Gesangsanlage verbessern - welches Equipment kaufen? - mit Video

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Hallo,

wir sind eine Band mit 4 Leuten. Wir proben seit ca 4 Monaten und möchten wir unser Equipment im Proberaumaufwerten.
Schwachstelle ist derzeit die Gesangsanlage. Das Mikrofon ist ein altes Beyerdynamic, Verstärkt wird über einen 80W Mischverstärker.
Der Gesang setzt sich leider nicht wirklich durch. Für den Sänger haben wir inzw. einen dbx Kompressor zwischengeschaltet, das hilft schon mal.
Trotzdem haben wir sofort gewaltige Rückkopplungen, wenn wir den Gesang eine Spur lauter drehen

Hier mal ein kurzes Video, das den aktuellen Stand zeigt:



Klingt an sich ganz gut, aber der Sänger hat eine ziemliche Powerstimme und ist schon am Limit. Wenn einer der anderen versucht zu singen, geht er in dem Setting gnadenlos unter.
Die Gesamtlautstärke orientiert sich am unverstärkten Schlagzeug. Viel leiser können wir nicht spielen, dann hören wir uns gegenseitig nicht mehr.
Wenn wir ohne Gesang spielen, haben wir trotzdem eine Ausschlag am Kompressor, der bereits den "Raumklang" verarbeitet (verstärkt?)

Was können wir machen, damit das besser wird? Anderes Mikro? Besserer Gesangsanlage? Gibt es Technik, die die Rückkopplungen unterdrückt?
 
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Ihr macht vieles falsch aber tröste dich das machen fast alle jungen Bands.
Die Boxen für den Gesang müsst ihr vor euch stellen,Gitarrenverstärker muss mindestens auf Gürtelhöhe.
Das Mikrofon ist ein altes Beyerdynamic,
Das wird wohl nicht das Problem darstellen,
Verstärkt wird über einen 80W Mischverstärker.
Vielleicht über kurz oder lang mal über was brauchbares nachdenken.
Der Gesank setzt sich leider nicht wirklich durch. Für den Sänger haben wir inzw. einen dbx Kompressor zwischengeschaltet, das hilft schon mal.
Trotzdem haben wir sofort gewaltige Rückkopplungen, wenn wir den Gesang eine Spur lauter drehen
Gesang mit g am Ende.
Der Kompressor hilft auch nicht wirklich wer hat euch denn das erzählt.
Wenn die Stimme deutlich nach vorne kommen soll dann müsst ihr euer Arrangement ändern und den Bereich um die Stimme herrum
ausdünnen.
D.h beim Bass und bei der Gitarre die Frequenzen absenken die für die Stimme reserviert sind.
 
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Ihr macht vieles falsch aber tröste dich das machen fast alle jungen Bands.
Die Boxen für den Gesang müsst ihr vor euch stellen,Gitarrenverstärker muss mindestens auf Gürtelhöhe ...

Die Instrumentenverstärker haben wir mit Diffusor vor den Lautsprechern ausgestattat. Damit haben wir fast überall den gleichen Klang und deutlich weniger Bündelung. Anheben / Anwinkeln können wir aber auch noch ausprobieren.

Gesangsboxen nach vorn: Haben wir probiert, gab noch viel mehr Rückkopplung. Wenn die Boxen vorn stehen, hört außerdem der Drummer den Gesang nicht mehr :(
Die Idee ist, den Proberaum komplett mit den Boxen zu beschallen, vor allem wenn wir gelegentlich kleines Publikum haben.
 
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Über die Gesangsboxen wurde noch gar nix geschrieben.
Was habt ihr da?
Billige Boxen haben in der Regel einen schlechten Wirkungsgrad (d.h. sie sind "leise") und wenn Gas gegeben wird fängt es schnell an zu koppeln.
Und richtig: der Kompressor bringt euch zunächst mal gar nix. Bullshit wenn euch das einer als Lösung vorgeschlagen hat.
 
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Die "Gesangsanlage" war gebraucht und ist identisch mir dieser:


Und richtig, der Wirkungsgrad ist unter aller Sau. Die 80 EUR hätten wir lieber woanders angelegt...
Der Kompressor ... ist vielleicht nicht die eleganteste Lösung, hilft aber im Moment weiter. Der Sänger kann damit singen, statt schreien.

Der Hinweis mit den Frequenzbereichen ist schon mal sehr hilfreich, werde ich heute Abend bei der Probe messen. Das Problem ist, dass die Gitarren "ihren" Sound für sich alleine austüfteln, ImMix passt es dann aber nicht.
 
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Ein Gerümpel für Marktschreier oder Kindergartendisco - aber nix für eine Band.
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Mit dieser Anlage - insb. den Boxen - werdet ihr euer Problem niemals in den Griff bekommen.
 
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+1 für Harry

ich würde es mal mit einem Monitor probieren.
Der Monitor:
hat hier schon gute Kritiken bekommen.
Vorteil: Er hat auch einen Flansch für die Boxenständer. Notfalls kann er auch zum Beschallen von Minnigigs verwendet werden.
 
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Wie gross ist euer Proberaum denn?
@Rockopa hat ja bereits wesentliches gesagt. Versucht Euch mal anders zu stellen, und schaut mal, ob es ggf zuviele Ecken in Eurem Raum hat, dass der Schall zurückknallt.
Vielleicht nehmt Ihr Euch beim proben auch mal etwas zurück mit der Lautstärke. Ja ich weiss, Mucke---Laut---Muss....
Grad wenn ihr soviele Interferenzen habt, wärs angebracht, auch mal "leiser" zu spielen. Man kann auch als Drummer druckvoll und durchdringend spielen, ohne wie wahnsinnig die Felle zu verdreschen. Das mit dem "sich nicht mehr hören" ist mMn ein typischer Gitarristensatz.
Ich spiel selber auch u.a. Klampfe, es geht aber eben auch gemässigt, und so, dass alle was hören ;-)
 
Rockopa
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Schallharte Flächen sind auch zu vermeiden,hinter dem Trommler und vor euch Teppich an die Wand oder Molton oder,oder.
Das was ihr euch da als Anlage gekauft habt ist wirklich Schrott aber das habt ihr ja schon selber festgestellt.
Die 200€ sind also schon mal verbrannt.
Wie nun weiter?
Wollt oder könnt ihr noch mal Kohle in die Hand nehmen und wenn dann wieviel.
Ich würde 1000 eher 1500€ in den Raum werfen.
Einen brauchbaren Mixer und zwei bis drei aktive PA Boxen.
2 für die Band und einer für den Drummer.
 
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@Jakari
Alles soweit richtig, aber wie harry schon schrieb, mit dem vorhandenen chinaböller tut man sich echt schweer.
Ich kenn das Teil - leider unkaputtbar.
 
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@Jakari
Alles soweit richtig, aber wie harry schon schrieb, mit dem vorhandenen chinaböller tut man sich echt schweer.
Ich kenn das Teil - leider unkaputtbar.

Joa, ich kenn das "Set" auch; für Akustikmusik isses jetzt nicht sooooo schlimm (ja is ein anderes Thema, is klar) Aber der TE hat ja gefragt, was man tun kann.
Und wenn derzeit keine andere PA oder Monitore vorhanden sind, und es pfeift und fietscht... dann müssen die anderen Instrumente sich eben etwas zurücknehmen. Schont ja auch das Trommelfell :-D
 
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Die Einsicht, leiser zu spielen ist durchaus da und wird nach Möglichkeit umgesetzt.

Der Proberaum ist ca 2 * 5 m groß, also ebenfalls nicht optimal. Aufstellung ändern steht ebenfalls auf dem Plan, aber erst nach einem Mini Gig in genau diesem Proberaum in 3 Wochen. Das wird wahrscheinlich vor allem voll und laut. Gut klingen wird es eher nicht...

4stellig investieren kommt derzeit nicht in Frage. In den vergangen Monate wurde schon die Amps für Gitarren usw angeschafft. Alle haben Famile, da lassen sich "schon wieder" mehrere hundert Euro gerade nicht freimachen. Langfristig ist das natürlich geplant.

Evtl. könne wir uns für 2, 3 Proben was leihen, damit intern das Verständnis da ist, was wir brauchen.
 
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Der Proberaum ist ca 2 * 5 m groß, also ebenfalls nicht optimal. Aufstellung ändern steht ebenfalls auf dem Plan, aber erst nach einem Mini Gig in genau diesem Proberaum in 3 Wochen. Das wird wahrscheinlich vor allem voll und laut. Gut klingen wird es eher nicht...

Wenn ihr auf 10m2 probt, und es kommt zu Feedback, dann isses echt zu laut. Das Thomann PA Set hin oder her, ob der Soundqualität.
Und in dem Raum, bei der Grösse nen Mini-Gig? Proberaumparty?? Hmmm.
Warum stellt Ihr Euch nicht jetzt schon um, sondern wollt warten?
Ich weiss nich, wenn wir proben und irgendwas am Klangbild stört, lässt sich aber mit bissel Umstellerei ändern, naja, dann is da doch kein Problem???

Edit:
Grad das Video angeschaut von Euch; vielleicht arbeitet ihr noch ein wenig an den einzelnen Ampeinstellungen. Is zwar was anderes als die Frage hier, aber damit lässt sich auch einiges regeln. Bei dem Vid is der Sound ein wenig "verwaschen". Ggf hilft das schon etwas.
 
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Der Hinweis mit den Frequenzbereichen ist schon mal sehr hilfreich, werde ich heute Abend bei der Probe messen. Das Problem ist, dass die Gitarren "ihren" Sound für sich alleine austüfteln, ImMix passt es dann aber nicht.


Na, da habt Ihr doch die Wurzel allen Übels - Sounds müssen im BANDZUSAMMENHANG funktionieren. Alles andere ist Selbstbetrug, unter dem dann andere zu leiden haben. Feedbacks, Ohrenschmerzen, zeitaufwendiges Posten in Foren, dort dann von den alten Säcken übel angepöbelt werden (kommt vielleicht noch :evil: ) - das sind alles Folgen dieses Vorgehens.

Vor allem der Bereich der tiefen Mitten ist bei den Instrumenten meistens überrepräsentiert. Alleine im stillen Kämmerlein klingt das noch gut (voll fett halt), aber drei- oder viermal voll fett ergibt (leider) vollkommenen Shice.

Eine meiner früheren Bands hat seinerzeit über etwa zwei Jahre hinweg an ihrem Sound gefeilt. In dieser Zeit wurden die Gitarren immer weniger verzerrt und weniger fett. Der Bass wurde immer weniger brilliant. Einzeln klangen die Instrumente dann alle nicht mehr so gut wie vorher. Aber im Zusammenhang: Fetter, deutlicher, durchsichtiger als vorher und voll auf die zwölf! Das ist halt ein Prozess, und der dauert ein wenig. Dass Ihr Diffusoren verwendet, ist schonmal gut (was hätte ich damals für diese Idee gegeben) und ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Jetzt halt nur noch die Sounds der Instrumente optimieren.

Gruß,
Jo



PS: *rumpöbel* ;)
 
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