Fender Rhodes restaurieren?

von Mr.Wheely, 07.09.10.

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Casio
  1. Mr.Wheely

    Mr.Wheely Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.10   #1
    Ich könnte von einem Bekannten recht günstig ein Rhodes Mark I bekommen, so für 300 bis 400 Euro. Das Rhodes ist zwar gehäusetechnisch relativ ok, befindet sich aber in einem unspielbaren Zustand und müsste grundlegend überholt bzw. restauriert werden, vor allem die Tastatur, Tastaturfilze, Hämmer, Klangzungen (nennt man die so?) usw. Ich bin zwar handwerklich ganz gut drauf, weiß aber nicht recht, ob ich mir das Projekt antun soll. Hat von Euch schon mal jemand ein altes Rhodes wieder in Schuss gebracht? Ich wäre dankbar für jede Entscheidungshilfe.
     
  2. Don Leslie

    Don Leslie HCA Hammond/Leslie HCA

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    Erstellt: 07.09.10   #2
    Klangstäbe. Zungen sind platt. ;)

    Mach doch erst mal eine Bestandsaufnahme über den Umfang dessen, was alles kaputt ist. Vielleicht ist es nicht so schlimm.
    Tastatur würde ich als letztes in Angriff nehmen, vorausgesetzt, alle Tasten sind in Ordnung. Das wichtigste sind erst mal die Klangstäbe (engl. Tines) und daß alle Tonabnehmerspulen funktionieren.
     
  3. FantomXR

    FantomXR Keyboardmanufaktur Berlin

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    Erstellt: 07.09.10   #3
    Moin,

    also vieles kann man selbst machen, würde aber auch erstmal schauen, was denn nun alles genau nicht funktioniert. Das teuerste an solch einer Restauration sind, wie schon gesagt, Tines und Pickups. Letzte kannst du checken, indem du einen Amp anschließt und mit einer Bleistiftspitze die Spitze der Pickups berührst. Wenn es knackt, gehts, wenn nicht, dann nicht :)
    Das eigentlich schwere, finde ich, an solche einem Vorhaben, ist das Voicing am Ende. Also, dass alle Töne den gleichen Sound haben. Du hast schließlich die Möglichkeit, das Tine 3 Dimensional um den Pickup herum zu bewegen, was es sehr schwer und mühsam macht, das richtige Voicing zu finden.
     
  4. dr_rollo

    dr_rollo Mod Keyboards und Musik-Praxis Moderator HFU

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    Erstellt: 08.09.10   #4
    Reparatur ist das eine, es vernünftig einstellen, dass die Tasten alle wieder vernünftig sitzen, nicht zu Spiel haben, und das am Ende alles gestimmt und für den "richtigen" Ton justiert wird, das andere, wie Fantom schreibt, das für jemanden, der sich hier nicht so auskennt, auch zu einem frustierendem ergebnis führen köntne.
    Ich sag nur www.tasteundtechnik.de - Top Arbeit, fairer Preis, und du hast hinterher ein Super Instrument, wo alles so ist, wie es sein soll.
    Ist natürlich ne ziemliche Strecke für Dich, aber vielleicht bist Du ja einer, der viel rumkommt, und es wäre gar nicht das Problem.
    Ansonsten kann Dir der Jens vielleicht auch ne gute Adresse im süddeutschen Raum nennen, oder auch jemand anderes hier.
     
  5. HammondToby

    HammondToby HCA Live-Keys HCA

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    Erstellt: 08.09.10   #5
    Ich bin diesen Sommer die Strecke Stuttgart - Ahnsen - Stuttgart (an einem Tag) gefahren und es hat sich total gelohnt! Weil ich gerade viel unter Wegs bin, hat Jens mir das Rhodes zurück geschickt. Wenn du ihm also genau sagst, welchen Sound du haben willst, kann er das auch telefonisch mit dir klären und du schickst ihm die Kiste. Ansonsten wäre da noch der Tobias von Rad, der bei München sitzt und mir auch schon das eine oder andere Mal aus der Patsche geholfen hat.

    Mein Vorschlag wäre: wenn es nicht zu viel zu tun gibt und du dir das zutraust, dann mach so viel selber, wie du kannst und lass die Voicing-Geschichten jemanden machen, wenn du nicht weiter kommst.

    Grüße vom HammondToby
     
  6. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 10.09.10   #6
    Wenn man mehr Zeit als Geld hat: selbermachen! Wenn man mehr Geld als Zeit hat: machen lassen!
    Wenn Pickups nicht gehen: hier klicken

    Grüße,
    McCoy
     
  7. Nitrofunk

    Nitrofunk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.10   #7
    +1 für Tasteundtechnik. Lübbi is the Man!
     
  8. fermate

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    Erstellt: 13.09.10   #8
  9. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.09.10   #9
    Ich muss jetzt doch noch einmal eine Lanze fürs selbermachen brechen:

    1. Es macht Spass, das Instrument zu reparieren
    2. Es macht Spass, auf einem Instrument zu spielen, von dem man jedes Teil schon mal in der Hand hatte und von dem man genau weiss, wie es funktioniert
    3. Es ist billiger
    4. Es ist kein Hexenwerk

    Es gibt übrigens jede Menge Reparaturanleitungen auf Youtube, wenn man dort z.B. repair Rhodes eingibt: Klick

    Leider ist die Seite http://www.fenderrhodes.com/ gerade down, dort gibt es ansonsten ein gutes Forum mit Tipps und Tricks sowie alle möglichen Unterlagen zum Reparieren. Hoffen wir mal, daß es dort bald weitergeht.

    Service-Manuale gibt es z.B. hier: Klick

    Leider wird die sehr informative Yahoo-Group rhodes-tech nicht mehr weitergeführt. Sie existiert zwar noch als Archiv, nimmt aber keine neuen Mitglieder mehr auf. Alte Mitglieder können aber noch darin lesen.

    Bei Fragen und Problemen kann man ja auch hier posten.

    Viele Grüße,
    McCoy
     
  10. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 02.10.10   #10
  11. Wilhelm

    Wilhelm Registrierter Benutzer

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