Fingerunter- und übersatz?

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Moin,

kann mir vielleicht jemand detailliert erklären, wie man die beiden Sachen macht?


Danke
 
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habadawi
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Hallo JottBe!

Der Fingeruntersatz entsteht bei Tonleitern und Arpeggien, wenn diese nach außen geführt werden. Das heist in der rechten Hand nach oben und in der linken Hand nach unten. Dabei wird das Handgelenk nach außen getreht und der Daumen unter die Hand nach außen geschoben, bis er seinen Zielort erreicht hat. Dabei knickt der Daumen im ersten Glied so weit wie möglich nach innen. Dies geschieht, nachdem der Daumen bereits angeschlagen hat und während die folgenden Finger anschlagen. Dabei führt der Arm die Außenbewegung an. Nachdem der Daumen seine Zieltaste erreicht hat, gleiten die übrigen 4 Finger in Ihre dafür vorgesehene Zielposition.

Umgekehrt ist es beim Fingerübersatz. Er entsteht bei Tonleitern und Arpeggien, wenn diese nach innen geführt werden. In dem Moment, in dem der Daumen anschlägt, dreht sich die Hand wieder nach außen und der entsprechende Finger (meistens der 3. oder 4. Finger) bewegt sich über den Daumen auf den Zielton zu. Dabei hält der Daumen seine Position und geht in dem Augenblick in dem der Finger anschlägt nach oben. Anschließend gleitet der Daumen unter der Hand in seine dafür vorgesehene Zielposition.

Die Bewegung des Daumens beim Daumenuntersatz und die Bewegung der Finger beim Fingerübersatz dürfen nicht ruckartig, sondern sie müssen geschmeidig erfolgen. Der Unterarm hat dabei eine führende Rolle: Er zieht die Hand nach außen, beziehungsweise er schiebt die Hand nach innen. Das Handgelenk macht kleine wellenförmige Bewegungen. Das Wichtigste ist, streng legato zu spielen und keine ruckartigen Bewegungen zu machen.

Wenn Du noch Fragen hast, kannst Du ruhig bei dem einen oder anderen Punkt noch einmal nachhaken!

MfG
habadawi
 
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Also Daumenuntersatz: Wenn man z.B. eine Tonleiter rauf- (rechts) oder runterspielt (links) und der dritte oder vierte Finger ( is das egal? ) an der Reihe war, wird der Daumen unter die Hand bewegt, sodass er die Taste, die nun an der Reihe ist, anschlagen kann. Danach stützt (nicht ganz) man die Hand mit dem immer noch auf seiner Taste befindlichen Daumen und bringt die Finger, indem man sie über dem Daumen nach rechts bei der rechten Hand und nach links bei der linken Hand bewegt, in die Zielposition. Das ganze soll dann so flüssig, wie möglich geschehen.

Und Fingerübersatz: Wenn man eine Tonleiter oder eine Appregie nach innen führt und der Daumen an der Reihe war, werden die Finger übergesetzt und der dritte oder vierte Finger schlägt die nächste Taste an (und die anderen Finger machen weiter).

Man soll auch den Arm benutzen, damit die Bewegung geschmeidig ist.

Richtig?
 
habadawi
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Hallo JottBe! Eine kleine Korrektur: Beim Daumenuntersatz bewegt sich der Daumen schon beim 2. (!) Finger nach innen, nicht erst beim 3. oder 4.Finger! Auserdem ist wichtig sowohl beim Daumenuntersatz, als auch beim Fingerübersatz das Handgelenk zur Unterstützung nach außen zu drehen! Sonst ist Alles in Ordnung!
MfG
Habadawi
 
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