Monsieur Hulot
Registrierter Benutzer
- 17.04.26
- 13.06.09
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Hallo,
es geht um die Analyse mit dem Fretrocker und das Absenken zu hoher Bünde mit dem Schonhammer und dem Bundsetzer und in letzter Konsequenz das partielle Herunterschleifen einzelner Bünde, falls alle anderen Methoden versagt haben.
(Bei Gitarren ohne abgespielte Bünde. Also bei neuen Gitarren, neubundierten Gitarren, gebraucht gekauften und sichtlich unbespielten Gitarren etc... Es soll darum gehen, eine möglichst niederige Saitenlage einstellen zu können.)
Gerne kann der Thread später im weiteren Verlauf ein Sammelthread für Methoden bzgl. Spotleveling werden und Diskussionen darüber, falls überhaupt Interesse besteht.
Meine Frage:
Wie geht ihr mit dem Fretrocker vor, um euch eine Lagebild vom Griffbrett zu machen?
Nur die größten Übeltäter ausfindig machen und es dann gut sein lassen?
Ich habe mir einen relativ präzisen Fretrocker gekauft:
Bundier-Wippe 50 x 110mm - Universal Abrichtprüfer
Jetzt habe ich bei einer nahezu neuwertigen Second-Hand Gitarre Saite für Saite und Bund für Bund durchgeprüft und die kippeligen Stellen mit Edding markiert.
Das sind nicht gerade wenige Markierungen, wenn man es ganz genau nimmt und jede kleinste Kippelei markiert. Ich habe nicht den gesamten Bund markiert, sondern nur genau da aufgemalt, wo es kippelt.
Dann habe ich den Hals abgeschraubt und absolut gerade eingestellt. (Selbstbau-Straightedges aus Aluprofilen, die stimmen soweit ausreichend genau. Hab das überprüft.)
Weiter im Text: Gleiches Ergebnis mit den markierten Bünden. So weit, so gut.
Jetzt wird es etwas komplizierter:
Ohne Interpretation der Ergebnisse sagt es aber eher wenig darüber aus, was nun getan werden sollte.
Manche Patterns könnten auch darauf hinweisen, dass ein Bund (im lokalen Kontext mehrerer Bünde) eher zu niedrig ist. Auffälliges Pattern: Zwei übernächste Bünde kippeln. Der dazwischenliegende Bund könnte also "zu niedrig" sein. "Am Ende muss alles eh auf eine Ebene", würden dann manche sagen.
Trotzdem könnte man es sich (bzgl.Fretbuzz) sparen, falsch positiv angezeigte Kippel-Bünde zu bearbeiten, wenn erst der darüberliegende (und zu tief sitzende) Bund die Ursache der Kippelei ist. Dann sollte man eher den nächsten Kippel-Bund in Richtung Bridge zuerst bearbeiten und es vielleicht besser gut sein lassen, wenn das Problem soweit behoben ist. EDIT: Es kann aber auch sein, das das Problem dann am Griffbrett entlang weiter nach oben wandert und man ein paar Bünde interpolieren muss. Soweit noch verständlich?
Was ich vorher noch hätte machen sollen (undleidervergessenhabe), ist, die Saitenlage sukkzessive immer niedriger einzustellen, bis es sehr stark schnarrt und hier die problematischsten Bünde zu notieren. Wäre in wenigen Miunten erledigt gewesen und eine zusätzliche Hilfe gewesen. Naja, dann später, bevor es ans Bearbeiten geht.
Hab ihr ein Sytem entwicket, wie ihr die Ergebnisse eurer Fretrocker-Analysen interpretiert?
Beschreibt doch bitte einfach mal, wie ihr so vorgeht. Würde mich echt interessieren.
Anhang:
Wie man ermittelt, ob der erste Bund zu hoch steht (ab Minute 3):
View: https://www.youtube.com/watch?v=0W4D-KdFcsk
Methode, um großflächige Bundkronen-Verwüstungen mit dem Abrichtklotz zu vermeiden:
View: https://www.youtube.com/watch?v=GtcZca3kLAA
es geht um die Analyse mit dem Fretrocker und das Absenken zu hoher Bünde mit dem Schonhammer und dem Bundsetzer und in letzter Konsequenz das partielle Herunterschleifen einzelner Bünde, falls alle anderen Methoden versagt haben.
(Bei Gitarren ohne abgespielte Bünde. Also bei neuen Gitarren, neubundierten Gitarren, gebraucht gekauften und sichtlich unbespielten Gitarren etc... Es soll darum gehen, eine möglichst niederige Saitenlage einstellen zu können.)
Gerne kann der Thread später im weiteren Verlauf ein Sammelthread für Methoden bzgl. Spotleveling werden und Diskussionen darüber, falls überhaupt Interesse besteht.
Meine Frage:
Wie geht ihr mit dem Fretrocker vor, um euch eine Lagebild vom Griffbrett zu machen?
Nur die größten Übeltäter ausfindig machen und es dann gut sein lassen?
Ich habe mir einen relativ präzisen Fretrocker gekauft:
Bundier-Wippe 50 x 110mm - Universal Abrichtprüfer
Jetzt habe ich bei einer nahezu neuwertigen Second-Hand Gitarre Saite für Saite und Bund für Bund durchgeprüft und die kippeligen Stellen mit Edding markiert.
Das sind nicht gerade wenige Markierungen, wenn man es ganz genau nimmt und jede kleinste Kippelei markiert. Ich habe nicht den gesamten Bund markiert, sondern nur genau da aufgemalt, wo es kippelt.
Dann habe ich den Hals abgeschraubt und absolut gerade eingestellt. (Selbstbau-Straightedges aus Aluprofilen, die stimmen soweit ausreichend genau. Hab das überprüft.)
Weiter im Text: Gleiches Ergebnis mit den markierten Bünden. So weit, so gut.
Jetzt wird es etwas komplizierter:
Ohne Interpretation der Ergebnisse sagt es aber eher wenig darüber aus, was nun getan werden sollte.
Manche Patterns könnten auch darauf hinweisen, dass ein Bund (im lokalen Kontext mehrerer Bünde) eher zu niedrig ist. Auffälliges Pattern: Zwei übernächste Bünde kippeln. Der dazwischenliegende Bund könnte also "zu niedrig" sein. "Am Ende muss alles eh auf eine Ebene", würden dann manche sagen.
Trotzdem könnte man es sich (bzgl.Fretbuzz) sparen, falsch positiv angezeigte Kippel-Bünde zu bearbeiten, wenn erst der darüberliegende (und zu tief sitzende) Bund die Ursache der Kippelei ist. Dann sollte man eher den nächsten Kippel-Bund in Richtung Bridge zuerst bearbeiten und es vielleicht besser gut sein lassen, wenn das Problem soweit behoben ist. EDIT: Es kann aber auch sein, das das Problem dann am Griffbrett entlang weiter nach oben wandert und man ein paar Bünde interpolieren muss. Soweit noch verständlich?
Was ich vorher noch hätte machen sollen (undleidervergessenhabe), ist, die Saitenlage sukkzessive immer niedriger einzustellen, bis es sehr stark schnarrt und hier die problematischsten Bünde zu notieren. Wäre in wenigen Miunten erledigt gewesen und eine zusätzliche Hilfe gewesen. Naja, dann später, bevor es ans Bearbeiten geht.
Hab ihr ein Sytem entwicket, wie ihr die Ergebnisse eurer Fretrocker-Analysen interpretiert?
Beschreibt doch bitte einfach mal, wie ihr so vorgeht. Würde mich echt interessieren.
Anhang:
Wie man ermittelt, ob der erste Bund zu hoch steht (ab Minute 3):
View: https://www.youtube.com/watch?v=0W4D-KdFcsk
Methode, um großflächige Bundkronen-Verwüstungen mit dem Abrichtklotz zu vermeiden:
View: https://www.youtube.com/watch?v=GtcZca3kLAA
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