Flatwoundempfehlung

von blackout, 16.11.05.

  1. blackout

    blackout Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.11.05   #1
    Ahoi,

    ich wollte, sobald ich meinen neuen Bass habe, ein bisschen mit Saiten experimentieren, und zwar mit extremen: einmal umsponnene (der Erfahrung wegen) und eben Flats.
    Da ich von Flats wirklich gar keine Ahnung habe frage ich nochmal. Heikes Thread beschreibt ja schon einige, aber diese "Artikel" gibt es ja leider nicht mehr. Die Kurzbeschreibung der "Pyramid Gold Chrome-Steel Flat Wire Wound" klingt schon mal gut, aber vielleicht gibts ja noch Alternativen.

    Ich suche so etwas wie den (früh-)siebziger sound. Ein paar Brillianzen sollte es trotz Flats geben, da Erle + Palisander schonmal nicht den totalen Detailreichtum fördern. Näseln (falls ich darunter das gleiche verstehe wie Heike) kann ich ebenfalls nicht ab, dafür aber einen saftigen Punch. Auf übermäßiges Sustain kann ich in dem Fall auch verzichten wenns sein muss. Der Tiefbass ist mir weniger wichtig als ausgesprägte Tiefmitten.
    Achja, wenn sie sich ne Zeit lang halten wärs toll, denn Flats sind ja von Natur aus nicht grade billig.

    Dann schonmal vielen Dank :)
     
  2. bogo

    bogo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.11.05   #2
    Den dicksten Rums den ich kenne haben KB's:D

    Egal, bei LaBella Flats 049,69,089,109 kannste
    schonmal den Hals gerade trimmen.

    So wie diese Flats am Holz ziehen, das bringt
    Dein Bass zum fühlbaren schwingem.

    Nachteil ist die geringe Ausschwingzeit, und
    naja nasal...falls die Erle nicht so punchen kann:rolleyes:

    Jedennfalls je dünner die LaBellas Sätze desto näsel:rolleyes:

    Zu den Pyramids, surf mal bei Hotwire rein.

    grs
    th
     
  3. AK

    AK HCA Bass/Elektronik HCA

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    Erstellt: 17.11.05   #3
    Ich habe auf meinem 4Saiter seit ca. 2 Wochen ein Satz JF344 Thomastik-Infeld Jazz Flatwounds drauf: .043, .056, .070, .100
    Hab mir dadurch einen Kontrabassigen Sound für einen speziellen Gig erhofft und auch bekommen. Sehr schöne Tiefmitten, lange nicht so näselnd wie befürchtet, sehr angenehm zu greifen.
    Würde ich uneingeschränkt empfehlen.

    @Heike, Danke für den Tipp auch wenn er nicht direkt an mich gerichtet war, quasi als Mitesser...
     
  4. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 17.11.05   #4
    Wie? Pyramid Gold gibt's nicht mehr? Sicher? Kann, wenn es dem leider so ist, der Bert Gerecht das mal erklären vielleicht? Weiß denn keiner mehr was gut ist? Kaufen wir demnächst Billigsaiten (immerhin sind MPI jetzt schon billiger als ein Menü bei MacDonald's!!!!) aus der VR China beim Aldi u/o Lidl, weil wir alle blöd sind und Geiz so geil ist?

    Ansonsten war in der unverschnupften (non-twangy) Auswahl ja u.a. (für unsere Zwecke in geänderter Reihenfolge):


    Nur von Dean Markley Flatwound und Thomastik-Infeld Jazz Flat würde ich für diese konkreten Zwecke hier abraten.

    La Bella ist auch sonst oft für die Stärke sehr bis ausgesprochen hart. Vielleicht funktionierten die dicken Flats bei Jamerson, weil er eh wenig Höhen hatte. Auch dann von der Spielweise her seine "eigentlich unpassenden" Noten, die bei mehr Obertönen tatsächlich unangenehm aufgestoßen wären. Aber gut, das ist eine andere Tasse Tee.

    Erle müßte schon gut punchen können, muß aber auch erstmal dazu bewegt werden.

    Jamerson's Funk Machine (62'er Preci) war auch aus... (und der hat sogar Dämpfer und "Aschenbecher" über Brücke und PU benutzt), aber gut, das ist immer noch eine andere...

    Das gilt für so viele Flats, je dünner, desto unangenehmer.

    Ich hab' die jetzt wieder auf 'nem Fretless mit an sich schon trockener, artikulierter Charakteristik (für andere können sie m.E. doch zu schwach sein). Ggü. Vergleichen mit KBn bin ich bekanntlich schon arg verschlossen, aber es ist mit Sicherheit eine der besten, kultiviertesten grätenfrei-baßgiraffistischen Alternativen, singt schön, klingt pastös...
     
  5. Bleecker Street Boogie

    Bleecker Street Boogie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.05   #5
    Wieso meint da jemand es gipst keine Pyramids mehr? Die gipst es bei Hotwire und die gipst es auch bei Pyramid selba. Auch die Flatwounds natürlich.
     
  6. blackout

    blackout Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.05   #6
    Mit "Artikel" meinte ich auch die Knowledgebase dieses Forums, wo man früher u.A. detailliertere Saitenbeschreibungen fand.
    Die Pyramids gibts auf jeden fall noch, würdest du mir die zuerst empfehlen bei meinem "Verlangen"?
     
  7. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 17.11.05   #7
    Die Generalia stehen noch hier. 'Ne ausführlichere Review zu egal was von Pyramid hatte ich eh' nicht geschrieben.

    Das Idealpaket von Brillanzen, Artikuliertheit, Punch und Tiefbass wäre, tut mir leid das so sagen zu müssen, Thomastik-Infeld Jazz Bass Round Wound (klingt auch mit Erle/Palisander übrigens). Falls es um den Klick beim Plektrumspiel geht, den liefern die auch, nämlich aufgrund der sehr feinen Umspinnung, die für eine wenig rauhe Oberfläche sorgt.

    Pyramid Gold ist die Früh-70er San Francisco Sound Saite, die die Leute von Alembic auf die von ihnen modifizierten Guild Starfires von Jack Casady (Jefferson Airplane) und Phil Lesh (Grateful Dead) zogen.

    In Sachen Flats als besten package deal empfinde ich persönlich D'Addario Chromes ECB82 Regular/Long Scale (.050 - .070 - .085 - .105). Da die Review derzeit nicht zugänglich ist: "Der Satz ist sehr gut ausgeglichen, das finish extraglatt. Der Ton ist grundsolide mit warmem sattem Bass, kraftvollen Mitten, nur leicht näselnden (i.Ggs. zum Cliché von geschliffenen Saiten) durchsetzungsfähig ausgeprägten Höhen, excellentem Sustain, in sich getragen wie dies eben nur gute Flatwounds können. Die ideale Ergänzung zu rustikalem Arbeitsgerät wie einem Precision oder 1970er-Jahre-Jazzbass. Auch dieses stärkste Set ist vom subjektiven Spielgefühl her noch angenehm weich zu greifen bei guter Konsistenz. Für Pizz wie Pick geeignet, für Tapping und Slap & Pop dagegen nicht inbetrachtzuziehen. Durch Verwendung von Chromstahl noch bessere Haltbarkeit als mit dem sonst für Flatwounds üblichen rostfreien Stahl."

    Ginge es nur um Tiefbässe als ob einem ein Elefant mit den Füßen massiert, dann hätte ich GHS gesagt. Aber Höhen, bei denen ich zumindest nicht den Wunsch nach mehr hatte (und der stellt sich bei mir sonst sehr rasch ein), bei Flats, das legt D'Addario nahe.

    Aber was meinst Du mit "umsponnene"? Black Nylon Tape Wounds?
     
  8. blackout

    blackout Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.05   #8
    Naja, wie gesagt gehts mir hier in erster Linie um das Experiment und um die Erfahrung. Könnte sein, dass ich danach nie wieder Flats anfassen werde, aber wenigstens möchte ichs mal probiert haben.
    Wie auch oben geschrieben lege ich keinen Wert auf übermäßigen Tiefbass, die -mitten sind mir wichtiger. Mit Pick spiele ich nahezu nie; mir gehts also nicht um den Klick sondern eher um ein rundes Klangbild, dass ortbar und nicht nur dumpf ist. Preislich würde ich bis etwa 35€ gehen wollen/können.

    Bei den "umsponnenen" meinte ich wirklich solche nylon coated Dinger, wie z.b. die DR Black Beauties, ebenfalls des Experiments wegen.
     
  9. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 18.11.05   #9
    Gut, dann würde ich die Chromes empfehlen.
     
  10. blackout

    blackout Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.11.05   #10
    Danke, dann werden die jetzt bestellt :)
     
  11. blackout

    blackout Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.05   #11
    herrlich, die sind tatsächlich nahezu exakt das, was mir im kopf rumschwirrte :)
     
  12. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 23.11.05   #12
    Die haben für mich damals anno Zwieback auch mit allen dummen Clichés über Flats aufgeräumt (hatte ja auch schon andere Flats vorher, von Fender bis zu Marken, die es glücklicherweise längst nicht mehr gibt :D). Da muß man echt nichts vermissen mit denen.
     
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