Gestern in Oberhausen: Analog vs. Digital

  • Ersteller Witchcraft
  • Erstellt am
Witchcraft
Witchcraft
R.I.P. exMOD
Ex-Moderator
Zuletzt hier
25.08.17
Registriert
19.08.03
Beiträge
6.720
Kekse
18.140
Ort
NRW
Ich war gestern in Oberhausen bei R.E.M. :) Natürlich hatte ich eine Karte für den Innenraum, um mir (wie sollte es anders sein) den FOH Platz ansehen zu können.
Dort standen neben dem üblichen FX zwei Pulte: Yamaha Digital "irgendwas" und eine Midas Heritage 4000. Die Vorgruppe (The Thrills) begann mit dem Vorprogramm und es klang einfach nur.....grottenschlecht. Das Schlagzeug war ein Gematsche, die oberen Mitten und Höhen taten nur weh in den Ohren (obwohl es noch nicht mal sooo laut war), der Gesang war nicht zu verstehen, kurzum einfach nur mies, undifferenziert und unnatürlich.
Ich habe schon gedacht: Oh, Gott, was kommt hier heute Abend auf dich zu..... Nun, der Toni der Thrills fuhr den Gig über diese Digitalkonsole.

Ganz anders und wie verwandelt war der Sound als REM mit ihrer Show begann. Nämlich genau so wie man sich guten Live-Sound vorstellt, natürlich, transparent und warm, ohne die Ohren zu strapazieren. Diese Show lief über die Heritage.
Zwischen den beiden Gigs hatte ich die Gelegenheit mit dem Tonmann von REM (der übrigens aussieht wie Chris de Burgh, der singende Steuerberater :D ) ein paar Worte zu wechseln, welche meine Meinung zu diesen Digitalkonsolen bestätigten, Originalton: "It's a piece of Shit".

Welche Erfahrungen habt ihr mit diesen Digitalteilen, ich meine jetzt rein soundtechnisch, diese Features mit den Presets abspeichern und so weiter mal außen vor.....
 
Eigenschaft
 
Ich war auch schon auf Konzerten wo Digitale Mischpulte benutzt wurden und der Sound war hammermäßig. Und auch mit Analogen Mischoulten kann man nen miesen Sound fabrizieren
Was bei Digitalmischpulten anders ist ist die Bedienung, vom Sound her geben die sich nicht viel.
Der Schlechte Sound der Vorband kann viele Gründe haben, aber dass nur das Mischpult dran schuld ist kann ich nicht glauben.

cu Direwolf
 
Kann auch nur von Konzerten berichten, und da muss ich sagen, dass ich einige meiner soundtechnisch bisher besten Konzerte mit Digitalpulten erleben durfte.
Einmal Udo Jürgens mit zwei kaskadierten DM2000 und 2 mal die Corrs mit PM5D. Was ich sonst an analogem Zeug gehört habe von z.b. Midas könnte ich jetzt nicht sagen, dass es besser oder schlechter war. Klanglich ist wohl beides sehr ordentlich, vielleicht sind die Pre-Amps im Midas besser. Aber als Zuhörer bei ordentlich Pegel fällt einem da garantiert kein Unterschied auf ;)
Hab also mit analog und digital schon nette Konzerte hören dürfen.
Sonst kann ich Direwolf nur zustimmen.

P.S.: Was hatte REM denn sonst noch an Technik da (PA, Outboardzeugs)?
 
Naja also ich würde da eher sagen das es nicht am Pult sondern eher am Tech oder der Band selber lag das der sound so grotte war.
Naja und bei Digi Pulten ist das wie bei analogen wenn du richtig geld hinlegst bekommst du auch was ordentliches.
R.E.M. geht doch eigendlich immer mit Clair Brother auf Tour? Wenn das so ist dann steht da nur best of the best.Als Holz würde ich Tippen EAW oder Meyer.
Gruss Chris
 
Auch Tonings werden alt und manche sind vor ein paar Jahren stehen geblieben...


Kennste dein Equiment, kannste damit mischen. Nützt aber nix wenn die Band sch...lecht ist bzw. klingt.


Es lassen sich vermutlich auch recht viele Gigs mit schlechtem Sound finden, die auf Analog-Equipment durchgeführt wurden...
 
Ich würde das Erlebte auch nicht als Beweis für irgendwas sehen. In der Tat ist es doch meistens so, dass die Vorband(s) grottig klingen im Vergleich zum Hauptact. Das ist "Politik": Es gibt ja meistens auch nur den halben Pegel, 30% vom Licht usw...

Jens
 
Es ist nicht EAW in Europa, sondern EV:

www.ratsound.com/tours/rem/index.htm

Und als Monitor-Pult wird ein PM5D verwendet. Digital ist wohl doch nicht so scheiße wie angenommen...
 
also war auch gestern auf´m REM konzert in wien und kann die aussage von witchcraft nur bestätigen!bei den thrills war nur tongemantsche überhaupt mitten/höhen waren absolut unsauber und "verwaschen"
ganz anders REM selbst! super klang!
naja nur am pult kann so ein klangunterschied nicht liegen!

mfg man
 
Ich glaube auch nicht, dass es nur am Pult gelegen hat.
Ich mixe schon seit geraumer Zeit diverse (wenn auch kleine) Veranstaltungen auf dem Yamaha 01v und bin SEHR zufrieden!
Der Vorteil ist wirklich, wenn du einen Künstler immer wieder abmischen musst, kannst du die Einstellungen laden und musst nur den Summen EQ neu machen.
Super für die Künstler, die immer einen guten Monitorsound haben und echte Arbeitserleichterung für den FOH-Techniker...
Da gilt die alte Computer-Regel: "Meistens sitzt der Fehler 50cm davor..."
 
der spruch ist gut! :)
absofert wer ich mir das denken wenn ein SPS programm nicht kunktioniert oder mir das C++ wieder mal 10 fehler auflistet

mfg man
 
Marcel schrieb:
Kann auch nur von Konzerten berichten, und da muss ich sagen, dass ich einige meiner soundtechnisch bisher besten Konzerte mit Digitalpulten erleben durfte.
Einmal Udo Jürgens mit zwei kaskadierten DM2000 und 2 mal die Corrs mit PM5D. Was ich sonst an analogem Zeug gehört habe von z.b. Midas könnte ich jetzt nicht sagen, dass es besser oder schlechter war. Klanglich ist wohl beides sehr ordentlich, vielleicht sind die Pre-Amps im Midas besser. Aber als Zuhörer bei ordentlich Pegel fällt einem da garantiert kein Unterschied auf ;)
Hab also mit analog und digital schon nette Konzerte hören dürfen.
Sonst kann ich Direwolf nur zustimmen.

P.S.: Was hatte REM denn sonst noch an Technik da (PA, Outboardzeugs)?


hab auch 2 corrs gesehen Hannover/Hamburg
aber kein PM5D sondern PM1D

nunja da ich ab und zu @PM1D werkel muss ich zu geben-->diese pult ist klasse,am PM5D war ich nur einmal,nunja bedienung fast gleich...

klang einfach toll
 
Everest2002 schrieb:
hab auch 2 corrs gesehen Hannover/Hamburg
aber kein PM5D sondern PM1D

nunja da ich ab und zu @PM1D werkel muss ich zu geben-->diese pult ist klasse,am PM5D war ich nur einmal,nunja bedienung fast gleich...

klang einfach toll

Ups, hast ja recht. Sicher stand da ein PM1D. Hab grad nochmal in meinen eigenen Bericht im PA-Forum nachgesehen. 1D is right :great:

btw: Hast du nicht im PA-Forum damals in dem Thread auch was geschrieben? Und das du dich mit Bisgrove kurz unterhalten hast oder so? ;)
 
in Hamburg ja in hannover kahm ich leider nicht zum FOH-->blöde jungs-->die mögen keine ausänder,
nämlich standen neben mir blöde jungs
 
.Jens schrieb:
In der Tat ist es doch meistens so, dass die Vorband(s) grottig klingen im Vergleich zum Hauptact. Das ist "Politik": Es gibt ja meistens auch nur den halben Pegel, 30% vom Licht usw...

Etwas weniger Pegel und Licht ist ja ok, hin und wieder kommt es aber tatsächlich vor, dass da der Vorband gezielt Probleme gemacht werden. Das halte ich für keinen guten Stil, aber wer kümmert sich heute noch darum...

Ob das nun daran gelegen hat, oder an der Unfähigkeit eines Tontechnikers, oder an den Signalquellen (ein Mischpult ist nun mal keine Kläranlage: shit in - shit out), das lässt sich von hier aus nicht beurteilen. Dass es aber an Digitaltechnik gelegen haben soll, halte ich für hinreichend unwahrscheinlich.
 
Cool, der Michael auch hier :)

Michael Ebner schrieb:
Etwas weniger Pegel und Licht ist ja ok, hin und wieder kommt es aber tatsächlich vor, dass da der Vorband gezielt Probleme gemacht werden. Das halte ich für keinen guten Stil, aber wer kümmert sich heute noch darum...

Gezielt Probleme einbauen finde ich eine Sauerei, falls sowas wirklich praktiziert wird. Die Jungs und Mädels haben es doch so schon meist schwer genug bei den Leuten anzukommen. Finde ich nicht gut, wenn denen da extra Steine in den Weg gelegt werden.

Was ich noch verstehen würde: Man könnte die Vorband als Tontech vielleicht auch nutzen um den Gesamtsound mal ein wenig zu prüfen, da die Halle jetzt (normalerweise) recht voll ist.
 

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben