Galliano, Laurita

von Bernnt, 07.09.19.

  1. Bernnt

    Bernnt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.19   #1
    Hallo Leute,

    hat jemand gescheite Noten von Gallianos Laurita? Ich bin leider nur im Besitz einer Sparfassung, die eine vereinfachte Melodie und Akkorde enthält, aber den Rhythmus und den netten abschließenden Lauf in den Terz-Doppelgriffen schuldig bleibt. Insbesondere das Intro auf diesem Video find ich auch ganz nett.
     
  2. Wil_Riker

    Wil_Riker Helpful & Friendly Akkordeon-Mod Moderator HFU

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    Erstellt: 07.09.19   #2
    Wozu Noten? Speziell mit Deinen sehr guten musikalischen Fähigkeiten (und dem im anderen Thread erwähnten absoluten Gehör) sollte es doch kein Problem sein, das Stück anhand des Videos herauszuhören und einfach nachzuspielen (bzw. im Zweifelsfall sogar zu transkribieren).
     
  3. maxito

    maxito Mod Akkordeon Moderator HFU

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    Erstellt: 08.09.19   #3
    Da glaub ich, hält es der Herr Galliano ebenso wie andere namhafte Künstler, dass sie sich da viel Freiheiten erlauben und insbesondere Intros oder Soloparts gerne und oft abändern, weswegen genau diese Teile meist in den Noten fehlen. Die sehen die Notennotationen eher als eine erweiterte Form von Leadsheet. Das Stück speziell hab ich bisher noch nicht gekannt, aber wenn ich die Cd´s von Galliano durchhöre, sind mitunter die Stücke auf mehreren CDs drauf... und auf jeder jeweils anders eingespielt.

    Ich fürchte hier bleibt nur die klassische Methode: hinsetzen genau hören, probieren, zurückspulen, genau hinhören, probieren...
     
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  4. ?mona?

    ?mona? Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.09.19   #4
    Die „Sparversion“ habe ich auch. Mein Lehrer hat mir das Buch ausgeliehen, aber es sind von allen Titeln im Prinzip nur die Themen notiert, halt wie Leadsheets. Mein Lehrer meinte dasselbe wie @maxito . Da bleibt viel Raum für eigene Verzierungen, Intros und Solos, Improvisation halt.
    Genaue Noten vom ganzen Stück wirst du vermutlich nicht finden.
     
  5. Bernnt

    Bernnt Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.09.19   #5
    Töne hören ist was anderes als Rhythmus hören. Rhythmisch bin ich ein Noob. Das Problem ist, das ich dann einfach mein Ding mache, egal was in der Vorlage ist. Ist oft nicht schlecht, aber die Kurzdiskussion über die rhythmische Gestaltung der Einleitung in dem YT-Video ist genial genauso wie der zweite Einsatz von Galliano. Sorry, aber ich hör's einfach nicht richtig. Darum die Frage hier.

    Funktioniert bei mir leider aus den genannten Gründen nicht. Ich schau mal, ob es im Netz Software gibt, die das vielleicht automatisch macht, so dass man zumindest einmal eine Annäherung hat. Mir reichen ja die Einleitungstakte. Hat man die, kann man die Begleitung für die Melodie selber ableiten und hat das Fundament für die Improvisation.

    Vielleicht sollte man präzisieren: Es gibt keine Version, die man kaufen kann. Oftmals existieren aber im Umfeld von Musik-Fakultäten Noten, die sich weitervererben. Bei einem Stück von Galliano ist das der Fall. So wird z.B. eine geniale Version von "Tango pour Claude" regelmäßig beim Coupe Mondiale gespielt - in einer Nicht-Kaufhaus-Version.
    --- Beiträge zusammengefasst, 08.09.19, Datum Originalbeitrag: 08.09.19 ---
    Hier die Sparversion in Musescore.
     
  6. lil

    lil Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.09.19   #6
    Die einzigen "offiziellen" und kaufbaren (Solo-)Noten von Galliano sind meines Wissens im Galliano-Heft aus der Akkordeon-Pur-Reihe von Hans-Günter Kölz (da hat Galliano die Übertragungen geprüft und abgesegnet). Allerdings ist "Laurita" dort nicht drin ...
     
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  7. Bernnt

    Bernnt Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.09.19   #7
    Ja, diese Ausgabe habe ich auch. Das Zeug ist aber brutal erleichtert, so dass m.E. der Swing fast verloren geht, man den Band aber verkaufen kann. Für einen Einstieg in Galliano ist der Band aber allemal geeignet. Ich habe daraus "Spleen" und "Tango pour Claude" gelernt.
     
  8. maxito

    maxito Mod Akkordeon Moderator HFU

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    Erstellt: 08.09.19   #8
    - ok, dann muss ich passen, denn den "brutal erleichterten " Band hab ich auch ... und weggelegt, da für mich nicht spielbar. Für einen "authentisch" notierten Band wird aber die Klientel extrem klein sein, so dass sich die Auflage nicht lohnen wird. Da wirst du vermutlich tatsächlich bei den Wettkampfmusikern, oder bei Galliano direkt nachfragen müssen, schätze ich.
     
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  9. Bernnt

    Bernnt Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.09.19   #9
    Na, nicht so flott. Die Stücke sind doch vom Schwierigkeitsgrad durchaus unterschiedlich. "Spleen" auf Seite 36 finde ich ganz nett. Wenn man den A-Teil so spielt, wie er da steht und beim B-Teil auf Seite 37 nur die höchsten Töne im Diskant spielt (also die Akkordergänzungen im Diskant weglässt), hat man ein nettes Stück. Diese noch weiter vereinfachte Version hätte für Jazzer beispielsweise den Vorteil, dass man auf der Bass-Seite ein bisschen durch die ungewohnten neuen Jazzakkorde spazieren geht. Außerdem könnte man versuchen, nur die Bass-Seite zu spielen und dabei ein bisschen zu improvisieren - wenn man das denn anpeilt. Lohnt sich wirklich.
     
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  10. polifonico

    polifonico Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.09.19   #10
    Hallo Bernnt,

    ich habe das Heft Richard Galliano "15 titres originaux" von Raul Beuscher , das ist seit Jahren vergriffen.
    Habe ich vor 20 Jahren neu hier in Berlin zu knapp 50DM gekauft (ich selbst damals noch am Klavier , ohne Akkordeon...)
    Vom Aufbau her eher wie ein Realbook , teilweise sehr ausgefeilte Harmonien auf zwei Manualen , teilweise ausnotiert für Klavier, oder Akkordeon und Gitarre (Viaggio).
    Laurita ist nur knapp 2 Seiten lang , Tango pour Claude dagegen 8 (Klavier mit Solo Akkordeon Stimme überlegt)
    Ich hänge mal ein paar Ausschnittshots an , die hoffentlich keine Copyrights verletzen :


    Scan 2.jpeg Scan 3.jpeg Scan 4.jpg Scan 5.jpg Scan 6.jpg

    Besseres Basismaterial wird man da nicht finden !

    Zu Deinem Glück habe ich das Heft vor einiger Zeit auf dem Flohmarkt noch mal gefunden -
    wie neu , noch völlig unbeleckt . Könnte ich Dir für 15€ zukommen lassen.

    Schönen Gruss,

    Ludger
     
  11. Bernnt

    Bernnt Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.09.19   #11
    Hallo Ludger, vielen Dank für das Angebot. Ich habe das Heft auch. Mir geht es tatsächlich um das Intro der Soloversion, die ich oben im YT-Link gepostet habe. Ich finde, Galliano spielt das Stück dort viel besser als auf den anderen YT-Aufnahmen, die es gibt. Irgendwie muss dieser Meisterkurs, von dem der Mitschnitt stammt, ein Bringer gewesen sein.

    Sollte jemand hier nur den Bass-Schlag und den Akkordrhythmus des Intros auf einer Linie schreiben können, würde ich die Noten des Intros hier samt Akkorden posten. Da verletzen wir bestimmt kein Copyright. Der Rest kann man sich dann mithilfe des im Intro notierten Rhythmus und des Musescore-Links erschließen. Ich denke, die Jäzzinteressieren unter uns hätten alle was von.
     
  12. Klangbutter

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    Erstellt: 08.09.19   #12
    Also er zählt einfach nur eins zwei drei und akzentuiert aber die 1 und die 2+. damit diese Verquickung von 2 er Feeling oder 3 er Feeling entsteht.
    Ist absolut üblich im Jazz Walzer.
    Und ich glaube nicht, dass es Copyrights verletzt, denn das ist in fast jedem 2 Stück so gemacht.
    Auch die abgleitende Stimme im Wechsel von am7 zu D79 in der rechten Hand G -> Fis -> E -> Fis
    Also im Bass immer a moll oder a moll mit C Dur und D Dur oder D 7 oder D Dur zusammen mit a moll.

    Alles relativ schlampig oder svhöner gesagt "leger" (leschär" :D) gespielt und mit Akzenten verwirrt.
    So sieht es in Noten aus:


    upload_2019-9-8_13-41-56.png
     
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  13. klangtaucher

    klangtaucher Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.09.19   #13
    lieber Bernnt,

    könntest du nicht einmal, nur einmal irgend was relevantes Akustisches einstellen. Von mir aus den brutal erleichterten "Heavy Tango". Um nur einmal ein Ergebnis all dieser tiefgründigen, alle möglichen Bereiche abdeckenden Diskussionen, Psychologie, Neurologie, MIII-/Jazz-Kursen, was weiß ich, zu erleben.
    Ich lese sorgfältig und interessiert alles mit und frage mich, ganz im Ernst, auf welchem und über welches Level hier diskutiert wird. Und mit welcher Chuzpe diejenigen, die Selbstgespieltes, Selbstbearbeitetes einstellen, sich trauen, ihre Sachen öffentlich hörbar zu machen. Evtl. wird dies aus eurer Warte gesehen, ja eher mitleidig betrachtet, die geringe Teilnehmerzahl würde dadurch auch erklärt.

    Ich würde einfach gerne hören, zu welchen Resultaten all die (für Mitleser) theoretischen Exkurse führen und um natürlich auch davon zu profitieren :) . Was ist z.B. mit der g-Moll-Fuge? usw. usw.

    Dieser Beitrag landet zufällig in diesem thread ...

    nix für ungut, allen einen schönen Sonntag
    Werner
     
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  14. Bernnt

    Bernnt Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.09.19   #14
    Vielen herzlichen Dank, Uwe. Leider hab ich bei Dir absolutes Cookie-Verbot, also muss ein Like reichen. Die verwirrenden Akzente sind ja grad der Spaß. Und diesen Spaß krieg ich nicht so gut hin. Ich glaub, es kommt irgendwie auf die Pausen an. Wär vielleicht etwas für November. Mal gucken.
     
  15. Bernnt

    Bernnt Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.19   #15
    Nach der Hilfe von Uwe war's mit Schreiben und Verzippen einfach. Ladet die zip-Datei runter und entpackt sie, dann habt ihr alles, was ihr für dieses Stück braucht. So in etwa klingt das auf dem Klavier:





    Am besten ist es wohl, das Intro und die Begleitung auswendig zu lernen und zu versuchen, über dem A- und B-Teil zu improvisieren.
     

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