Gainstaging: Gedanken zum Zusammenhang zwischen Gain und Kanalfader. Was ist sinnvoll, was nicht?

Trommler53842
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Hat man Gain viel zu hoch und den Kanalfader zu niedrig, sind Rückkopplungen das wahrscheinlichste Ergebnis! :opa:
Nö. Verstärkung ist Verstärkung (abgesehen von nichtlinearen DSP-Bausteinen dazwischen).
 
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Ein Gainregler regelt die Empfindlichkeit eines Mikrofons, ein Kanalfader hingegen die Lautstärke.

Das ist ein Unsinn. Wo die Lautstärke her kommt ist völlig egal. 10db gain sind 10db gain, egal ob via input gain oder Fader.
 
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Verstärkung ist Verstärkung (abgesehen von nichtlinearen DSP-Bausteinen dazwischen).
Betrachtet man die Werte an sich und statisch, dann ist es egal. Aber während das Gain ein Stellwert ist, der nach dem erstmaligen Einstellen nicht mehr verändert werden wird (es sei denn es passiert etwas unvorhergesehenes) ist der Kanalfader und der Pegel, der damit eingestellt wird, ein deutlich variabler Wert. Und wenn ich mir einen Fader ansehe, dann ist halt ein Faderbewegung im oberen Bereich (so um die 0 dB) so ca 1-2 dB Pegeländerung, wenn der Fader aber ganz unten ist, dann ist die Pegeländerung halt 5-10 dB. Und da drehe ich halt auch mal das Gain etwas zurück um am Fader einen vernünftigen, feiner einstellbaren Arbeitspunkt zu haben.
 
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Betrachtet man die Werte an sich und statisch, dann ist es egal. Aber während das Gain ein Stellwert ist, der nach dem erstmaligen Einstellen nicht mehr verändert werden wird (es sei denn es passiert etwas unvorhergesehenes) ist der Kanalfader und der Pegel, der damit eingestellt wird, ein deutlich variabler Wert. Und wenn ich mir einen Fader ansehe, dann ist halt ein Faderbewegung im oberen Bereich (so um die 0 dB) so ca 1-2 dB Pegeländerung, wenn der Fader aber ganz unten ist, dann ist die Pegeländerung halt 5-10 dB. Und da drehe ich halt auch mal das Gain etwas zurück um am Fader einen vernünftigen, feiner einstellbaren Arbeitspunkt zu haben.
Das ist schon klar.

Mir ging es aber um die Aussage:
Ein Gainregler regelt die Empfindlichkeit eines Mikrofons, ein Kanalfader hingegen die Lautstärke.
Hat man Gain viel zu hoch und den Kanalfader zu niedrig, sind Rückkopplungen das wahrscheinlichste Ergebnis! :opa:
Und die ist eben nicht korrekt.
 
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Und da drehe ich halt auch mal das Gain etwas zurück um am Fader einen vernünftigen, feiner einstellbaren Arbeitspunkt zu haben.

Ich bringe meinen Level in den Matrizen/Aux Wegen oder im System Controller dort hin, damit meine Fader um 0 herum platzier bleiben können.
 
Naja....bezog sich auf Gainlevel.
 
Und die ist eben nicht korrekt.
Naja, wenn man den Fader ganz unten hat, dann resultieren kleine Faderbewegungen in verhältnismäßig große Pegeländerungen. Und wenn man mit dem Pegel schon nah am Feedback ist, dann kann ich der Aussage von @Trommler53842 durchaus zustimmen.
Ich bringe meinen Level in den Matrizen/Aux Wegen oder im System Controller dort hin, damit meine Fader um 0 herum platzier bleiben können.
Es gibt durchaus mehrere Möglichkeiten, das Thema in den Griff zu bekommen. Das Gain zu reduzieren ist eine Variante. Aber an sich habe ich, so wie es bei mir sich immer darstellt, mein Gainstaging so richten, dass ich mit ungewöhnlichen Faderstellungen so nie zu tun habe.
 
Ein Gainregler regelt die Empfindlichkeit eines Mikrofons,

Ich hoffe, wir können uns alle einigen, daß dieser Satz im Sinne des geschriebenen Wortes schlicht falsch ist, und für denjenigen, der es als Wissenssuchender für bare Münze nimmt, äußerst irreführend sein muss.

Nehmen wir als Beispiel ein SM58. Dessen Empfindlichkeit ist 1,6mV/Pa.
Dieser gilt im Katalog, wenns beim Thomann im Regal liegt, wenn der Gainregler auf Linksanschlag ist, oder auf Rechtsanschlag, das Mikrofon eingesteckt ist, der Mixer an oder ausgeschaltet ist - egal, die Empfindlichkeit des Mikrofons bleibt die gleiche.
Warum gehe ich da so explizit drauf ein?
Der Grund ist, daß mir um dieses Thema öfter Mythen durchs Netz kreisend begegnen, die dem Gain magische Wirkung auf "Reichweite" "Auflösung" oder gar das Polar Pattern zuschreiben. Nicht daß ab hier jemand glaubt, der Gain ändere ganz im Ernst die Sensitivity eines Mikrofons?

Also, sorry Trommler53842, du kriegst von den anderen gerade genug Gegenwind, und das soll von mir kein Angriff sein - aber diese Richtigstellung juckte mir derart in den Fingern, die musste raus.
 
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Es gibt durchaus mehrere Möglichkeiten, das Thema in den Griff zu bekommen. Das Gain zu reduzieren ist eine Variante.

Meiner Meinung nach die schlechteste, weil dein Input Meter dann in vielen Kanälen irgendwo im Keller herum schwirrt. Dadurch muss man die Kompressor und Gate Thresholds ebenso irgendwo im Nirvana unten platzieren und Gates funktionieren da unten dann oft auch nicht sinnvoll. Weiters hast du dann komplett verwirrte Pre Fader Mixe. -40 bei einem Kanal ist genauso laut im Monitor wie -10 bei einem anderen. Sehr mühsam zum Arbeiten.

Ich hoffe, wir können uns alle einigen, daß dieser Satz im Sinne des geschriebenen Wortes schlicht falsch ist, und für denjenigen, der es als Wissenssuchender für bare Münze nimmt, äußerst irreführend sein muss.

Ich hoffe doch, dass wir uns darauf einigen können. Weil es schlicht falsch ist.

Naja....bezog sich auf Gainlevel.

Gain oder Fader Level ist ein und das selbe. Da gibt es keinen Unterschied.
 
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Gegenwind halte ich gut aus. Meiner Erfahrung nach kommt es halt auf eine ausgewogene Balance aus Gain und Kanalfader drauf an.
Live wie auch im Recording. :hat:

Gain ist ja die Vorverstärkung des angeschlossenen Mikros, also auch die "Höhrschwelle" der Membran.
Oder warum wird oft vom "Rauschen" bei weit aufgedrehtem Gain berichtet?

Signal to noise ratio.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meiner Erfahrung nach kommt es halt auf eine ausgewogene Balance aus Gain und Kanalfader drauf an.

Die Balance ist in Sachen Feedback völlig egal. Es macht keinen Unterschied. Null. Nada. Nix. In Zahlen 0,0.

Gain ist ja die Vorverstärkung des angeschlossenen Mikros, also auch die "Höhrschwelle" der Membran.

Jössas, darauf gehe ich jetzt nicht ein, das grenzt ja schon an Esoterik. 😂

Oder warum wird oft vom "Rauschen" bei weit aufgedrehtem Gain berichtet?

Das ist eine völlig andere Baustelle und hat mit Feedback nichts zu tun. Das Rauschen kommt vom Preamp, unabhängig davon, welches Mikrofon da angesteckt ist.

Signal to noise ratio.

Hat überhaupt nichts mit dem Thema zu tun.
 
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Ok, Rauschen kommt vom Preamp (bzw. dessen Bauteile). Das ist mir bekannt.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Und wie oben geschrieben:

Gain einmal vernünftig eingestellt, sollte man genügend Reserve im Kanalfader haben.

So, und nun hoffe ich, die Gemüter besänftigt zu haben. :hat:
 
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In meiner Gain-Kette sind es aber nicht nur 2 Regler .
Zum "Gain" und Kanalfader kommt mindestens*! noch der Master und DER ist hauptsächlich für das Level verantwortlich, das zu den Amps/Controllern/System-Lautsprechern geht.
Nur deshalb kann ich so arbeiten, dass der "Gainregler" in allen Inputs die Eingangssignale auf ein vernünftiges Arbeitslevel bringt (mit dem insbesondere alle dynamikFX gut arbeiten können)
und
dass die Kanalfader bei 0 (in der Praxis meist zwischen -10 bis +5) stehen
und
es noch nicht so höllisch laut ist, dass Feedbacks herausgefordert werden.

* oft sind noch DCAs und/ oder Subgruppen, Matrizen... genutzt, auch da ist nochmal ein "Gainfaktor" in der Kette.
 
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Gab es alles erst vor Kurzem:

 
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Zum "Gain" und Kanalfader kommt mindestens*! noch der Master und DER ist hauptsächlich für das Level verantwortlich, das zu den Amps/Controllern/System-Lautsprechern geht.
Naja, die Summen Regler (Master, Matrix, Controller, Amps usw) helfen halt auch nicht wenn man erst einmal so eine Fader-Situation hat, obwohl an sich die Gains in einem guten Bereich sind und der Mix erstmal ausgewogen klingt.
1771837277624.png

Klar, da hat es sicher etwas, und ich würde erst mal den Grund suchen, warum Kanal 5 gut zu hören ist, obwohl der Fader fast ganz unten ist. Aber bevor ich den Fader da unten lasse, drehe ich lieber mal den Gain etwas zurück damit der Fader auch nach oben kommt. Aber wie gesagt, das wäre extrem ungewöhnlich für mich, genauso wie bei Kanal 8 und 9, da scheint mir auch noch dass etwas nicht stimmt.

Nochmal, das ist kein reales Beispiel aus meinem Leben und dient lediglich der Veranschaulichung, dass es durchaus Gründe geben kann, den Gain nicht im "optimalen" Bereich zu halten. Ich finde, das sollte nicht so dogmatisch streng gesehen werden. In Ordnung ist es, wenn es am Ende funktioniert hat.
 

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