Funkmikro für Festinstallation, überwiegend Sprache

  • Ersteller Charvelniklas
  • Erstellt am
Charvelniklas
Charvelniklas
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
13.06.24
Registriert
29.06.07
Beiträge
1.964
Kekse
5.551
Ort
Braunschweig
Moin an alle.

Ich bin auf der Suche nach einem Funkmikro für meine Freikirche. Erstmal zum Budget: Ich habe 400 bis 700 € Neupreis angesetzt. Gebrauchtkauf ist auf jeden Fall eine Option. Wenn es wider Erwarten günstiger werden sollte, ist das natürlich auch kein Problem ;)

Jetzt zum Einsatzzweck. Wie im Titel steht, wird das Mikro fast ausschließlich für Sprache eingesetzt. Bei den Sprechern ist alles von erfahrenen Leuten, die mit einem Mikro umgehen können, bis zu eher schwierigen Kunden dabei, die auch mit der Hand gestikulieren, in der das Mikro ist :facepalm1:Bisher bin ich bei meinen Überlegungen dabei gelandet, dass ich gerne eine Kondensatorkapsel möchte, weil mir ein natürlicher Klang wichtig ist und eher neutrale Off-Axis-Coloration von Vorteil wäre (falls jemand die deutsche Übersetzung dafür kennt, gerne her damit! ;)). Von den diversen Kondensatorkapseln, die ich persönlich kenne, ist hier nur die Beta 87A/C bezahlbar als Funkmikro zu kriegen, wobei ich mir vorstellen könnte, dass es hier mit Rückkopplungen schon eher problematisch wird. Nach dem, was ich gelesen habe, wäre das SM86 wohl die sicherere und auch natürlicher klingende Wahl. Die Höhenbetonung des Beta 87C brauche ich nicht so wirklich, weil das Mikro so schnell nicht in nem Bandmix eingesetzt wird. Als Favorit schwebt mir aber im Moment die e865-Kapsel vor. Gerade für Sprache scheint mir das einen wärmeren Klang zu liefern. Im normalen Präsenzbetrieb (der dank Corona gerade nicht stattfindet) sollte es einigermaßen feedbackresistent sein, weil Moderatoren etwa auf Höhe der Topteile stehen bzw. etwas davor. Diejenigen, die das Mikro zu weit weg halten, bewegen sich hin und wieder an der Feedbackgrenze, sodass ich am EQ mehr schneiden muss, als schön klingt. Ich hoffe aber, dass ich meine Leute dazu kriege, mehr darauf acht zu geben :)

Bei der Frage nach dem Funk-Frequenzbereich hab ich mich natürlich in die Diskussion zu 2,4-GHz-Funk eingelesen... Uff. Ich sag mal: Die breitbrandige Klangübertragung hätte ich natürlich sehr gerne und scheint bei einer hochwertigen Kondensatorkapsel erst Recht sinnvoll, aber Betriebssicherheit ist mir wichtiger.

Nett wäre übrigens, wenn der Handsender selbst einigermaßen leicht wäre. Ich habe von zierlichen Damen schon die Bitte gehört, ihnen das leichtere von zwei verfügbaren Funkmikros zu geben, auch nach dem Hinweis, dass das schwerere deutlich besser klingt.

So, jetzt bin ich gespannt, was das Forum so dazu sagt und bedanke mich im Voraus! :great:
 
Eigenschaft
 
Ganz wichtig: You get what you pay.

2.4 GHz, vor allem da die vorher bezahlpflichtigen Frequenzen nun allgemein zugeteilt sind, NEVER!
Auch der vorher schon allgemein zugeteilte Bereich der LTE Lücke sollte man sehr stark überdenken. In der neuesten Novelle der BNA ist nun das gesamte Frequenzband von 470 - 690 MHz allgemein zugeteilt. Da würde ich also gar nicht mehr groß nachdenken.
https://www.bundesnetzagentur.de/Sh...ielleAnwendungen/PMSE/DrahtloseMikrofone.html

Wenn du mit beta 87 daher kommst, dann wird es wohl eine Shurestrecke werden. OK, die Dinger tun ihren Dienst, allerdings gibt es minestens einen Pferdefuß die mir nicht so ganz gefallen:
Plastikgehäuse bei den günstigen und hauptsächlich Plastesender. Nach einiger Zeit sehen die, je nach Handschweißattacken, unschön aus. Da heißt es immer nach Nutzung pflegen. Muss man ja sowieso dann auch so von wegen putzen, desinfizieren, Popschutz herausnehmen und regelmässig erneuern, am besten noch ein Desinfektionsbuch führen und auch dokumentieren wer, wann und wie lange und zu welchem Zweck das Mikro benutzt hat. Das sollte dann auch das hartnäckigste Plastikteil recht schnell marode werden lassen. Naja....

Bei Shure würde ich als unterste Akzeptanzlinie die GLX-D sehen, mit eben dem oben genannten Pferdefuß. Bessere Mechanik bietet da die SLX. Ist halt aber auch (noch) ein Plastesender.

Sennheiser liegt da ganz anders in der Hand. Ab EW hast du Metallgehäuse. Deutlich besser finde ich. Sieht wertiger aus und fühlt sich deutlich professioneller an. Auch wenn die zarten Damen dann jammern. Das muss so. EW 100 neuste Generation und du wirst definitiv glücklich.

Auch gibt es noch beyerdynamic und als Tipp MiPro. Die MiPro Kapsel MU90 ist echt gut. Wir haben selber mehrere dieser System im Einsatz. Die Kapseln sind sehr fehlertolerant und klingen auch auf Distanz noch ordentlich. Die Mechanik der Handsender ist allerdings nicht so toll, leider. Das IR Fenster vor dem Sensor zur IR-Programmierung fällt immer wieder raus und geht dann auch verloren. Unschön so etwas das ist.

Als Mikrofonkapsel auf den Handsender würde ich dir bei dieser Bandbreite an Klientel eine Niere empfehlen. Auch muss es nicht unbedingt ein Kondensatorkopf sein. Es gibt auch sehr gute dynamische. Diese sind allerdings eben ein paar Gramm schwerer wegen des Magneten.
Auch ist es falsch, dass eine Kondensatorkapsel empfindlicher sei. Das ist Humbug. Ja, sie kann höhere Frequenzen ein bisschen besser übertragen, da die Masse der Membran deutlich kleiner ist (da hängt halt keine Spule dran), aber das war es dann auch schon.
Je nach Konstrukut kann auch ein dynamisches Tauschspulenmikrofon aus größerer Distanz besprochen werden und das klingt dann immer noch "fett". Bestes Beispiel ist das MD441 von Sennheiser.

Ich würde dir auch empfehlen, eben weil das Spekturm so groß zu sein scheint, noch einen Taschensender und je ein Headset oder Lavalier mit zu nehmen. Dann maulen die Damen auch nicht rum und wenn jemand beim Vortrag turnen möchte, dann geht das auch ohne Probleme.
Dies würde dann wohl den oberen Rahmen von 700 € sprengen, aber man kann es ja auch nach 6 - 12 Monaten nachkaufen.
 
Danke Yamaha für deine Rückmeldung! Über die LTE-Lücke hab ich unterschiedliches gelesen, aber ich wollte schon entweder in den ehemals anmeldepflichtigen Bereich gehen oder halt digital auf 2,4 GHz, wobei das für mich wie gesagt kein Muss ist.

Ich hab schonmal mit BLX und GLX-D gearbeitet. Die Haptik fand ich bei beiden tatsächlich echt unschön (BLX war... schlimm). Danke für den Hinweis, dass das Material durch die Benutzung stärker leiden könnte als andere Handsender!

Dass Kondensatormikros so oft als "empfindlich" bezeichnet werden, ist so ein diffuses Vorurteil, das ich sowieso nicht teile. Bei den Mikros, mit denen ich selbst Erfahrung hab, sehe ich einfach den Vorteil von generell natürlicherem Klang durch einen glatteren Frequenzgang, was natürlich ein Pauschalurteil ist. Von daher, wenn du konkrete Tipps für gut geeignete dynamische Kaspeln hast, nehm ich die gerne mit in die nähere Auswahl!
Je nach Konstrukut kann auch ein dynamisches Tauschspulenmikrofon aus größerer Distanz besprochen werden und das klingt dann immer noch "fett"
- auch da nehm ich gerne konkrete Empfehlungen entgegen :)

Ich würde dir auch empfehlen, eben weil das Spekturm so groß zu sein scheint, noch einen Taschensender und je ein Headset oder Lavalier mit zu nehmen.
Ein Headset möchte ich mittelfristig auch in Angriff nehmen. Der Handsender ist aber erstmal dringender.
 
Über die LTE-Lücke hab ich unterschiedliches gelesen, aber ich wollte schon entweder in den ehemals anmeldepflichtigen Bereich gehen oder halt digital auf 2,4 GHz, wobei das für mich wie gesagt kein Muss ist.

Ich halte die Panikmache gegenüber der Mittenlücke und dem 2.4-GHz-Band für übertrieben. Mein Live-Setup umfasst beides (IEM in der "Lücke", Instrumentenfunk von Line6), und auch beim Einsatz im Zusammenspiel mit 10 weiteren ("WLAN"-) Funken konnte ich bei größeren Veranstaltungen in den vergangenen 10 Jahren keine Probleme (Aussetzer o. ä.) feststellen.
In einer Festinstallation sollten die Bedenken also noch geringer sein ;).

Ob Kondensator- oder dynamische Kapsel, halte ich für zweitrangig - wichtiger ist meiner Meinung nach die Richtcharakteristik der Kapsel, und hier würde ich die Niere einer Superniere vorziehen, wenn ein möglichst breiter Aufnahmebereich gewünscht ist.

Wenn ohnehin noch eine weitere Funkstrecke mit Bodypack/Headset angeschafft werden soll, sollten die Überlegungen in die Richtung gehen, dann im gleichen System/in der gleichen Serie zu bleiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lass dir einfach mal die TG 500 von beyer kommen und als Kopf das RM510 (Bändchenwandler). Ich halte dies für ein erstklassiges System und das Bändchen vereinigt unter anderem sehr schön die Vorzüge aus den Welten Tauchspule und Kondensator. beyer ist auf diesem Gebiet Spezialist.

Ansonsten Sennheiser EW 100 mit e935 oder als Preistipp, wenn man mit ein paar Schönheitsfehlern leben kann MiPro ACT 7er Serie mit erwähnter MU90 Kapsel.

Bei digitalen Strecken hast du immer eine mehr oder minder große Latenz drin. Aber das nur am Rande, sonst geht hier gleich wieder das geheule los, dass das doch nicht so schlimm ist. Naja...

Im übrigen: Man braucht kein komplettes Set kaufen, wenn man nur noch zusätzlich einen Taschensender nebst Headset/Lavalier benötigt. Die Sender gibt es bei den meisten Herstellern auch einzeln zu erwerben und wenn man die Sender nicht zeitgleich im Einsatz hat würde sich dies hier mehr als anbieten.
 
Ich denke, ihr habt recht, dass eine Supernierenkapsel nicht ideal für den Zweck ist. Also ist das e865 schonmal raus. Bei MiPro muss ich ehrlich zugeben, dass mich das Design abschreckt. Die mögen gut klingen und stabil übertragen, aber aussehen tun sie etwas aus dem 100-€-Segment :/ Und wenn ich mich nicht dran störe, dann wahrscheinlich jemand anders.

Ich hab zwei e945 als Gesangsmikros in Verwendung und bin kein so großer Fan vom Frequenzgang ab 8 kHz. Auch beim e835 gefällt mir der nicht so sonderlich gut. Also, "schlecht" ist was anderes, aber ich bin eben nicht so ganz davon überzeugt. Deswegen würde ich davon eher absehen.

Bei der Latenz digitaler Strecken hätte ich gesagt, alles unter 10 ms find ich noch ok, wenn es in Richtung 20 ms geht, ist es indiskutabel. Unser Mischpult ist digital, aber es gibt keine In-Ear-Funkstrecken, die nochmal Latenz draufschaufeln würden.
Ich halte die Panikmache gegenüber der Mittenlücke und dem 2.4-GHz-Band für übertrieben.
Das ist mir in diversen Threads zu dem Thema nicht verborgen geblieben :)

scheint es aber wenn überhaupt nur für Opus 600 und 900 Sender zu geben. Außerdem finde ich die Kapsel nirgends im Handel. Hätte mich sonst wirklich interessiert. Oder liege ich da falsch? Beyerdynamic hatte ich allerdings bei Funkstrecken gar nicht auf dem Schirm. Das TG 556 Vocalset wäre auch ne interessante Idee. Das TG 550 Set würde es sicher auch tun, aber im Zweifelsfall gehe ich bei der Kapsel lieber ne Preisklasse höher.

Wenn ohnehin noch eine weitere Funkstrecke mit Bodypack/Headset angeschafft werden soll, sollten die Überlegungen in die Richtung gehen, dann im gleichen System/in der gleichen Serie zu bleiben.
Im übrigen: Man braucht kein komplettes Set kaufen, wenn man nur noch zusätzlich einen Taschensender nebst Headset/Lavalier benötigt. Die Sender gibt es bei den meisten Herstellern auch einzeln zu erwerben und wenn man die Sender nicht zeitgleich im Einsatz hat würde sich dies hier mehr als anbieten.
Guter Hinweis. Danke dafür.
 
Stimmt, das Bändchen gibt es nur für die 600er und 900er. Nimmst halt ne 900er. Die ist im übrigen quasi baugleich mit der MiPro, da MiPro zu der Zeit die gesamte HF Technik lieferte. Die Dinger werden bei beyer nur ein wenig feingetunt und umgelabelt. Ansonsten steckt/steckte da MiPro Technik drin. Ist heute bei den neuen aber wieder anders.
Ruf doch einfach mal bei beyer im Vertrieb an. Die packen dir gerne ein Päckchen zur Demo.
Evtl. passen sie dir ja einen Opus 600 Handsender an die TG500 an. Fragen kostet nix.

Welche MiPro Serie hast du dir denn angesehen. Wir haben die ACT 7xx (baugleich zur Opus 900) in der Vermietung. Da ist alles aus Metall, also Empfänger sowie Hand- und Taschensender. Liegt eigentlich sehr wertig in der Hand. Einzig das dusselige IR Fenster fällt alle Nase raus. ich bin noch auf der Suche nach dem passenden Kleber.
 
So, mal ein Update: Das mit der Bändchenkapsel hab ich nicht versucht, weil ich ehrlich gesagt nicht geglaubt hab, dass der Hersteller was für mich in Einzelanfertigung adaptiert. Auch wenn ich die gerne gehört hätte. Als scheinbar nächstbeste Wahl hab ich die TG 556-Strecke geordert und jetzt ein wenig im Einsatz gehabt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist nicht schlecht, aber klanglich bin ich nicht so ganz überzeugt. Ich finde, die Höhen werden recht ekelig gedämpft und mit nem High Shelf kriege ich die auch nicht zurück. Als Frequenzbandbreite wird 45-15000 Hz angegeben. Dass das nicht superviel ist, war mir klar, aber die Flankensteilheit, mit der die Höhen abnehmen, habe ich für entscheidender gehalten. Hier kann man es mit dezentem EQ hören:


Ein befreundeter Tontechniker meinte, dass ihn der Klang an die XSW-Strecke erinnert *schüttel*, nur ohne dieses "charakteristische" Rauschen. Ich finde das Mikro mit der Funkstrecke nicht "schlecht", aber ich hatte mir mehr erhofft und ich sehe da die Funkstrecke als Engpass. Oder lieg ich da irgendwie falsch?
 
Das ist bedingt falsch.
1. 15 kHz hören wirklich nur junge Ohren. Im Alter lässt das nach, so dass die meisten in deiner Freikirche das gar nicht stört, vor allem wenn man keinen direkten A/B Vergleich hat.
2. Das sind nunmal Gesangsmikros, welche auf eine Bühnensituation hin optimiert werden, d.h. die Kapsel sollte präsent sein, aber auch feedbackresistent. Das beißt sich immer ein wenig und nur wenige Hersteller bekommen das gut hin. Das kostet dann aber auch.
3. Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber vielleicht bist du selbst auch ein wenig zu kritisch oder (pseudo)empfindlich.

Die wenigsten werden das so sehen wie du, vor allem bei diesem Anwendungszweck. Das Leben besteht nunmal aus Kompromissen.

Ich lese jetzt schon 15 kHz, das höre ich. Super, dann macht mal den Test. Röhrenfernsehgerät noch im Haushalt (ja das gab es mal). Der Zeilentrafo arbeitet bei 15 kHz. Ich weiß nicht ob ich es heute nach kann, aber als ich noch ein paar Jährchen jünger war, konnte ich das Zwitschern der Zeilentrafos deutlich hören, selbst wenn es nicht still war im Raum.

Der Präsenzbereich liegt in der Regel zwischen 8 und 12 kHz und da überträgt die Strecke und das Mikro sowieso. Mach da einfach mal ein wenig im EQ drauf. Damit bekommt man selbst ein SM58 schön crisp.

Wenn du der Meinung bist, dass die Strecke die Qualität des Mikros "eindampft", dann bestell dir einfach mal zur Hörprobe ein TG V56. Das ist dieselbe Kapsel. Vielleicht hat ja auch dein freundlicher Musikfachhändler in deiner Nähe eine zum Test da.

Ansonsten Fällt mir ad-hoc nur wirklich hochpreisiges Profiequipment ein, aber das willst du nicht wissen was das kostet.
 
Naja, ich höre bis 16,5 kHz, hab ich letztens erst getestet. Ich meinte ja, dass ich selber nicht gedacht hätte, dass die Übertragungsbandbreite in der Praxis einen großen Unterschied macht. Deswegen frag ich mich jetzt gerade auch, ob ich da einfach die Kirche im Dorf lassen muss...

Einen Vergleich zwischen Funk und kabelgebunden hab ich übrigens hier gefunden:
Der Unterschied ist hörbar, aber nicht gigantisch und ich glaube, der hat da einen komischen Raumhall drauf, durch den das eh merkwürdig klingt. Jedenfalls dachte ich mir beim Anhören vor der Bestllung: Wird kein Dealbreaker sein.

Ich seh gerade, dass man das vorher von mir verlinkte Video nicht eingebettet sehen kann und damit auch der Timecode weg ist -.- Tut mir leid. Das Beispiel war bei 1:19:49. Ein High Shelf (ca. 9 kHz, Booststärke hab ich nicht mehr im Kopf) ist da schon drauf.

Ich denke mal, wir werden einfach bei der Funkstrecke bleiben. Aber aus Neugier würde mich dann doch interessieren, welche hochpreisigen Alternativen du da im Kopf hättest.
 
Nur so aus Interesse: Wie hast du deine Hörgrenze denn getestet?

Mit solchen Vergleichen, welche im Internet stehen, sollte man immer vorsichtig umgehen. Man weiß nicht, welche Intentionen dahinter stehen und ob nicht doch getrickst wurde (traue nur deiner eigens gefälschten Statistik). Ich möchte an dieser Stelle auch nichts unterstellen, jedoch ist es gerade bei Audiovergleichstest so, das nicht nur die Quelle und das Aufnahmegerät in diesem Fall, sondern vor allem auch das Ausgabegerät maßgeblich den Klang beeinflusst. Für mich hören sich beide Versionen gleich an. Das mag daran liegen, dass ich das gerade nur über die eingebauten Laptoptröten abhöre. Ich höre beim besten Willen keinen Unterschied und selbst wenn ich nun irgendwelche hochauflösende Studiomonitore von Genlec da dran hänge macht es die Kompression der Audiodaten wieder zunichte.

Daher solche Test immer direkt auf einer guten Abhöre machen. In aller Regel sind das auch immer nur Nuancen an Unterschied. Wenn man z.B. ein M88TG und ein MD441 gegeneinander vergleicht, dann wird der eine das M88TG bevorzugen, der andere das MD441. So what, denn beides sind - verzeihung - saugeile Mikrofone und jeden Eurocent wert. Ein Unterschied zwischen SM58 und beta 58 werden dann sicher mehr erhören und das nicht mal im direkten A/B Vergleich. Auch wird man sehr deutlich einen Unterschied zwischen einem AKG C1000, einem Neuman U87 und einem Brauner VM1 hören. Nicht nur weil vollkommen unterschiedliche Preisklassen sind, sondern auch weil jedes Mikrofon seinen eigenen Charakter mitbringt und alle 3 haben ihre Berechtigung. Oder Vergleiche ein Schoeps mit einem entsprechenden Neumann. Auch hier, obwohl so ziemlich in derselben Preisliga, wird man kaum Unterschiede hören, jedoch haben beide Mikros ihre Vorzüge. Das Schoeps z.B. ist so was von fehlertolerant und deswegen für schwierige akustische Umgebungen mehr als prädestiniert. Anyway... Versuch macht klug.

Deine Idee bei dieser Funkstrecke mit dieser Kapsel zu bleiben ist sicher nicht verkehr. Die Strecke ist technisch up to date (40 MHz Schaltbandbreite) und die Kapsel ist sicherlich, wie ich es von beyer kenne, fehlertolerant, zuverlässig und hat eine für dich durchaus zuträglich Bandbreite was die Anwendungen angeht, von Laie bis Sprechprofi. Also keine grauen Haare bekommen.

So, zum Ende der Herzinfarktsschocker:
Richtig professionell wäre Strecke von wisycom mit einer Schoeps oder DPA Kapsel. Ich persönlich bevorzuge die Schoeps Kapsel.
https://www.zeigermann-audio.de/wisycom-mth400-handsender-mit-schoeps-kapsel.html
MTH400 gibt es ab schlappen 1985 €, die Schoepskapsel liegt dann nochmal bei ca. 1500 €, in Summe also niedliche 3485 €, für den kompletten Handsender und nur den Handsender und netto versteht sich. Der Empfänger kostet extra. Vielleicht gibt es im Paket dann so 10-15% off.
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben