Frage zur Bauchatmung

von Darkninja, 18.11.07.

  1. Darkninja

    Darkninja Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.11.07   #1
    Hallo zusammen :)
    ich hab irgendwie ein problem beim singen mit der atmung.
    Ich hab bereits alle workshops hier durchgelesen und des prinzip der bauchatmung auch verstanden. ich verstehe nur leider nicht wie ichs anwenden soll.
    es is nämlich so, dass ich eigentlich die töne gut treffe ,nur hol ich vor ner zeile luft und was wenn diese aufgebraucht ist und noch text übrig ist?
    Ich muss dann immer schlagartig einatmen (was auch im mikro hörbar ist), weiß aber nicht wie ich das problem beheben kann.
    Muss man während man singt atmen oder wie funktiuoniert das?

    wäre sehr dankbar für hilfe

    MfG Lukas
     
  2. Bell

    Bell HCA Gesang HCA

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    Erstellt: 18.11.07   #2
    Hallo !
    Mitten in einer Phrase schnappst Du wahrscheinlich schnell nach Luft, was fürs Singen nicht gerade optimal ist. Übers Mikro ist das auch immer hörbar.
    Es kann sein, dass Du zum Anfang einer Phrase schon zuviel Luft verbrauchst - dann müsstest Du trainieren, sie Dir besser einzuteilen. Einige Übungen dafür haben wir im workshop beschrieben.

    Es kann natürlich auch sein, dass Deine Atemtechnik insgesamt nicht stimmt. Das Wort "Bauchatmung" mag ich generell überhaupt nicht; es ist viel zu schwammig und beschreibt meistens auch nur einen Aspekt der Sängeratmung.
    Das Zauberwort für eine gute Atemtechnik heisst "reflektorische Atemergänzung"; wenn man die beherrscht, muß man eigentlich gar nicht mehr ans Atmen denken, weil der Körper sich genau die Luftmenge, die vorher verbraucht hat, von selbst holt.
    Ich glaube, hier
    https://www.musiker-board.de/vb/gesangstechnik/242545-bauchatmung-automatisieren.html
    haben wir das Thema besprochen.
    schöne Grüße
    Bell
     
  3. Darkninja

    Darkninja Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.11.07   #3
    Ja ok vielen dank
    naja ich habe halt keinen gesangslehrer und muss es mir so gut wie möglich selbst beibringen
    ich werd das mit dem einteilen mal versuchen.

    mFG Lukas :)
     
  4. Massive_T

    Massive_T Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.07   #4
    bauchatmen ist nur vorstufe.
    hab aber keine exakt detallierte beschreibung dafür, müsste meinen dad fragen.
    ich mach des schon imemr nach gefühl.

    wegen der atmung: du solltest lernen, selbst in minimalen pausen so zu atmen, dass es keiner blickt, dass es quasi so klingt, als würdest du nciht atmen, ausserdem die atmung so kontrollieren können, dass du bei recht grosser lautstärke mindestens 45sec ton halten kannst, ohne abzusacken. dann weiter lernen und ca noch 5 jahre drauf und du bist gut
     
  5. Frasquita

    Frasquita Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.09.09   #5
    Hallo,

    eigentlich kann ein Mensch nur in seine Lungenflügel einatmen und die sitzen ja bekanntlch im Brustraum, also relativ weit oben. Du atmest quasi mit der Nase ein, und dabei hebt sich der Brustkorb ein wenig.
    Trotzdem ist immer wieder von der "Bauchtatmung", der "Zwerchfellatmung":D, der "Flankenatmung" der "Rippenatmung" die Rede. Das Zwerchfell ist einfach ein Muskel, da kann man nicht reinatmen :D, sobald man in seine Lungen einatmet senkt es sich von alleine, um mehr Platz für den Atemvorgang zu schaffen. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang und bei jedem Menschen gleich. Das braucht man nicht lernen, das macht der Körper von selber. Die Rippen gehören zur Atemhilfsmuskulatur, und werden beim Lungenatmen von alleine mitaktiviert, wenn der Brustkorb sich dabei hebt.

    In der Vorstellung kann man natürlich überallhin atmen. Ich schätze mal, dass diese Begriffe für leute gedacht sind, die wirklcih nur ganz schwer atmen können, die nur noch ganz schwer Luft holen können. Als eine Art Atemtherapie für extreme Kurzatmer, die überhaupt nicht mehr ihren Brustbereich beim Atmen spüren können.
    Für solche Menschen eignen sich dann zusätzlich noch Yogaübungen, bei denen man dann alle möglichen Körperteile "in der Vorstellung" zu beatmen versucht um einfach die Muskeln besser zu spüren.

    Gruß
    Frasquita
     
  6. cyril

    cyril Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.09.09   #6
    Da haben alle Fragenbeantworter hier recht, der Bauch kann nicht atmen. Das Wort kommt einfach daher daß man einatmen kann und die Brust hebt sich und man kann einatmen und die Bauchdecke hebt sich.
    Aber davon ab.
    Fang doch mit der anderen Seite an! Du schreibst, daß am Ende der Zeile Luft fehlt. Dann mußt du eben die Texte auf einzelne "Phrasen" untersuchen und genau festlegen, welche Worte zusammengehören und wo du Pausen dazwischen anbringen kannst. Die zusammenhängenden Wörter solltest du ab jetzt eine "Phrase" nennen und sie als ein einziges Wort singen. Ohne dazwischen zu stoppen. Manche Songtexte haben Phrasen, die leider über zwei Zeilen gehen. da müssen dann eben künstlich minimale Pausen eingearbeitet werden, die ein kurzes unauffälligen Atmen ermöglichen.
    Aber normalerweise kommt man mit dem Atmen zurecht, wenn man bei der Textanalyse sofort nach Phrasen und Pausen sucht.
    Mir ist es anfänglich öfters passiert, daß ich vor einer Zeile mit Auftakt (sagen wir drei-und) den letzten Ton der vorhergehenden Zeile zu lang gesungen habe. Da bin ich natürlich beim Auftakt schwer ins Schleudern geraten. An solche Sachen muß man denken und wirklich gut aufpassen.
    Die saubere "gesangliche Textverarbeitung" (wie soll man das nennen?) halte ich für genauso wichtig wie das Treffen der Töne und andere zentrale Übungsbereiche. Denn ohne gute Textverarbeitung kann man kein groovendes Timing erreichen.
     
  7. Vali

    Vali Vocalmotz Moderator HFU

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    Erstellt: 25.09.09   #7
    Danke für die schönen Erklärungen, Frasquita und cyril, aber ich glaube, dass der Threadersteller nach 2 Jahren eine Lösung gefunden haben könnte.
     
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