Finales Mixing und Mastering einer orchestralen Aufnahme?!

Sehr anschaulich, danke! :)
 
Bildschirmfoto 2025-12-28 um 12.16.55.png


Das ist RADAR LOVE von GOLDEN EARING als MP3. Der Song wurde bei mir in der DAW bei Unity Gain gemessen, nachdem ich die Datei von YT geladen habe.

TRUE PEAK MAX ist die lauteste Stelle oder sind die lautesten Stellen, weil sie sich wiederholen können.

INTEGRATED ist der Durchschnittswert über den ganzen Song (LUFS - Loudness Units Full Scale).

LOUDNESS RANGE ist die DYNAMIC RANGE über den ganzen Song gemessen.

PLR ist das Verhältnis von PEAK zu RMS (Crest Factor).

Vielleicht hilft es Dir.

Ray
 
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Zum Thema LUFS im Mastering, worth reading:
 
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"LUFS-Metering" ist ein ziemlich komplexes Thema, hier noch ein paar interessante Links dazu:

reddit - mit mehreren interessanten Statistiken zu den LUFS-Werten bekannter Titel, Pop, Charts (wo der Wert fast immer kleiner ist), aber auch Klassik (wo der Wert fast immer größer ist).
Die öfter geforderten (eigentlich aber nur "empfohlenen") -14 LUFS sind offensichtlich eher die Ausnahme als die Regel.

hofa - gute Übersicht über die Empfehlungen der Plattformen mit einigen praktischen Tipps

Izotope - sehr ausführlicher Artikel mit sehr guten Hintergrundinfos, dazu eine ausführliche Anleitung wie das LUFS-Meter "Insight 2" von Izotope sinnvoll eingesetzt wird (das PlugIn ist aktuell kostenlos bei Izotope zu haben).

Mein Fazit: Nicht verrückt machen lassen, ein guter Mix, der auf verschiedenen Abhören stets gut und überzeugend rüber kommt, wir dies auch bei den Plattformen im Netz schaffen.
Wichtig ist, dass man mein Mastern sich an den durchschnittlichen LUFS-Werten des Genres orientiert, aber auch selber checkt, ob diese Vergleichs-Titel für einen selber überzeugend klingen bei der jeweiligen Plattform.
Es wäre jedenfalls verkehrt und nicht zielführend, ein klassisches Orchesterwerk oder Kammermusikstück auf z.B. -8 LUFS zusammen zu pressen und einen tanzbaren Pop-Titel auf -20 LUFS sozusagen aufzuweiten.

@Jan S. , noch etwas zum "Sicherheitsabstand" der True-Peak-Werts zu 0 dBFS.
Ob du nun -0,2 / -0,3 / -1 oder sogar -2 dB Abstand lässt zur Vollaussteuerung 0 dBFS, ist praktisch unerheblich. Ich selber sehe zu, dass kein maximaler True-Peak-Wert meiner Mixe über -0,5/-1 dBFS hinaus geht.
Der Abstand hat vor allem damit zu tun, dass verlustbehaftete Formate wie z.B. MP3 bei Decodieren schon mal sozusagen leicht die Orientierung verlieren und ein Peak mit 0 dBFS (also maximaler digitaler Vollaussteuerung) über dieses Limit hinaus schießt. Das Problem beim Überschreiten der 0 dBFS-Grenze ist, dass 0 dBFS der höchste Zahlenwert der gewählten Bit-Tiefe ist (also 2^16 bei 16 bit, 2^24 bei 24 bit). Werte über 0 dBFS können in diesen Formaten keinem Wert mehr zugeordnet werden und es gibt dann diese sehr unschönen digitalen Verzerrungen (Knacks- und Knistergeräusche).
Mit dem "Sicherheitsabstand" wird dem vorgebeugt.

Soweit ich gelesen habe, halten die Plattformen auch stets einen solchen Sicherheitsabstand ein wenn sie bei einem Titel eine Pegelanhebung machen (insofern sie überhaupt gemacht wird, was nach den Quellen im Übrigen keineswegs durchgehend der Fall ist).
 
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Vielen Dank. :)

Als nur kleine Ergänzung: Bei den LUFS hatte ich mich bisher an dieser Darstellung orientiert:


Aus den LUFS selbst muss ich wohl auch keine Wissenschaft machen, meine Musik hat eh keine Chance gegen die Masse an Aufnahmen in den Streaming-Portalen. ;) Ich möchte halt „nur“ ein für meine Ohren gutes Ergebnis erzielen. Die deutlich größere Herausforderung ist da das Mastering.

Eine Herausforderung habe ich damit, dass ich gerne „orchestrale“ Werke mit elektronischer Musik in einem Album kombinieren würde. Dann sollten aber die LUFS einheitlich sein, damit man als Hörer nicht bei jedem Titel die Lautstärke regeln muss. Insofern werde ich mich wahrscheinlich einheitlich auf einen bestimmten Wert festlegen müssen, auch wenn der dann ein Kompromiss zwischen „Klassik“ und Elektronik sein wird.
 
Ein interessanter Link, mit vielen Informationen die ohne Weitschweifigkeit und zu komplizierten Details präsentiert werden!

Dann sollten aber die LUFS einheitlich sein, damit man als Hörer nicht bei jedem Titel die Lautstärke regeln muss. Insofern werde ich mich wahrscheinlich einheitlich auf einen bestimmten Wert festlegen müssen, auch wenn der dann ein Kompromiss zwischen „Klassik“ und Elektronik sein wird.
Das muss doch eigentlich gar kein Kompromiss sein?
Auch die "Elektronik" kann doch grundsätzlich einen ebenso großen Dynamikumfang haben wie die "Klassik", würde ich jedenfalls so sehen wollen.

Im Übrigen geht es bei der "LUFS integrated" um die Dynamik der gesamten Produktion. Solange die leisen Stellen musikalisch begründet leise sind, ebenso wie die Lautheit der lauten Stellen musikalisch begründet sein sollten, solange wird niemand das Bedürfnis haben, am Lautstärkeregler zu drehen.
Was stets zu beachten ist, ist die üblicherweise tatsächlich reproduzierbare Dynamik einer Abhörsituation. Ein großes Orchester kann in einem großen Saal locker einen Dynamikumfang von über 60-70 dB bringen, eine große Kirchenorgel ebenso.
Dieser Umfang ist aber so gut wie nicht reproduzierbar in einer typischen Abhörsituation zuhause über Lautsprecher. Realistisch sind da kaum mehr als 40 dB zu erwarten. Infolgedessen muss der aufgenommene Dynamikumfang ohnehin fast immer auf den realistischen Wiedergabewert verkleinert werden (Kompression/Limiter). Auf der sicheren Seite ist man aber eher noch, wenn der Wiedergabe-Dynamikumfang noch darunter liegt.
Hängt aber wie schon mehrfach erwähnt vom Genre ab, bei der "Klassik" wird jeder Hörer eine größere Dynamik erwarten, als bei Pop usw.

Dann hängt die Lautstärkeempfindung im weiteren noch vom Klang ab. Obertonarme Klänge wirken stets leiser als obertonreiche. Sanft dahin wellende weiche elektronische Soundflächen können also ganz gut etwas angehoben werden und sie wirken dann immer noch leise. (In dem Zusammenhang lohnt sich ein kleines Experiment: Ein Wort oder einen kurzen Satz einmal mit leiser, gedämpfter Stimme aufnehmen und dann nochmal mit kräftiger lauter Stimme. Die Aufnahmen dann auf den gleichen Spitzenpegel normalisieren und so abhören. Die leisen gesprochenen Passagen werden dann immer noch leiser wirken als die laut gesprochenen. Das hat mit dem "Timbre" zu tun.)

So lassen sich Pegel vom objektiven dB-Wert (etwas) angleichen und die Passagen verlieren dennoch nicht ihren dynamischen Charakter.

Wenn du deine Sachen selber anhörst und an keiner Stelle den Drang verspürst, am Volume-Steller zu regeln, dann wird schon alles stimmig sein. Wenn doch, bekommst du eine Idee, was noch zu tun bleibt.
Welcher LUFS-Wert am Ende angezeigt wird, ist so gesehen eher zweitrangig.
 
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Wenn du deine Sachen selber anhörst und an keiner Stelle den Drang verspürst, am Volume-Steller zu regeln, dann wird schon alles stimmig sein. Wenn doch, bekommst du eine Idee, was noch zu tun bleibt.
Welcher LUFS-Wert am Ende angezeigt wird, ist so gesehen eher zweitrangig.

Siehe auch die Links die ich gepostet habe. Gleicher LUFS Wert bedeutet nicht wirklich das die unterschiedlichen Titel auch gleich laut wirken. Insbesondere nicht bei unterschiedlichen Genres.
 
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Gesundes Neues!

Die Lautheit wird vom RMS bestimmt "perceive loudness". Das ist sozusagen die "innere Lautheit" des Tracks, wenn man die Peaks abzieht...

RMS-Wert (Root Mean Square):

durchschnittliche Energie eines Audiosignals per Zeiteinheit

Bei allen Werten handelt es sich eigentlich um Spannungen, die zwischen Geräten übertragen werden. Das führt jedoch viel zu weit.

Typisch wäre so etwas: +4dBu (analoges Gerät) = -18dBFS (DAW)= 0VU (der Wert kann heutzutage am VU-Meter oder VU-Meter Plugin variiert werden).

Alle 3 Werte stehen für einen Spannungswert von 1,23 V... Dabei entscheidet der Bezug auf die verwendete Hard- und Software, was wie bezeichnet wird.

Line Level ist 1 Volt, Mikrofon Level etwa 1000-fach geringer.

Viele Grüße
Ray
 
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Ein frohes neues Jahr 2026 allerseits. :)

Ich würde gerne fachkundige Meinungen einholen zu dem folgenden Mixing-Thema, das ich nicht verstehe. Es geht um die in diesem Video dokumentierte Gestaltung der Reverb-Busse:


View: https://youtu.be/dSY_1QPoDlA

Folgende Screenshots daraus:

IMG_9038.jpeg


Oben lässt sich grundlegend erkennen, dass der Komponist (wenig überraschend) für die einzelnen Instrumente jeweils eigene, thematisch (und farblich) abgegrenzte Spuren angelegt hat. Die Spuren mit Streicher-Instrumenten sind lila. Wir betrachten im Folgenden allein die erste lila Streicher-Spur (für alle anderen Spuren verhält es sich thematisch gleich):

Dort ist erkennbar, dass ein (kleiner) Send auf B11 geht (von mir weiß umrandet). Bus 11 ist, wie wir gleich sehen werden (und ebenfalls nicht überraschend), ein gemeinsamer Hall-Kanal für Streicher.
Zudem sieht man, dass der Output auf Bus 1 geroutet wird (wiederum weiß umrandet). Auf diesen Bus 1 werden alle Streicher geroutet.

Hier sehen wir nun die einzelnen „Busse“ (gelb):

IMG_9041.jpeg


Man erkennt, dass Bus 1 (wie gesagt) der zentrale Kanal ist, auf den alle Streicher geroutet werden. Erstaunlich (für mich) ist nun:
a) Auf B1 wird nochmal (!) ein kleiner Teil des Sends auf B11 geroutet - der laut seiner Beschriftung der/ein Reverb (EW Spaces II) für Streicher ist.
b) Zudem wird auch noch auf B17 geroutet, offenbar ein weiterer Hallkanal (diesmal ChromaVerb). Leider ist die Bezeichnung dieses Busses nicht erkennbar, weil der (falsche) Herr Weihnachtsmann ihn verdeckt).
Manche der Streicher-Instrumente werden übrigens aus der originären Spur anstelle auf B1 auf B17 geroutet (erkennbar im Screenshot 1). Dann hat mal also einen doppelten B17 anstelle eines doppelten B1.

Das lässt mich mit den folgenden Fragen zurück:
(1) Welchen Sinn und Effekt hat es, dass ein Streicher-Instrument zweimal auf denselben Hallkanal (hier: B11 oder, je nach Spur, auf B17) geroutet wird?! Was also hat es damit auf sich, dass man das gleiche Signal mehrfach in den gleichen Hallraum schickt?!
(2) Warum kommt noch ein dritter Hall (diesmal ChromaVerb) hinzu)?

Kann das jemand fachkundig erklären? Der Komponist macht das entsprechend für alle Instrumente - lediglich die Busse sind je nach Instrumentengruppe unterschiedlich.
 
BUS 1 ist der Spur Bus, also mehrere Instrumente sind auf einen zentralen Bus "ge-routed". Dieser Bus wird standardmäßig auf den STEREO OUT geschickt.
Die "blauen" Busse sind AUX Busse der Spur und werden als Signalanteil der Spur zugemischt. Beide Signale erreichen danach den Instrumenten Summen Bus (grau) und danach den Stereo Out.
 
Danke, @RayBeeger. Das erklärt jedoch noch nicht, warum (z.B.) der AUX-BUS 11 einmal direkt von der Instrumenten-Spur angesteuert wird (Screenshot 1) und dann ein weiteres Mal von BUS 1 (der ja ebenfalls von der Instrumenten-Spur angesteuert wird).

Anders gesagt: Dieselben Streicher gehen zweimal in BUS 11.
 
Für die kontrolle des Feedbacks. Ich bin grad unterwegs, anrwote am Abend ausführlicher..
 
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So, nun bin ich zu Hause:)
Ich hab mir jetzt das Video nicht angeschaut, wenn der nichts dazu sagt, kann ich eh nur mutmassen, WARUM es das so macht.

Manche Hallplugins haben einen Feedbackregler integriert. (Bei Hall eher selten, bei Delays eigentlich ganz normal. Das Prinzip ist jedoch genau das Gleiche. Daher bezieh ich mich jetzt mehr auf Delays)

Das Feedback ist der Hall/Delayanteil, den man erneut durch das selbe Plugin schickt. Ein Delay würde sonst nur eine einzige Wiederholung machen. Ein typisches Delay wiederholt sich mehrmals und klingt langsam aus. Das ist nur möglich, wenn man die Wiederholung nochmal wiederholt, diese dann nochmal, und nochmal.. Ein Delay heisst ja übersetzt nur "verspätet". Eine Verspätung wiederholt sich nicht automatisch.
Man kann das Feedback auch so einstellen, dass sich das aufschaukelt ohne Ende, nämlich wenn das Feedback über 50% ist. Dann ist das Delay lauter als der Eingang des Delays, und wird nach jeder Wiederholung noch lauter. Damit kann man sehr abgefahrene Effekte basteln, wenn das Feedback oder auch die Delaytime automatisiert wird.

Ich vermute mal, im Video wirds nicht so eingesetzt, in diesem "Cinematic-Genre". Ich seh im Bus, nach dem Hall noch ein Exciter. Der wohl deaktiviert ist, jedoch aus einem Grund ist der Exciter ja dort drin. --> Wenn der Exciter aktiviert wäre, ist dieser im Feedback integriert.
Bedeutet also, dem Hall werden Obertöne hinzugefügt. Soweit so gut, aber das ist nicht alles. Nach jeder Wiederholung wirkt der Exciter stärker. Die Hallfahne ist also zu beginn ganz normal, und endet im Ausklang in reinen Obertönen...

Wenn du dir ein solches Feedback im Bus selber bastelst, kannst übrigens alles Mögliche einschleifen, was dann den Hall oder Delay aufschaukelt. Bei Delays verwende ich oft Verzerrer in Kombination mit High/Lowpassfilter. --> Das Delay klingt zu beginn sauber, Nach jeder Wiederholung wird das Frequenzspektrum stärker beschnitten, was das Delay immer telefonartiger klingen lässt, und der Verzerrer lässt das Signal immer kaputter erscheinen. "Kaputt" im positiven Sinne:D


Einen Bus auf sich selbst Routen ist übrigens nicht mit jeder DAW möglich. In Logic gehts, wenn auch eingeschränkt. Man kann den Ausgang auf den Eingang routen, ja, was aber nicht geht, ist das Signal für Sidechaining im selben Bus abzugreifen. Das wäre auch sehr spannend damit rumzuexperimentieren, geht aber leider nicht.


Zweites Thema: Warum im Video das Signal noch auf ein zweites Hallplugin geht, wird den Grund haben, dass sich der Tonmensch ein eigenen Hall zusammengelayert hat. Zwei Hallplugins die sich gegenseitig Ergänzen. ZB hat das eine Plugin vielleicht sehr schöne Earlyreflections, und das andere eine sehr schöne Hallfahne. Zusammen haben sie beides.
Oder manchmal hab ich ein Hall, der nur dazu da ist, alle Instrumente und auch Busse miteinander zu verschmelzen. Jedes Instrument kriegt ein kleinen Anteil davon, nebst dem Hall der jedes Instrument einzeln bekommt.
Vielleicht wollte er aber mit dem zweiten Hallplugin auch einfach den Hall verdichten.
 
Besten Dank, @Zelo01 - das muss ich jetzt erstmal verarbeiten. :)

Mittlerweile habe ich auch festgestellt, dass man das Logic-Template herunterladen kann. Das werde ich mal machen - vielleicht verstehe ich das zusammen mit deiner Erläuterung dann.
 
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Ich muss dir was beichten :ROFLMAO: Ich hab das Bild oben falsch interpretiert, und dir somit Mist erzählt. Der routet den Bus ja gar nicht auf sich selbst, wie ich das zuerst interpretiert hab.

Wenn du die Template runterladen kannst, versuch also gar nicht erst Zusammenhänge zu meinem Gesagten herzustellen, sonst hast du nur noch Fragen:D Vielleicht kannst du ja trotzdem was mitnehmen, auch wenns nichts mit deiner Fragestellung zu tun hatte.^^

Warum er einerseits die ganze Streichergruppe, und einzelne Instrumente daraus auf den selben Bus schickt, wenn ich das jetzt richtig interpretiert hab, macht für mich keinen Sinn. Wenn ich ein einzelnes Instrument stärker verhallen will vielleicht? Dann würde ich jedoch nicht die ganze Gruppe durch den Hall jagen, sondern jedes einzelne instrument, und dann den Hall auf die Streichergruppe routen. Dann kann ich die Send Anteile ja einzeln regeln. Ich seh jedoch nur aus der Logik und übersichtlichkeit ein Unterschied. Klanglich sollte eigentlich kein Unterschied zu hören sein, ich wüsste nicht warum.
 
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Ich muss dir was beichten :ROFLMAO: Ich hab das Bild oben falsch interpretiert, und dir somit Mist erzählt. Der routet den Bus ja gar nicht auf sich selbst, wie ich das zuerst interpretiert hab. …
Super - dann kann ich jetzt ja mit dem Grübeln aufhören. 😁

Also ich meine, dass er sowohl die einzelnen Instrumente separat durch den Hall (BUS 11) jagt, als auch dann nochmal alle Instrumente einer Gruppe (also z.B. alle Streicher) gemeinsam von BUS 1 aus (und für die anderen Busse entsprechend). Vielleicht möchte er so ein gesamtheitliches Bild der Instrumente im Hallraum erzeugen?

Ich bin kurz davor, ihm zu schreiben und ihn mal zu fragen. 🤭
 
Von Unterwegs auf dem Handy hab ich irgendwie Bus 1 und Bus 11 durcheinander gebracht. Zuhause angekommen wusste ich bereits was ich schreiben will, hab mir das Bild jedoch gar nicht mehr genauer angeschaut:D

Wenn du experimentierfreudig bist, kannst es ja trotzdem mal ausprobieren. Bus 1 --> anteile davon per Send auf Bus 1. Ziemlich abgefahren was man damit basteln kann:)
Auch ganz nett: Nach dem Hall Anteile mit einem PitchShifter eine Oktave hochpitchen, und gemeinsam ins Feedback schicken. Das ergibt einen schönen Schimmer über den Hall.
Habs mal schnell ein Beispiel gebastelt, ich denke Bilder sagen mehr als Worte
Bildschirmfoto 2026-01-07 um 21.26.12.png

Nur mit Hall klingts so: (Pitch Shifter und Feedback deaktiviert)

Und so wenn Pitchshifter und Feedback aktiviert ist:

Habs jetzt bewusst stark übertrieben...
Ich bin kurz davor, ihm zu schreiben und ihn mal zu fragen. 🤭
Mach das, würde mich auch interessieren:D
 
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vielleicht hat er es auch einfach nur übersehen, oder war so in seinem Flow das er gar nicht darüber weiter nachgedacht hat.
vielleicht hat er überhaupt auch in seinem Template in der Gruppenspur per Standard den Bus 11 drin, aber halt mit Null Pegel, und in einem späteren Zeitpunkt beim arbeiten am Song dann ohne weiter nachzudenken den Pegel dort etwas erhöht weil er sich dachte, alle noch ein bisschen mehr Reverb...

mir passieren auch manchmal Sachen, wo ich mir denke.. wtf ist denn da passiert wenn ich zu einem späteren Zeitpunkt nochmal das Projekt aufmache und die Spuren durchgehe :ROFLMAO:

ich hab ihn allen meinen Projekten/Template einen reinen "FX BUS", auf den ich alle meine FX Send Effektkanäle hinroute
Einige Zeit lang habe ich aber aus versehen meinen Vocal Haupt Reverb FX Send in den Bus "add FX" gerouted gehabt, der "add FX" Bus ist aber ein extra Kanal der nur in meinen Schlagzeug und Percussionsgspuren eingesetzt wird und dann in dem Drum Bus mündet wo eben auch ein Grossteil des Drumprozessings stattfindet.
Das Problem dabei war.. es klang leider gut :ROFLMAO:

Aber mein innerer Monk hat es nicht ausgehalten also habe ich es korrigiert als ich den Routing Fehler bemerkt habe, Ich hab mich nämlich auch immer gewundert, warum wenn ich den Vocal Bus stummschalte, noch immer den Vocal Reverb im Instrumentalmix hörbar hatte, wo doch eigentlich keine Vocals mehr hörbar sein sollte :ROFLMAO:
 
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Nun hab ich auf das Template einen ersten Blick geworfen. Viel verstehe ich nicht, aber es ist jedenfalls so, dass sich die beiden Hallräume jeweils ergänzen. Jede Instrumentengruppe hat einen eigenen Hall - die Streicher wie gesagt BUS 11, zusätzlich wird immer auch noch BUS 17 angesteuert.

BUS 17 hat die Bezeichnung „ALGO GLUE“ und enthält die beiden folgenden Elemente:

IMG_9065.jpeg
IMG_9066.jpeg


Ohne BUS 17 klingen die Streicher durch die Hallsoftware Spaces II jeweils … nun ja: Gewöhnlich verhallt. Gemeinsam mit dem ChromaVerb klingen die Streicher dann auf einmal räumlich platziert. Der Komponist baut sich also in der Tat aus beiden Komponenten einen feinen dreidimensionalen Hallraum zusammen.

Übrigens: Beeindruckend, wie es klingt, wenn ein Profi am Werk ist. Nun komme ich mir erst recht wie ein Dilettant vor. Zwar funktionieren hier längst nicht alle Spuren (Instrumente) des Werks. Trotzdem ist das, was zu hören ist, beeindruckend präsent, authentisch und hervorragend dreidimensional.

Interessant ist für mich auch die Mastering Chain - der Reihe nach:

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IMG_9064.jpeg


Mehrere Kompressoren und ein EQ, von dem ich bisher nicht wusste, dass es ihn in Logic Pro überhaupt gibt.

Zumindest diese Mastering Chain werde ich mal in mein eigenes Template übernehmen. Bei der Hallkonstruktion bin ich unsicher. Zwar verwende auch ich für jede Instrumentengruppe einen spezifisch gestalteten Hallraum. Dafür nutze ich aber bereits ChromaVerb (und nicht Spaces II). Ob damit ein zweiter Hall Sinn ergibt, wäre zu prüfen.
 
vielleicht hat er es auch einfach nur übersehen … vielleicht hat er überhaupt auch in seinem Template in der Gruppenspur per Standard den Bus 11 drin, aber halt mit Null Pegel, und in einem späteren Zeitpunkt beim arbeiten am Song dann ohne weiter nachzudenken den Pegel dort etwas erhöht weil er sich dachte, alle noch ein bisschen mehr Reverb...
Möglich. Jedenfalls erschließt sich mit auch mit dem Template noch nicht der Plan dieses Details.

Immerhin klappt es tatsächlich, dass sich die Instrumente durch Beimischung eines zweiten (ChromaVerb-) Halls mit dem Wert „Distance“ = 100% gezielt räumlich platzieren lassen. :)
 
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