Frage zu Sattelfeilen, Nutbreiten, Saitenstärken, etc.

von buzzdriver, 13.07.05.

  1. buzzdriver

    buzzdriver HCA - Jackson/Charvel HCA

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    Erstellt: 13.07.05   #1
    Gibt es eigentlich eine Regel oder Empfehlung, wie breit Sattelnuten im Vergleich zur Saitenstärke sein sollten? Wenn ich jetzt beispielsweise einen Sattel für 10,13,17,26,36,46er Saiten feilen möchte, welche Feilenstärken wären optimal? Ich denke mal eine 10er Feile für die hohe e-Saite ist zu schmal. Wie wäre es mit einer 12er Feile? OK? Immer noch zu schmal? Kennt sich jemand aus? :)
     
  2. niethitwo

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    Erstellt: 13.07.05   #2
    du nimmst genau die feile für die saitendicke. 0.10=0.10

    fertsch.
     
  3. buzzdriver

    buzzdriver Threadersteller HCA - Jackson/Charvel HCA

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    Erstellt: 13.07.05   #3
    Also das heißt dann, dass z.B. eine 10er Sattelfeile für eine 10er Saite gedacht ist und nicht (wie ich eigentlich vermutet habe), dass die Feile eine 0,010" breite Nut feilt. Richtig? :)
    Denn wenn die Nut genau so breit wäre wie die Saite, wäre das ja eher nachteilig...
     
  4. niethitwo

    niethitwo Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 13.07.05   #4
    miss einfach mit nem messschiebern (scheiss wort, früehr schieblehre ;)) nach...

    sollt aber gleich dick sein..sonst "schweimmt" die saite beim benden im sattel..und das wollen wir ja nicht ;)

    oder kauf dir n feilenset....gibts afaik bei rockinger.....für jede normale stärke....
     
  5. buzzdriver

    buzzdriver Threadersteller HCA - Jackson/Charvel HCA

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    Erstellt: 14.07.05   #5
    Meines wissens heißt das Ding heute immer noch Schieblehre ;)
    Ok, alles klar, dank dir. Aber bei Rockinger kauf ich kein Werkzeug. Habe dort mal eine Bundfeile gekauft und war von der Qualität eher enttäuscht. Und wie ich gerade gesehen habe ist der dort angebotene Feilensatz gerade mal für'n 9er Satz geeignet.
     
  6. coffeebreak

    coffeebreak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.05   #6
    Irrtümlicherweise ja, aber der Begriff "Schieblehre" ist ein Widerspruch in sich, da eine "Lehre" ein Meßwerkzeug mit fest vorgegebenen Maßen ist. :)

    Außnahme: Man schiebt die Lehre zu seinem Kollegen rüber...:D
     
  7. buzzdriver

    buzzdriver Threadersteller HCA - Jackson/Charvel HCA

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    Erstellt: 14.07.05   #7
    OK, habe mein Wissen mal upgedated, indem ich bei Wikipedia geguckt habe :)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schieblehre
    Sieht so aus, als müsste ich mich tatsächlich auf "Messschieber" umstellen... und das in meinem Alter :D
     
  8. Fiddler

    Fiddler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.06   #8
    kauft man denn dann Gitarrenwerkzeug?

    Ich suche auch schon die ganze Zeit nach Sattelfeilen, aber die sind sogar bei Ebay schweineteurer.

    Und diese Multifeilen mit unterschiedlichen Breiten an einr Feile finde ich strange. Da kriegt man doch keine gerade Kerbe hin, wenn sich die Feile nach vorne hin verjüngt, oder?

    Gruß

    Fiddler
     
  9. ACY

    ACY Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.06   #9
    Hi!
    Auch ich bin noch nicht wirklich glücklich mit den versch. Sattelfeilen Sätzen, die ich hier verwende. Die gerade (wie ein dünnes Sägeblatt) verkanten sehr gerne, und gerade bei den Fettknochen ist es eine elende Schmiererei ohne daß man gut voran kommt. Bei härteren trockenen Materialien geht es besser. Die Feilen die es von Ibanez gibt, mit den V-förmigen Schnittflächen sind nicht schlecht, aber es ergeben sich eben auch V-förmige Saitenkerben, was nicht bei jeder Guitar paßt - je nach Halswinkel! Die Sattelfeilen von Stewmac dürften den Ibanez sehr ähnlich (bzw gleich) sein. Wenn einer von euch noch einen guten Tipp hat, bitte PM an mich oder hier posten!
    Thanx, Grüsse: "ACY"
     
  10. Fiddler

    Fiddler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.06   #10
    Woran merke ich eigentlich, ob eine Sattelkerbe zu dünn für meine Saite ist?

    Gibt es da einen Trick?

    Das V-förmige habe ich noch gar nicht bedacht, aber ws hat das mit der Halskrümmung zu tun?

    Ich dachte eher daran, dass diese Feilen ja nach vorne hin dünner werden, man also senkrecht gesehen keine gleichmägßige Kerbe hinbekommt, oder?
     
  11. ACY

    ACY Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.06   #11
    Hi!
    zb wenn deine Saite häufig "klemmt", könnte es ein Hinweis auf eine zu schmale Kerbe sein. - Ich hatte den Winkel der Kopfplatte gemeint (sorry, Halswinkel ist natürlich falsch) , denn bei flachen Winkeln (wie bei Strats) ist eh nicht so viel Druck auf dem Sattel! Dann ist es schon besser, wenn die Saite gut in der Kerbe sitzt!
    Die Kerben werden schon gleichmäßig, am besten die ganze Länge der Feile nutzen.
    Grüsse: "ACY"
     
  12. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 14.05.06   #12
    Ich leih mir dazu immer das Ibanez-Feilenset (teuer) in meinem Stammladen aus. Finde ich sehr gut. Besser als die Rockinger Sägeblätter, die sind viel zu grob mit krassen Sägezähnen.

    Für einen 13er Satz sind die natürlich zu dünn, aber breiter feilen ist kein wirkliches problem, weshalb ich immer zu einem 9er Feilen-Satz raten würde. Schmalerfeilen geht nimmer, breiter dagegen schon.

    Dafür nimmt man einfach eine alte Saite, spannt die in einen Laubsägebogen, und zieht die durch die Kerbe. Die umwickelten Saiten haben eine verdammt hohe Sägewirkung. Und damit passt man die Kerbe exkat der Saitengrösse an. Damit die Saite später nicht verhakt, wenn sie zu exakt passgenau sitzt, kann man auch mal sanft diagonal in der Kerbe feilen (in beiden Richtungen), dann wird die Kerbe eine Winzigkeit breiter. Aber nicht zu breit machen, dann schlingert die Saite in der Kerbe.

    Für die nicht umwickelten Saiten kann man evtl. ein passendes Laubsägeblatt finden. Oder man nimmt Sandpapier,faltet es, und schleift damit die Kerbe etwas breiter.

    Phantasie ist gefragt ;)

    Am besten haben es Zahnärzte. Die haben oft so wunderbare kleine Feilensets zum Schleifen an Zähnen.

    Optimal ist Bild A. B geht auch, reine optische Frage. C ist zu breit, da schlingert die Saite. D ist zu eng, die Saite hakt. So siehts aus, wenn man V-förmige Feilen benutzt und grob feilt. Hier bietet es sich an, wie oben beschrieben eine Saite in den Laubsägebogen zu spannen und einfach paar mal durch die Kerbe zu ziehen.
    [​IMG]


    Ausführlich auf 3 Seiten hier:

    http://www.frets.com/FRETSPages/Musician/GenSetup/Nuts/nuts1.html
     
  13. Fiddler

    Fiddler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.06   #13
    Danke.

    Kann ich auch direkt mit der Laubsäge feilen, nachdem ich den Sattel leicht vorkekerbt habe?
     
  14. buzzdriver

    buzzdriver Threadersteller HCA - Jackson/Charvel HCA

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    Erstellt: 14.05.06   #14
    Ich frag mich immer, warum man nicht wie bei C feilt, aber so, dass die Nut so breit ist wie die Saite. So hat man die geringste Reibung und die Saite kann nicht klemmen, wie bei D.
     
  15. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 14.05.06   #15
    Mit der echten Laubsäge oder der Gitarrensaiten-Laubsäge?

    Wenn letzteres: bei ner Graphtech Tremnut geht das bestens. Bei TUSQ oder Knochen ist das aber bissel Arbeit. Die Sägewirkung von Roundwounds ist schon recht gut, aber halt doch nicht ganz so wie ein Sägeblatt oder ne scharfe Feile.

    Und mit nem echten Laubsägeblatt gehts natürlich genauso wie mit Sattelsägen.
     
  16. dragonjackson

    dragonjackson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.06   #16

    WOW na das ist ja endlich mal eine gute erklärung!!!!
    vielen dank - v.a. für den tipp mit dem einspannen der saite in die laubsäge - macht absolut sinn und leuchtet ein!
     
  17. Fiddler

    Fiddler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.05.06   #17

    Ich meinte schon zweiteres.

    Dann nehme ich eben die kratzigen Thomann-Billig-Saiten, die raspeln sicher gut :twisted:

    thx

    Fiddler
     
  18. Andreas Gerhard

    Andreas Gerhard Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.05.06   #18
    also kann man ohne Probleme alte Saiten nehmen, gut zu wissen :)

    was taugen diese Tremnuts eigentlich? Wie lang halten die so? Kann mir da jemand was zu sagen?

    Achja, soll man eigentlich in irgend einem Winkel die Kerben machen oder parallel zum Hals? Also in Richtung Kopfplatte geneigt oder so
     
  19. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 23.05.06   #19
    Keine Ahnung, ob heftiger Tremologebrauch die Dinger irgendwann durchscheuert. :D

    Ansonsten überleben sie dich wahrscheinlich, wenn du nicht dauernd dran rumfeilst. soooo weich ist das zeug nun auch wieder nicht. Obwohl die neuen Teile schon wirklich sehr an Bleistiftminen erinnern, die alten Tremnuts von graphtech waren härter.

    Nach hinten abfallend, damit die Saite nur ganz vorne aufliegt. Wenn man die Nut grade macht, liegt die Saite auf mehreren mm auf, was die Intonation versaut und die Saite evtl. auch scheppern lässt.

    Steht auch alles in dem o.g. Link.

    http://www.frets.com/FRETSPages/Musician/GenSetup/Nuts/nuts1.html
     
  20. Andreas Gerhard

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    Erstellt: 24.05.06   #20
    alles klar danke :>

    wegen den graphtech Teilen hat mich das nur interessiert weil die Leute ja immer schreiben die wären soooooo weich =)
     
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