Factory-Tour bei FGN in Matsumoto, Japan

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Fujigen Gakki baut seit 1960 Gitarren und Bässe in Japan.
Dabei sind sie vor allem bekannt für ihre Auftragsarbeiten für andere Firmen.

Neben den Gitarren unter eigenem Namen FGN, werden also auch noch zahlreiche andere Gitarren von Fujigen gebaut.
Bekannteste Firma, die aktuell bei Fujigen bauen lässt, ist sicherlich Ibanez*.
Zudem lassen im Moment auch G&L und Gretsch, sowie zahlreiche japanische Kaufhäuser und Gitarrenläden bei Fujigen produzieren.
Letztere sind für den japanischen Markt bestimmt und werden nicht in Ausland exportiert.

In der Vergangenheit baute Fujigen auch noch OEM-Gitarren für solch illustre Namen, wie Fender* (von 1982 mit CBS/Fender* Japan bis 1997) sowie Gibson (von 1992-1998 die legendäre „Orville by Gibson“-Linie) und die Epiphone Elitist Serien.

Im Mai 2015 waren wir von Fujigen und dem dt. Vertrieb M&T zu einer Werksbesichtigung eingeladen und dies ist nun die Zusammenfassung davon.

Wir waren im Werk in Matsumoto und sahen einen Teil der Fertigung. Hier werden Solidbodys gebaut. Die Semi-Hollows und Hollow-Bodys kommen aus einem anderen Werk nach Matsumoto und werden ebenfalls hier fertig gestellt.


Hier hätten wir mal als Einstieg die Verteilung der Stationen.
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Station 1: Holz
Fangen wir mit Ahorn an.
Tops:
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Halsplanken:
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Das Maple kommt übrigens aus Canada.

Weiter gehts mit Mahagoni aus Afrika:
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Die Esche und Erle kommt aus den USA. Basswod, wie das Maple aus Canada.

Hier ein paar Hölzer für Griffbretter:

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Station 2: Necks

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Die Necks werden dabei aus der Planke gesägt, mit den Führungslinien an Bandsäge.

Wir wurden gebeten keine Fotos der Ibanez* und anderen Namen wie den History´s zu machen.
Da an diesem Tag viele Ibanez* gebaut wurden (das kann von Tag zu Tag stark variieren) kann es vorkommen,
dass ihr doch welche seht. Tut einfach so als wärde es eine FGN ;-)

Nach dem vorsägen wandern die Hälse dann ans große Gerät und werde sauber ausgefräst:
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Das Bundschlitzen kann ich euch zeigen, das CFS ( Fujigens Circle Fretting System) leider nicht, aber viel zu sehen gäbe es da auch nicht, da im Prinzip lediglich die Bünde maschinell in Form geschliffen werden. -->hier mehr Infos.http://www.fgnguitars.de/fgn-features/circle-fretting-system-cfs.html
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weiter gehts nach einer kurzen Sicherheitspause, weil ich das Talent habe bei langen Artikeln wieder alles zu löschen;)
 

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Falls du einen Trennpost brauchst ... :)
 
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  • #3
Weiter gehts!
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Inlays:
Dots werden eingelegt:
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Fräsen von Inlays, immer ein Griffbrett nacheinander.


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Fertige Inlays:
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Nebenan wurden gerade verstärkte Basshälse gefertigt:
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Da kommt dann das Griffbrett drauf und wird angepresst.
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Einen Trussrod bekommen die Bässe natürlich auch. In diesem Fall wird später ein Kanal auf der Halsrückseite gefräst und anschließend verschlossen (kennt man ja, nennt sich Skunk stripe)

Exkursion-> Outsourcing: die Hälse werden bei einem kleinen Laden 5min vom Werk bundiert.
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Station 3: Bodys

Tops wurde gerade nicht mit Bodys verleimt, ich gehe aber mal davon aus, dass diese hier zusammengepresst und leimt werden.
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Bohren und Fräsen eines Bodys:

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Die Bodys der Archtops und Semis werden ja wie bereits erwähnt nicht hier gefertigt, sondern kommen bereits fertig an:
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Daneben werden aber noch ein paar wenige A-Gitarren gefertigt.
Das sind so wenige, dass es auch ohne Dampfpresse, etc. geht wie bei der Massenherstellung:
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Das Video im letzten Beitrag ist noch "privat" ... ;)

@hack_meck Ich will nicht hetzen ... ich will nur lesen und Bilder sehen :D
@socccero Lass dir nur Zeit! .... so haben wir länger dran ;)
Klasse Bericht & Bilder bisher :great:
 
@socccero
Leider darf ich noch nicht Beiträge von Dir wieder bekeksen. :weep:
Darum sage ich wenigstens schon mal Danke für die bisherigen Beiträge zur Factory Tour! :hat:

Das Bundschlitzen kann ich euch zeigen, das CFS ( Fujigens Circle Fretting System) leider nicht, aber viel zu sehen gäbe es da auch nicht, da im Prinzip lediglich die Bünde maschinell in Form geschliffen werden. -->hier mehr Infos.http://www.fgnguitars.de/fgn-features/circle-fretting-system-cfs.html
Schade, dass Du das CFS nicht zeigen kannst. Hast Du denn mal eine FGN mit CFS gespielt? Und hast Du da einen Unterschied bemerkt?

Inlays:
Dots werden eingelegt:
Ich sage jetzt mal nicht, an welche meiner Gitarren die Kopfplatte mich erinnert. :evil:

Die Bodys der Archtops und Semis werden ja wie bereits erwähnt nicht hier gefertigt, sondern kommen bereits fertig an:
Das YouTube-Video direkt darüber ist auf privat gestellt. Wenn ich ganz lieb "Bitte, bitte" sage, stellt Du es dann öffentlich?
Nachtrag: Peter55 war mal wieder schneller.

Beste Grüße
Dita
 
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  • #7
Das Video ist 10 min lang und zieht sich nur etwas beim hochladen.
Ich habe den link einfach mal direkt übernommen und hab da grad keinen Einfluss drauf..

@DieterWelzel zum CFS: Ich habe noch keine FGN ohne CFS gespielt^^ aber nein, ich merke da keinen unterschied zu einer sauber bundierten normalen Klampfe, das gilt auch für das beliebte Pleken.
Frag dafür nochmal im FGN-Thread nach ;-) Denke aber schon, dass es produktionstechnisch hilfreich ist und eine niedrigere Saitenlage ohne größeren Aufwand beim Einstellen ermöglicht.
 
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Vielen Dank frü den Bericht!

Frage zu G&L: Du erwähnst, dass FGN für G&L baut, kann man da näheres erfahren? Dachte, es gibt nur USA und die Tribute-Serie (die aber nicht aus Japan?!)
 

Hatte ich an meiner P90 FGN Goldtop … Um es in einem Satz zu sagen: "Da ist nichts, was man als Spieler störend oder als Einschränkung wahr nimmt." … Wie sich die gleiche Gitarre mit regulären Fretts spielen würde, werden wir nie erfahren - die Saitenlage war aber schon sensationell. (bevor ich für mich die bevorzugte Luft unter den Saiten eingestellt habe …)

Gruß
Martin
 
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  • #10
Dann mache ich mal weiter ;-)
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Als wir da waren, wurden gerade keine Hälse eingeleimt, darum gibts davon keine Fotos, aber hier trocknet der Leim gerade bei zwei schönen Masterfield Jazz. In diesem Werk werden fast keine Set Necks gebaut, sondern vorwiegend Bolt-On´s
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Das Lackieren findet in einer langen Lackierkabine statt, welche wir nicht betreten konnten (damit kein Staub und Dreck reingelangen)
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Die Fenster sind leider undurchsichtig^^
Aber nungut. Gespüht werden Poly- und Acryllacke.
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Nach dem Trocknen und befestigen des Halses gehts dann zum aufpolieren.
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Direkt daneben werden auch die Bold Ons verheiratet ;-)



Im Raum daneben werden die Gitarren dann eingestellt und eingepackt:
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  • #11
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  • #12
@Lisa2 Ja, im Prizip sinds Federstäbe, ich wüsste nicht wie man es sonst nennen soll.
Die drücken die Verstrebungen, bzw. das Bracing auf das Top und Back bis der Leim ausgehärtet ist :great:

In größeren Werken für Akustikklampfen wird das über größere Maschinen mit Dampfdruck-Pressen o.Ä. gemacht, aber hier im kleinen Custom Bereich eben altmodisch.
 
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  • #13
Sieht nach ziemlich viel Handarbeit aus. Da wundert mich nix mehr. Hatte mich damals in die Neo Classic Tele verliebt. Echt nettes Teil fürs Geld.
 
  • #14
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  • #15
Aaaaaaaaaah! Gutes Stichwort!
:great:

Gruß
Lisa
 
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  • #16
Sehr geile Bilder und Videos! Vielen Dank dafür! :) Hoffe, du hattest eine gute Zeit!

Liebe Grüße,
Bacchus
 
  • #17
Da kann ich mir mich nur anschliessen - klasse Bilder und Videos :great::)
Mit was hast du denn fotografiert und gefilmt?
 
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  • #18
Kommen wir nun zum Factory House, in dem es eine Auswahl an FGNs gibt:
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mmmhh:confused: irgendwie hab ich hier kaum Fotos gemacht^^
Also kann ich nur noch sowas anbieten:
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Nagut, dann kommen jetzt noch ein paar Leckerbissen, die da so im Werk rumstanden :great:
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Die Antworten auf einige Fragen kommen dann als nächstes! :great:
 
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  • #19
Und schon wieder ist die Kekssperre drin, liegt wohl daran, dass ich die dauernd mit ck schreibe...
 
  • #20
@socccero
Leider habe ich auch noch eine Kekssperre drin, dann sage ich zumindest so noch einmal Danke für die tollen Fotos, Videos von den Arbeiten und Deine Erläuterungen. :hat:
Auch von mir mal die Frage nach der Kamera. ;-)

Beste Grüße
Dita
 
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