Frage zu Verschlußriemen am Balg

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Hallo,
vielleicht ne blöde Frage aber ist es besser für den Balg beide Balgverschlußriemen zu öffnen oder kann ich mit ruhigem Gewissen den unteren geschlossen lassen? Spiele meistens im stehen.
Gruß Christoph
 
Eigenschaft
 
Hallo Christoph,

auch wenn man im Idealfall beim Spielen den Balg unten nahezu geschlossen halten sollte, sollte man dennoch immer mit geöffnetem Verschlußriemen spielen. Zum einen schränkt ein geschlossener Riemen die Bewegungsfreiheit erheblich ein, zum anderen besteht die Gefahr, dass der Riemen und seine Halterungen bei Belastung ausleiern bzw. ausreißen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für den Tipp.
Christoph
 
Hallo, Christoph,

Du solltest die Riemen meiner Meinung nach immer beide offen haben. Es gibt in meinem Repertoir kaum ein Stück, daß ich mit nur teilweise nutzbarem Balg sauber spielen könnte. Zwar kommt man bei einfachen Stücken auch mit unten geschlossenem Balg hin, man gewöhnt sich dann aber an eine Balgführung, die einem bei Musiken mit etwas erhöhtem Luftbedarf Probleme bereiten wird. Wenn Du dann mal versuchst Orgelliteratur auf dem Akkordeon zu spielen, wünschst Du Dir noch eine Balgverlängerung plus Teleskop-Arme.

Gruß
Reinhard
 
Hallo Christoph,

damit mein Akko richtig "durchatmen" kann, mach ich immer beide Riemen auf. Mal beim Ausprobieren von paar Tönen im Sitzen den unteren geschlossen gelassen, aber irgendwo fehlt (wie oben schon erwöhnt) die Bewegungsfreiheit. Ich denke, im Stehen wird Luft gebraucht. Bei nem Auftritt auf der Bühne brauchste die.
Probier's doch selbst aus, stell dich vor den Spiegel.

Schöne Grüße
Wolle
 
Hallo Reini, Tastenfreak und Wil_Riker,
vielen Dank für den Hinweis. Hatte ja erst nur an eventuelle Balgbeschädigung gedacht. Gestern habe ich dann mal ganz offen gespielt und siehe da ich hatte wesentlich weniger Probleme mit der Luft, hätte ich eigentlich auch selber drauf kommen können:rolleyes:. Ist zwar etwas ungewohnt wenn der Balg so "schlabbrig" wird aber habe mich schnell daran gewöhnt und muss jetzt nicht mehr so "kämpfen". Manchmal kanns so einfach sein:D.
Vielen DAnk Christoph
 
Weshalb sollte man den Balg unten möglichst geschlossen halten. Ich hab grad drauf geachtet und: Ich machs auch.
Aber warum:gruebel:?
 
Weshalb sollte man den Balg unten möglichst geschlossen halten

Na, von müssen ist da gar keine Rede - das geht zuerst von ganz alleine!

Wenn man nur hinsteht oder gerade sitzt, und macht die Balgriemen auf, dann öffnet sich das Akkordeon von ganz alleine - und zwar in der Form, dass oben der Balg aufgeht und unten erstmal zugedrückt bleibt. Wenn man dann weiter nix tut, öffnet sich irgendwann der Balg auch unten, weil die Basseite weiter durch die Schwerkraft nach unten zieht.

Und so ergibt es sich, dass es ganz einfach am bequemsten ist, wenn man mit der Hand den Balg in der Form aufzieht, wie er sich durch die Schwerkraft von selbst öffnet. Ist die Liedpassage länger und man muss weiter ziehen, wird das ganz einfach unbequem, weil ab dann der Balg sich nicht mehr am Gehäuse mitabstützt und so das Gewicht von der linken Hand ganz getragen werden muss. Da ist es nur logisch , dass man eben versucht, in erster Linie in dem Bewegungsbereich zu spielen, in dem man nicht soviel Gewicht auf der linken Hand lasten hat. Na und das ist eben genau die Fächerform, die man immer so sieht.

Lässt man den unteren Balgverschluss zu, dann ist das im Grunde nichts anderes, nur dass einem nicht ganz so viel Bewegungshub bleibt, da der Balgverschluss die Bewegung behindert und irgendwann dagegen zieht, so dass man die vom Instrument natürlich gegebene "Komfortzone" nicht ganz ausnutzen kann und obendrein auch keine Reserve hat, wenn man mal mehr Hub braucht.

Wer natürlich mag, kann den unteren Balgverschluss trotzdem zu lassen - auch den oberen , wenn man will. Wobei das noch viel stärker stört, als nur der untere!:D

Gruß, maxito
 
Wer natürlich mag, kann den unteren Balgverschluss trotzdem zu lassen - auch den oberen , wenn man will. Wobei das noch viel stärker stört, als nur der untere!

Gruß, maxito

Hervorragend !
 
Wer natürlich mag, kann den unteren Balgverschluss trotzdem zu lassen - auch den oberen , wenn man will.

Bei den vorletzten Esslinger Akkordeontagen, Galliano Solo. Auf der Bühne stehen ein Klavierschemel und ein Akkordeon (+ ein paar Mikros). Galliano tritt auf, sagt ein paar Worte zur Begrüßung, setzt sich, schnallt das Akkordeon um, öffnet den oberen Balgverschluss und fängt an zu spielen. Nach wenigen Tönen hört er wieder auf, öffnet auch den unteren Balgverschluss und fängt nochmal an ... :rofl:

Gruß,
INge
 
Hallo
Bis jetzt warte ich darauf, wie Ihr es im stehen und den Balg unten geöffnet fertig bringt, die linke Hand in der Schlaufe bei großen Bass-Sprüngen auf und ab zu bewegen? Fragt akkotue
 
Hallo Akkotue,

das wird wohl nicht ganz einfach, aber das macht nichts, denn wenn man den Balg soweit aufzieht, dann wird die Handhaltung eh schon etwas ungünstiger.

Wenn man ihn ganz aufzieht, dann sieht man bei den Klassikprofis, wie sie ab und an schon mal den Balg eher um den Körper, als auf die Seite ziehen. Wobei die dann immer noch aussehen, als ob die noch relativ lässig spielen können. Nun ich könnte das so sicher nicht mehr, aber ich bevorzuge in aller Regel auch aus bequemlichkeitsgründen keinen so weit aufgezogenen Balg. und wenn der nicht sehr weit aufgezogen ist, kann ich den Bass ganz bequem auch mit Sprüngen bedienen (im Rahmen meiner spielerischen Fähigkeiten halt).

Also ich hab damit soweit noch keine Probleme damit gehabt, während mich ein geschlossener Balgverschluss doch stets sehr gestört hat.

gruß, maxito
 
Bis jetzt warte ich darauf, wie Ihr es im stehen und den Balg unten geöffnet fertig bringt, die linke Hand in der Schlaufe bei großen Bass-Sprüngen auf und ab zu bewegen?
Ganz einfach: :gruebel: ich spiele nicht im Stehen :D bzw. das eine Mal, als ich es doch tat, ohne Bass :cool:

Gruß,
INge
ich weiß, das war nicht die Antwort, die Du wolltest ;)
 
Das ist nur Übungssache.
 
Hallo
Wenn man schon im stehen spielt, (spielen muss) hat das nach meiner Erfahrung nur optische Gründe. Da ergibt sich schon die Frage, ob man z.B. Orgelliteratur im stehen spielt!? Übrigens hat man ja bei Lucia oder Atlantic keine Wahl, da fehlt der bewusste Riemen. Fein raus sind die Roland - Spieler, oder auch die Akkordeonisten, denen in der Band der Schlagbass die Arbeit der linken Hand abnimmt, oder erleichtert. Es wird schon so sein, wird`s richtig anspruchsvoll, spielt man nicht im stehen und natürlich unten und oben auf.
Übrigens: In meiner Schublade liegt ein Entwurf, wie man einen Akkordeonständer mit einer beweglichen Stütze für die linke Seite versieht, die der Hand dann die Arbeit erleichtert.
Gruß akkotue
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei schweren Instrumenten (ab 10kg) ist anspruchsvolles linkshändiges-Spiel stehend sehr mühsam und erfordert viel Übung und gute (Balg-)Technik. M3 oder Converter-Spieler sehe ich äußerst selten im Stehen spielen. Bis auf Galliano, der spielt seine Converter-Victoria auch im Stehen. Ich habe aber mal gehört, dass seine Bandscheiben Probleme machen. Einfach Standardbass-Begleitung ist auch im Stehen gut machbar. Aber der Riemen gehört i.d.R. auf! Natürlich kann, wie Maxito schon erwähnte, auf mehrfachen und ausdrücklichem Wunsch des Publikums, auch mit beidseitigen geschlossen Riemen gespielt werden. John Cage's Stück 4,33 gelingt mir so am besten. :rofl:
 

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