ausnahmsweise mal eine Regenwetterveranstaltung mit wenigen Besuchern ohne Stimmung gegegen hat, halte ich das nicht als ersten Eintrag oben in der Facebookliste....
 
D
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