[Gitarre] Fender Stratocaster Classic Player 60s

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+ Absolut klasse Vintage Ton, speziell Neck Pickup - Hendrix here we come
+ Halsform für mich ideal (mitteldickes C)
+ schicke vintage Optik
+ tolle Spielbarkeit
+ Auch bei starken Whammy Bar einsatz bleibt die Klampfe erstaunlich gut in Stimmung
+ Klasse Verarbeitung
+ hochwertige Teile (Custom Shop designed)
+ In Europa relativ günstiger Preis
+ Frets = medium Jumbo - für Bendings gut zu gebrauchen

- dicke Lackierung der Halses
- Schrauben der 60s Style Brücke kratzen etwas am Handballen
- Output der Pickups relativ niedrig
- Pickups sind originalgetreu auf den Mittelpositionen nicht 'hum cancelling'
- Zum Verstellen des Trussrods muss der Hals abmontiert werden

Weitere Reviews: HIER


Allgemienes:

Ich hab nach einer Strat gesucht und mich nach Probespielen von der American Standard, der Highway One, MIM und einigen Klonen für die Fender Strat Classic Player 60s entschieden. Für rund 580 EUR ist die Klampfe zu bekommen. Die Gitarre ist MIM wird allerdings aus Custom Shop in Amerika designed Parts zusammengebaut. Fender hat den Preis der Gitarre in Amerika gerade angehoben auf über 1000 USD. Es gibt zwei Farben: Sonic Blue (ein blasseres Daphne Blue) und Sunburst.

Produktseite bei Fender: HIER


Optik und Verarbeitung:

In einem Wort: Klasse. Das Vintage Feeling kommt sehr gut rüber, die Strat wirkt cool im Vergleich zu den Standard MIM und MIA. Das Holz hat eine dunklere 'vintage' Farbe und die Teile von der Brücke bis zu den Pickups sind sehr nah an den original 60s Teilen gehalten. Die Pickguarrd und Plastikteile sind in einem gealterten Farbton, der speziell mit der blauen Farbe super passt. Die Gitarre ist aber nicht wie die Roadworn richtig angekratzt - gut so :)

Die Verarbeitung ist auf genau dem gleichen Niveau wie eine MIA Strat, ich habe mehrere in der Hand gehabt, gespielt und genau angeschaut.

Der einzige Punkt, wo man einen Unterschied merkt, ist der Hals: Der Classic hat einen mit dickem Klarlack vollgekleisterten Hals, der schnell einmal etwas klebrig wird - der von der MIA ist eindeutig besser. Allerdings habe ich das Problem in 5 Minuten mit etwas Stahlwolle gelöst. Ohne die Lackschicht zu durchdringen kann man das ganze sehr schön anrauhen - jetzt fühlt sich der Hals perfekt an und flutscht.

Ich würde wenn man die Möglichkeit hat bei einer Massengitarre IMMER empfehlen, die Gitarren im Laden anzusehen und auszusuchen: Es kann immer schlechte Exemplare geben, die schnell verstimmen,... Ich hab drei 60s Modelle gespielt und das genommen was sich am besten anfühlte.


Ton:

Für mich der Hauptgrund zuzugreifen: Wenn man Hendrix, Trower, etc. mag, dann ist man gleich zu Hause. Allein der Output ist etwas geringer - das merkt man, wenn man nach einer anderen Gitarre die Classic Player einstöpselt und erstmal das Mastervolume nachdrehen muss. Für mich ist das in der Praxis aber kein Problem und sollte es auch für 99.9% auch nicht sein.

Bevor ich den Ton mit 5000 Klischees beschreibe - ein Vergleich mit Soundclips gibts hier: http://www.acmeguitarworks.com/Strat_Pickup_Sound_Clips_W1.cfm

Ich mag ihn einfach: Er ist rund und cremig und nicht so scharf wie die modernen bzw. nicht so nasal wie die Texas Specials.


Teile:

Der Hals hat eine tolle Form: Für mich nicht zu dünn und nicht zu dick (ich hab etwas grössere Hände). Der Fretboardradius ist 12" also modern flach und nicht original unter 7.25". Die Gitarre kommt nur mit einem Rosewood Fretboard (wie bei den original 60s üblich) - es gibt also leider keinen Maple Neck (ich hatte immer das Gefühl, dass die Saitenlage da niedriger ist, aber vielleicht Einblidung).

Sonst ist alles so ziemlich standard - Strat eben.


Fazit:

Für mich eine super Gitarre und vielleicht DIE klassiche Strat zu einem fairen Preis.

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Schönes Review. Hast du die Strat mal mit einer Road Worn verglichen ?!

Gruß,
Hannes
 
Das ist eine gute Frage!

Ich hab sie in der Hand gehabt - der Neck ist klasse fühlt sich an wie komplett nicht lackiert. Das einzige was ich komisch fand war die künstliche Abnutzung auf dem Fretboard, das fühlte sich beim antippen etwas sehr rauh an.

Gespielt hab ich sie leider nicht, zum Ton kann ich also nichts sagen. Ist sicher auch spannend, preislich attraktiv unter 800 EUR. :great:

Aber man muss die Optik mögen hinten auf dem Hals die abgeschliffene Optik war zienmlich symmetrisch und etwas "unecht" - naja :gruebel:
 
Das ist eine gute Frage!

Ich hab sie in der Hand gehabt - der Neck ist klasse fühlt sich an wie komplett nicht lackiert. Das einzige was ich komisch fand war die künstliche Abnutzung auf dem Fretboard, das fühlte sich beim antippen etwas sehr rauh an.

Gespielt hab ich sie leider nicht, zum Ton kann ich also nichts sagen. Ist sicher auch spannend, preislich attraktiv unter 800 EUR. :great:

Aber man muss die Optik mögen hinten auf dem Hals die abgeschliffene Optik war zienmlich symmetrisch und etwas "unecht" - naja :gruebel:

Unter 800 Euro !? In welchem Laden warst du denn da ?
 
Hmm, da hab ich mich wohl verlesen, ich dachte die fangen bei 790€ an! Die Dinger rücken dann schon näher an die American Standard.

Für mich wären die Pickups das wichtigste, ich hab gerade gesehen, dass die 60s Roadworn die Standard Texmex drin hat, das wäre für mich ein Grund dagegen.

Leider hab ich auch die Classic Player 50s nicht testen können und es gibt ja auch noch ein paar signature Strats, die interessant sein könnten (Kenny Wayne Shepperd,...).

Was mir an der Classic Player 60s vor allem imponiert ist ja der Sound und der Preis ist eben fair!
 
Ohne Koffer bekommt man eine MIA Standard Strat auch vereinzelt schon neu für 800€. :)
 
Gutes Review aber ein (denke ich) Fehler: das sieht man sogar auf dem kleinen foto dass das kein 12" radius ist, das wäre wesentlich flacher. Ich würde eher sagen 10" bzw. Fender-typisch 9,5".
 
@ Xanadu: Das stimmt, man kann immer bei bestimmten Läden, wo man häufiger Kunde ist gute Deals auf Vorführmodelle bekommen. Den Preis, den ich für die Classic Player bezahlt habe ist etwas niedriger als der beim großen T.

@_xxx_: Der Radius ist 12" (305mm), ich hab das ganze mit einem Fretradiusmesser auch geprüft (die offizielle Spezifikation ist ja auch 12"). Vielleicht kommt das auf dem Foto nicht so gut rüber ;)
 
Schönes Review und schöne Gitarre. :great:
Ich habe mich gegen die Player und für die normale Classic entschieden. Z.B. wegen dem Griffbrettradius. ;)
Den Kritikpunkt mit dem dicken Lack am Hals kann ich verstehen, weil das bei meiner 60s Classic auch relativ dick ist.
Mit Sonic Blue kann ich mich auch nicht so wirklich anfreunden. :D
Du hast geschieben, dass die Medium Jumbo Bünde für Bendings gut zu gebrauchen sind, aber liegt es nicht eher an dem 12" Griffbrettradius ?
Durch was für einen Amp spielst du sie ?
 
@_xxx_: Der Radius ist 12" (305mm), ich hab das ganze mit einem Fretradiusmesser auch geprüft (die offizielle Spezifikation ist ja auch 12"). Vielleicht kommt das auf dem Foto nicht so gut rüber ;)

Kann sein, sieht jedenfalls zu gewölbt aus für 12". Aber hauptsache es passt für Dich, daher... :)
 
@Butzenqualm: Ich bin bei weitem kein Profi, aber mir ist aufgefallen, dass bei Gitarren mit kleineren Frethöhen dei Saiten bei Ganztonbendings a la Stevie Ray Vaughn immer stark am Fretboard entlangschleifen - mehr Reibung, mehr Kraftaufwand.

Bei Jumbo Fret Strats ist Bending nach meiner Erfahrung leichter. Die Classic Player 60s hat zwar keine echten Jumbos (sondern Jumbo mediums) aber das ganze klappt ziemlich gut! Mit dem Radius habe ich noch nie drauf geachtet. Ich muss mal eine 7.25" zum Vergleich spielen!

@_xxx_: genau :)
 
Meines Wissens nach, ist der 7,25" Griffbrettradius ist eigentlich dafür bekannt, dass die Bendings absterben. :D
Bei guter Saitenlage ist das aber auch kein Problem.
Ob es auch was mit der Art der Bünde zu tun hat, müsste ich mal testen.
 
Dass Bendings "absterben" ist reine Raduissache, hat mit Bünden nichts zu tun.
 
Benden und absterben hat vor allem was mit dem Radius zu tun. Wenn die Spaghetti-frets dazu noch flach sind wird es echt schwer mit "weiten" Bends, aber funktionieren tut das schon. Ich teste später mal wieviele halbtöne ich mit den 7,25" + Vintagebünden ohne absterben schaffe. Aber generell geht es schon, siehe Gilmour :cool:

7,25" mit Medium Jumbo Bünden, z. B. 6105, geht schon bei weitem besser. Aber der Radius stellt die größte Hürde!

LG, caster
 
Vorallem in den hohen Lagen wird es etwas schwer, aber sonst habe ich da keine Probleme mit.

@Pickupz
Hast du noch ein Foto von der aufgerauhten Halsrückseite ?
 
Hast du noch ein Foto von der aufgerauhten Halsrückseite ?

Ich würde ja, aber der Hals sieht vollkommen normal aus. Selbst mit der Nase davor sehe ich keine Kratzer etc. Wenn man wirklich den Lack richtig abnehmen oder zum Holz runterwollte müsste man auch mit einer viel groberen Wolle anfangen. 0000 Wolle ist ja wirklich sehr, sehr fein.

Man baucht nicht viel rumzureiben, immer schön von oben nach unten, dann passt das. Wichtig noch: Die Pickups würde ich schützen/abkleben, denn der Metallstaub sollte da nicht hereingeraten. Nach dem Reiben hab ich das ganze dann noch mit dem Staubsauger erledigt.
 
Benden und absterben hat vor allem was mit dem Radius zu tun. Wenn die Spaghetti-frets dazu noch flach sind wird es echt schwer mit "weiten" Bends, aber funktionieren tut das schon. Ich teste später mal wieviele halbtöne ich mit den 7,25" + Vintagebünden ohne absterben schaffe. Aber generell geht es schon, siehe Gilmour :cool:

7,25" mit Medium Jumbo Bünden, z. B. 6105, geht schon bei weitem besser. Aber der Radius stellt die größte Hürde!

LG, caster

Echt da geht das schwerer? Ist mir irgendwie noch nicht aufgefallen und ich spiele die Classic mit 7,25'' Radius.. und Benden funktioniert gut
 
Es funktioniert auch gut, aber oft ist es in den hohen Lagen so, dass die Bendings bei einer gewissen Höhe Absterben. ;)
Das ist wohl auch einer der Gründe warum die Classic Players einen flacheren Radius haben.
 
Ich bin hier mal so frech und grab das Review von PickupZ aus den Tiefen des MBs und poste ein paar Blues-Soundbeispiele, die ich in den vergangenen Wochen im Zuge des Blues-Workshops »Blues You Can Use« von John Ganapes hier an Board mit meiner Fender Classic Player '60s Stratocaster aufgenommen habe. Damit man die Classic Player '60s in unterschiedlichen Set-Ups hören und den Einfluss des Set-Ups auf das Klangbild besser vergleichen kann, habe ich in den Beispielen unterschiedliche Line6 Amp-Simulationen gewählt.

Den More-Minor-Blues habe ich mit einer 1968 Marshall Plexi (basiert auf einem Marshall Super Lead) Amp Simulation in Kombination mit 4x12 1967 Greenbacks aufgenommen. Einiges an Drive, die Classic Player '60s mit Neck-PU:

http://soundcloud.com/relact/therelact-bycu-13-more-minor-blues

Beim Minor-Blues habe ich zur 1958 Tweed B-Man (basiert auf einem Fender Tweed Bassman) Amp Simulation eine 1x15 1962 Thunder Speaker Emulation genommen. Die 1x15 Emulation klingt zwar lange nicht so warm wie ein echter 15 Speaker, aber man merkt's doch etwas, dass der Sound des Bassman wärmer und voller wird, die Classic Player '60s mit PU in Neck/Middle-Kombination im 1. Turn und Middle/Bridge im 2. Turn:

http://soundcloud.com/relact/therelact-bycu-12-minor-blues

Beim Lazy-Day-Blues war es eine 1967 Class A30 Top Boost (basiert auf einem Vox AC30) Amp Simulation mit 2x12 1967 AC30 Speaker Simulation. Beim Vox AC30 klingt die Classic Player '60s sehr glocking, insbesondere mit der gewählten Neck/Middle-Position:

http://soundcloud.com/relact/therelact-bycu-10-lazy-day-blues

Getting-Funky und Swinging-The-Blues poste ich sozusagen als Bonus Tracks für jene, die an dieser Stelle noch immer nicht genug haben :D:

http://soundcloud.com/relact/therelact-bycu-09-getting-funky

http://soundcloud.com/relact/therelact-bycu-04-strat

Und im Anhang gibt's noch ein Bild meiner Classic Player '60s Strat in Sonic Blue bei mir im Garten.
 

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Nachdem ich bemerkt habe, dass dieses Review nach wie vor gesucht, gefunden und gelesen wird, macht es in meinen Augen durchaus Sinn, dass ich einige weitere Hörproben der CP60 hier poste bzw. verlinke. In diesem Video ist sie der Squier Classic Vibe 50s im Originalzustand und mit modifizierten PUs im direkten Soundvergleich gegenübergestellt. Die CP60 ist am Steg-PU zwischen 4.40 bis 6.53 im finalen Solo von Pink Floyds Comfortably Numb zu hören:



Weitere Infos zu diesem Vergleich sind hier:
Gilmour Black Strat PUs versus Squier Classic Vibe '50s Stock PUs im direkten Soundvergleich

Ein direkter Vergleich der CP60s mit der Squier CV50s und CV60s ist hier:
Fender Classic Player '60s, Squier Classic Vibe '60s und Squier Classic Vibe '50s im direkten Soundvergleich
 
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